Yoga in der Gemeinde – D.Hunt

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Dave Hunt

 

YOGA IN DER GEMEINDE: EINE VERSCHWÖRUNG, DIE ZU EINER WIRKSAMEN KRAFT DER VERFÜHRUNG FÜHRT

 

Wir sind die am besten informierte und am weitesten fortgeschrittene Zivilisation der Menschheitsgeschichte und befinden uns inmitten eines Hi-Tech‑Booms, welcher alles übertrifft, was man sich vor nur wenigen Jahren hätte vorstellen können. Doch gleichzeitig geben sich Millionen Menschen im Westen dem Yoga hin, einer okkulten Praktik, die seit Tausenden von Jahren Teil des urtümlichen, orientalischen Aberglaubens und der entsprechenden Religionen war.
Warum dies? Die Antwort auf diese Frage wird uns helfen, zu verstehen, was wirklich hinter Yoga steckt, warum es so ansprechend ist und welchen zerstörerischen Einflusses auf unsere Kultur ausübt.

Obgleich es unglaublich klingen mag, so ist es doch wahr, dass das wachsende Interesse am Okkultismus im Westen (wovon Yoga einen wesentlichen Teil ausmacht) nicht zufällig ist. Dieser Hang zum Übernatürlichen wurde von einer Gruppe von Psychologen und Literaturwissenschaftlern vorsätzlich gefördert und kultiviert, wobei viele von ihnen bereits während des Universitätsstudiums mit mysteriösen okkulten Kräften in Berührung gekommen und durch den Konsum von psychedelischen Drogen zur Überzeugung gelangt waren, dass es tatsächlich eine nichtphysische Dimension gibt. Die Hauptdroge der so genannten »Gegenkultur« war Lysergsäurediäthylamid (LSD), eine einst legale, heute jedoch illegale Substanz, die von Insidern »Acid« genannt wurde. Sie wurde 1943 von Albert Hoffman entwickelt, einem damals bei der Sandoz AG in Basel tätigen Chemiker.

Plötzlich stand das menschliche Bewusstsein im Rampenlicht, und der Begriff »veränderte Bewußtseinszustände« war auf den Lippen von Millionen. Das Erreichen von »veränderten Zuständen« sorgte bei Partys für aufregenden Gesprächsstoff und galt bald als das neue Allheilmittel. Nur wenigen war bewußt, dass sie soeben über die Schwelle zum Okkultismus gestolpert waren, und noch weniger erahnten sie die Schrecken, die dort auf sie warteten.

Natürlich sprach die akademische Weit, die für alle nicht‑materiellen Erklärungen taub war, von »alternativer Realität«, als ob es um einen neu entdeckten, noch nicht aktivierten Bereich des menschlichen Gehirns mit einem verblüffenden Potential ginge, der in Universitätslaboren studiert werden müsste. Die »Human Potential‑Bewegung« war geboren. Die angeblich unbegrenzten, noch ungenützten menschlichen Kräfte waren bald die neue Hoffnung der modernen Welt, unterstützt durch die lächerliche Behauptung der Psychologie, wir nutzten nur zehn Prozent unseres Gehirns. In den ungenutzten 90 Prozent jedoch wurden gottähnliche, übersinnliche Kräfte vermutet, die nur auf ihre Entdeckung warteten.

»Ironischerweise«, schreibt Marilyn Ferguson in einem maßgeblichen Buch dieser Epoche, »kann die Einführung von bedeutenden Psychedelika wie LSD in den 60er Jahren in hohem Maße dem amerikanischen Geheimdienst CIA zugeschrieben werden, der mit einigen Substanzen Forschung betrieb, um sie für einen möglichen militärischen Gebrauch zu testen. Experimente an mehr als achtzig von der CIA mit verschiedenen Codenamen versehenen Hochschulen verhalfen dem LSD unbeabsichtigt zu Popularität. Tausende von Studenten dienten als Versuchskaninchen. Bald synthetisierten sie ihren eigenen >Stoff<.«

Unbeabsichtigt? Im Gegenteil: Diese teuflische Entwicklung war alles andere als unbeabsichtigt, wie Ferguson nur zu genau wusste. Sie war, wie wir sehen werden, Teil eines wohlüberlegten und streng geheimen Plans zur Einführung des Westens in den fernöstlichen Okkultismus, wobei die Einführung der amerikanischen Jugend in die Welt der Drogen eine wichtige Rolle spielte. Unter dem Einfluss psychedelischer Drogen entdeckten Millionen von Menschen eine andere Dimension der Realität, die gewiß nicht physisch war. Aber so lange der »Trip« andauerte, war das Abenteuer so wirklich wie das materielle Universum ‑ oder anscheinend noch wirklicher.

