Rockmusik

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Baldur Gscheidle

Rockmusik aus christlicher Sicht

Rockmusik härtester Gangart wird in die Köpfe der Jugendlichen gehämmert, und leider hat auch diese Musik des Aufruhrs schon lange in den evangelikalen Kreisen Eingang gefunden und hat sich fest etabliert.

Viele Veranstalter dieser Konzerte meinen das Evangelium damit besser zu den Jugendlichen transportieren zu können. Dabei wirkt ja weniger der Text, häufig versteht ihn sowieso niemand bei dem oft infernalischen Lärm, vielmehr wird die „Message“ in erster Linie von der Musik transportiert.

Es ist ja inzwischen hinreichend dokumentiert, welch körperliche, seelische und schließlich auch geistige Reaktionen durch eine solche Art „Musik“ hervorgerufen werden. Der Organismus wird angeregt und schüttet dabei die verschiedensten Hormone und Endorphine, das sind morphinähnliche Stoffe, aus.
Diese Stoffe überschwemmen den Körper und bringen solche Rauschzustände hervor, wie sie allgemein bei Rock-Konzerten zu beobachten sind, ob jetzt säkular oder „christlich“.

Ursache dieser Phänomene sind einmal die Überlautstärke, dazu kommen dann sicher von ganz ausgefuchsten und gewieften Könnern genau auf die richtige und gewünschte Wirkung abgestimmte Zutaten. Man konnte dies sehr deutlich beim CHRISTIVAL in Dresden, veranstaltet von der Evangelischen Allianz, beim Auftritt der World Wide Message Tribe Dance Floor Band sehen. Harter Beat, Tonfrequenz, Lichtblitze, Rhythmik, Nebelschwaden, chaotisch wirbelnde, rappende junge Männer nach Art eines Michael Jackson, zuckende, tanzende, wild gestikulierende Mädchenkörper in entsprechend grellen Farben zwischen wogenden Kunstnebelschwaden mit bunten Spotlights beleuchtet. Einfach eine gut und professionell gekonnte Mixtur, um junge Menschen in Stimmung zu bringen. Das Ziel, der Rausch und Gefühlssturm, wurde dadurch erreicht. Trance und Ekstase, ähnlich wie bei den heidnischen Voodoo-Riten, konnte man hier beobachten. Animistische Zauberer und Schamanenpriester rufen mit derselben „Technik“ die Dämonen und Geister herbei. Siehe auch die zahlreichen Fernsehsendungen über die Kulturen solcher noch animistischer Stämme und Völkerschaften. Beim CHRISTIVAL konnte sich das Ergebnis sehen lassen. Die Menge war begeistert, sie hob buchstäblich ab.

Gary Allen schreibt in seinem Buch Die Insider: „… Nun galt es das menschliche Gehirn noch gefügiger zu machen, teilnahmsloser, unwissender: Rockmusik stürzte ganze Generationen Jugendlicher in einen Taumel, der bald zu einem Dauerzustand wurde. Überall, sogar in den Kirchen ertönt dieser disharmonische Klang, der in seiner extremsten Form satanische Verherrlichung und Teufelsanbetung zum Inhalt hat.“

Was sind das jedoch für „Entscheidungen für Jesus“, die in solch ekstatischem Gefühlsrausch getroffen werden, wenn wie beim „CHRISTIVAL“ in Dresden statt einer Zugabe der Band ins kochende Publikum hinein von Roland Werner, dem Verantwortlichen dieser Veranstaltung, zur Lebensübergabe an Jesus aufgerufen wurde? Da hieß es wörtlich: „… um den Aufruf Werners zur Nachfolge nicht zu verwischen.“

