Rute und Pendel

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Adelgunde Mertensacker

 

Radiästhesie: Pendeln und Rutengehen


Pendel und „Wünschelrute“ sind sog. radiästhetische Instrumente.
Radiästhesie setzt sich als lateinisch griechisches Kunstwort zusammen aus radius = Strahl und aisthesis = Empfindung, und bedeutet „Strahlenfühligkeit“.

Radiästheten sind „Strahlenfühlige“, die angeblich Strahlen fühlen, die mit physikalischen Meßgeräten nicht nachweisbar sind.

Ein Pendel besteht aus einer etwa 30 cm langen Schnur, an deren Ende ein kleines Gewicht befestigt ist. Der Pendelnde hält den Anfang der Schnur zwischen Daumen und Mittelfinger und führt die Schnur über den Zeigefinger, so daß sie frei hängen kann. Ohne willentliche Beeinflussung beginnt das Pendel bei ruhiggehaltener Hand unter dem Einfluß der Schwerkraft zu schwingen, linear oder in Kreisbewegungen   mit und gegen den Uhrzeiger, links  oder rechtsdrehend. Die Bewegungsrichtung wird vom Pendler als Antwort auf eine gestellte Frage festgelegt: Kreisen nach links z.B. als „nein“ gedeutet, Schwingungen nach rechts als „ja“ usw. Wie ein Pendel in Bewegung gesetzt wird, ist wissenschaftlich bewiesen:

Ein Pendel bewegt sich durch Pulswellen, Muskelanspannung, Atembewegungen, Vorstellungen, Erwartungen und Gefühle. Diese wirken als sog. „Carpenter Effekt“, benannt nach dem englischen Arzt W B. Carpenter (1813 1855), der feststellte: „Jede Bewegungsvorstellung bewirkt bereits einen Antrieb zum Vollzug dieser Bewegung.“

Bereits 1640 hatte der Jesuit Athanasius Kirchner vermutet, daß unwillkürliche Muskelbewegungen die Ursache für das Pendeln sind. Heute kann die Medizin beweisen, daß es einen absoluten Ruhezustand der Muskeln nicht gibt. Beim Pendeln kommt es durch Ermüdung zusätzlich zu unmerklichem Muskelzittern. Diese geringen Impulse schaukeln sich nach dem physikalischen Resonanzgesetz hoch zu immer größeren Schwingungen im gleichen Rhythmus. In ihrem Handbuch „Die andere Medizin“ faßt die „Stiftung Warentest“ (Berlin) zusammen: „Die Bewegung des Pendels ist nicht von kosmischen Energien abhängig. Die Impulse stammen aus Muskelspannungsänderungen …

Sie werden von unbewußten Vorstellungen des Pendelnden gesteuert. Die Wissenschaft nennt dieses Phänomen ideometrische Bewegung“ (S. 322).
Ein Pendel macht die Bewegung, die ein Pendler sich vorstellt. Erwartet er, daß sein Pendel nach links ausschlägt, wird es das tun, ebenso nach rechts oder im Kreis.
Legt man ein Pendel über einen feststehenden Gegenstand, steht es absolut still und beweist damit, daß es gar nichts spürt oder weiß.

Pendeln zu Diagnose- oder Therapiezwecken ist Betrug oder Wahrsagerei.

Der esoterische Fachhandel bietet eine Fülle Pendel verschiedenster Materialien und Beschaffenheit an:
„UFO Pendel“ zum Testen von Aura und Chakren, „ISIS Pendel“ zur Medikamententestung, „OSIRIS Pendel“ gegen Bakterien und Viren, „Universalpendel“ zum „energetischen Ausgleich“, „Kristallpendel“ zur „Entfaltung geistigen Potentials“, „Energie Sensor“, um die „Verträglichkeit von Nahrungsmitteln“ oder den Gesundheitszustand auszupendeln.

Zahlreiche Arbeitskreise, Heilpraktikerschulen und Esoterik Institute führen Kurse und Lehrgänge in Pendeln und Rutengehen durch: Das Institut für Parapsychologie und Grenzwissenschaften, Eggenfelden, bietet vier Lehrgänge in Parapsychologie, Astrologie, Chirologie und „das große Studium“ an   zum Gesamtpreis zwischen 742 und 2549 Euro:

Innerhalb des 1. Lehrgangs „Parapsychologie“ lernt der Vorauszahlende u.a. Bewußtseinserweiterung, Berechnung der Sternstunde, Geistige Selbstheilung, Außersinnliche Wahrnehmungen, Hellsehen, Levitation, Materialisation, Telepathie, Psychokinese, Pendeln und Rutengehen.

In der Werbebroschüre „Die IPG Lehrgänge – der Schlüssel zum Erfolg“ wird das Interesse mit fantastischen Behauptungen zu wecken versucht. Unter dem Stichwort „Radiästhesie“ heißt es z.B.: „US Soldaten, die dafür in speziellen Lehrgängen ausgebildet wurden, suchten in Vietnam erfolgreich mit Wünschelruten nach Minen und Mörsergranaten Blindgängern … Noch effektiver arbeiteten die sowjetischen Geologen N.N. Sotschewanow und V.S. Matewejew. In Karelien, der Ukraine und Tadschikistan konnten sie bedeutende Mineralvorkommen entdecken, indem sie große Gebiete mit dem Hubschrauber überflogen und dabei eine Wünschelrute in der Hand hielten … Evelyn Penrose, die weltweit dafür bekannt ist, Wasser und Ölquellen aufzuspüren, arbeitet bei ihrer Suche mit Pendel und Landkarte. Sie ist der Auffassung, daß ihre Fähigkeit, Wasser und Öl auch über große Entfernungen hinweg festzustellen, auf übersinnlichen Wahrnehmungen beruht …“Eine Antwort auf die Frage, warum Pendel und Wünschelrute mit den gleichen Schwingungen bzw. Ausschlägen einmal auf Wasser, dann auf Störfelder, Krankheiten, Nahrungsmittel, Minen, Erz, Gold u.a. reagieren, bleiben Radiästheten schuldig.

Die Wünschelrute oder „Glücksrute“ wurde schon im Mittelalter aus gegabelten Haselnuß- oder Weidenzweigen hergestellt. Heute werden diese traditionellen Ruten ergänzt durch Metallbögen oder V  bzw. Y förmige Drahtgestelle, die in beiden Händen gehalten werden, bis sie ausschlagen. Sie sollen „gefährliche Erdstrahlen“, „Reizzonen“, „gesundheitsschädigende Wasseradern“ oder „Störzonen Kreuzungen“ aufspüren.

Diese „krankmachenden Einflüsse“, die angeblich aus der Erde aufsteigen und denen man durch Umstellen von Betten oder Schreibtischen ausweichen könne, gibt es nicht. Das beweisen eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen:
Dr. Otto Bergmann, Wien, Versuchsleiter eines vom österreichi¬schen Bundesministerium für Wirtschaftliche Angelegenheiten über mehrere Jahre geförderten Forschungsprojektes, stellt 1990 fest: „Es ist so gut wie sicher, daß es keine Erdstrahlen im Sinne des Wortes gibt, daß dieser Begriff vielmehr aus dem Kausalitätsbedürfnis der Rutengänger enstanden ist. Meßtechnisch sind über den Reizzonen noch nie Strahlen nachgewiesen worden.“

Kommentatoren des Forschungsprojektes ergänzen: „Zusammenfassend ist festzustellen, daß mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Wiener Gruppe überhaupt keine, wie auch immer gearteten Reizzonen lokalisieren konnte“ (Skeptiker 1/91, S. 11 f).
Unter Begleitung des Hessischen Rundfunks führte die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchungen von Parawissenschaften, GWUP, den „Wünschelruten Test Kassel“ durch:

Rund 100 Wünschelrutengänger hatten sich gemeldet. Die Mehrheit gab an, fließendes Wasser in künstlichen Leitungen mit 90 bis 100prozentiger Sicherheit bestimmen zu können. Einige Radiästheten behaupteten, auch Bodenschätze wie Kohle, Metalle u.a. aufspüren zu können. Im Doppelblindversuch (d.h. weder der Versuchsleiter noch die Rutengänger kannten die Lage der Wasserrohre) und mit einem ausgesetzten Preisgeld von 10.000 Euro wollten die 20 für den Test übriggebliebenen Rutengänger zunächst Störzonen ermitteln, um dann anschließend den Wassertest und 14 von ihnen auch das „Kisten Experiment“ durchzuführen, d.h. in Kisten deponierte, von ihnen ausgewählte Gegenstände aus Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Kohle, oder einen Magneten aufspüren.

Das Ergebnis war für alle Wünschelrutengänger erschütternd: Jeder Rutengänger ermittelte „Störzonen“ an anderen Stellen, die in erheblicher Entfernung voneinander lagen. Jeder Versuchsteilnehmer erklärte „seine“ Störzone mit einer anderen Ursache: Wasseradern, vergrabene Metalle, „Globalgitter-Netz“ usw. Die Treffer beim Wassertest und Kistenexperiment waren Zufallsergebnisse.
Zusammenfassend stellten die Versuchsleiter fest:

„Keiner der Rutengänger konnte unter den gesetzten Bedingungen mit der erforderlichen Trefferquote Wasser in Rohren oder Gegenstände in Behältern finden… Das Versuchsergebnis bestätigt damit die Zufallshypothese“ (ebda). Das heißt mit andern Worten: Die Treffer hätten auch von jedem beliebigen Teilnehmer durch Raten erbracht werden können.