Es blieb nur noch zu entdecken, dass Yoga den gleichen »Trip« ohne Drogen hervorruft ‑ und Yoga wurde zum neuen Wundermittel. Ich erinnere mich gut an die Mutter eines Zwanzigjährigen, die mir mit einer gewissen Erleichterung, überschattet von leichten Bedenken, sagte: »Mein Sohn war tief in den Drogen, aber Gott sei Dank kommt er jetzt ohne aus, weil er nun Yoga macht. Ich weiß nicht, was Yoga ist, aber so schlecht kann es nicht sein, wenn es ihn von den Drogen weggebracht hat!«

Meine Antwort muss sie schockiert haben, denn ich sagte: »Ich bin froh, dass Ihr Sohn nicht länger das Drogen‑High sucht. Leider muss ich sie aber darauf hinweisen, dass er mit Yoga noch viel >higher< werden kann als mit Drogen. Die Drogen waren der Kindergarten des Okkultismus ‑ Yoga ist die Hochschule!«

Was die Geistwesen in der Angelegenheit für eine Rolle spielen

Die Bibel macht deutlich, dass wir nicht allein im Universum sind, sondern dass es nebst den Menschen auch Engel, Dämonen, einen Satan und Gott gibt ‑ sie alle haben eine Persönlichkeit, können denken und selbstständige Entscheidungen treffen. Parapsychologen (besonders jene, die mit dem Verteidigungsministerium und Nachrichtendiensten der Regierung zusammenarbeiten), haben sich seit Jahren an der Erforschung von Möglichkeiten zur Fremdsteuerung des menschlichen Geistes beteiligt. Manches davon hat nichts mit Beeinflussung durch Drogen der Gehirnwäsche zu tun, sondern mit der Steuerung des Geistes einer Person durch den Geist einer anderen Person. Dass dies möglich ist, konnte wiederholt durch Hypnose bewiesen werden ‑ sogar auf Distanz.

Wenn ein Hypnotiseur nun aber tatsächlich den Geist einer anderen Person steuern kann, gibt es gute Gründe für die Annahme, dass die oben erwähnten Geistwesen mit den Menschen dasselbe tun können. Gott selbst würde so etwas nie tun, weil dies die Wahlfreiheit zunichtemachen würde, die Er dem Menschen beim Schöpfungsakt gegeben hat. Es ist also sowohl logisch wie auch biblisch nachvollziehbar, dass Gott dem Menschen einen natürlichen Schutz gegen eine solche Übernahme durch einen anderen Geist gegeben hat. Doch man kann sich darüber hinwegsetzen, indem man sich willentlich einer Hypnose unterwirft. Überdies gibt man bösen Wesen wissentlich oder unwissentlich die Erlaubnis zur Übernahme, wenn man sich absichtlich in einen veränderten Zustand begibt, sei es nun durch Drogenkonsum, Hypnose oder Yoga.

Charles Tart, Autor von Mind Science: Meditation Training for Practical People (Wissenschaft des Geistes: Meditationstraining für praktische Leute), sagt: »Für mich kommen genügend Beweise zusammen, um mich dazu bewegen zu lassen, die Vorstellung von einer körperlosen Intelligenz ernst zu nehmen«.

William James, einer der angesehensten Psychologen des letzten Jahrhunderts, schrieb: »Die Weigerung der modernen Aufklärung, >dämonische Besessenheit<  auch nur als Hypothese ernst zu nehmen … erschien mir immer als ein merkwürdiges Beispiel der Macht der Mode in >wissenschaftlichen< Belangen.«

Der Anthropologe Michael Harner schreibt: »Ein Schamane kommt … in einen veränderten Bewußtseinszustand … und erlangt … spezielle, persönliche Macht, die ihm üblicherweise durch seine Schutz‑ und Hilfsgeister verliehen wird«. John Lilly, der den Isolationstank erfand (in weichem man in konzentriertem Salzwasser treibt, vollkommen isoliert von den optischen und akustischen Reizen der Außenwelt), und den Anstoß zu dem Film Veränderte Zustände gab, erklärte: »Manche Leute nennen es >bewußtes Träumen(. Mit psychedelischen Drogen ist es viel einfacher, aber eine Menge Leute … können einfach meditieren und in diese andere Realität eintauchen …. « ‑Es gibt viele Berichte von Menschen, die beim Ausüben von Yoga Ähnliches erlebt haben, bis hin zu »Besessenheitszuständen«.

