Esoterische Medizin von A -Z

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Adelgunde Mertensacker

 

ESOTERISCHE MEDIZIN VON A – Z

 

1. Spiritueller Hintergrund esoterischer Medizin

2. Esoterische Diagnose- und Heilverfahren

3. Esoterische Medizin im Urteil der Bibel

 

Einführung

Das aus dem Griechischen kommende Wort Esoterik bedeutete ursprünglich „okkultes Geheimwissen“ eines „Innenkreises“, zu dem nur Eingeweihte Zugang hatten. Heute bezeichnet Esoterik eine Vielzahl anti-christlicher Heilslehren und Heilswege, die wie die Fänge einer Krake alle Lebensbereiche durchgreifen, vor allem die Medizin, die nach esoterischer Zielsetzung die Gesellschaft „transformieren“, umformen soll, d.h. über esoterische Therapien sollen die Menschen „esoterisiert“, an ein esoterisches Lebensgefühl gewöhnt und abhängig gemacht werden.

Die esoterische Medizin umfaßt ein Sammelsurium exzentrischer und heidnischer Diagnose- und Therapieverfahren, die sich von der „Schulmedizin“, der an Hochschulen gelehrten “wissenschaftlichen Medizin“, abgrenzen als „alternativ“, „komplementär“, „naturheilkundliche“ oder „ganzheitliche“ Heilverfahren.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts geht die Schulmedizin davon aus, daß Krankheiten natürliche körperliche und psychische Ursachen haben, die mit wissenschaftlichen Methoden erforscht und behandelt werden können. Diese Theorie hat sich weltweit durchgesetzt und u.a. bewirkt, daß die durchschnittliche Lebenserwartung von 30 auf 80 Jahre gestiegen ist.

Die Ärzte vor Beginn des 19. Jahrhunderts waren alle sog. Naturärzte. Sie hatten im Vergleich zur wissenschaftlichen Medizin nur mäßige Erfolge.

Esoterische Medizin nimmt für sich in Anspruch, „natürlich“, „sanft“, „ganzheitlich“, „altehrwürdig“, „ohne Nebenwirkungen“ und deshalb „gesund“ zu sein. Die Schulmedizin dagegen sei „chemisch“, „reine Symptombehandlung“, „widernatürlich“ und deshalb „schädlich“. „Zurück zur Natur!“ ist die Devise. Diese Parolen werden von allen Medien propagiert, von Fernsehen, Rundfunk, Presse, ja sogar von Fachzeitschriften für Apotheker und Ärzte. Ihr Ansatz sind die Defizite und Grenzen der Schulmedizin, die keineswegs perfekt und ohne Probleme ist.

Die „alte Heilkunde“, auf die sich Esoteriker beziehen, ist Erfahrungsmedizin.
Sie wurde von Generation zu Generation weitergegeben, ohne kritisch oder wissenschaftlich auf ihre Wirkungen, Nebenwirkungen, Nützlichkeit oder Gefährlichkeit überprüft worden zu sein. Als „Jahrtausende alt“ werden Diagnosen und Therapien vorgestellt, die vornehmlich von heidnischen, vor allem fernöstlichen Irrlehren und Religionen (China, Tibet, Japan, Indien) inspiriert sind.

Unter „ganzheitlich“ verstehen Esoteriker die „harmonische Verbindung von Gegensätzen“ wie Ratio (Vernunft) und Intuition (gefühlsmäßiges Erkennen), Geistiges und Materielles, Mensch und Kosmos usw.
Die Begriffe „gesund“ und „natürlich“ werden unreflektiert gebraucht, d.h. sie sind nicht einheitlich definiert.

Wissenschaftliche Überprüfungen von „Naturheilmitteln“ beweisen, daß diese keineswegs harmlos oder ohne Nebenwirkungen sind, daß sie unwirksam sein können oder nur in bestimmten Konzentrationen wirken, daß sie gesundheitsschädlich, ja sogar hochgiftig sein können.
„Chemische Medikamente“, die Arzneimittel der wissenschaftlichen Medizin, unterliegen dagegen in der Regel strenger klinischer Kontrolle, die wirksame und unwirksame, nützliche von schädlichen trennt. Zur Entwicklung eines neuen Medikamentes benötigen die Pharmakonzerne durchschnittlich 10 Jahre.

Die esoterische Medizin entzieht sich ausdrücklich jeder wissenschaftlichen Überprüfung. Sie will „Erfahrungsmedizin“ sein und ist damit offen für subjektive Urteile, für Betrug, Scharlatanerie und Irreführung.
Esoterische Heilverfahren sind auch keineswegs ohne Nebenwirkungen. Sie können schwere gesundheitliche Risiken bedeuten und körperliche, geistige, vor allem aber seelische Schäden bewirken.

Renommierte Heilpraktikerschulen wie z.B. die „Paracelsusschulen für Naturheilverfahren“, die „offiziellen Ausbildungsstätten des Verbandes Freier Heilpraktiker und Naturärzte“ – inzwischen in allen größeren Städten zu finden – bilden angehende Heilpraktiker in folgenden „Naturheilverfahren“ aus:

Astrotherapie, Ayurveda, Akupunktur, Traditionelle Chinesische Medizin, Magnetismus und Bioenergie, Irisdiagnose, Yoga, Feng Shui, Qi Gong, Kinesiotherapie, Schamanismus und anderen esoterischen „Heilverfahren“.

Der weltanschauliche Hintergrund esoterischer Heiler ist gekennzeichnet von Auswahl-Spiritualität und synkretistischer Vermischung antichristlicher und christlicher Elemente.

Esoterische Medizin umfaßt vor allem drei Grundüberzeugung:

1. Der Mensch kann die Grenzen seines normalen Bewußtseins  übersteigen und durch außergewöhnliche Erfahrungen höhere Einsichten und durch Einweihung (Initiation) oder bestimmte Techniken Gesundheit erlangen.
2. Der Mensch kann sein Glück nur in Harmonie mit der Natur und dem Kosmos erfahren.
3. Mit einem „Astralleib“ umkleidet, der „feinstoffliche Heilkraft“ sammelt, ist der Mensch unsterblich und kann sich in einer Reihe von Re-Inkarnationen (Wiederverkörperungen) vergöttlichen.