In zahlreichen Versuchen wurden Wohnungen von mehreren Rutengängern (nacheinander) auf „Erdstrahlen“ untersucht mit dem Ergebnis, daß unter Betten, die an „störfreie“ Stellen verschoben worden waren, von anderen Rutengängern „besonders schädliche Kreuzungszonen“ geortet wurden.

Studien beweisen: Erfolge von Rutengängern bei der Wassersuche zeigen nicht ihre „Strahlenfühligkeit“, sondern bestätigen nur, daß in Deutschland nahezu überall Wasser gefunden werden kann   höher oder tiefer  , da nach geologischem Befund das Grundwasser flächig steht. Schädigende Wirkungen von Erdstrahlen gibt es nicht, da es keine Erdstrahlen gibt.

Die auf dem Esoterikmarkt angebotenen „Strahlenschutzgeräte“ werden häufig mit der Warnung geliefert: „Vorsicht! Beim Öffnen des Gerätes geht die Wirkung verloren.“ Wer das Gerät dennoch öffnet, findet oft wertlose Altmaterialien.

Zu Diagnosezwecken führt der Radiästhet die Rute an der „Aura“ des Patienten entlang, bis die Rute ausschlägt. Um Ferndiagnosen zu erstellen, werden Fotos oder persönliche Gegenstände auf „Vibrationen“ mit der Rute untersucht. Abgesehen davon, daß es keine Aura gibt, kann der Rutenausschlag zweifelsfrei als unwillkürliche Muskelbewegung erklärt werden. Nicht „Strahlungen“ bewirken die Bewegungen einer Wünschelrute, sondern das „Kohnstamm-Phänomen“:

Die angespannte Hand- und Armhaltung beim Führen der Rute, Wunschvorstellungen, Gefühle und andere vom „Carpenter-Effekt“ bekannte Reaktionen führen in kurzer Zeit zu einem geringen Muskelkrampf, der das Ausschlagen der Rute bewirkt.
Weil der Glaube an Erdstrahlen eine Selbsttäuschung ist, können auch „Entstrahlungsgeräte“, „Strahlenschutzdecken“ u.a. vom Esoterikmarkt angebotenen Hilfen keine Wirkung haben. Sie sind Betrug, Geschäftemacherei und Verführung zum Aberglauben. Die Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz warnt vor Personen, die „Hausbegehungen“ mit der Wünschelrute anbieten, da es keinerlei Beweise für Erdstrahlen gibt. Eine Vielzahl von Gerichtsurteilen und zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen beweisen: Krankmachende Erdstrahlen gibt es nicht.

Die auf dem Esoterik Markt angebotenen Pendel, Wünschelruten und Meßgeräte verschiedener Ausführungen und in allen Preisklassen sind aus juristischer Sicht „Hilfsmittel betrügerischen Handelns.“

Das Amtsgericht Miesbach erklärte den Kaufvertrag einer „Anti-Erdstrahlen Matratze“ für ungültig:
Eine Frau hatte im Anschluß an eine „Hausbegehung“ von einem Wünschelrutengänger eine Entstrahlungs Matratze für 3825 DM erworben. Als sich ihre Schlafprobleme nicht lösten, sich stattdessen Rückenbeschwerden einstellten, sandte sie die Matratze zurück, ohne die Rechnung zu bezahlen (Az: 3 C 201/94).

Gleich mehrfach wurde ein Seminarleiter für Radiästhesie wegen „Betruges und Verstoßes gegen die guten Sitten“ zu empfindlichen Geldbußen verurteilt, weil er u.a. ein „Universalpendel“ und einen „Energiegenerator“ vertrieben hatte.

Das „Universalpendel“   so seine Werbung   könne aufgrund seiner „elektromagnetischen Schwingungen energetisch ausgleichen“. Der „Energiegenerator“ baue „einen einfachen Schutzschild um den Körper, der negative Einflüsse abweist und neutralisiert“ (Landgericht München, Amtsgericht Überlingen u. a.).

Die Einstellung ihres Ermittlungsverfahrens gegen das „Institut für Parapsychologie und Grenzwissenschaften (IPG)“, Eggenfelden, begründet die Staatsanwaltschaft Landshut u.a.:
„Es ist allgemein bekannt, daß die vom Beschuldigten IPG angepriesenen Phänomene (darunter Pendel und Rutengehen) mit naturwissenschaftlichen Mitteln weder hervorgerufen noch nachgewiesen werden können. Somit kann schon aus dem Grund niemand behaupten, er habe ernsthaft geglaubt, die genannten Phänomene durch ein Studium beim Beschuldigten erlernen bzw. erwerben zu können“ (Az: 35 Js 12423 / 95 kl). Mit anderen Worten: Wer sich betrügen lassen will, ist selber schuld.

Das hindert das kath. Missionswerk „missio“, Aachen, nicht daran, in seiner Zeitschrift (Nr. 6, 2003) Jean Gerard Pankert, Wasserbauingenieur beim Bischöflichen Hilfswerk Misereor und Wünschelrutengänger, vorzustellen mit seiner falschen Behauptung: „Jede Materie hat eine spezifische Schwingung. Diese Schwingungen treffen auf das biologische Energiefeld des Rutengängers und resultieren in einem Nervstimulus, der die Wünschelrute sichtbar ausschlagen läßt. Dieser Rutenausschlag muß dann richtig interpretiert werden… Im Grunde genommen läßt man als Rutengänger Ströme fließen … Ich stelle eine Frage, die eindeutig mit ja oder nein beantwortet sein muß.
Zum Beispiel: ’Gibt es hier Trinkwasser?’

Die zweite,
für mich ganz entscheidende Sache ist: Ich bitte um Hilfe von oben, von Gott oder einer höheren Macht (sic). Und diese Hilfe, nämlich die Sensibilität, die Dinge zu finden, wird mir dann von oben gewährt. Ich mache mich zum Mittler (Medium) dieser Aufgabe.“

Mißerfolge erklärt Pankert so: „Die Treffsicherheit hängt ab von der Tageszeit, davon ob er ausgeruht, im seelischen Gleichgewicht ist oder nicht.“ Stimme die Tagesverfassung, liege seine Treffsicherheit bei 75 bis 85 %.

Und so einfach ist das: „Ich mache es so: Ich stelle mich irgendwo hin und frage mich, wo Norden ist, drehe mich um meine eigene Achse. Die Wünschelrute gibt mir Aufschluß über die Himmelsrichtung …“

Ruten- und Pendelgläubige fallen Betrügern und Scharlatanen zum Opfer oder dem Aberglauben und Trugschluß, aus dem Schwingen eines Pendels bzw. Rutenschlags könne auf die Existenz von Strahlen geschlossen werden.

Rutengänger nutzen die Rute, um Kenntnisse über Verborgenes zu erlangen. Das aber ist Wahrsagerei.

Pendel und Rute als Wahrsage Instrumente

„Heiler“, Ärzte und Heilpraktiker, die Pendel und Rute zu diagnostischen bzw. therapeutischen Zwecken einsetzen, befragen sie als Wahrsage Instrumente, um Aufschluß zu bekommen über verborgene Krankheiten, geeignete Medikamente und die passende Therapie.
Zu diagnostischen Zwecken wird der Körper eines Patienten von oben bis unten abgependelt, nachdem willkürlich festgelegt worden ist   und je nach Heiler durchaus auch gegensätzlich   welche Schwingungsrichtung Antwort auf die gestellten Fragen geben soll.
Sind Störfelder oder kranke Organe gefunden, wird aus einer Medikamenten Liste die „richtige“ Arznei bestimmt, indem das Pendel von Zeile zu Zeile geführt wird, bis es ausschlägt.

Diagnosen und Therapien werden auch mit Hilfe einer „Dowsing Chart“ gefunden, indem das Pendel im Mittelpunkt eines Kreises gehalten wird, bis es in eines der eingezeichneten Segmente schwingt, in denen die Antworten aufgelistet sind.
Mit dem Pendel werden auch Ferndiagnosen erstellt, indem eine Körperdarstellung abgependelt wird, neben die ein Foto, eine Urinprobe oder Haare des Hilfesuchenden gelegt wurden.

Wer zu diagnostischen bzw. therapeutischen Zwecken pendelt, ist entweder ein Scharlatan, ein Betrüger, oder er macht sich der Wahrsagerei schuldig:

„Mein Volk befragt sein Holz, sein Stab (Rute) soll ihm Auskunft geben. Der Geist der Unzucht hat sie betört: Sie entfernen sich buhlend (durch Götzendienst) von ihrem Gott“ (Hosea 4, 12).

Christen, die pendeln oder für sich auspendeln lassen, versündigen sich gegen das 1. Gebot Gottes, das Götzendienst verbietet:
„Ihr sollt weder Wahrsagerei noch Zauberei treiben!“ (3. Mose 19, 26).

„Niemand finde sich bei dir, der Wahrsagekünste betreibt. Denn ein Greuel für den Herrn ist jeder, der solches tut“ (5. Mose 18, 10)
.

Pendeln gehört zu den alten Wahrsagetechniken:

Schon 375 n. Chr. erwähnt es der römische Historiker Marceltinus unter dem Namen „Zauberring“. Seit 1941 versuchten die Nazis in ihrem Pendelinstitut der deutschen Kriegsmarine Seekarten auszupendeln, um feindliche UBoote auszuspähen   ohne Erfolg.