Marilyn Ferguson nannte es »Verschwörung«

1974 stellte eine Expertenkommission am Stanford Research Institute (bekannt als SRI) mit Mitteln der Charles F. Kettering‑Stiftung eine Studie mit dem Titel: Changing Images of Man (Veränderung des Menschenbildes) fertig. Beim Lesen dieser wichtigen, nicht publizierten Studie stellt man bestürzt fest, dass sie Folgendes zum Ziel hat: Bei der Studie sollte letztlich~ bestimmt werden, wie der westliche Mensch ganz gezielt in einen östlichen Mystiker oder ein spirituelles Medium verwandelt werden kann. Das Projekt wurde von Willis W. Harman geleitet, der später Präsident von Edgar Mitchells Institut für Noetische Wissenschaften wurde, das von Mitchell auf seine mystische Erfahrung während seiner Mondreise hin gegründet worden war. Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler glaubten aufrichtig, die Hinwendung zum östlichen Mystizismus sei die einzige Hoffnung für das Überleben der Menschheit. Ihrer Ansicht nach waren ihre Beweggründe alle sehr wissenschaftlich und ihre Absichten edel. Der Zweck, so glaubte man, heilige die Mittel.

Der 300seitige, in mehrfacher Ausführung vorliegende Bericht wurde von einem Team von vierzehn Forschern verfasst, überwacht von einem dreiundzwanzigköpfigen Leitungsgremium, in dem auch die Anthropologin Margaret Mead, der Psychologe B. F. Skinner, Ervin Laszlo von den Vereinten Nationen und Sir Geoffrey Vickers vom britischen Geheimdienst vertreten waren. Die Aufgabe, die Öffentlichkeit zu überzeugen, durch diese magische Pforte in ein »Neues Zeitalter« (New Age) einzugehen, fiel an eine Freundin und Verehrerin von Dr. Harman, Marilyn Ferguson. Sie erfüllte ihre Aufgabe mit der Veröffentlichung ihres bahnbrechenden Bestsellers von 1980: »Die sanfte Verschwörung ‑Persönliche und Gesellschaftliche Transformation im Zeitalter des Wassermanns«, wo sie alles in einem sehr begehrenswerten Licht erscheinen lässt. Sie schreibt:

»Bei dem großen, erdbebenartigen, unwiderruflichen Umschwung, der auf uns zukommt, handelt es sich … um einen neuen Geist, einen Umschwung des Bewußtseins, wie er bei einer entscheidenden Anzahl von Individuen stattfindet, die ausreicht, um einen radikalen Wandel der Gesellschaft hervorzubringen.

Dieses Netzwerk ‑ die sanfte Verschwörung des Wassermann‑Zeitalters ‑ hat bereits das Denken, die Herzen und Ressourcen einiger unserer fortschrittlichsten Denker gewonnen, darunter Nobelpreisträger, Philosophen, Staatsmänner, Prominente die auf eine Umwandlung der Gesellschaft hinarbeiten…. Es gibt unzählige Verschwörer. Sie befinden sich in Firmen, Universitäten und Krankenhäusern, in Lehrerkollegien, in Fabriken und Arztpraxen, in Staatsämtern und an Regierungssitzen, bei Gesetzgebenden Organen, bei gemeinnützigen Organisationen; im Grunde genommen in allen Bereichen des Landes, wo Politik gemacht wird.

Die (fernöstlich‑mystischen) Techniken zur Erweiterung und Transformation des persönlichen Bewußtseins, einst das Geheimnis einer Elite, bewirken nun in Kultureinrichtungen jeglicher Art eine massive Veränderung ‑ in Medizin, Politik, Wirtschaft, Bildung, Religion und in der Familie.«

Der berühmte Architekt Buckminster Fuller meinte, nachdem er die halbe Nacht durchgelesen hatte, um Fergusons Buch: »Die sanfte Verschwörung« fertigzukriegen, es seien wohl »die Totengeister« gewesen, die ihr beim Schreiben geholfen hätten. Ferguson antwortete lachend: »Nun, manchmal kam es mir auch so vor, aber es war mir nicht danach, es gleich jedem zu erzählen.«

Friedrich Nietzsche deutete an, die Inspiration für sein Werk: »Also sprach Zarathustra«, sei in der Form einer Besessenheit über ihn gekommen: »Sie drang in mich ein. Man kann kaum anders, als zu glauben, dass man bloße Inkarnation, Sprachrohr oder Medium irgendeiner allmächtigen Kraft ist.« Man braucht nicht lange zu überlegen, um herauszufinden, welche »Kraft« den großen Inspirator von Hitler wohl inspiriert hat.