Das ist absoluter Betrug an den jungen Menschen, die nun vielleicht selbst glauben, daß dieses berauschende Erlebnis eine Bekehrung war. Das klare Wort Gottes bringt und brachte niemals solche zu registrierenden Ekstase und Begeisterungszustände hervor. Dies ist niemals der Geist Gottes, vielmehr der Geist dieser Welt, der hier am Wirken war. Gottes Geist führt nicht in die Zuchtlosigkeit, seine Vorgaben sehen total anders aus. (Siehe auch die in 2. Mose 32 beschriebene Geschichte vom Tanz ums goldene Kalb.) Gott, unser Herr Jesus Christus und der Heilige Geist wohnen niemals dort, wo Lasterhaftigkeit und Verdorbenheit herrschen. Jesaja bringt es im folgenden Vers zum Ausdruck:
Jes. 57,15 Denn also spricht der Hohe und Erhabene, der ewiglich wohnt, des Name heilig ist: Der Ich in der Höhe und im Heiligtum wohne und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf daß Ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.
Auf dem Christival traten auch die aus der Charismatik stammenden „Jesus Freaks“  in Aktion. Wo sie ihre Zusammenkunft hatten, hing ein großes Tuch mit der Aufschrift: „Gott ist geil.“ Zu ihrem „Freakstock“-Treffen im Sommer 1998 war folgender Text auf der Einladung zu lesen:
Wenn du Jesus noch nicht kennst, aber es darauf ankommen lassen möchtest, einen abgefahrenen Gott kennenzulernen, gibt es keine bessere Gelegenheit als diese. Einen … supergeilen Abhäng-Gottesdienst … Natürlich wird das ganze obergenial, weil es Jesus sein Festival ist.
Besonders gravierend ist, daß diese „Freaks-Bewegung“ auch innerhalb der Deutschen Evangelischen Allianz arbeitet.
Wer sich mehr über die oben angeführten Jesus Freaks informieren will, dem sei die Dokumentation des schon erwähnten Thorsten Brenscheidt empfohlen.
Zurück zur Musik: Daß diese ekstatische, meist ohrenbetäubende Musik aus den afro-amerikanischen Kulten kommt, wo damit die Geister und Dämonen gerufen und herbeigetrommelt werden, wird einfach ignoriert. Neben der Verführung geht es dabei auch um das große Geld, bringt doch diese Art Musik Millionenumsätze und satte Gewinne für die Anbieter und Vertreiber solcher Werke. Dabei gibt es eine große Anzahl auch säkularer Literatur, die diese Herkunft eindeutig belegt.
Man gewinnt hierbei den Eindruck, daß der „schmale Weg“ geradezu mit der Planierraupe dem Weg, der ins ewige Verderben führt, angeglichen wird. Solche Methoden sind in Gottes Wort nicht zu finden. Roland Werner befürwortet übrigens auch den berüchtigten Toronto-Segen. In der idea-spektrum Dokumentation (10/95) sowie in der Zeitschrift dran (7/94) bekannte sich Werner eindeutig positiv zum sogenannten „Toronto-Segen“.
„Diese Sache ist echt, da ist wirklich etwas dran“, so Roland Werner in dran nach einem Besuch der Londoner anglikanischen Holy Trinity Church in Brompton, wo diese Phänomene gehäuft auftraten. Diese Kirche entwickelte auch den sogenannten „Alpha“-Glaubenskurs, bei dem am letzten Kursabend von den Veranstaltern der Heilige Geist „ins Spiel“ gebracht wird. Ebenfalls von Werner von ganzem Herzen empfohlen.
Hier wird also über den Geist Gottes selbstherrlich verfügt, hier bestimmt das Veranstaltungs-Team, daß gerade samstags auf Befehl der Geist zu kommen hat!!
Auch Billy Graham spricht sich im selben Artikel in dran positiv zu den charismatischen Aufbrüchen in den USA aus. „Es ist wundervoll, dies alles mitzuerleben!“ Amerika sei im Zentrum einer großen Erweckung. „Selten ist der Grund und Boden des menschlichen Herzens und seines Geistes besser vorbereitet gewesen als heute.“
Diese Leute werden jedoch dadurch zu Handlangern Satans. Paulus ermahnt uns: Röm. 6,13 … gebet auch nicht eure Glieder der Sünde hin, als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebet euch selbst Gott hin, als solche, die aus Toten lebendig geworden sind, als Waffen der Gerechtigkeit, und eure Glieder Gott.
Schaut man jedoch einmal in die Bibel und orientiert sich am Wort Gottes, so erschrickt man geradezu darüber, wie und mit welchen Methoden heute evangelisiert wird. Es scheint, daß nur noch die Masse zählt. Da werden Millionen ausgegeben um großartige christliche Fernseh-Unterhaltungs-Shows, wie z.B. ProChrist, als Massenevangelisation zu veranstalten. Wenn dann hohe Beteiligungszahlen gemeldet werden können, überschlägt sich geradezu die gesamte evangelikale Presse im Erfolgsrausch (von den charismatischen Großveranstaltungen ganz zu schweigen).
Jesus brach nicht in Begeisterung aus, als ihm die Mengen zujubelten und nachströmten. ER weist sie im Gegenteil mit harschen Worten auf den hohen Preis und den großen Ernst der Nachfolge hin. ER fordert seine Zuhörer auf, die Kosten zu überschlagen. Wo geschieht das heute noch, wo nur die große Zahl zählt? Der größte Gemeinde-Gottesdienst, die meisten Konferenzteilnehmer, das wirkt. idea schrieb: „Besonders im charismatischen und pfingstlichen Bereich, werden die Teilnehmerzahlen großzügig nach oben aufgerundet.“
Jesus aber sieht die Anzahl der Menschen jedoch ganz anders. ER sagt: Matth. 18,20 Denn wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen.
Im Lukas Evangelium wird uns berichtet: Es zog aber eine große Volksmenge mit Ihm, und Er wandte Sich um und sprach zu ihnen:
Lukas 14,27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und hinter Mir her kommt, der kann nicht Mein Jünger sein.
Joh. 14,21 Wer Meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der Mich liebt; wer aber Mich liebt, der wird von Meinem Vater geliebt werden, und Ich werde ihn lieben und Mich ihm offenbaren.