In katholischen Kreisen wurde das Pendel um die Jahrhundert¬wende populär durch die beiden französischen Pfarrer Abbé Bouly und Abbé Mermet, die es als Diagnose Instrument einsetzten und über eine rege Vortragstätigkeit und Veranstaltungen bekanntmachten.
Christen, die unaufgeklärt oder verführt sind, verteidigen „gutes“ Pendeln gegen „schlechtes“. „Gut“ sei Pendeln dann, wenn es guten Zwecken diene, z.B verborgene Krankheiten aufspüre, „schlecht“ sei es dann, wenn es Schaden zufüge. Gut sei der Einsatz einer „Wünschelrute“ dann, wenn sie gefährliche Erdstrahlen auffinde:

Mit großem Erwählungs  und Sendungsbewußtsein verbreitet die katholische Wünschelrutengängerin Käthe Bachler durch ihre Publikationen und eine rege Vortragstätigkeit esoterische Irrlehren:

„An manchen Stellen des Erdbodens wird die natürliche Strahlung gestört, z.B. über unterirdisch fließenden Gewässern, auch Wasseradern genannt, die sich im Boden reiben, oder auch über Erzeinlagerungen … Bei den gestörten Stellen sprechen wir von ’Störzonen’… Wenn an einem Platz zwei oder mehr Störzonen zusammentreffen, sprechen wir von einer Störzonen Kreuzung! Dort ist der schlechte Einfluß besonders stark… Erdstrahlen ist der Stammbegriff für die ’schlechte’ Strahlung, die aus der Erde kommt… Der nicht gestörte Platz wird als der ’gute Platz’ bezeichnet…“ (K. Bachler, Der gute Platz, S. 38).

„Heute will Jesus ganz gewiß, daß wir den Leidenden helfen, wenn notwendig, auch mit Hilfe der Instrumente Rute und Pendel“ (ebda S. 22).
„So wie die Erde einen Schutzmantel (Atmosphäre) hat, so hat auch jeder Mensch einen unsichtbaren Schutzmantel (Aura). Bei ständiger Kontaktaufnahme mit schädlicher Strahlung, wie es beim Rutengänger geschieht, kann dieser natürliche Schutzmantel geschwächt werden, durchlöchert, so daß der Rutengänger dann – genau so wie die Menschen, die jahrelang über Störzonenkreuzungen schlafen – die schwersten körperlichen Erkrankungen, auch gänzliches Herzversagen, oder auch die schwersten seelischen Erkrankungen bekommen kann, und schließlich so wie Störzonengeschädigte sogar in der Nervenklinik oder im Selbstmord enden kann“ (ebda S. 27).

 K. Bachler entdeckte nach einer schweren Erkrankung ihre „Rutenfühligkeit“ und läßt sich seitdem von einer „inneren Stimme“ leiten:
„Alle Sensitiven, nicht nur die Radiästheten, haben in besonderem Maße auch die Fähigkeit, die innere Stimme zu hören. Doch da heißt es vorsichtig zu sein, denn wie schon erwähnt, kann sich der Versucher auch im Scheine des Guten einschleichen… Die innere Stimme, die guten Einsprechungen, bekommt der demütig betende Mensch oft in der Nacht oder am Morgen beim Erwachen“ (ebda S. 35).

Als „Sensitive“ fühlt sich Bachler Geistheilern verwandt und läßt sich von ihnen empfehlen.

Wer es wagt, Frau Bachler darauf hinzuweisen, daß sie getäuscht sein könnte, oder wer wissenschaftliche Beweise gegen „Erdstrahlen“ und „schlechte Plätze“ vorlegt, wird als rückständig, uneinsichtig und böse verteufelt:
„Der Uneinsichtige – er ist, ohne es zu wissen, ein Diener des Bösen – tritt mit täuschender Überredungskunst auf. Den Rutengänger befällt Unruhe und Angst, er kann Herzklopfen bekommen, es kann ihm der Atem geraubt werden, es wird ihm möglicherweise unheimlich… Er glaubt jetzt dem Versucher, der im Scheine des Guten auftritt… und den plötzlichen Schwächezustand so auslegt, daß er ein Zeichen dafür sei, daß jede Arbeit mit Rute und Pendel eine Greuelsünde vor dem HERRN ist… Diese Unruhe und Angst sind ein Zeichen für die Begegnung mit dem bösen Geist. Es ist ein Zeichen, daß hier böse Mächte anwesend und wirksam sind…“ (ebda S.23).

K. Bachler zieht aus ihrer heilsamen Unruhe leider nicht die richtige Konsequenz. Statt die Rute beiseitezulegen, sucht sie Priester und Bischöfe auf, um sich bestätigen zu lassen:

Im Jahr 1984 erbat sie den apostolischen Segen von Papst Johannes Paul II. für ihr radiästhetisches Wirken
und erreichte, daß Dr. Karl Berg, Erzbischof von Salzburg, das Vorwort zu ihrer Schrift „Der gute Platz“ schreibt.

Getäuscht und in Unkenntnis über das wahre Wesen der Rutengängerei, empfiehlt Dr. Berg „auch gläubigen Christen unbedenklich, ja wärmstens… die radiästhetische Arbeit von Frau Käthe Bachler und auch die Lektüre ihres Buches Erfahrungen einer Rutengängerin.“
Da die Rutengängerei noch nicht „die volle Anerkennung“ habe, empfiehlt K. Bachler einstweilen den „Platztest“ auch all jenen, die keine Gelegenheit haben, einen Rutengänger zur Wohnungsbegehung kommen zu lassen:

„Ruhig stehend oder auf einem Holzstuhl sitzend, prüft man langsam   dabei in den Körper hineinhorchend, und zwar nicht verkrampft und ängstlich, sondern entspannt und froh   das gesamte Schlafzimmer Quadratmeter für Quadratmeter und macht sich dabei Notizen auf einem Plan. Dort, wo man sich wohlfühlt, kann man jeweils ein paar Minuten bleiben. Die schlechten Plätze, wo man schwer durchatmen kann, Mißbefinden, Schwindel, Kribbeln, Ziehen, Krämpfe, Herzstechen oder verschiedene Schmerzen verspürt, soll man dagegen gleich wieder verlassen. Für das Bett braucht man bloß zwei Quadrat¬meter gesunden Platz, und diesen wird man ziemlich sicher finden“ (ebda S. 109).
Was aber, wenn dieser Test von mehreren Personen nacheinander durchgeführt wird, die alle an anderen Stellen „schlechte“ oder „gute“ Plätze finden?

Wie die meisten Esoteriker, so behauptet auch Käthe Bachler: „Der Kosmos strahlt, die ganze Erde strahlt. Die natürliche Strahlung ist eine Grundbedingung für alles Leben bei Pflanzen, Tier und Mensch“ (ebda S. 38).

Im Mai 1997 meldete sich der selbsternannte „Sachverständige für Umweltstrahlen“, Dieter Koitzenburg, beim Botanischen Insti¬tut der Universität Würzburg mit der Bitte um wissenschaftliche Überprüfung seiner Fähigkeit, „gefährliche Strahlen“, die von Pflanzen ausgingen, mit seiner Wünschelrute feststellen zu dürfen. Seine 40jährige Erfahrung hätte ihn gelehrt, daß viele Pflanzen gesundheitsschädigende „materielose negative Strahlung“ abgäben, die mehrere Meter weit wirkte. Der Mensch habe „positiv strahlende Organe“, vor allem die Haut sei eine gewisse „Abschirmung“ gegen schädliche Strahlen. Alle Krankheiten würden durch „strahlende Pflanzen“ ausgelöst und könnten durch „Gegenstrahlung“ ohne Nebenwirkung geheilt werden.

Der Doppelblindversuch des Biologischen Institutes widerlegte eindeutig die Behauptung des Wünschelrutengängers, er könne „strahlende Pflanzen mit seiner Rute orten“. Die Universität teilt Koitzenburg mit:
„Wir bedauern, daß dieser Test keinerlei Hinweise auf die von Ihnen genannten Strahlen geliefert hat… Wir haben Verständnis für Ihre Enttäuschung über den Ausgang des Experimentes und dafür, daß Sie wie viele andere vor Ihnen   wohlbekannte Mechanismen der Selbsttäuschung erlebt haben. Wir möchten Sie daher bitten, das Ergebnis unseres Experimentes uneingeschränkt zu akzeptieren. Denn sicherlich möchten Sie nicht als ein Scharlatan angesehen werden: Jemand, der weiß oder wissen kann, daß seine Ideen falsch gewesen sind, und der trotzdem öffentlich an ihnen festhält.

Nachgewiesenermaßen falsche Vorstellungen in Fortbildungskursen weiterzugeben, halten wir als geistige Umweltverschmutzung für ethisch nicht vertretbar. In diesem Zusammenhang halten wir es auch für unsere Pflicht, Sie davor zu warnen, durch Panikmache vor der Gefahr angeblich strahlender Zimmerpflanzen Ihre Mitmenschen zu verunsichern…“ – (Skeptiker 4 / 98).