Esoterische und christliche Heilslehre sind unvereinbar:

Die Irrlehre von der „kosmischen Energie“, die alles durchflute, tritt an gegen den dreieinigen persönlichen GOTT;
die Irrlehre von der Wiederverkörperung
gegen Auferstehung und Gericht;
die „Selbsterlösungslehre“ gegen die Erlösung durch JESUS CHRISTUS;
die Selbstvergöttlichung gegen die Geschöpflichkeit des Menschen und seine Abhängigkeit von GOTT, seinem Schöpfer;
die ethische Verantwortung vor dem „kosmischen Gesetz“ gegen die verbindliche Weisung der göttlichen Gebote;
das „Abtragen von Karma“ gegen Reue, Buße und Vergebung durch GOTT.

Der von Esoterikern verkündete „Jesus Christus“ ist nicht der Sohn GOTTES, sondern ein falscher Messias, ein „universaler Christus“, „die größte, je auf diesem Planeten inkarnierte Seele“, „Sonnengeist“ oder ein anderer Name für „Heil-Energie“.

Das kleine Lexikon „Esoterische Medizin von A – Z“ will auf Gefahren aufmerksam machen, in die sich Hilfesuchende begeben, wenn sie sich esoterisch ausgerichteten Heilern, Heilpraktikern, Psychologen, Psychotherapeuten, sog. „Naturärzten“ und Schulmedizinern anvertrauen.
Um esoterisch ausgerichtete Therapien beurteilen zu können, ist ein Grundwissen ihres spirituellen Hintergrundes aus Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus, Schintoismus, Schamanismus, Spiritismus, Magie, Hexerei und der Heilungsbewegungen unumgänglich.

 

1. Der spirituelle Hintergrund esoterischer Medizin

Der Hinduismus

Der Hinduismus ist eine der ältesten Religionen. Er hat im Laufe der Zeit zahlreiche Veränderungen von Glaubensvorstellungen und religiösen Praktiken erfahren und begreift sich selbst als „ein großer Ozean“, der ohne Probleme auch fremde Glaubensinhalte aufzunehmen vermag.

„Hindu“ (persisch) heißt „Inder“. „Hinduismus“ bezeichnet seit dem 13. Jahrhundert n.Chr. die „Religion der Inder“. Sie selbst nennen ihre religiösen Vorstellungen „Sanatana Dharma“, das heißt „ewige Lehre“ oder „ewiges Gesetz“. Grundgelegt wurde der Hinduismus durch die „Veden“, das sind Textsammlungen, die in der Zeit zwischen 1500 bis 900 vor Chr. verfaßt worden sind. „Veda“ heißt „heiliges Wissen“.

Zwischen 1000 bis 500 v. Chr. wurden den Veden die „Brahmanas“, Texte der Brahmanen, hinzugefügt. Der Brahmanismus betont das Opferritual, um aus dem Kreislauf der Wiedergeburten erlöst zu werden. Da die Priester (Brahmanen) unbeschränkte Macht besaßen, wurden sie von den Upanishaden bekämpft. Die bis 200 vor CHR. niedergeschriebenen philosophischen Texte, die „Upanishaden“, lehren die Erlösung durch Erkenntnis und die Verneinung der Welt und des Lebens im Gegensatz zu den Veden, die beides bejahen.

Bei aller Vielgestalt des Hinduismus lassen sich doch allen Hindus gemeinsame Glaubensvorstellungen darstellen:
Als Grundlagen ihres Glaubens anerkennen alle Hindus die Veden, das ewige, das ganze Weltall beherrschende Gesetz Dharma, die Gefangenschaft im Kreislauf der Wiedergeburten und als Ziel aller religiösen Bemühungen die Vereinigung von kosmischem Brahman (Ur-sein) und individuellem Sein, dem Atman.
Nach hinduistischer Vorstellung wird jede menschliche Seele nach dem Tod wiedergeboren und zwar – je nach Karma – im Körper einer Pflanze, eines Tieres, eines Menschen oder eines Gottes.

Karma bedeutet „Taten“ oder „Werke“. Die „Taten“ bestimmen das zukünftige Leben. Wer ein gutes Leben geführt hat, wird in einem „besseren Leib“ wiedergeboren. Wer ein „ruchloses Leben“ geführt hat, wird „den Körper eines Hundes oder Schweines betreten“ (Upanishaden-Text).

Der Mensch ist nicht einem blinden Schicksal unterworfen, sondern hat die Gestaltung zukünftiger Leben selbst in der Hand. Er bestimmt sein Karma und damit die Kaste, in der er leben wird, mit ihren je eigenen kultischen und sozialen Vorschriften. Letztes Ziel aller Hindus ist die Erlösung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten, die sie als Auflösung des individuellen Seins verstehen, als Zustand des Nirvana, des „Nicht Seins“ im kosmischen Ur-sein, dem Brahman. Die Auflösung des individuellen Seins im Nirvana kann auf drei Wegen erreicht werden:

Der „Weg der Werke“ ist der älteste hinduistische Heilsweg nach der Weisung der Veden.
Der „Weg der Erkenntnis“, gelehrt von Yogi und Swamis (erleuchtete Meister), bewahrt den Menschen vor falscher Lebensweise und führt über die Meditation (Yoga) zur Auflösung.

Der 3. Weg, der „Weg der Hingabe“, ist die Verehrung einer bestimmten Gottheit, die Erlösung verspricht, wenn ihr Name ständig wiederholt wird. Diese Übung des „Mantra“ versetzt den Menschen in einen Zustand der Glückseligkeit, der Trance, die an körperlichen Erscheinungen gemessen werden kann.

Unter den zahlreichen von den Hindus verehrten Göttern sind drei von besonderer Bedeutung: Brahma, der Schöpfer „Gott“, meist mit vier Gesichtern dargestellt; Vishnu (auch in der Erscheinungsform des Krishna), der Bewahrer des ewigen Gesetzes, Retter und Erlöser, oft auf einer Schlange sitzend dargestellt, und Shiva, der Segnende und Zerstörer zugleich, dargestellt mit einem Halbmond in seinen Haaren.