Diebstahl, Raub, Gewalt und Verbrechen, Betrug, Vergewaltigung, Kinderschändung, Sextourismus, Drogen, das sind heutzutage vielfach die Schlagzeilen in der Tagespresse. Dies scheint das Normale zu sein. Menschen werden zu Ersatzgöttern, zu Götzen, die man anbetet, gemacht, wie z.B. Lady Diana. Mutter Teresa wird zur Heiligen hochstilisiert, zu der man beten, um Fürbitte nachsuchen kann. Papst Joh. Paul II. hat nun die schnelle Heiligsprechung auf den dringenden Wunsch des Erzbischofs von Kalkutta, Indien, eingeleitet. Auf die übliche Wartezeit von fünf Jahren nach dem Tode und die vorausgehende Seligsprechung soll verzichtet werden.
Daneben wird noch ein Heer von Abgöttern aus Sport, Musik und anderen Größen dieser Welt systematisch aufgebaut. Die Regenbogen-Presse erhöht dabei ihre Verkaufszahlen, das Fernsehen die Einschaltquoten. So werden weltweit Milliarden von Menschen manipuliert, an denen anschließend kräftig verdient werden kann.
Wer kennt nicht die Bilder von hysterisch kreischenden, in Ohnmacht fallenden Teenagern beim Auftritt ihrer Abgötter? Auch hier ist wiederum im evangelikalen Raum so manches zu finden, von den schon erwähnten Konzerten angefangen, wo ebenso die „Künstler“ hochgejubelt werden, wie auch jetzt neuerdings in den Veranstaltungen zur Fußball Weltmeisterschaft, dem „Kultereignis“ als schönster Nebensache der Welt. Auch dazu gibt es eine Menge an christlichen Publikationen, mit welchen in gleicher Weise gute Geschäfte gemacht werden.
Betrachtet man wie jüngst die abstoßende Sex-Affäre des US-Präsidenten in voller Obszönität weltweit in allen Medien verbreitet wurde, so sieht man, daß die Schamlosigkeit keine Einschränkungen mehr kennt. Diese Schamlosigkeit steht der Clintons in nichts nach. Schlimm ist es, daß hier beide Seiten, Angeklagter und Ankläger sich als Christen ausgeben. Man kann hier sehen, wie hohl auch das vielgerühmte Gebetsfrühstück des US-Präsidenten im Weißen Haus einzuschätzen ist und die zahlreichen Lobreden über den frommen Präsidenten, auch von deutscher evangelikaler Seite her, zu werten sind. Dies ist jedoch genau das, was uns die Bibel so ganz eindrücklich beschreibt, was Jesus selbst in Matth. 24 vorhersagt. Auch der Apostel Paulus nennt uns die Hintergründe und tiefsten Ursachen dafür.
Röm. 1,28 Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdigen Sinn, zu verüben, was sich nicht geziemt.
Die ganzen katastrophalen Folgen der bewußten Gottlosigkeit für den Menschen werden uns in diesem Kapitel vor Augen gestellt, und es ist erschütternd zu sehen, daß Gott diese unbußfertige Menschheit offensichtlich schon dahin gegeben hat (Röm. 1,24-28).
Besonders schwerwiegend für die Gemeinde Jesu ist heute die offene und manchmal schleichende, fast unmerkliche Vermischung von echter und falscher Lehre. In den verschiedenen Gruppierungen werden alle möglichen Kompromisse auf Kosten der Wahrheit geschlossen. Jesus und Zusammenarbeit der Evangelischen Allianz mit einer schon lange abgefallenen Evangelischen Kirche, mit Sekten wie den Adventisten, der Katholischen Kirche, Pfingstlern und Charismatikern sind an der Tagesordnung. Wo sind die verantwortungsvollen Hirten, welche nicht das Eigene suchen und auf das Wohl der ihr anvertrauten Herde achten?
Hes. 34,5 Und Meine Schafe sind zerstreut, weil sie keinen Hirten haben, und sind allen wilden Tieren zum Fraß geworden und zerstreut.
Hes. 34,8 So wahr Ich lebe, spricht Gott der HERR. … weil sie keinen Hirten hatten und Meine Hirten nach Meiner Herde nicht fragten, sondern die Hirten sich selbst weideten, aber Meine Schafe nicht weideten,
Hes. 34,10 So spricht Gott der HERR: Siehe, Ich will an die Hirten und will Meine Herde von ihren Händen fordern;
Man muß heute leider vor dem Verführungs- und Vermischungskurs von Allianz und Gnadau warnen. Es scheint so zu sein, daß eine kleine Gruppe der führenden Leute die großen Linien und Positionen miteinander nach irgendwelchen Vorgaben abstecken und planen (müssen?).
Der normale Gläubige wird niemals darüber informiert, was diese Pläne beinhalten. Er gehört, wie dies schon Lenin einmal ausgedrückt hat, zu den „nützlichen Idioten“, die von den „Oberen“ benützt werden, ihre versteckten Ziele zu erreichen.
Besonders verführerisch ist, daß zwar in vielen, evangelikalen Kreisen noch recht gute Wortverkündigung zu finden ist, dennoch steuern ihre Leiter einen falschen Kurs, indem sie miteinander vermischen, wo uns Gottes Wort Trennung vorschreibt. Gerade dadurch werden die feinen Abweichungen von vielen jedoch nicht bemerkt.
Eine kleine Illustration dazu:
Stellen wir uns einmal den Gleisbau im Schienenverkehr vor Augen. Die Schienen sollten ja absolut parallel verlaufen. Deshalb wird laufend geprüft, daß wirklich keine Abweichung im Gleisverlauf auftritt. Es wird dazu ein Maßstab, eine „Lehre“ angelegt und notfalls korrigiert. Arbeitet man nur nach Augenmaß, so fällt eine Abweichung von 0,1 mm auf einen km sicher niemanden auf. Rechnet man diese 0,1 mm jedoch auf 100 km hoch, dann sind das schon 1 cm. Bei km 500, also 5cm Abweichung, entgleist ganz sicher der Zug, und die Katastrophe ist nicht mehr aufzuhalten.
Und so macht uns Petrus als Gläubige auf die Gefahr des feindlichen Angriffes aufmerksam. Einmal kommt der direkte Frontalangriff, zum andermal die feine und versteckte, kaum wahrnehmbare, in Verführung mündende Kursabweichung.
Wie viele Gläubige sind wohl schon an diesen Kleinigkeiten gescheitert? Darum:
1 Petr 5,9 Seid nüchtern und wachet! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne;