Die Versuchsleiter fragen: „Ist der Proband als naives shuteye‘ (Augen zu) einzuordnen? Als Vogel Strauß?“

Tatsache ist, daß Koitzenburg weiter gegenüber der Presse behauptet, seine Rute habe sich noch nie geirrt und bereits wenige Wochen nach dem Experiment anläßlich seiner „Aufklärungsveranstaltung“ dem evangelischen Bildungszentrum Würzburg Fortbildungskurse in Radiästhesie in seiner Privatwohnung anbot, im „Institut für alternative Ursachenforschung.“

 

Pendel und Rute als magische Instrumente

Vor allem in Jugend  und Frauen Zeitschriften werden Pendel und Wünschelruten Gehen als „Spaß“ und Nervenkitzel mit detaillierten Anweisungen vorgestellt und von den Redaktionen als harmlos verteidigt. Leserbriefe beweisen das Gegenteil:

Mit dem Pendel werden Geister beschworen, Kontakte mit Verstorbenen hergestellt, über das Oui Ja Board Ja Nein Antworten aus dem Jenseits oder ganze Botschaften empfangen und Unfälle und Todesdaten ausgependelt. Leserbriefschreiber berichten von Ängsten, Depressionen, Albträumen, Spuk, Visionen, Stimmen Hören, von Nervenstörungen und psychotischen Zuständen. Wenn sich die ausgependelten Botschaften aus dem Jenseits nicht tiefenpsychologisch erklären lassen, als Aufsteigen vergessener Wahrnehmungen und Erlebnisse, muß angenommen werden, daß sich Dämonen auch durch Pendel und Wünschelrute herbeirufen lassen bzw. mitteilen.
Eine Reihe von Suiciden und Todesfällen nach dem Auspendeln von Todesdaten sind dokumentiert.

Die immer wieder behaupteten Erfolge von Pendelnden und Rutengängern beim Auffinden von vermißten Personen können, wenn nicht als Erfindung und Betrug enttarnt, als dämonisch inspiriert interpretiert werden. Wer Pendel und Wünschelrute als magische Instrumente einsetzt, unterwirft sich dämonischer Führung.

Erfolge muß er teuer bezahlen, wie der Bericht eines ehemaligen Satanspriesters zeigt, dessen Weg in die magische Abhängigkeit mit dem Auspendeln eines Oui Ja Boards begann:

Ich war Satans Priester

„Neugierde ist der Fliegenfänger Satans. Der Mensch möchte alles wissen, möchte neugierig sein, bohrt und bohrt. So kam auch ich vom Okkultismus zum Satanismus:
Ein Kumpel von mir erzählte, daß man über ein Brett (Qui Ja-Board) Kontakt mit Vorausgegangenen herstellen könne. Ich dachte an meinen Vater, an meine Oma und machte mit. Ich wußte nicht, daß mein Kamerad Satanist war.

Nach der ersten Sitzung fragte er mich, ob ich etwas dagegen hätte, wenn er andere mitbringen würde. Auf diese Weise geriet ich in seinen Zirkel. Damals hatte ich noch ein gesundes Gespür. Als mich unsere Nachbarin, die auch pendelte, fragte, was ich davon hielte, riet ich ab: Wer mit dem Feuer spielt, wird sich verbrennen.

Irgendwann stand unsere Nachbarin zitternd vor unserer Tür. Sie und ihre Tochter hatten wieder rumgespielt. Nun traute sie sich nicht mehr zurück in ihre Wohnung:
Der Mülleimer schoß durch die Küche, Glühbirnen knallten durch. Auch meine Mutter bekam Angst. Damals hatte ich schon eine gewisse Macht. Ich ging ins Haus der Nachbarin und drohte: Ich befehle dir … !‘ Dann war Ruhe.

Auch ich hatte ähnliche Erfahrungen bereits gemacht: Schatten wie Gnome im Flur, rote Irrlichter im Raum, Glühbirnen knallten durch, meine Lieblingspflanze wurde durch das Wohnzimmer geschleudert. Es kratzte am Fenster, klopfte an die Tür. Ein dickes Brotbrett flog gegen die Küchentür und blieb darin stecken. Wir riefen einen Priester.

Er wollte zunächst alle Erscheinungen verharmlosen als Einbildung. Als aber dann der neben ihm stehende Sessel durch das Wohnzimmer schoß und eine Kaktuspflanze quer durch den Raum flog, verließ er in Panik unsere Wohnung und ließ uns einfach mit unseren Ängsten allein.
Als ich mit einer meiner zahlreichen weiblichen Bekannten einmal spazierenging, sahen wir beide ein durchsichtiges menschliches Wesen. Ich versuchte, locker zu bleiben und tröstete: Davor mußt du keine Angst haben. Tote tun dir ja nichts. Ich war solchen Wesen schon öfters begegnet. Dieses aber war herrlich anzuschauen.

Es ist dumm anzunehmen, Dämonen würden sich immer häßlich zeigen. Das stimmt nicht. Dämonen können faszinieren. Sie sind klug und nicht immer ungeduldig. Wer Menschen gewinnen will, der läßt sich Zeit. Und Ihr Verhalten ist so unterschiedlich, wie die Geisterweit verschieden ist.
Wer die Macht der Dämonen kennengelernt hat, wird sich verlieren. Ich meine das wörtlich: Er läßt sich beherrschen, macht sich abhängig. Und er stürzt sich nicht nur selber ins Unglück! Er reißt andere Menschen mit. Er begeistert oder tut weh   mit Lug und Trug. Satan kennt keine Gnade!

Wem es gelingt, ihm zu entkommen, der wird brechen vor Reue und Schmerz. Man wird verzweifeln. Diesen Kampf kann man nicht allein gewinnen. Es gibt nur einen einzigen Ausweg. Und dieser Weg heißt JESUS CHRISTUS!

Ich war 12 Jahre Satanist und die meiste Zeit Priester Satans. Es gibt viele Satans Zirkel, und jeder Zirkel hat einen eigenen Kult. Die Rituale steigern sich zu perversen Schweinereien und bestialischen Opferungen. Da gibt es Besessene und Werkzeuge, das passiert jedem Satanisten.

Und ich bin davon überzeugt, daß Satan und seine Dämonen schon beim ersten Pendelversuch, bei den ersten Wahrsagespielchen, beim Gläser  und Tischchenrücken auf der Lauer liegen. Satan geht es um die Gewinnung von Seelen, und er nutzt jede Gelegenheit. Satan verführt, bindet, stellt Abhängigkeit her.

Jeder Okkultist ist ein fleißiger Diener Satans, denn Satan will nicht nur seine Seele, er will, daß seine Diener wirken, falsche Ideen und Praktiken verbreiten. Er schenkt Erfolge (z.B. „Wunderheilungen“), um andere zu beeindrucken und mitzureißen. Und wer denkt, Satan wage sich nicht an gute Christen, den lache ich aus. Satan wagte sich bei der Versuchung in der Wüste selbst an CHRISTUS.

Satanisten behaupten, daß Tiere und andere Lebewesen Energien hätten und beobachten, je mehr Energie, umso größer ist der Kontakt zu Dämonen.

Ich wurde als Priester gewählt und hatte die Aufgabe und Macht, den Geist des Zirkels herbeizubefehlen. Ich hatte die Regeln Satans zu befolgen, wurde von ihm angegriffen, verletzt, herumgeschleudert, hatte Erscheinungen. Ich konnte befehlen: ’Erscheine sichtbar und freundlich und tue, was ich von dir will. Denn du bist von mir beschworen, dem du Gehorsam schuldest!’

Dieser Augenblick ist der gefährlichste und spannendste: Was wird er tun? Wird er schaden oder freundlich sein? Alles kann passieren, und niemand von den Anwesenden kann helfen. Wer es nicht selber erlebt hat, kann es sich nicht vorstellen. Ein Priester Satans hat sich selbst vollkommen verloren. Er lebt nicht mehr sich selber und wird niemanden mehr an sich heranlassen, nicht einmal seine eigene Frau. Dir bleibt die Luft weg, wenn Du gestreichelt wirst, bekommst Pickel, wenn Du umarmt wirst. Du wirst Schmerzen haben. Du kannst nicht weinen. Liebende Nähe erträgst Du nicht.

Meine Schwiegermutter bettelte mich an, ich solle doch wenigstens die Hände falten, wenn sie betete. Ich sagte: ’Wenn Du nur GOTT sagst, dann falte ich meine Hände.‘ Sobald sie den Namen JESUS aussprach, wurde ich wild:
’Du hast es mir versprochen, du linke Kuh! Du hast es mir versprochen, den Namen JESUS nicht auszusprechen!’ Den Namen JESUS können die Dämonen nicht ertragen.

Meiner Frau befahl ich, die Bibel wegzuwerfen. Sie tat es   und verriet ihren GOTT! Von da an wurde alles noch schlimmer: Ich wurde gewalttätig, schlug sie, mißhandelte sie. Diese Frau hatte die Hölle auf Erden. Das war nicht mehr ich selber…
Seit Jahren kannte ich mein Todesdatum. Ich wußte, daß ich nicht älter als 30 Jahre würde und der Julmond (Dezember) meine Zeit sei, abzutreten…

Ich kam in eine gesicherte Zelle. Die Türschließerin sagte mir den Grund meiner Inhaftierung: ’Sie haben Ihre Frau ja übel zugerichtet. Sie hätte beinahe ein Bein verloren wegen der Verletzungen.‘

In meiner Gefängniszelle lag eine Bibel. Ich litt furchtbar. Dieses Buch war mir unerträglich. Die Bibel sollte raus, nur raus!
Ich schrie das Personal an: ’Nehmt das Ding mit! Sofort!‘ Sie lachten nur.

Ich schmiß ihnen die Bibel hinterher, und sie warfen sie zurück. Ich lief um die Bibel herum. Dann zerriß ich sie. Da lag sie   zerrissen. Ich starrte sie an und spuckte darauf…

Dann wurde mir bewußt: Der Julmond war vorbei.