Die Umwandlung des Westens durch die Medien

Der östliche Mystizismus hat inzwischen jeden Bereich der heutigen westlichen Gesellschaft durchdrungen. Kinder werden schon von klein auf darin unterrichtet ‑ durch Comics, Zeichentrickfilme, Spielfilme und Videos, welche von seltsamen Kreaturen mit Geisteskräften handeln, Dinge, die selbst die wildesten Vorstellungen der Science Fiction­Schriftsteller der letzten Generation übertreffen.  …

Das Unterhaltungsmedium ist so leistungsfähig, die Kultur heute zu „verschieben“, dass Tausende ähnlicher Bekenntnisse zu Geist‑gelenktem Material von modernen Musikern und Schriftstellern gleichermaßen gekommen sind, einschließlich Stephanie Meyer, Skriptverfasserin der Twilight Trilogie, und J.K. Rowling, die das Harry Potter Phänomen verfasste.

Der Glaube an eine unpersönliche Kraft, die das Universum durchdringt und von der Menschheit durch mystische Riten angezapft werden kann, ist nicht neu. Es ist derselbe Glaube, welcher seit Tausenden von Jahren allen Urreligionen zugrunde liegt, die von eingeweihten Anführern oder Meistern ‑ abwechselnd Schamanen, Medizinmänner, Gurus, Yogis usw. genannt beherrscht werden. All die allen Märchen der verschiedenen Kulturen handeln von offensichtlich übernatürlichen Heldentaten, gewirkt durch solche Kräfte.

Auch unsere moderne Welt mit ihrem Wissenschaftskult kann sich den Mythen nicht entziehen, die offensichtlich tief in das menschliche Bewusstsein eingebettet sind ‑ dort eingepflanzt durch das Versprechen der Schlange an Eva, dass sie werden könne wie Gott, wie wir bereits gezeigt haben. Die Bewußtseins Verschiebung, von der Marilyn Ferguson sprach, brachte hauptsächlich zwei Entwicklungen ins Rollen, welche beide mit Yoga zu tun haben, obgleich der Zusammenhang den meisten Lesern ohne weitere Erklärungen nicht einleuchten mag:

1. Im Allgemeinen sehen Kinder (und sogar Erwachsene) die phantastischen Kräfte, die Helden oder ihre bösen Widersacher in Videos und Filmen zur Schau stellen, nicht länger als Fiktion an, sondern als etwas, das auch sie erlangen könnten, wenn sie nur das Geheimnis kennen würden. Gott braucht es nicht mehr, weil jede Person selbst solche Gottkräfte in sich hat ‑ es geht nur darum, diese zu beherrschen. [Sogar Christen fallen dieser Vorstellung zum Opfer, und schreiben sich in der »Schule der Übernatürlichen Dienste« ein, welche Gläubige darin trainiert, wie man »Zugang zu himmlischen Gefilden« erhält und ihre »Wunder« mit zur Erde bringt.]

2. Das Versprechen der Schlange an Eva, dass sie wie Gott werden könne, wird nicht länger als verführerische Lüge angesehen, welche das Menschengeschlecht ins Unglück stürzte und die Trennung von Gott, sowie das göttliche Gericht zur Folge hatte. Es ist zur neuen Glaubenswahrheit geworden, gelebt von Romanfiguren, welche die neuen Helden sind und David ersetzen, der Goliath besiegte, Daniel, der unversehrt durch die Löwengrube kam ‑ und sogar Gott selbst.

Ein ganzes Genre von »Fiktion mit Wahrheitsgehalt« wie auch Dutzende Comicfilme… haben das fernöstlich‑mystische Denken zur allgemeinen Norm erhoben. Das ist eine deutliche Veränderung im allgemeinen Bewusstsein ‑ und die möglichen Folgen für die Zukunft sind alarmierend.

Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben werden von der Einfalt gegenüber Christus – 2. Korinther 11,3.

 

Ein Auszug aus Dave Hunts Buch, Yoga: Harmlose Gesundheitsübung oder esoterische Religion? Deutschsprachige Ausgabe erschienen 2009 bei CLKV, Christliche Literatur und Kassettenvermittlung.

www.horst-koch.de

info@horst-koch.de

 

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