Oft ist es jedoch so, daß wir den brüllenden Löwen leichter erkennen als den im Schafskleid getarnten Wolf. Den erkennt man so leicht nicht. Deshalb gilt uns:
Matth. 7,15 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind.
2.Kor. 11,14 Und das ist kein Wunder, denn der Satan selbst verkleidet sich in einen Engel des Lichts.
In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, die Mahnung des Hebräerbriefes zu beachten. Hier allein finden wir die uns wichtige Hilfe. Jedoch gehört hier auch das gehorsame Handeln dazu.
Hebr. 2,1 Deswegen sollen wir um so mehr achten auf das Wort, das wir gehört haben, damit wir nicht etwa am Ziel vorbei treiben.
Satan spricht die Sprache der Bibel, die Sprache Kanaans perfekt; jedoch er mißbraucht auch heute genau so Gottes Wort, wie er es bei der Versuchung Jesu gemacht hat. Nicht umsonst weist uns Jesus selbst in Seinem Wort immer wieder auf die Gefahr der Verführung hin. Wir lesen in Math. 24 sowie auch an anderen Stellen mehrmals davon, daß viele verführt werden. Es geht also nicht nur um ein paar wenige, die hier den falschen Weg gehen. Hier lauert die große Gefahr, der doch eine große Zahl all zu leicht erliegt.
Paulus zeigt uns auf, daß die Bedrohung nicht allein von außen, sondern ebenso aus den eigenen Reihen kommt.
Apg. 20,29 Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wölfe, die die Herde nicht verschonen werden.
Apg. 20,30 Auch aus euch selbst werden aufstehen Männer, die da verkehrte Lehren reden, die Jünger an sich zu ziehen.
Apg. 20,31 Darum seid wach und denket daran, daß ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht, einen jeglichen mit Tränen zu vermahnen.
Dies gilt es doch immer wieder zu bedenken und diese Worte mit dem Zeitgeschehen zu vergleichen. Für den Gläubigen ist ja das Allerwichtigste zu sehen, wohin der Weg führt und wie wir vor Irrtum und Verführung bewahrt bleiben. Dazu ist es wichtig, den Feind und seine Methoden zu kennen, aber auch zu wissen, wie man ihm widersteht.
2.Kor. 2,11 damit wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist wohl bewußt, was er im Sinn hat.
Es ist sicher oftmals notwendig, von alten und lieb gewordenen Vorstellungen ganz bewußt Abschied zu nehmen und sich von als falsch erkannten Dingen und Bewegungen tatsächlich auch loszusagen. Paulus empfiehlt für diesen Kampf, die geistliche Waffenrüstung nach Eph. 6 anzulegen. Daß dies ein Weg sein kann, der unter Umständen als recht schmerzlich erfahren wird, darf uns nicht abhalten, um Jesu und seiner Wahrheit willen im Glaubensgehorsam auch solche unpopulären Entscheidungen zu treffen. Hier kann es dann geschehen, daß wir auf Grund unseres Gehorsams einsam werden, so daß uns auch keiner mehr versteht, uns sogar ausweicht, angreift, der Lieblosigkeit bezichtigt oder gar verteufelt. Dies ist jedoch wiederum genau das, was Jesus Seinen Zeugen vorhergesagt hat.
Es geht bei Gott niemals um ein Wohlfühlprogramm, wie uns heute von allen Seiten verkündet wird. ER löst alle deine Probleme, ER ist dir zur Lebenshilfe gemacht, ER schenkt dir das große Glück in deinem Leben.
So schrieb z.B. der bekannte Fernsehmoderator und Nachrichtensprecher, der Evangelikale Peter Hahne in einem kleinen Büchlein: „Mein Glaube gibt mir Spaß am Leben.“ In einer idea Ausgabe ist von Hahne wieder ähnliches zu lesen: „Es ist toll, ein Christ zu sein, selbst wenn man belächelt und gehänselt wird.“ Dies sind erstens keine Aussagen, die sich in der Bibel finden lassen, zum zweiten denke ich dabei an die vielen Glaubenszeugen der Bibel, sowie an Männer und Frauen in der Geschichte bis in unsere Gegenwart hinein, die wegen ihrer Glaubenstreue zu Gott und unserem Herrn Jesus Christus ins Leiden gingen, ihr Leben in Gefängnissen, unter Verfolgung und Folter verbrachten, ja mit dem Verlust ihres Lebens bezahlten. Was da wohl die Ehefrauen der seit 31.1.1993 nach Kolumbien verschleppten Missionare der New Tribes Mission zu Hahnes lockeren Sprüchen sagen würden?? Leiden wir noch mit ihnen, oder berührt uns das alles nicht mehr?
Hebr. 10,34 Denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und den Raub eurer Güter mit Freuden erduldet, weil ihr wißt, daß ihr eine bessere und bleibende Habe besitzt
Hebr. 12,4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde.
Hahnes übrigens regelmäßig in „Bild am Sonntag“ erscheinende, meist nichtssagende Kolumne ist von Horoskop und häufig äußerst textilfreien Frauen und Mädchen eingerahmt!!
Heute in unseren Tagen soll ja die größte Christenverfolgung aller Zeiten stattfinden, es wird vom Jahrhundert der Märtyrer gesprochen. Es sollen allein in diesem Jahrhundert über 100 Millionen Christen den Tod um ihres Glaubens willen erlitten haben. Im Jahr 1998 wurde mit etwa 163.000!!! gerechnet.
Auch die römische Kirche hat in den vergangenen Jahrhunderten viele Millionen für ihre Überzeugung bestialisch zu Tode gefoltert und dennoch sind sie ihrem Glauben an den HERRN JESUS CHRISTUS treu blieben.
Will Durant schreibt:
„Verglichen mit der Verfolgung von Ketzern in Europa vor 1227-1492, war die römische Christenverfolgung der ersten drei Jahrhunderte nach Christus, ein sanftes und menschliches Unterfangen.“ Leider hatte auch der Protestantismus seinen gehörigen Anteil daran, denkt man nur an die Verfolgung der Täufer-Bewegung unter ihrem Führer Menno Simons./
Trotz allem hielten sich die verfolgten Christen an das Wort:
Röm. 8,18 Denn ich halte dafür, daß die Leiden der jetzigen Zeit nicht in Betracht kommen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.