Götter, Geister und Dämonen werden durch Opfer- und Zauberriten beschworen und in Tempeln, Bildern und Symbolen verehrt. Der indische Volks Hinduismus kennt eine Unzahl von Göttern und verehrt neben ihnen auch Menschen, Tiere, Pflanzen, das Feuer, die Erde und das Wasser der heiligen Flüsse Ganges und Indus. Als synkretistisches Religionsgemenge erlaubt der Hinduismus dem einzelnen Hindu sowohl den Polytheismus als auch den Monotheismus, den Pantheismus und Atheismus.

Große Bedeutung haben neben den „Priestern“, die aus der Kaste der Brahmanen kommen, die „Gurus“, geistliche Führer, die nach hinduistischer Vorstellung bereits erlöst sind und deshalb den Weg zur Erlösung am besten weisen können, die Sadhus, auch Fakire genannt, und die Yogi, Mönche, die in Klostergemeinschaften oder Einsiedeleien leben.  –  Wie die Buddhisten sind auch die Hindus in den westlichen Ländern aktiv missionarisch tätig. Der größte Hindu-Tempel Europas wurde in Hamm (Westfalen) gebaut.

In der esoterischen Medizin nimmt der Hinduismus vor allem in der Transzendentalen Meditation, beim Yoga und im Ayurveda einen festen Platz ein. Daneben sind zahlreiche Heilverfahren von hinduistischen Irrlehren inspiriert und durchsetzt.

Buddhismus

Der Gründer des Buddhismus, Prinz Siddharta Gautama (um 557 – 477 v. Chr.) lebte in Indien (heute Nepal).Weil er unter der hinduistisch brahmanischen Lehre vom Karma und dem Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) litt, verließ er mit 29 Jahren Frau und Kind und suchte die Einsamkeit auf, um Erlösung aus dem Samsara zu finden. In der „Nacht der Erleuchtung“ wurde ihm die Antwort geoffenbart, die er als Buddha (der Erwachte, der Erleuchtete) verkündete:

Das gesamte irdische Leben bringe Leid: Geburt, Tod, Alter, Liebe, Haß und Hoffnung. Ursache des Leides sei die „Anhaftung an die Welt“. Die Erlösung bestehe im absoluten Gleichmut, in der Überwindung aller positiven und negativen Leidenschaften und der Unwissenheit. Zu diesem Ziel führe der sog. Achtfache Pfad: Die Erkenntnis der „Vier edlen Wahrheiten“, d.h. die Erkenntnis der Vergänglichkeit und Leere, die rechte Moral: Wohlwollen und Güte und die rechte Meditation.

Vor allem in der Meditation müsse der Mensch die Nichtigkeit seines Lebens erkennen und durch Askese seinen Willen zum Leben und sein Ich Bewußtsein ersticken, sich selber also vernichten, um in die ewige Ruhe des Nirvana eingehen zu können, in das unpersönliche All.

Seit seiner Frühzeit hat der Buddhismus zahlreiche Veränderungen erfahren, wurde von den Buddha-Jüngern entweder als Lehre verstanden (Ceylon, Birma, Siam) oder als Kult, der Buddha vergöttlicht, ihm Tempel baut, in Figuren darstellt und in zahlreichen Kulten anbetet. In Indien wurde der Buddhismus mit dem Hinduismus gemischt, in China mit dem Taoismus, Konfuzianismus und den alten Naturreligionen, in Japan mit dem Shintoismus und in anderen asiatischen Ländern mit den jeweiligen polytheistischen Volksreligionen.  –  Im 1. Jahrhundert n. Chr. zerfiel der Buddhismus in die beiden großen Gruppen des Hinayana (Kleines Fahrzeug) und des Mahayana (Großes Fahrzeug).

Der Mahayana Buddhismus verehrt zahlreiche Götter und glaubt an die Wiedergeburt auch der Bodhisathvas, der Vollendeten, die als Erlöser die Massen zu belehren haben (China, Korea, Japan).
Im Westen wurde durch den Dalai Lama der tibetische oder „tantrische“ Buddhismus (Lamaismus) verbreitet. Dieser verspricht seinen Anhängern, Erleuchtung in einem einzigen Leben erlangen und damit aus dem Kreislauf der Wiedergeburten aussteigen zu können.

Was der Buddhismus lehrt, ist nicht Licht, sondern Finsternis, Verachtung der Welt und Verneinung des Lebens. Christentum und Buddhismus sind durch eine unüberwindbare Kluft getrennt:
Der Buddhist kennt den persönlichen GOTT nicht, den Schöpfer Himmels und der Erde, er kennt die göttliche Offenbarung nicht, den göttlichen Erlöser nicht und nicht die Glaubenswahrheiten, die dem Menschen von GOTT zur Entscheidung vorgelegt sind, damit er mit ihrer Bejahung und Befolgung das höchste Ziel erreicht: Das ewige Leben in der Gemeinschaft mit GOTT.
Für den Buddhisten ist das Nichts Basis aller Existenz. Für den Christen ist es das Sein.
Der Buddhist hat kein Verständnis für die grundlegenden christlichen Begriffe wie Seele, Gewissen, gut und böse, Sünde und Gnade.

Esoterische Heiler mischen buddhistische Elemente in ihre Heilverfahren: Die Irrlehre von der Wiedergeburt, der Selbsterlösung und die Erleuchtung   das Buddha Erlebnis   als erstrebenswertes „heilbringendes“ Ziel.

Die Missionsarbeit der Buddhisten, der Personenkult um den Dalai Lama und mangelndes Glaubenswissen haben das Denken vieler Christen von Grund auf verändert.