Hatte ich etwas falsch verstanden? Sollte ich mich selber umbringen? Und dann geschah es:
Der ganze Raum war in Farbe getaucht. Ich kann diese Farbe nicht beschreiben. Und aus der Ferne kam ein Licht auf mich zu. Und in diesem Licht war jemand. Und dann sah ich alle meine Vergehen, aber auch wunderschöne Dinge. Und ich begriff: JESUS CHRISTUS ist LIEBE.
Heute verstehe ich mich als kindlicher Soldat JESU CHRISTI.

Und ich sehe es als meine Aufgabe an, vor allem okkult begeisterte Menschen zu CHRISTUS zu führen.“ 
  –  Konrad (Schreiben im Archiv der Vereinigung zum Schutz schwacher und hilfloser Menschen)

Anhang:

Handlesen

Das Schicksal eines Menschen aus der Hand zu wahrsagen, ist Chiromantie, uralt und oft verflochten mit Astrologie. Heute hat das Handlesen – wie die Astrologie – auch seinen Platz in der esoterischen Medizin.

Handleser bezeichnen sich als „Chirologen“. Ihre Diagnostik nennen sie „Chirologie“ (gr.: cheir = Hand und logos = Lehre). Nahezu alle Krankheiten wollen Chirologen aus der Hand lesen können, auch Aids und Homosexualität.

Trotz erheblicher Widersprüche in der Deutung von Handzeichen, lassen sich bei Chirologen gemeinsame Vorgehensweisen darstellen:
Sie alle beobachten die Handform, die Festigkeit, Farbe und Beweglichkeit der Hände und die auf den Handflächen befindlichen Furchen bzw. Papillar Leisten auf den Fingerkuppen und in der Hand.

Widersprüche in der Deutung der Zeichen erklären Chirologen mit dem Hinweis, die Handlesekunst sei Begabung von „Auserwählten“, von „Sehern“.
Vergleichende Untersuchungen von Publikationen über die Chirologie zeigen, daß die Handzeichen weder eindeutig charakterisiert werden, noch Chirologen übereinstimmend Auskunft ge¬ben über eine akute, bevorstehende oder überwundene Erkrankung oder über Krankheits Dispositionen. Es fehlen z.B. übereinstimmende Angaben über Länge der Furchen bzw. Leisten, über deren Anfangs  und Endpunkte, ihre Winkelmaße usw.
Forschungen der Wissenschaftlerin Jasmin el Mahmoud mit Patienten der Uni Klinik Marburg, deren Gallenwegserkrankungen durch klinische Untersuchungen eindeutig nachgewiesen waren, ergaben, daß diese aus der Hand nicht erkannt werden konnten.
In einer Voruntersuchung hatte el Mahmoud festgestellt, daß Chirologen Zeichen eines Herzfehlers bei 60,3% der Patienten aus der Hand diagnostizierten, die Gesamtbevölkerung aber nur 0,2% echte Herzfehler aufweist, und daß ein Zeichen für Gallensteine in der Chirologie völlig fehlt, während 15 20% der Bevölkerung an Gallensteinen leidet.

Das Ergebnis der Hauptuntersuchung faßt el Mahmoud zusammen:
„Aus der Analyse geht hervor, daß es sich bei der Chirologie um ein paramedizinisches Verfahren handelt… Kritische Aufklärung auf diesem Gebiet erscheint daher dringend notwendig… Chirologische Pseudodiagnostik, wie sie zur Zeit betrieben wird, kann nur als Scharlatanerie bezeichnet werden“ (I. Oepen, Paramedizin, S. 37f).
Chirologie ist nach wie vor Chiromantie, Wahrsagerei, die von GOTT verboten ist.

Pfr. Dr. Kurt Koch schreibt in seinem Buch Christus oder Satan über die Chiromantie: Neben der Spiegelmantik und der Kartenlegerei gehört auch das Handlinienlesen zu den bekannten Formen der Mantik... Die Wahrsagerei steht eindeutig unter dem Gerichtsurteil Gottes:
„Dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der ein Wahrsager sei, oder ein Tagewähler oder der auf Vogelschrei achte oder ein Zauberer oder Zeichendeuter oder der die Toten frage. Denn wer solches tut, der ist dem Herrn ein Greuel. (5. Mose 18, 10 – 12).  

Auszug aus dem wertvollen Buch IRRWEGE DES GLÜCKS, von Frau Adelgund Mertensacker. Hervorhebungen sind von mir.
Horst Koch, Herborn, im März 2007

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ANHANG: Besonders aus seelsorgerlicher Sicht ist der Beitrag von Pfarrer K. Koch eine gute Ergänzung des Themas. – Horst Koch, 2007

 

Dr. Kurt Koch

 –  Auszug aus dem Buch CHRISTUS ODER SATAN  –

 4. Rute und Pendel

Wie viele okkulte Praktiken versucht auch die Pendelpraxis wissenschaftlich hoffähig zu werden. Man entwickelte die Radiästhesie, die Strahlenkunde und behauptet, daß alle Materie strahlt. Der Rutengänger oder Pendler wäre imstande, sich auf diese Strahlen einzufühlen. Die wissenschaftliche Seite dieses Problems wird in meinem Buch “Seelsorge und Okkultismus” abgehandelt. In diesem Buch geht es um seelsorgerlich praktische Fragen. Um Unkundige nicht zu verwirren, sei gesagt, daß mit Rute oder Pendel die gleichen Vorgänge erfaßt werden. Das Pendel soll lediglich der feinere Indikator (Anzeiger) sein. Um ein objektives Urteil zu ermöglichen, sollen zuerst Beispiele folgen, bei denen anscheinend keine Störungen als Folgen nachgewiesen werden können.

Es gibt Ärzte, Pfarrer, Missionare, Ingenieure, die von der Brauchbarkeit und Exaktheit der Pendelmutungen (Ergebnisse mit Rute und Pendel) überzeugt sind. Sie erklären, daß sie außer einer gewissen Schwächung der Nervenkraft keine nachteiligen Folgen spüren.

B 19 Ein 28-jähriger Mann nahm sich das Leben. Da man den Leichnam nicht fand, wurde er von der Polizei gesucht. Sein Schwager zog einen Pendler zu Rate. Der Pendler bat um einen Gegenstand des Toten. Man brachte ihm die Socken des Vermißten. Der Pendler legte die Socken auf den Boden und lief dann mit einer Metallrute im Rechteck um die Socken. Dann gab der Pendler richtig die Personalien des Toten an. Er sagte Name, Geburtsdatum und die Stelle, an welcher der Tote liegen sollte. Der Pendler machte dann zusätzlich eine Probe seiner eigenen Angaben, holte eine Landkarte und pendelte noch einmal nach dem Ort des Toten. Das Pendel bestätigte die Angaben der Rute. Der Schwager ging mit der Polizei an den angegebenen Ort und fand den Toten tatsächlich an der vom Pendler angegebenen Stelle. In einem kleinen Schuppen im Wald hatte der Selbstmörder sich erschossen.

B 20 Ein Arzt aus dem Elsaß ist Rutengänger. Er hält diese Fähigkeit für eine Gabe Gottes. Bemerkenswert ist jedoch seine Nervosität und seine Abwehr gegen das Göttliche.

B 21 Ein Postbeamter besitzt die Fähigkeit, mit Rute oder Pendel Wasseradern zu suchen und auch die Lage der Postkabel mit dem Pendel exakt anzugeben. Er spricht davon, daß sich bei ihm nach dem Rutengehen kleine Müdigkeitserscheinungen zeigen.

B 22 Ein Arzt baute sich ein Wohnhaus. Er hätte in seinem Garten gern einen Brunnen angelegt. Ein Freund von ihm, ein evangelischer Pfarrer, hörte von diesem Wunsch. Er ließ sich von dem Arzt einen Grundriß von Haus und Garten geben. Dann nahm er das Pendel und stellte auf dem Grundriß fest, wo Wasser zu finden wäre. Seine Angaben stimmten. Beim Nachgraben fand man an der bezeichneten Stelle Wasser.

B 23 Ein Missionar besitzt die Fähigkeit, vom 2. Stock eines Hauses aus mit dem Pendel festzustellen, ob unten eine männliche oder weibliche Person den 1. Stock betreten hat. Er kann ferner von oben durch den Fußboden feststellen, ob etwa die weibliche Person unten ein Kind erwartet und welches Geschlecht das Kind haben wird. Er führte im Beisein von Freunden viele derartige Experimente durch, die zum vollen Erfolg wurden. In der gleichen Weise kann er auch auf Friedhöfen angeben, ob eine männliche oder weibliche Person unter dem Grabstein liegt. Selbstverständlich stellt er sich hinter den Stein, so daß er die Namen nicht lesen kann.

B 24 Bei meiner zweiten Missionsreise in den fernen Osten hörte ich von der Tätigkeit einer Missionarin. Sie ist mir als Glied einer deutschen Missionsgesellschaft sehr gut bekannt. Diese Frau, die viele Jahre in China arbeitete, kann mit dem Pendel nahezu alle unbekannten Fragen klären. Sie stellt zum Beispiel auf eine Entfernung von vierzig Kilometern fest, wann eine Missionarin ein Kind erwartet. Sie kann diesen Tatbestand diesen Missionarsfrauen zu einem Zeitpunkt mitteilen, an dem noch nichts in der Öffentlichkeit bekannt ist. Sie gibt gleichzeitig an, ob es ein Junge oder ein Mädchen werden wird. Ihre Prognosen stimmten in allen Fällen. Nach diesen Fähigkeiten befragt, gab diese pendelnde Missionarin zur Antwort, sie könnte sich auf die Strahlungen der schwangeren Frau einstellen.