Unser Herr am Kreuz, ein voll mit dem heiligen Geist erfüllter Stephanus, ein Paulus im Kerker in Philippi und viele andere in all ihren Nöten und Anfechtungen, wie heute in der islamischen Welt, empfanden sicher keinen Spaß in ihren Leiden.
Sie durften jedoch die Freude in Jesus Christus gerade in ihrer Not erfahren.
2.Kor. 1,8 Denn wir wollen euch, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Trübsal, die uns in Asien widerfahren ist, daß wir übermäßig schwer zu tragen hatten, über Vermögen, so daß wir selbst am Leben verzweifelten;
So sieht z.B. bei Paulus der Spaß am Leben aus. Auch Jesus selbst hat seinen Nachfolgern keinen bequemen Weg in der Nachfolge versprochen.
ER hatte es niemals so gehandhabt, daß ER den Menschen irgendwelche wohlklingende Versprechen abgab, ihnen sozusagen das große Lebensglück versprach, so wie das heute vielfach getan wird. Gerade das Gegenteil war der Fall: Jesus spricht von Verfolgung und Verrat, von Leiden und Tod auf dem Weg mit IHM (Matth. 10,16-25).
Matth. 16,24 Da sprach Jesus zu Seinen Jüngern: Will jemand Mir nachfolgen, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir nach!
Matth. 16,25 Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele verliert um Meinetwillen, der wird sie finden.
Matth. 16,26 Denn was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, büßte aber seine Seele ein? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse ?
Eine weitere Bewegung die immer mehr von sich reden macht, ist die Bewegung um Bill Hybels und seine Willow-Creek-Gemeinde, deren 7-Punkte-Programm zunehmend auch im deutschen evangelikalen Raum an Bedeutung gewinnt. So gehören auch Hartmut Steeb, Generalsekretär der DEA, und Peter Strauch, Präses der FeG und 2. Vorsitzender der DEA, zum Leitungskreis „Willow Creek in Deutschland“.
Dabei spricht man ja mehr und mehr nur noch vom sogenannten „entkirchlichten, oder kirchenfernen Menschen“, den man in Stimmung zu bringen hat und bei guter Laune halten muß. „Immer mehr Christen in Deutschland setzen große Hoffnung auf Bill Hybels.“ So berichtet Klaus Rösler in idea aus Willow Creek:
Gepolsterte Klappsessel wie im Theater, Fitnesstudio, Turnhalle, Musik, wie die Gäste sie zuhause hören, vor allem Pop. Nichts wird dem Zufall überlassen. Jede Minute ist geplant. Der Gottesdienst muß aus einem Guß sein. Sechs Wochen vorher überlegen sich die Mitarbeiter mit welchen künstlerischen Darstellungsformen – Anspiel, Tanz, Videoeinspielung, Diashow, Musik oder eine Mischung von allem – sie den Hauptgedanken der Predigt besonders herausstellen können. … [Der Heilige Geist ist hier anscheinend nicht mehr gefragt.]
Rund 20 Millionen D-Mark verschlingt die Gemeindearbeit jährlich. Das Gemeindezentrum im Gesamtwert von 50 Millionen Mark wurde zweimal erweitert. …
Im christlichen Glauben, so Hybels, liege auch die Kraft, die Erde positiv zu verändern. Diese Aussage erinnert stark an das New-Age-Programm.
Beim Abendmahl in der Willow-Creek-Gemeinde sprach Hybels über die Liebe. „‚Ich liebe dich‘ seien die mächtigsten Worte der Welt.“ Hybels fordert die Teilnehmer dazu auf, diese drei Worte beim weiterreichen des Brotes dem Nächsten zu sagen. „…viele weinen, als ihnen die Worte über die Lippen kommen: ‚I love you.‘“ Dies scheint mehr Gefühlsduselei als eine geistliche Begegnung zu sein.
Mit welcher Kraft sich Allianz, Gemeinschaften und Freikirchen auf Hybels Methoden stürzen, ist für diese Gruppen bezeichnend. Erstaunlich ist, daß sogar der ganz gewiß nicht evangelikale EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock das Programm Hybels begrüßt hatte. Ihm geht es ganz sicher nicht um ein biblisches Evangelium, sondern mehr um den Verbleib bei der Kirche.
Sehr nachdenklich hat mich eine Abhandlung von Rolf Scheffbuch zu dem Thema Gemeinde und Kirche gemacht. Er differenziert zwar ganz richtig zwischen Kirche und Gemeinde, schreibt aber dann: „Es wird und soll auch in der Zukunft ‚Kirchen‘-Mitglieder geben, die als (Kinder) Getaufte ihre Kirchensteuer zahlen und ein Anrecht auf den Service des Pfarrers haben; sie dürfen seinen seelsorgerlichen Beistand erbitten, sich von ihm trauen und beerdigen lassen, ihre Kinder der kirchlichen Unterweisung anvertrauen.“
Alles in allem, es geht auch dabei wieder um das liebe Geld. Sind doch die Mehrzahl der Kirchenmitglieder schon längst zu „Kirchenfernen“ geworden, welche meist aus Tradition und oft nur Bequemlichkeit, jedoch ohne jeden Bezug zum biblischen Glauben dahinleben. Wie sollen sie aber auch zum Glauben kommen, wenn die große Mehrheit der Verkündiger an die Wahrheit der Bibel, oft nicht einmal im Ansatz, selbst nicht glaubt? Scheffbuch hat hier schon recht durchsichtige Argumente gebraucht. Ohne diese Karteileichen wäre die Kirche mit ihrem aufgeblähten Apparat schon lange nicht mehr zu finanzieren. Die biblische Handlungsweise sieht jedoch etwas anders aus.
Jesus hatte keinen Besitz und ER gab Seinen Jüngern die Weisung, sich allein auf den Vater im Himmel zu verlassen.
Matth. 8,20 Jesus sagt zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da Er Sein Haupt hin lege.
Seinen Jüngern empfiehlt Jesus:
Matth. 10,9 Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Erz in euren Gürteln haben,
Matth. 10,10 auch keine Tasche zur Wegfahrt, auch nicht zwei Röcke, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert.
Sie waren damals Seinem Wort gehorsam, wie es uns Johannes überliefert hat.
3.Joh. 7    Denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen und nehmen von den Heiden* nichts an. (* Ungläubigen)