Taoismus

Taoismus ist die Lehre Laotses vom rechten Weg des Menschen nach dem ewigen Naturgesetz, dem Tao.
Li Bej jang – mit dem Ehrentitel Lao tse – lebte zwischen 570 und 490 vor Chr. in China. Seine Lehre schrieb er nieder im Dau dej djing, dem Buch „vom Weltgrund und der Tugend“. Dau ist gleichbedeutend mit Tao und bezeichnet das Urwesen, das Weltgesetz, Ausgang, Weg und Ziel allen Weltgeschehens, nicht wahrnehmbar, weil „ätherhaft“ beschaffen.

Nachdem sich der Taoismus mit Zauberei, Wahrsagerei, Alchemie und Astrologie verband, wurden in ihm seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. auch zahlreiche Götzen verehrt.

Bis heute ist die Volksreligion Chinas ein Gemisch von alten religiösen Vorstellungen, verbunden mit Schintoismus, Taoismus, Konfuzianismus und Buddhismus, die zugleich spirituelle Grundlage der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind.

Konfuzianismus

Konfuzianismus ist die Lehre des Kung fu tse = Meister K’ung, der als Zeitgenosse Lao tses von 551 – 479 v. Chr. in China gelebt hat.
Nach Konfuzius (latinisiert) ist das All mit sämtlichen Einzelerscheinungen von der Kraft Tao durchdrungen. K’ung lehrte:
Der Mensch ist von Natur aus gut. Wenn er durch seine Leidenschaften oder Verführungen verdorben worden ist, kann ihn die Pflege des „tao“ wieder auf den rechten Weg zurückführen.

Konfutse fordert Unterordnung und Harmonie mit den kosmischen Gesetzen, deren Ordnung abhängig ist von der Erfüllung täglicher Pflichten. Übeltäter stören die kosmische Ordnung. Ziel der Menschheit ist „das goldene Zeitalter“, in dem alle Menschen Tschung Yung, die „richtige Mitte“ leben, d.h. in Harmonie mit dem Kosmos und untereinander.

Später verschmolz der Konfuzianismus mit der alt chinesischen Vorstellung, alle Naturvorgänge ließen sich aus dem Zusammenwirken der beiden kosmischen Kräfte Yang und Yin erklären. Yang sei die männliche Kraft der Helligkeit, Wärme, Trockenheit und Höhe, Yin die weibliche Kraft der Dunkelheit, Kälte, Nässe und Tiefe.
Die Irrlehre von Yang und Yin ist wesentliches Element zahlreicher esoterischer Heilverfahren.

Schintoismus

Das japanische Wort Schin-to bedeutet „Weg der Ahnen“ und „Weg der Götter“. Diesen Weg als Vorbild zu gehen, ist das Ideal der Schintoisten. Sie verbinden Ahnen, Götter, Natur- und Heldenkult. Die Schintoisten kennen 800 Myriaden Götter. Alles ist von ihnen bewohnt und wird verehrt, selbst triviale Gebrauchsgegenstände des Alltags von der Nähnadel bis zum Abort. Neben den Berg-, Fluß-, Erd-, Berufs-, Tier-, Pflanzen- und anderen Göttern kennen die Schintoisten harmlose und böse Geister. Menschen, die Großes für ihr Volk getan haben, Nationalhelden, Kriegshelden, Rebellen können in die Welt der Götter aufsteigen, ebenso Schamanen und „Heiler“.

Schamanen heilen Krankheiten durch besondere Reinigungsrituale, da jede Krankheit als Folge böser Taten gedeutet wird. Als „Heiler“ bringen sie die göttliche Lebenskraft zurück, die nicht mehr wirken kann, wenn Sünden den Spiegel der Seele wie Staub bedecken, durch den die Strahlen der „göttlichen“ Sonne nicht mehr dringen können.

Schamanen rufen, gestützt von Trommeln und Glocken, die Seelen der Ahnen herbei, sagen die Zukunft voraus und setzen bei ihren Ritualen Farben ein:
Rot als Farbe der Harmonie und der Priester. Weiß bedeutet Ekstase und Vereinigung mit den Schutzgöttern, gelb schöpferische Kraft. Blau ist die Farbe der Lebenskraft, und schwarz symbolisiert den Ur-Anfang und das Paradies. Schintoisten fühlen sich Pflanzen und Tieren verwandt. Mit ihnen suchen sie Harmonie und mystische Verbindung. Den Ahnen bauen sie Opferaltäre, Schreine und Tempel. Familien  und Sippen Ahnen werden um Hilfe und um Vergebung der Sünden angerufen.

Göttliche Verehrung wird auch dem Kaiser erwiesen, der als Nachkomme der Sonnengöttin gilt. Er ist „Mikado“ = die hohe Pforte, „Himmelskönig“ oder „Tenno“ = Himmelsherr. Der Kaiserpalast und die Kaisergräber gelten als Heiligtümer.

In den Göttertempeln werden die als anwesend gedachten Götter unter Symbolen dargestellt: Spiegel, Schwerter, grüne Zweige u.a. Ihnen werden von den „Kanuschi“, den Götterbeamten, in langwährenden Zeremonien vor allem Geld und Nahrungsmittel als Opfer dargebracht.
Seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. wurde der Schintoismus gemischt mit buddhistischer und taoistischer Spiritualität. Bis heute gehören die meisten Japaner mehreren Religionsgemeinschaften gleichzeitig an.
Schintoistische Elemente finden sich vor allem in schamanischen und magischen Heilverfahren.

Schamanismus

Der Schamanismus ist keine Religion, sondern ein Geisterkult. Schamanismus beruht auf der Erfahrung, daß von Geistern in Besitz genommene Menschen paranormale Erkenntnisse und Fähigkeiten zeigen und in ekstatischen Zuständen (Trance) Geister in ihren Dienst zu stellen vermögen.

In heidnischen Kulturen nehmen Schamanen (Männer und Frauen) von der Frühzeit an als Mittler zwischen Menschen und Geistern eine zentrale Stellung ein. Sie haben vor allem die Aufgabe, Krankheiten zu heilen, die – so der Glaube – von bösen Geistern bewirkt worden sind, nachdem sie die Seele des Patienten in Besitz genommen haben. Schamanen versuchen als „Geistheiler“ die Seele des Kranken in den Körper zurückzuführen   durch Verhandeln mit den Geistern, durch List und Versprechen von Opfergaben, oder die Krankheitsgeister aus dem Körper zu vertreiben und zu bannen.

