Die Energiewende (S.Schulien)

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Die fatalen Folgen der Energiewende

Sigurd Schulien

Die Entscheidung der Bundesregierung, bis spätestens in zehn Jahren alle Kernreaktoren in Deutschland stillzulegen, wird für unsere Hochtechnologieland fatale Folgen haben. Diese Entscheidung ist von langer Hand vorbereitet worden, indem Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Kerntechnik seit den 1980er Jahren vom Staat nicht mehr gefördert wurden, die relevanten Forschungsinstitute umfunktioniert wurden ( Schwerpunkte Erneuerbare Energien, Frauenforschung etc.) und der Bau neuer kerntechnischer Anlagen seit Dezember 2010 verboten ist.

Der Betrieb des fortschrittlichsten und sichersten Kernreaktors der Welt, des Hochtemperaturreaktors THTR 300 in Hamm-Uentrop, wurde 1989 aus politischen Gründen eingestellt. Dieser Kugelhaufenreaktor hätte die Energieversorgung Deutschlands für Jahrzehnte gesichert, das Problem der Endlagerung der abgebrannten Brennelemente war gelöst (s. Aufsatz Der Hochtemperaturreaktor für die Erzeugung von Strom und Prozeßwärme www.adew.eu).

Der Bau neuer Kernkraftwerke in den aufstrebenden Nationen – z.B. die BRIC-Staaten) wird in Zukunft durch Frankreich, Rußland, USA . . . erfolgen, ein Billionen-Geschäft, das ohne deutsche Teilnahme laufen wird. Deutsche Technik wird in der Welt zukünftig eine immer geringere Rolle spielen. Die Energieversorgung Deutschlands ist zunächst durch den Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke gesichert. Zwar sollen im Zeitraum von 2011 bis 2015 neun Kernkraftwerke mit einer installierten Leistung von ca. 12 Gigawatt abgeschaltet werden. Dafür werden gemäß Wikipedia im gleichen Zeitraum 26 neue Kohlekraftwerke (26 GW elektrisch) in Betrieb genommen sowie 14 Gaskraftwerke (ca. 9 GW). Allerdings erzeugen die Kohle- und Gaskraftwerke erhebliche Mengen Kohlendioxid, die Kohlekraftwerke etwa 190 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, die als sogenannte Klimakiller in die Atmosphäre gehen und dort nach Meinung der Wall-Street eine furchtbare Klimaerwärmung bewirken sollen. Die Physik allerdings lehrt, dass CO2 keinen merklichen Einfluß auf das Klima hat (s.Der Einfluß der Wolken auf das Klima in www.adew.eu).

Unsere von der Wall-Street beratene Klimakanzlerin, die bisher verbissen gegen den Klimakiller CO2 gekämpft und jetzt überraschend den Atomausstieg veranlaßt hat, sorgt nun dafür, dass die deutsche Industrie große Mengen CO2 produziert und infolgedessen Emissionsrechte für viele Milliarden Euro kaufen muß, die auf die Strompreise umgelegt werden.

Der Preis für die Emission einer Tonne CO2 beträgt derzeit ca. 14 EURO. Dieser Preis wird sich erhöhen auf 100 und mehr, da er in Zukunft an der Börse festgelegt wird mit ihren vielen Manipulationsmöglichkeiten. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich der Strompreis durch die Abschaltung und den Rückbau der Kernkraftwerke und den Neubau anderer Kraftwerke verdoppelt. Die Industrie wird deswegen gezwungen, in Länder mit niedrigeren Energiepreisen und sicherer Energieversorgung auszuwandern. Die Aluminiumindustrie ist gerade dabei, dies zu tun, die Stahlindustrie bereitet es vor, die Zementindustrie und die chemische Industrie werden folgen, die Arbeitsplätze sind weg. Die Privathaushalte werden verarmen. Ein Industrieland wie Deutschland darf nicht aus der fortschrittlichsten Energietechnik aussteigen, wenn es nicht auf Dauer absteigen will. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist ein großer Fehler, der widerrufen werden muß. Die erneuerbaren Energien ohne Speichermöglichkeit können die Energieversorgung Deutschlands nicht sichern (s. Die erneuerbaren Energien gegen Kernenergie? in www.adew.eu).

Der Kugelhaufenreaktor ist in der Lage, unsere Energieprobleme zu lösen, ohne dass riesige CO2-Abgaben an das internationale Finanzsystem gezahlt werden müssen.
Da die grünen Herrschaften aus Politik und Finanzwirtschaft nicht davon
abzubringen sind, daß Deutschland aus der Kernenergie aussteigt, sollten sie wenigstens etwas Vernünftiges tun, nämlich über die Möglichkeit der Energieversorgung Deutschlands durch Methanhydrate nachzudenken (s.Aufsatz „Gibt es auch einen Erdölschwindel?“ in www.adew.eu/Berichte), falls sie dazu geistig in der Lage sind und es ihre ideologische Verblendung zuläßt.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.adew.eu. ADEW Arbeitsgemeinschaft Deutsche Energie- und Wirtschaftspolitik www.adew.eu

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