Auch Abram hat uns dieses Verhalten bei dem König von Sodom demonstriert: Er will von dem ungläubigen und verderbten Sodom nichts annehmen.
1.Mose 14,2 daß ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch einen Schuhriemen nehmen will, daß du nicht sagst, du hast Abram reich gemacht;
So wie hier die Bibel zitiert, sollte es eigentlich heute noch gelten. Wie weit sind wir heute von Seinem Willen entfernt? Es sieht so aus, daß für Geld alles gemacht wird; da gelten die biblischen Gesetze nichts mehr. Da sind auch die „Bibeltreuen“ nicht mehr bibeltreu. Dies gilt anscheinend nur da, wo es nichts kostet. Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen.
Ein Gedanke noch: Studiert man heute die farbenprächtig bebilderten Kataloge und Prospekte der „Christen-Zubehör-Industrie“ mit ihren überquellenden Angeboten, so findet sich eine bunte Palette von Erzeugnissen, die man in der Tat eigentlich gar nicht benötigt.
Bücher, vom schlüpfrigen Bibelroman von Wangerin, Fantasy Geschichten, Western, Evangeliumskrimi und Abenteuer mit etwas christlicher Verbrämung, bis hin zum großen Israel-Bildband; CD′s, in edler Klassik, Steckdosen-Rock und Lobpreismusik, lasterhafte und schamlose, ja gotteslästerliche Satire von „Nimm Zwei“ bis „Duo Camillo“, Sex-Texte der Jesus Freaks und weiteres mehr. Zu allem Überfluß treten diese letztgenannten Gruppen, mit dem Anspruch evangelistisch zu wirken, in Veranstaltungen von DEA, CVJM und EC auf. Blinde Blindenleiter und gerissene Verführer, kann man dazu nur feststellen.
„Sie macht nix mehr ohne …“ Mit diesem schon (nur etwas?) anzüglichen Text warb der Deutsche EC-Verband in der Jugend schädigenden Sexpostille „Bravo-Girl“. Anscheinend hat niemand vom EC folgende Stelle aus dem Wort Gottes gelesen:
Eph. 5,3     Unzucht aber und alle Unreinigkeit oder Habsucht werde nicht einmal bei euch genannt, wie es Heiligen geziemt;
Eph. 5,4 auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz, noch zweideutige Redensarten, was sich nicht geziemt, sondern vielmehr Danksagung.
Zum Thema EC noch eine kurze Anmerkung:
Bei Ulm fand im Juni 1997 eine vom EC veranstaltete „Ich glaub’s-Schlammfete“ unter dem Titel „Drecksaufest“ statt, teilte die EC-Zentrale mit. Nach Auskunft von Projektleiter Lothar Velten (jetzt bei der DZM) beläuft sich der Etat auf 600.000 DM. Der EC erreicht in etwa 4.000 Gruppen über 60.000 junge Menschen.
Was gibt es noch alles?
Lebenshilfen für innere Heilung und Verletzungen aller Art; Uhren, Teller, Tassen, Kaffeelöffel, Krawatten und ähnliches, mit Fischzeichen und Bibelspruch, Schmuck und Kitsch, alles nach neuester Mode; Gemeinde-Aufbau-Literatur mit eingebauter Erfolgsgarantie, Bücher mit Fahrplan in die Endzeit mit großer unbiblischer Massen-Erweckungsprophetie werden als absolut zutreffend verbreitet. Seminare zur Propheten-Ausbildung, zum Versöhnungsdienst, zum Krankenheiler, zum Lobpreisleiter, welcher die gläubige Herde garantiert in die Nähe Gottes bringt, und das alles für viel und teueres Geld. Videos, und dazu, was es sonst noch alles an christlich-religiösem „pseudo Schnick-Schnack“ zu kaufen gibt.
Christliche „Nobel-Zeitschriften“ zu neun Mark, auf edlem Hochglanzpapier gedruckt. Liest und blättert man darin, bleibt einem so manches Mal die Luft weg, anstatt das versprochene „Aufatmen“ zu erleben. Da wird die Seele nach allen Regeln der Kunst „gestreichelt und aufgepäppelt“.
Wenn es mir nur gut geht. Dies alles hinterläßt den unangenehmen Eindruck, nur Superreiche können sich ein anständiges „Christsein“ überhaupt noch leisten. Ähnliches kann man auch den zahllosen christlichen Reise-Katalogen entnehmen: Immer weiter, immer exklusiver, immer teurer, mit den besten hoch betitelten Namen aus der evangelikalen Welt als Prediger, Seelsorger und Reiseleiter für Traumreisen, garantierte Fünf-Sterne-Qualität.
Direkt-Flug nach Toronto, Pensacola, Willow Creek, zum Papst und anderen Zielen, wo man Erweckung und Segen garantiert und in der Tasche mit nach Hause, ja sogar zum Weitergeben mitnehmen kann. Single-Reisen, Abenteuer, Überlebenstraining, es gibt einfach für jeden Geschmack das vollendete Angebot. Ohne genügend Geld jedoch, ist anscheinend allenfalls nur noch ein unbefriedigendes, „amputiertes Christsein“ möglich.