Schamanen werden „berufen“ und „eingeweiht“:

In der Regel zeigt sich schon in der Kindheit, ob jemand zum Schamanismus berufen ist. Er leidet unter der sog. Schamanenkrankheit: Fieberanfälle, ekstatisches Tanzen bis zur Erschöpfung, Visionen von Quälgeistern in Tiergestalt, unartikulierte Schreie und andere Merkmale bzw. Symptome, wie sie auch bei Besessenen beobachtet werden.

In tiefer Bewußtlosigkeit (Trance), Bewegungslosigkeit oder Starre erlebt der Berufene seine Entführung in die Unterwelt, wo sein Körper in grausamster Weise zerstückelt, neu zusammengesetzt und mit „neuen Augen“ ausgestattet wird. Der Schamane vermag mehr und anders zu sehen als der gewöhnliche Mensch.

Sobald der Berufene erwacht, folgt eine mehrjährige Ausbildung bei einem erfahrenen Schamanen und durch Geister, die sich als „Herren“ von Pflanzen und Tieren vorstellen und die Unterscheidung verschiedener Krankheitsgeister, d.h. Diagnose  und Heilverfahren lehren.

Bei der Einweihung (Initiation) geschehen die Übertragung der Heilkraft und anderer paranormaler Fähigkeiten und die „Possession“, die Inbesitznahme des Schamanen durch seinen „Schutz  oder Heilgeist“, der sich eines oder mehrerer Hilfsgeister bedienen kann.

Nach der Initiation wird der Schamane als Doppelnatur verehrt und geachtet, halb Mensch, halb Geist und ausgestattet mit Fähigkeiten, wie sie bei Besessenen beobachtet werden: Hellsehen, Vorausschau und Rückschau in die Vergangenheit, Telepathie, Visionen, übermenschliche Kräfte und wunderbare Heilfähigkeit.

Schamanen beherrschen die „kontrollierte Ekstase“, d.h. sie können die Trance herbeiführen und auch beenden. Hilfen zur Auslösung sind aufreizende Instrumente wie Trommeln und Rasseln, gleichförmige Körperbewegungen, Hyperventilation, Fasten, monotones Rezitieren bestimmter Wörter, Meditation bzw. Konzentration auf die Kontaktaufnahme mit Geistern, rasende Tanzerei, Drogen, Alkohol, Halluzinogene und andere Gifte.

In Seancen, den Heilungsritualen, tragen Schamanen die Tracht und Maske ihres „Schutzgeistes“, entweder ein Elch-, Hirsch- oder Ren- Kostüm mit Geweihstangen als Kopfaufsatz oder ein Vogelkostüm mit Federn, langen Stoff  oder Lederstreifen und klirrenden Glasperlen am Schuhwerk.

Augenzeugen berichten übereinstimmend, daß sie die Seancen als beklemmend, düster, unheimlich erlebt haben und die Schamanen als gequälte, ernste, leidende, versklavte Menschen, in ständigen Erschöpfungszuständen, hager, introvertiert und ausgesprochen finster.

Der Schamanismus wird hauptsächlich in Nord- und Zentral- Asien, Nord- und Südamerika, Ozeanien, Australien und Afrika praktiziert – mit zahlreichen lokalen Modifikationen. In Deutschland wird er seit den 1980er Jahren von esoterischen Heilern als Diagnose- und Heilverfahren angewandt – mit wachsender Bedeutung. Die Zahl schamanischer Zirkel ist kaum noch zu überschauen.

Spiritismus

Das Wort Spiritismus leitet sich ab aus dem lat. „spiritus“ (Geist) und bezeichnet den Verkehr mit Geistern und Verstorbenen, Geisterglaube und Geisterkult. Spiritismus ist so alt wie die Menschheit, läßt sich in allen Kulturen nachweisen und wird auch heute noch ausgeübt von Schamanen, Medizinmännern, Zauberern, Hexen, Yogis, Fakiren und im Westen von Esoterikern, Okkultisten und Satanisten.

Spiritismus wird bereits im Alten Testament und anderen historischen Dokumenten belegt:
Saul befahl der Spiritistin von Endor: „Hole mir Samuel herauf!“ Als die Frau den Samuel erblickte, schrie sie laut auf …. und sprach zu Saul: „Ein gottähnliches Wesen sehe ich aus der Erde aufsteigen…“ (1. Sam 28).

Valenz, der oströmische Kaiser (364-378 n. Chr.) ließ die beiden Spiritisten Hillarius und Patricius hinrichten, weil sie zu ermitteln versucht hatten, wann er sterben und wer sein Nachfolger sein würde. Unter Folter gestand Hillarius: „Wir fertigten ein hölzernes Tischlein an und stellten es in einen Kessel hinein, auf dessen Rand die Buchstaben des Alphabetes eingraviert waren. Auf unsere Frage rührte das Tischlein an die Buchstaben in der Reihenfolge, aus der sich die Antwort ergab. Als wir die Frage aufwarfen, wer dem erhabenen Valenz in der Herrschaft folgen würde, kamen die Buchstaben T H E O. Kaum war der letzte Buchstabe erschienen, als einer der Anwesenden ausrief, das sei Theodorus, worauf wir überzeugt waren, daß dieser es sei und dann unsere Fragen einstellten“ (R. Kriese, Okkultismus im Angriff, S. 117).