B 25 Ein Heilsarmeeoffizier führte seit Jahren eine Pendelpraxis durch. Als im Krieg sein Sohn vermißt war, pendelte er über seinem Foto, um festzustellen, ob der Sohn noch lebte. Als ihm in der Nachkriegszeit ein Koffer gestohlen wurde, pendelte er nach dem Aufbewahrungsort des gestohlenen Koffers. Tatsächlich gab ihm der Pendelausschlag den richtigen Ort an. Auf meine Frage, ob er irgendwelche nachteiligen Folgen seiner Pendelei spüre, verneinte dieser Reichgottesarbeiter. Er erklärte, er fühle keine Schädigung des Glaubenslebens.

Die flüchtige Ausbeute dieser Beispiele liefert schon einige Anhaltspunkte für die Beurteilung. Zunächst wird deutlich, daß man mit der Humbugtheorie nicht durchkommt. Es gibt Rutengänger und Pendler, die exakte Angaben machen können, wenn auch viele Geologen und andere Wissenschaftler leidenschaftlich dagegen wettern. Natürlich darf nicht übersehen werden, daß es viele Pendelangaben gibt, die nur ein ganz verworrenes, konfuses Zeug darstellen, mit dem nichts anzufangen ist. Ferner geht aus den wenigen Beispielen hervor, daß die Rutengängerei und Pendelei ein stark umstrittenes Gebiet ist. Hier werden Ärzte, Pfarrer, Missionare, Beamte genannt, die mit dem Pendel arbeiten. Wer hat nun recht? Die fanatischen Befürworter oder die leidenschaftlichen Bekämpfer? Falsch ist folgendes Argument: Wenn Pfarrer und andere Reichgottesarbeiter mit dem Pendel arbeiten, dann muß das doch eine harmlose Angelegenheit sein. Wir können ja auch nicht sagen, der Ehebruch ist erlaubt, weil ein Missionar die Ehe gebrochen hat. Wiederum anfechtbar ist folgende Begründung: Wenn manche Reichgottesarbeiter bei der Pendelei keine nachteiligen Folgen spüren, dann wäre eine andersliegende Beobachtung gegenstandslos. Ich kenne zwar Fälle, bei denen anscheinend das Wassersuchen mit der Rute ohne Folgen für den Träger dieser Gabe geblieben ist. Es darf aber nicht verschwiegen werden, daß die Folgen auch latent (verborgen) bleiben können. Bei manchen Menschen zeigt sich der Pferdefuß erst auf dem Sterbebett oder schon vorher, wenn sie zu Christus kommen wollen.

Wir müssen uns auch von der Vorstellung befreien lassen, als wäre jeder ein wiedergeborener Christ, der das Wort Gottes verkündigt. Das Wort der Heiligen Schrift gilt auch heute noch: „Sie predigen, und ich habe sie nicht gesandt” (Römer 10,15). Ein pendelnder Pfarrer kann genauso belastet sein wie ein Angehöriger einer anderen Berufsgruppe. So beobachtete ich durch viele Seelsorgefälle, daß von dem katholischen Pfarrer Emmenegger, der seine Patienten bependelte, vielfach schwere Belastungen auf seine Kunden übergehen. Vor einiger Zeit wurde auch der evangelische Pendelpfarrer Bolte wegen schwerer Mißgriffe bei einer Pendelbehandlung angezeigt und gerichtlich verurteilt.

Eine verhängnisvolle Verwechslung ist die Vorstellung, als wäre die Pendelei eine Gabe Gottes. Nicht nur der erwähnte Elsäßer Arzt ist dieser Meinung, sondern auch manche Pfarrer. Wie steht es nun damit? Die Überprüfung vieler Familiengeschichten zeigte, daß die Rutenfühligkeit, Pendelreaktion, Heilmagnetismus, Hellsehen, Hellfühlen, Fähigkeit des zweiten Gesichtes und Wahrträume bei solchen Menschen auftreten, in deren Vorfahrenreihe aktive magische Besprecher oder aktive Spiritisten sind. Diese ungewöhnlichen menschlichen Fähigkeiten sind also keine Geistesgaben (charismata), auch noch nicht einmal neutrale Naturgaben, sondern mediale Gaben.

Es gibt viele Menschen, die solche medialen Kräfte besitzen, ohne es zu wissen. Manchmal werden sie durch Zufall entdeckt. Es tritt mitunter auch der kuriose Fall ein, daß solche Besitzer medialer Kräfte gläubig werden und zu Christus kommen. Plötzlich entdecken sie in der Nachfolge Jesu ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten und sind dann der Meinung, es handle sich um Geistesgaben. Das ist natürlich eine Täuschung. Man macht in der Seelsorge folgende Beobachtung: Manchmal verschwinden bei der Bekehrung eines Menschen die medialen Kräfte. Oft werden sie aber auch in das neue Leben mitgeschleppt. Wenn ein Jünger Jesu ernstlich um die Befreiung von diesen Gaben bittet, dann wird sie ihm geschenkt. Vielen Christen sind diese Gaben lästig. Markus Hauser erklärte, seine Hellseherei wäre ihm eine Plage und keine Gabe. Auf keinen Fall dürfen diese medialen Fähigkeiten als Geistesgaben angesehen werden. Mediale Fähigkeiten werden auch nicht durch die Bekehrung geheiligt. Was im Satansdienst der Vorfahren erworben wurde, wird vom Heiligen Geist nicht übernommen und sanktioniert. (Apg. 16, 16 f.)

Der Zusammenhang zwischen Pendelei und medialen Kräften soll an zwei Beispielen deutlich werden.

    B 26 Ein junger Mann ließ sich von einem Naturheilkundigen, der auch pendelte und das magische Besprechen übte, gegen ein Leiden behandeln. Nach der Behandlung stellten sich bei dem Patienten selbst mediale Fähigkeiten ein. Er konnte plötzlich hellsehen und entwickelte die Fähigkeit der Fernbeeinflussung.

B 27 Eine Frau ließ nach dem Krieg über dem Photo des vermißten Mannes pendeln. Hinterher stellten sich hellseherische Eigenschaften ein. Sie bekam somnambulistische Erlebnisse. Sie konnte ihre Seele gleichsam über große Entfernungen aussenden. Ihre seelische Not brachte sie in die seelsorgerliche Aussprache. Nach einer Beichte und der Auslieferung ihres Lebens an Christus waren diese medialen Fähigkeiten wieder verschwunden.

Es gibt bewußte und unbewußte Übertragungen von medialen Kräften. Bei der Behandlung durch hochmediale Okkultisten wird der behandelte Patient selbst leicht medial. Wir haben hier das dämonische Gegenstück zu der Handauflegung der Jünger Jesu in der Apostelgeschichte. Durch Handauflegung der Apostel empfingen viele Christen die Gabe des Heiligen Geistes. (Apg. 8,17; 19,6.) Es gibt auch bewußte Übertragungen bei Rutengängern und Pendlern. Schon manche berichteten mir in der Seelsorge, sie hätten ihre Rutenfühligkeit dadurch erhalten, daß ein starker Rutengänger ihnen beim Wassersuchen die Hand gehalten hatte. Dann wäre plötzlich auch bei ihnen ein Rutenausschlag erfolgt. Diese mediale Fühligkeit blieb auch hinterher bestehen.

Zu der Auseinandersetzung zwischen den medialen Fähigkeiten und den geistlichen, biblischen Kräften folgen hier einige Beispiele, die besser als alle Theorie Einblick in die spannungsgeladene Problematik geben.

B 28 Eine Frau mit einem organischen Leiden ging zu einem Pendeldoktor, um sich untersuchen zu lassen. Die Diagnose und die Bestimmung des Medikamentes wurde mit dem Pendel gestellt. Die Frau, die eine christliche Einstellung besaß, fühlte hinterher unheimliche Kräfte auf sich zukommen. Diese merkwürdigen Anfechtungen dauerten einige Monate. Im Verlauf dieser seltsamen Angstgefühle kam sie zur seelsorgerlichen Aussprache.

B 29 Ein Mädchen hatte von Kind auf die Fähigkeit des zweiten Gesichtes. Sie sah öfter Wiedergänger. Gegen göttliche Dinge war sie stark ablehnend. Bei einer Evangelisation kam sie zum Glauben an Christus und verlor von dieser Zeit an die Resistenz (Widerstand) gegen alles Göttliche. Bei einer Erkrankung ging sie ahnungslos zu einem Pendler. Sofort waren ihre seelischen Störungen und ihr Widerstand gegen Gottes Wort und Gebet wieder da.

Dieses Beispiel bestätigt folgenden Sachverhalt. Es wurde oben schon gesagt, daß auch die Fähigkeit des zweiten Gesichtes zu den magischen Spätwirkungen okkulter Betätigung der Vorfahren gehört. Ein Begleitsymptom dieser magischen Spätwirkungen ist oft auch die Resistenz gegen alles Göttliche. Das Mädchen in B 29 hatte beide Symptome. Nach ihrer Hinkehr zu Christus verschwand die mediale Belastung. Nach ihrer Pendelbehandlung trat beides wieder auf. Auch hier wird also der mediale Charakter der Pendelei sichtbar. – Das Merkmal der Resistenz als Begleitsymptom soll noch durch weitere Beispiele deutlich gemacht werden.