Das idea Spezial „Reisen & Gesundheit“ bringt nun schon die „Jahrhundertknüller zu Sylvester 1999“.
 Auf ins Jahr 2000! Das Millennium-Fieber treibt die Preise nach oben. … Doppelt das Neue Jahr feiern kann man mit der französischen Fluggesellschaft „Air-France“. Mit Hilfe des Überschall-Flugzeugs „Concorde“ fliegt man am 1. Januar 2000 in Paris los – und erreicht rechtzeitig am 31. Dezember 1999 um 23 Uhr New York. Leider gibt es noch keine Preise. Was doch so manche Leute bei idea für Probleme haben!?!
Gottesdienste „bunt und locker, heiter und fröhlich“, das wird heute vom Publikum gewünscht und von vielen auch als der letzte Schrei zum Seelenfang angeboten. Bequeme, weiche Polstersessel, zeitgenössische Musik, Theater, ein fernsehreifes Programm, das keine Wünsche mehr offen läßt, das ist die Kirche von heute, die Kirche der Zukunft, Modell Willow Creek, international und interdenominational. Luxus-Christentum pur!!
So manche der „Konferenzen“ sind häufig zu Unterhaltungs-Veranstaltungen verkommen. Zweimal am Tag 25-30 Minuten Verkündigung, der Rest ist Füllstoff, Entertainment. Manchmal grenzt es schon an christliches „Kasperltheater“, wenn Pantomime, Zaubershow, Akrobatik und dergleichen auf das erwartungs- und sensationshungrige Publikum losgelassen werden.
Siehe Christival, ebenso Prospekt von ProChrist 97. Auch hier wurde mit „guter musikalischer Unterhaltung“ im Vorprogramm geworben. Was gelten heute doch für Maßstäbe?!
Paulus schreibt jedoch:
Röm. 10,17 Der Glaube kommt aus der Predigt, die Predigt aber durch Gottes Wort.
1.Kor. 1,21 Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt selig zu machen die, so daran glauben.