Dieses „Tischerücken“ wird heute noch praktiziert:
In einem Schreiben aus dem Jahr 2003 an die Vereinigung zum Schutz schwacher und hilfloser Menschen berichtet H. Fischer:

„Ein kleines rundes Tischchen, welches an einem Bein einen Bleistift angebunden hatte, wurde auf ein Blatt Papier auf einem größeren Tisch gestellt, Wir vier Teilnehmer mußten nun unsere Hände über das kleine Tischchen halten und zusammen immer denselben Spruch wiederholen. Als das Tischchen plötzlich anfing, sehr heftig zu zittern und ein elektrischer Stromschlag durch meine Hand fuhr, bekam ich Panik und betete inbrünstig ein Ave Maria. Sofort hörte das Tischchen auf zu rücken und blieb den ganzen Abend still, obwohl es die anderen Teilnehmer immer wieder versuchten. Auf dem Nachhause Weg hörte ich laute, schrille, kreischende, aber auch dumpfe Stimmen. Ich fragte meinen Mann, der mich mit dem Auto abgeholt hatte, ob er diese Stimmen auch höre. Er verneinte. Diese Stimmen waren so fürchterlich, daß ich dachte: Ich werde wahnsinnig. Das halt ich nicht mehr aus, wenn das so weitergeht. Ich begann flehentlich zu beten. Nach einer Stunde etwa waren die Stimmen nicht mehr zu hören“ (Archiv).

Dem Tischrücken ähnlich sind das Glasrücken, das automatische Schreiben (bei dem die Hand eines Mediums zum Schreiben gezwungen wird), das Pendeln und „Rutengehen“. Andere spiritistische Phänomene sind: Telekinese (Fernbewegung von Gegenständen, ohne sie zu berühren), Astral-Reisen (Exkursion der Seele aus dem Körper in eine „feinstoffliche Welt“), Translokation (plötzliches Verschwinden einer Person und Auftauchen an einem anderen Ort), Apporte (plötzliches Auftauchen von Gegenständen), Deporte (plötzliches Verschwinden), Levitation (Schweben und Fliegen), Spuk-Erscheinungen (Poltergeister), Konversation mit Geistwesen, Visionen (Erscheinungen von Geistern), Audition (Hören von Stimmen) und automatisches Sprechen (Glossolalie=Zungenreden), Phänomene, die auch bei Besessenen beobachtet werden.

Allen spiritistischen Praktiken gemeinsam ist die Erfahrung, daß der Mensch mit Geistern in Verbindung treten und über physikalische Medien (Tisch u.a.) oder „sensitive“ Menschen Mitteilungen von Geistern erhalten kann.
Spiritismus zeigt sich in vielen Ausprägungen: Vom Schamanismus der Sammler und Jäger über Nekromantie (Totenbefragung) der alten Griechen bis zum Umbanda- und Macumba-Kult in Brasilien heute.

Über die Esoterik ist der Spiritismus in unserer Zeit zu einer Massenbewegung geworden. In der esoterischen Medizin werden Geister verstorbener Heiler beschworen (Bruno Gröning u.a.), mit Hilfe von Geistern werden Operationen durchgeführt (Geist-Chirurgie), über Glossolalie (Zungenreden) und Xeno-Glossie Botschaften in Fremdsprachen empfangen und „Heilkräfte“ von einem Geistführer“ über einen „Heilungskanal“ (Heiler) vermittelt.

Spiritistische Praktiken führen zu schweren seelischen Störungen, Verwirrtheits-Zuständen, Psychosen, Persönlichkeitsspaltungen und nicht selten zu Umsessenheit und Besessenheit. Eine Form des Spiritismus ist der Spiritualismus, der ausschließlich die Geister biblischer Gestalten und großer religiöser Persönlichkeiten (Heilige) beschwört und in seinen Dienst stellt und Heilungen dem HEILIGEN GEIST als „Heilgeist“ zuschreibt.

Magie, Fetischismus, Hexerei

Eine wachsende Zahl von Menschen setzt ihre Hoffnung in Krankheit und Leid auf magische Praktiken. Das Wort „Magie“ leitet sich vom griechischen „mageia“ ab und bedeutet „Zauberkunst“.

Nach magischen Vorstellungen ist die belebte und unbelebte Natur von verborgenen, übernatürlichen Kräften, von Geistwesen bewohnt, die positiv oder negativ wirken und vom Menschen in den Dienst genommen werden können. „Heil-Magie“ ist eine Handlung dann, wenn sie die übersinnliche Welt beeinflussen, sie lenken und dienstbar machen will, um Krankheiten zu heilen. Esoteriker üben Heil-Magie aus, wenn sie über „kosmische Heil-Energie“, über „feinstoffliche“ Strahlen, Schwingungen, Vibrationen mittels bestimmter Techniken verfügen wollen (Reiki, Geistheilung u.a.).

Der „Fetischismus“ schreibt leblosen oder künstlich hergestellten Gegenständen, Figuren (in Menschengestalt) oder Steinen außerordentliche Kräfte als Wohnstätte von Geistern zu:

Amulette (Anhänger mit Geheimzeichen) und Talismane (Bilder oder Gegenstände, oft am Körper getragen) sollen Unglück abwehren, „Kettenbriefe“ (auch als „Gebetsbriefe“ getarnt), „Himmelsbriefe“ und „Himmelsbotschaften“ Glück und Erfolg bringen, „Besprechungen“ (Brauchung, Böten) Krankheiten heilen, „Beschwörungen“ böse Geister bannen, „Verwünschungen“ Menschen Schaden zufügen, durch „Liebeszauber“ Liebe gewonnen, durch „Abwehrzauber“ schädigende Einflüsse unwirksam gemacht, durch „Analogiezauber“ zahlreiche Ziele erreicht werden: Wasser ausschütten z.B. soll Regen hervorbringen, das Durchbohren eines Fotos oder Bildes dem Abgebildeten den Tod bringen usw.

Unter den „Zaubersprüchen“ und Sammlungen von Anleitungen zu Magie und Zauberformeln sind „das 6. und 7. Buch Mosis“ aus dem 16. Jahrhundert am bekanntesten. Mit den „fünf Büchern Moses“ des Alten Testamentes hat dieses Zauberbuch nichts gemein.