B 30 Eine Frau suchte bei einer Erkrankung Hilfe bei einem weithin bekannten Pendler. Sie dachte sich nichts Unrechtes dabei und hatte bis dahin auch nichts Nachteiliges über die Pendeldiagnose gehört. Im Wartezimmer des Pendeldoktors wurde sie innerlich unruhig. Diese Unruhe steigerte sich noch bei der Behandlung selbst. Sie nahm die vom Pendler herausgependelten Medikamente. Der Grad ihrer seelischen Störung wurde dabei immer größer. Sie konnte nicht mehr beten, gewann eine Abneigung gegen das Wort Gottes und empfand immer intensiver einen Widerwillen gegen alles Göttliche. Ohne daß ihr jemand einen entsprechenden Rat gab, warf sie schließlich aus eigenem Antrieb die Medikamente weg. Dann erst kam sie zur seelsorgerlichen Aussprache und fragte mich, wie ich über die Pendeldiagnose und Pendelbestimmung der Medikamente denke.

B 31 Ein Pendler suchte meinen seelsorgerlichen Rat. Er bekannte ganz offen, daß das Pendeln ihn sehr anstrenge und seine Nervenkraft aufbrauchen würde. Er spezialisierte sich vor allem darauf, die Lebensmittel auf deren Verträglichkeit hin abzupendeln. Er erklärte, der weiße Zucker würde bei ihm negativ wirken, der Rohrzucker positiv. Honig nach Erhitzung auf 60 Grad ebenfalls positiv. Bei der jahrelangen Pendelpraxis beobachtete er an sich selbst seelische Veränderungen. Er büßte seine Energie und Entschlußkraft ein. Es entwickelte sich bei ihm eine unheimliche Sensibilität. Nervenzucken und eine Föhn- und Wasserempfindlichkeit stellten sich ein. Versuchte er die Bibel zu lesen, dann kam ihm das Gefühl des Ekels und ein großer Abscheu. Gegen Christus und auch gegen die Kruzifixe empfand er einen heftigen Widerwillen. Da er selbst beobachtete, daß diese seelischen religiösen Störungen mit seiner Pendelpraxis zusammenhingen, nahm er seelsorgerliche Hilfe in Anspruch und war bereit, sein Leben unter Christus zu stellen.

An diesen beiden Beispielen zeigt sich, daß sowohl die pendelbehandelte Frau als auch der aktive Pendler durch ein gesundes Gefühl und eine klare Beobachtungsgabe an sich selbst auf die Schädlichkeit der Pendelpraxis aufmerksam wurden. Sie kamen zur Ablehnung der Pendelei, ehe sie einen diesbezüglichen seelsorgerlichen Rat erhalten hatten.

Die Gegensätzlichkeit der medialen Pendelei und der geistlichen Gebetsvollmacht soll an vier Beispielen geklärt werden.

B 32 Ein bekannter Rutengänger wurde eines Tages von einem Professor der Medizin gebeten, er möchte doch die verschiedenen Häuser der Klinik mit der Rute abgehen und Reaktionen der Rute feststellen. Der Grund zu dieser Bitte des Professors war die Beobachtung, daß ein Haus der Klinik eine besonders hohe Todesziffer hatte. Wenn Schwerkranke in dieses Haus gelegt wurden, verschlimmerte sich meistens ihr Zustand. Der Professor sagte aber von dieser Beobachtung dem Rutengänger nichts. Er wollte ein unbeeinflußtes Ergebnis haben. Der Rutengänger ging die verschiedenen Häuser durch und stellte tatsächlich in dem „Totenhaus“ stärkere Impulse fest. Der Professor, der nicht an das Rutenphänomen glaubte, ließ, um das Experiment zu vervollständigen, in dem betreffenden Haus Abschirmgeräte einbauen. Der Erfolg war verblüffend. Die Todesziffer ging sofort zurück. Um nicht durch diese Maßnahme bei seinen Kollegen ins Gerede zu kommen, schweigt dieser Professor im allgemeinen über dieses durchgeführte Experiment.

Dieser Rutengänger besaß außer der Rutenfühligkeit noch die Gabe des Hellsehens. Er kann jederzeit angeben, wo sich seine Angehörigen befinden. Er wird auch von Versicherungsgesellschaften und Häusermaklern zur Bestimmung der Bodenbeschaffenheit, von Bauplätzen und Häusern herangeholt. Im Verlauf seiner Tätigkeit erklärte dieser Rutengänger und Hellseher, er könnte nicht mehr beten. Eine innere Macht würde ihn daran hindern.

B 33 Ein gläubiger Parkbesitzer wollte in seinem Garten eine Quelle suchen lassen. Ein Rutengänger hatte an zwei Stellen des Parkes Ausschläge. Es wurde danach ohne Erfolg gegraben. Der Rutengänger erklärte daraufhin: „Das ist mir noch nicht passiert.” Der Parkbesitzer anwortete: „Ich habe darum gebetet, da mir nicht klar war, ob ich als Christ einen Rutengänger rufen darf.” Daraufhin äußerte der Rutengänger: „Ach, deshalb; dann klappt es natürlich nicht!“

B 34 Ein Pendler bespricht Warzen, Hühneraugen, Kröpfe, Hautausschläge und dergleichen. Ferner experimentiert er auf dem Gebiet des magischen Todeszaubers. Er behauptet auch, er könne Menschen krank und gesund machen. Eine gläubige Frau, die von seiner Magie nichts wußte und ihn nur für einen Naturheilkundigen hielt, kam zu ihm in die Sprechstunde. Sie betete innerlich im Wartezimmer. Plötzlich redete er sie an: „Sie können nach Hause gehen, Ihnen kann ich nicht helfen.” Trotzdem hatte diese Frau von dieser Stunde an Anfechtungen. Schwermut und Selbstmordgedanken plagten sie. Ihr Ehemann, der keine klare Stellung zu Christus hat, ließ sich vom gleichen Pendler magisch helfen. Die Kinder, die ihm nach dieser Behandlung von seiner Frau geboren wurden, sind belastet. Merkwürdig ist, daß dieser Pendler von einem Arzt schwierige Patienten zugeschickt bekommt.

B 35 Bei einer Evangelisation in Süddeutschland suchte mich ein gläubiger Christ auf. Er gab mir die Genehmigung, den folgenden Bericht zu veröffentlichen. Als junger Mann entdeckte dieser Berichterstatter, daß die Rute bei ihm ausschlug. Durch Vergleich mit den Ergebnissen anderer Rutengänger sah er auch, daß er in exakter Weise die Lage und Tiefe der Quellen angeben konnte. Schnell sprach sich seine Fähigkeit herum. Er wurde nicht nur von Bauern, sondern auch von Industriellen geholt, um Wasser zu suchen. Die Fabrikanten, die durch seine zutreffenden Angaben sich die Kosten für kostspielige Wasserbohrungen ersparten, zahlten ihm gute Honorare. Soweit ging die Sache klar. Der junge Rutengänger gewann einen dankbaren Kundenkreis. Nach diesen jahrelangen Erfahrungen trat etwas Neues in das Leben dieses Rutengängers. Er erlebte bei einer Evangelisation seine Bekehrung. Durch Gottes Gnade durfte er Christus finden. Da er sich bei seiner Rutenfühligkeit nichts dachte, suchte er weiterhin Wasser. Nun aber stellte er auf einmal merkwürdige Dinge an sich selbst fest. Jedesmal, wenn er Wasser gesucht hatte, konnte er etwa zwei Tage lang nicht mehr beten und die Bibel lesen. Nur beim Lesen der Bibel – nicht beim Lesen der Zeitung – flimmerten ihm die Augen. Beim Beten war ihm sofort die Konzentration weg. Zwei Tage lang fühlte er einen starken Unfrieden. Durch längere Beobachtung stellte er einen Zusammenhang zwischen seinem Wassersuchen und den Störungen seines Glaubenslebens fest. Diese Erfahrung führten diesen gläubigen Bruder zu mir in die Seelsorge. Er sagte von sich aus: “Meine Fähigkeit, mit der Rute Wasser zu suchen, lähmt jedesmal für einige Zeit mein geistliches Leben. Ich muß es aufstecken, so sehr mich auch meine alten Kunden plagen und mir hohe Summen bieten.” – Das ist der Bericht eines stark medialen Rutengängers. Zu erwähnen ist, daß er keine Honorare verlangte. Seine dankbaren Kunden hatten ihm von sich aus viel Geld gegeben.

Diese vier Beispiele zeigen, daß die Rutengängerei die Gebetsfreudigkeit lähmte. Andererseits machte das Gebet des gläubigen Christen in B 33 das Wassersuchen unmöglich. Die betende Frau im Wartezimmer legte die Aktivität des magischen Pendlers lahm. In B 35 sahen wir, daß der Rutengänger nach seiner Bekehrung selbst merkte, daß seine mediale Tätigkeit die Nachfolge Jesu empfindlich störte. Pneuma (Heiliger Geist) und Medialität (Anwendung okkulter Kräfte) schließen sich gegenseitig aus.

Den Folgen der Pendelei sei ein besonderer Abschnitt gewidmet. Es handelt sich hier nicht um Schädigungen des Glaubenslebens, sondern um medizinisch nachweisbare Störungen.