„Wie bedauernswert kümmerlich und elend ging es da doch bei Jesus und Seinen Aposteln zu!“ Ohne die dröhnenden, kleiderschrankgroßen Lautsprecherboxen, ohne künstliche Nebelschwaden und grellbunte Scheinwerferbatterien. Ohne Witz, Satire, Tanz, Kleinkunst und sonstigem Zeitvertreib mußte diese kleine Schar damals auskommen.
Weder „Frauen-Verwöhntagung“ noch „Männer-Spaß-Wochenende“, dies alles gab es zu dieser Zeit nicht und mußten Jesu Nachfolger entbehren.
Daß sich zu jener Zeit überhaupt Menschen ohne das heute oft aufgezogene „Schmierentheater“ in die Nachfolge rufen ließen, ist wahrhaftig ein Wunder. Damals hörten die Menschen noch die Botschaft von Gnade „u n d“ ewigen Gericht. Mit letzterem darf man dem Menschen von heute allerdings jedoch nicht mehr drohen. Nicht einmal mehr einem Christen. Der könnte vor solcher Zumutung und „Horror-Nachricht“ doch glatt davonlaufen.
Während Jesus nicht einmal einen Platz hatte, Sein Haupt hinzulegen, reisen heute die großen „Mitarbeiter Gottes“ mit den teueren und vornehmen Autos, oft noch mit Chauffeur durch die Lande.
Ob die Gläubigen in der Zweiten und Dritten Welt wohl auch noch eine Chance haben, in gleicher Weise das Leben eines Christen nach unserem westlich-christlichen Standard zu führen, wenn ihnen all diese doch so notwendigen Dinge fehlen?? Kaum vorstellbar! Ihnen bleibt nur eine mit Gras oder Wellblech abgedeckte Buschhütte, sowie, wie man häufig davon lesen kann, ein knurrender Magen, garniert mit Wassermangel und Verfolgung, Folter, Verstümmelung und Mord, durch den bei uns so hofierten Islam, Hinduismus, Buddhismus, sogenannten Befreiungsbewegungen und anderer, auch politisch totalitärer Systeme, und wie in der Vergangenheit geschehen, vom Weltkirchenrat sogar noch finanziell unterstützt. Aber gerade die „verfolgte Gemeinde“ ist die Gemeinde unseres Herrn!! Wie weit sind wir doch von diesen Brüdern und Schwestern in unserer Sattheit entfernt? Haben wir für diese Geschwister noch mehr übrig als nur ein paar flüchtige Gedanken?
Ich möchte an dieser Stelle noch weitergeben, was mir mehrere Missionare, mit denen ich während ihres Heimaturlaubs gesprochen habe, mit Befremden und Sorge zum Ausdruck gebracht haben. Nach ihrer Rückkehr vom Missionsfeld, meist ja im Anschluß an ihren 4-jährigen Aufenthalt, sind sie beklommen und bedrückt über den Niedergang und den Verlust geistlicher Substanz, den sie in pietistischen Gemeinschaften und auch Kirchen feststellen.
Das dekadente „christliche Genießertum“, das häufig nur noch auf „Wohlfühlen“ aus ist, macht sie geradezu bestürzt. Einer der Missionare, der unter den Waldmenschen in Thailand arbeitet, sagte mir wörtlich: „Wenn ich daran denke, daß diese Leute in Deutschland den Gebetskampf für mich mitbestreiten sollen, wird mir wirklich bange.“ Diese Aussage spricht für sich! Lassen wir uns doch von Paulus einmal zurechtrücken, es könnte ja sehr bald geschehen, daß der Gemeinde Jesu auch in unserem Land ein etwas schärferer Wind ins Gesicht bläst. Die ersten Anzeichen dafür zeichnen sich ja schon unter der neuen Regierung im Zeichen der grenzenlosen Toleranz etwas ab. Paulus schreibt:
Röm. 8,18 Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden.

Ist dieser Vers für uns heute noch grundlegend wichtig? Denken wir doch verstärkt an das Wort Jesu und handeln nach dem folgenden Wort:

Matth. 25,40: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

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