Verführte Menschen entschuldigen ihr magisches Tun oder die Inanspruchnahme magischer Praktiken mit der Erklärung, es handle sich ausschließlich um „Weiße Magie“, die nur Gutes bewirken wolle. Die „Schwarze Magie“ dagegen bediene sich der Dämonen, um Schaden zuzufügen.
„Weiße Magie“ tarnt sich nicht selten religiös und ist deshalb doppelt gefährlich:

Unter den Christen sind vornehmlich Orthodoxe und Katholiken anfällig für magische Praktiken,
wenn sie religiöse Symbole, Sakramentalien oder die Sakramente mißbrauchen und über die von GOTT geschenkten „Zeichen mit Gnadenwirken“ eigenmächtig verfügen, d.h. GOTT  – vornehmlich den HEILIGEN GEIST – Engel, Heilige oder die Seelen Verstorbener in ihren Dienst zu nehmen versuchen, das Kreuz z.B. als Abwehrzauber und die Handauflegung als Heilzauber mißbrauchen.

Diese „frommen“ magischen Praktiken werden im Alten und Neuen Testament scharf verurteilt und mit göttlichen Strafen bedroht. Weiße Magie ist immer Schwarze Magie!

Der Mensch kann nicht über GOTT oder göttliche Kräfte verfügen. Wagt er es dennoch, macht er sich schwer schuldig gegen das 2. göttliche Gebot, das Ehrfurcht gebietet: „Du sollst den Namen GOTTES heilighalten!“ Der Name GOTTES ist Offenbarung Seines göttlichen Wesens. Der Name GOTTES repräsentiert IHN selber.

Menschen, die „Schwarze Magie“ betreiben, werden auch „Hexe“ oder „Hexer“ genannt. Immer mehr Menschen vertrauen sich in Krankheit und Not Hexen an oder lassen „Hexenbannungen“ vornehmen, um „Verhexungen“ unwirksam zu machen. Tonnenweise wird aus Ostasien „Teufelsdreck“ (Asa Foetida), eine übelriechende Masse, importiert.

Hexen bieten in Zeitungsanzeigen ihre Dienste an. Die Massenmedien haben das Thema Hexerei als Quotenbringer entdeckt. Spezialgeschäfte für Hexenbedarf öffnen ihre Tore, „Hexen Konvente“ geben eigene Mitteilungsblätter heraus, z.B. den „Wicca Brief“, das“ Magazin für Hexenglauben“, oder „Abraxas“, das Organ des „Yggdrasil-Kreis e.V.“, der als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt ist und in Wahrsagerei, Astralwandern und „Magia Sexualis“ einführt. Hexen organisieren Zusammenkünfte bei Vollmond und an geheimen Orten (z.B. verlassene Steinbrüche).

Manche Feministinnen bezeichnen sich stolz als „Hexen“, weil sie die Hexerei, die in der Geschichte vornehmlich von Frauen ausgeübt wurde, als Symbol weiblicher Macht deuten.

Als Erkennungszeichen der Hexerei dient häufig der sog. „Hexenfuß“, auch als „Friedenszeichen“ bekannt, ein auf dem Kopf stehendes, unten abgewinkeltes Kreuz, auch „Todesrune“ oder „Nero-Kreuz“, weil es von Kaiser Nero entworfen wurde als Zeichen seiner Verachtung des Kreuzes JESU CHRISTI.

Erfahrene Seelsorger beobachten, daß magische Praktiken in den Machtbereich der Dämonen führen, verbunden mit Depressionen, Neurosen, Psychosen, Wahn- und Suicid-Vorstellungen bis zu Umsessenheit und Besessenheit, die allein durch Gebet und/oder Exorzismus geheilt werden können.

Umsessenheit und Besessenheit

Schamanen, Spiritisten, Magier, Channeler, Geistheiler und andere „Heiler“ zeigen oft die klassischen Merkmale einer Um- bzw. Besessenheit. Nahezu alle esoterischen Heilverfahren können dämonische Belastungen auslösen. Als „Possession“ wird eine Besessenheit gewollt herbeigeführt bei schamanischen, spiritistischen und magischen Techniken, unbeabsichtigt durch Übertragung z.B. bei der Handauflegung von Wunder- und Geistheilern oder als „Nebenwirkung“ bei Meditationstechniken, Rebirthing, Reinkarnationstherapie u.a. Heilpraktiken.

Die Begriffe Umsessenheit und Besessenheit sind nicht einheitlich definiert. Exorzisten sprechen dann von Besessenheit, wenn ein oder mehrere Dämonen vom Körper eines Menschen Besitz ergriffen haben. Besessenheit ist ein körperliches Phänomen, kein seelisches wie beim gewöhnlichen Wirken Satans durch Versuchung oder Verführung zur Sünde. Bei der Umsessenheit wirken die Dämonen von außen, belagern sozusagen „die Stadt“. Mit der Besessenheit nehmen sie „die Stadt“ ein.

Daß es Besessenheit gibt, ist in der Bibel vielfach bezeugt: ,,Meister, ich habe meinen Sohn zu Dir gebracht, der von einem stummen Geist besessen ist. Er packt ihn bald da, bald dort und zerrt ihn hin und her; dabei kommt ihm der Schaum vor den Mund, er knirscht mit den Zähnen und liegt in Erstarrung.“ Sie brachten ihn zu IHM. Und sobald er IHN sah, schüttelte ihn der Geist; er stürzte zu Boden und wälzte sich schäumend. Da fragte ER dessen Vater: „Wie lange ist es schon her, daß ihm das widerfährt?“ „Von Kindheit an“, erwiderte er (Mk 9,17 22).

Aus Maria Magdalena hat CHRISTUS sieben böse Geister ausgetrieben (Mk 16,9). Und Lukas berichtet:
 In der Synagoge befand sich ein Mann, der von einem unreinen Dämonengeist besessen war, der schrie mit lauter Stimme: Ha, was willst du mit uns, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!‘ Da wies ihn JESUS zurecht und rief: Verstumme und weiche aus ihm!‘ Der böse Geist schleuderte ihn vor aller Augen hin und her und fuhr von ihm aus, ohne ihm irgendwie zu schaden. Da kam ein Erschauern über alle, und sie sagten zueinander: Was bedeutet dies, daß er den unreinen Geistern mit zwingender Macht befiehlt, und sie fahren aus?‘ “ (Lk 4,33 36).