B 36 Ein junger Mann, der arbeitslos wurde, ließ sich von einem Pendler freie Stellen herauspendeln. Mit Hilfe dieses Mannes bekam er an einem Tag fünf Offerten. Er erhielt sofort eine Stelle, mußte sie nach einigen Tagen aber wieder aufgeben, da er gemütskrank wurde. Einige Monate war er in einer Nervenheilanstalt untergebracht. Nach der eingetretenen Besserung wandte er sich an Mönche, die ihn wieder durch das Pendel berieten. Schließlich ließ er sich noch durch einen Besprecher beraten. Der Erfolg war, daß er einige Tage danach Tobsuchtsanfälle bekam und erneut in die Nervenheilanstalt eingeliefert wurde.

B 37 Ein junger Mann mit Bronchialasthma ließ sich von einem Pendler behandeln. Der Pendler stellte mit dem Pendel die Diagnose und auch das richtige Medikament fest. Außer dieser Pendelpraxis übte er noch das magische Besprechen. Bei dem jungen Mann mit Bronchialasthma wandte er einen magischen Spruch aus dem 6./7. Buch Mose an. Dann klebte er bei dem Patienten an verschiedenen Körperstellen Pflaster auf. Die Hansaplastpflaster waren mit einer Salbe bestrichen. Nach einigen Tagen hatte sich unter diesen Pflastern tatsächlich Eiter gebildet. Der Eiter floß ab, aber eine Heilung des Bronchialasthmas war dadurch nicht erreicht. Der junge Mann bekam aber von dieser Zeit an nervöse und geistige Störungen. Er spürte ein Nachlassen seines Gedächtnisses, konnte sich als Student nicht mehr richtig konzentrieren und spürte eine Benommenheit des Kopfes. Diese Störungen veranlaßten ihn, zur seelsorgerlichen Aussprache zu kommen.

B 38 Der Prediger einer evangelischen Gemeinschaft pendelte nach Wasser und Erzen. Er stellte auch Krankheiten und die Zuträglichkeit der Medikamente mit dem Pendel fest. Ein Schweizer Universitätsprofessor untersuchte seine Fähigkeiten. In Gegenwart seiner Assistenzärzte und der Studenten stellte er dem Pendler 20 Patienten vor. Der Pendler konnte mit seinem Pendel bei allen 20 Kranken richtige Diagnosen stellen. Auch dieser Prediger blieb von den Auswirkungen der Pendelei nicht verschont. Seine Frau verunglückte tödlich. Alle seine Kinder starben eines unnatürlichen Todes. Er selbst befindet sich seit drei Jahren im Irrenhaus.

B 39 Ein Pfarrer in Mitteldeutschland bependelte Krankheiten und Medikamente. Er unternahm auch Fernheilungen. Kranke schickten ihm ihre Fotos, die er bependelte. Anschließend stellte er die zur Krankheit passenden Medikamente fest. Eine gläubige Christin sandte ihm ebenfalls ihr Foto ein, um sich von ihm behandeln zu lassen. Sie erhielt die Diagnose und Medikamente. Hinterher wurde sie wahnsinnig und kam ins Irrenhaus. Ihre Angehörigen meldeten es der Kirchenbehörde. Der Pfarrer wurde dann zur Rechenschaft gezogen.

Diese vier Beispiele aus der Seelsorge zeigen die hundertfach beobachtete Tatsache, daß mit der Pendeltherapie Erleichterungen und gewisse Heilungen im organischen Bereich erzielt werden. Diese Entspannungen im organischen Sektor werden aber weitgehend mit Störungen im seelischen Bereich bezahlt. Selbst dem Prediger, der aktiver Pendler war, blieb das nicht erspart. Der Grad der seelischen Erkrankungen ist in der Weise verschieden, daß der aktive Pendler kompliziertere Erkrankungen als Folgeerscheinungen seiner medialen Betätigung erlebt als der passiv Pendelbehandelte. Der okkulte Charakter der Pendelei wird in vielen Fällen daran sichtbar, daß die Pendler oft noch andere okkulte Praktiken wie magisches Besprechen, Spiritismus, Hellsehen, Heilmagnetismus usw. ausüben. Die Pendelei befindet sich da in guter Gesellschaft. Gleich und Gleich gesellt sich gern.

Vor Jahren hatte ich die Gelegenheit, als stiller Beobachter und Kritiker an einer Pendlertagung an der Evang. Akademie in Tutzing teilzunehmen. Die Konferenz wurde von einem Theologen geleitet. Etwa 60 Pendler und Rutengänger aus verschiedenen Teilen Europas waren erschienen. Die Pendler unterschieden ein sogenanntes physikalisches und ein mentales Pendeln. Physikalisch nannten sie die Form, bei der die Pendler oder Rutengänger über ein Stück Land schreiten und nach Bodenschätzen suchen. Mental nannten sie das Pendeln, wenn z. B. nur über einer Landkarte gependelt wurde. Das Abgehen der freien Natur ist beim mentalen Pendeln nicht erforderlich. Ein Schweizer Pendler sagte z.B., er könnte auf einer Landkarte feststellen, wo es in der Umgebung von Tokio (Japan) Wasser gäbe. Die Landkarte ist in diesem Fall eine geistige Brücke, das Kontaktmittel für derartige Feststellungen.

Mit dem mentalen Pendeln werden natürlich nicht nur Bodenschätze gesucht, sondern alle Fragen beantwortet, die ein Ratsuchender stellen mag. So haben sich schon viele Ehemänner durch das Bependeln des Fotos ihrer Ehefrau sagen lassen, ob ihnen die Frau treu geblieben ist oder nicht.

Der Abschluß und Höhepunkt dieser Pendlertagung war, daß der leitende Theologe unter dem großen Hallo aller anwesenden Pendler meine Kritik zurückwies und jede Form des Pendelns und Rutengehens anerkannte.
Grund für diese Anerkennung durch den Theologen war eine merkwürdige Auslegung des ersten Glaubensartikels. Was diesem Theologen jedoch abgeht, ist die ausgiebige Erfahrung über die Auswirkungen des Rutengehens und Pendelns. Nur durch logisches und theologisches Nachdenken läßt sich die Frage der Radiästhesie nicht klären. Wenn ein grober Vergleich gewagt werden darf: die Auferstehung Jesu kann nicht durch theologisches Nachdenken erkannt, sondern muß glaubensmäßig erlebt werden. So können auch alle charismatischen und medialen Funktionen nicht durch logische Schlußfolgerungen erhärtet werden. Diesem Irrtum ist der Tagungsleiter zum Schaden des Volkes Gottes verfallen.

Ein zweiter Kurzschluß liegt dieser seltsamen Beurteilung der Radiästhesie zugrunde. Man kann nicht aus dem ersten Glaubensartikel die Berechtigung der medialen Kräfte nachweisen. Der Kosmos, die Natur sind in den Sündenfall der Menschheit hineingezogen. Damit sind auch die unmittelbaren Kräfte, die im Paradies noch vorhanden waren, nicht in ihrer Ursprünglichkeit erhalten geblieben.

Zuletzt muß auch noch darauf hingewiesen werden, daß wir den ersten Glaubensartikel nur vom zweiten und dritten Artikel her verstehen können. Die isolierte Betrachtung führt zu Entgleisungen, wie es tatsächlich geschehen ist. Diese sogenannte “Naturfühligkeit” ist eine Naturschwärmerei. Schwärmerei aber stammt nicht aus dem Heiligen Geist. Das haben uns die Sekten gründlich gelehrt. Man kann aus jedem isolierten Glaubensartikel heraus eine Schwärmerei entwickeln. Aus dem ersten Artikel eine Naturmystik, aus dem zweiten Artikel eine Jesusmystik, aus dem dritten Artikel die sattsam bekannte Schwarmgeisterei. Mystik und Fanatismus aber haben nichts mit dem Weg der Bibel zu tun.

Auszug aus dem Titel DAS WAHRSAGEN. – Die Hervorhebungen im Text sind von mir vorgenommen worden.  Horst Koch, Herborn. –

Enthalten in dem Buch CHRISTUS ODER SATAN, erhältlich bei www.amazon.de

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Dr. Kurt E. Koch

WAHRSAGEN

Die Mantik aus der Sicht der Seelsorge

Das Wahrsagen ist seit Jahrtausenden ein Bastard des Heidentums, aus Angst, Neugierde und Aberglauben geboren. Das Wahrsagen in der Gegenwart ist ein vielgestaltiges volkskundliches, psychologisches und theologisches Problem. Der Ausgangspunkt dieser Ausführungen ist die Seelsorge des evangelischen Theologen. Der evangelistische Dienst bietet immer neues Erfahrungsmaterial. Meine Kartei der okkulten Fälle ist schon auf über zwanzigtausend Beispiele angewachsen. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen werden in diesem Buch vermieden. Wer solche wünscht, findet sie in meinem Werk  Seelsorge und Okkultismus.  Hier werden vorwiegend Beispiele aus erster Hand dargeboten, um dem Leser zur eigenen Urteilsbildung zu helfen. Das Beichtgeheimnis ist nicht verletzt, da die Genehmigungen zur Veröffentlichung ohne Namensnennung vorliegen. Es werden folgende Teilgebiete der Wahrsagerei dargestellt:
1. Die Astrologie
2. Das Handlinienlesen
3. Das Kartenlegen
4. Rute und Pendel
5. Die Spiegelmantik
6. Die Psychometrie
7. Die Stellung der Bibel
8. Die Befreiung aus okkulter Belastung
….

 

 

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