An 23 Stellen wird im Neuen Testament über die Dämonen als „böse Geister“, „böse Engel“, „unreine Geister“ berichtet. Die christliche Theologie hält an der Existenz Satans und seines Anhangs, der dämonischen Mächte und Gewalten, fest:

GOTT hat unsichtbare Wesen mit Erkenntnis und freiem Willen erschaffen, die Engel. Unter der Führung „Luzifers“ fiel ein Teil der Engel von GOTT ab. Seit ihrem Sturz auf die Erde versuchen der Satan (Luzifer) und seine Dämonen, ihren unheilvollen Einfluß auf die Menschen auszuüben. Ihre Einwirkung hat viele Formen: Versuchungen, Verführung, dämonische Belästigungen, dämonische Erscheinungen, dämonische Ekstasen, Umsessenheit und Besessenheit.

Im Laufe der Menschheitsgeschichte sind Fälle von Besessenheit bis in unsere Zeit glaubwürdig bezeugt. Im Neuen Testament kommt der griechische Ausdruck für Besessenheit („Diamonizesthai“) 13mal vor. Rund 50mal berichten die Evangelisten von Exorzismen (Teufelsaustreibungen), die JESUS selber vornahm: „Der Sohn GOTTES ist dazu erschienen, daß Er die Werke des Teufels vernichte“ (1. Joh. 3,8).

Jeder erfolgreiche Exorzismus zeugt von der Macht JESU über Satan und seine Dämonen. Dem Machtwort JESU muß jeder Dämon weichen: „Ich gebiete dir, fahre aus von ihm, und kehre niemals mehr in ihn zurück!“ (Mk. 9,26).

Wie dem göttlichen Exorzisten, so muß jeder Dämon auch den Jüngern JESU gehorchen: „Heilt Kranke …. und treibt die bösen Geister aus!“ gebot JESUS Seinen Aposteln (Mt 10,8). „In Meinem Namen werden sie Teufel austreiben  (Mk 16,17).

Zuerst sind die Apostel und ihre Nachfolger, die Bischöfe, beauftragt. Ihnen ist die größte Macht über den Satan und seinen Anhang gegeben. Sie spenden den feierlichen Exorzismus als Sakramentale. Dann die Priester, die von den Bischöfen beauftragt sind. Aber auch alle Getauften, die an JESUS als den Sohn GOTTES glauben: „Als Zeichen aber werden denen, die glauben, diese folgen: In Meinem Namen werden sie böse Geister austreiben!“ (Mk 16,17).

Niemals darf der Austreibungsbefehl „im Namen JESU“ wie eine magische Formel mißbraucht werden. Die Dämonen sind gefährliche Gegner und dem Menschen weit überlegen:

„Einige der herumziehenden jüdischen Teufelsbeschwörer versuchten, über die von bösen Geistern Besessenen den Namen des HERRN JESUS anzurufen, indem sie sagten: ‚Ich beschwöre euch bei Jesus, den Paulus verkündet.‘ Es waren sieben Söhne des jüdischen Oberpriesters Skevas, die es taten. Aber der böse Geist erwiderte ihnen: ‚JESUS kenne ich, auch Paulus ist mir wohlbekannt. Wer aber seid denn ihr?‘ Damit stürzte sich der Mensch, in dem der böse Geist war, auf sie, überwältigte alle miteinander und ließ seine Macht an ihnen derart aus, daß sie nackt und wund aus jenem Hause flohen. Dies wurde allen Juden und Heiden, die in Ephesus wohnten, bekannt, und Furcht kam über sie alle. Der Name des HERRN JESUS aber kam hoch zu Ehren“ (Apg 19,13 18).

Der Exorzismus ist ein an Satan und seine Dämonen gerichteter Befehl, Menschen (Tiere oder Gegenstände) zu verlassen. Der Exorzist befiehlt in der Autorität JESU. Dabei genügt es, den Befehl mental, also nur in Gedanken, zu sprechen.
Durch jeden Exorzismus wird der einwohnende Dämon geschwächt. Dagegen lehnt er sich eine Zeitlang heftig auf. Nur in den seltensten Fällen genügt ein einziger Exorzismus.

Erfahrene Exorzisten machen die Beobachtung, daß die Befreiung eines von einem Dämon, oft auch von mehreren bösen Geistern besessenen Menschen heute mehr Zeit in Anspruch nimmt als früher, Satan und seinem Anhang also offenbar mehr Macht gegeben ist.

Heilungsbewegungen

Die Neugeistbewegung

Von dem amerikanischen Arzt Dr. Phineas Parkhurst Quimby 1843 gegründet, lehrt die „Neugeistbewegung“, daß im Menschen durch geistige Schulung höhere Kräfte geweckt werden könnten. Ziel ist die Herrschaft des Geistes über die Materie.
Jesus sei der erste neugeistliche Weltlehrer gewesen. Quimbys Jünger betrachten sich als „esoterische Christen“, nehmen aber auch Nicht Christen in ihre Bewegung auf, die in Christus nur einen großen Weltenlehrer sehen.
Die Neugeistbewegung erstrebt Harmonie und Einheit mit Gott, um Gesundheit, Frieden und Freude zu erlangen. Sie lehrt, durch Affirmation, Konzentration, Meditation und Kontemplation könne die Seele mit geistiger Energie geladen werden, die als „spirituelle Lichtkraft“ die ganze Erde durchstrahlen soll.

Der Mensch sei dann fähig zu Nah- und Fernheilung durch Gebet und Handauflegung. Er erhalte diese Kraft durch geistige Übungen und Einhalten bestimmter Ernährungs-, Kleidungs- und Wohnregeln.

Die Christliche Wissenschaft

Gegründet wurde die „Christian Science“ (Christliche Wissenschaft) 1876 von Mary Baker Eddy (1821 1910). Ihre Anhänger sind auch als „Gesundbeter“ bekannt. Wie Dr. P.P. Quimby, Gründer der Neugeistbewegung, glaubte Eddy, alle Krankheiten könnten allein geistig geheilt werden, weil sie nicht real existierten, sondern nur irriges Denken seien. Ihre Behauptung, beim Bibellesen plötzlich „durch den Geist, durch eine der Seele innewohnende Kraft“ geheilt worden zu sein, wurde von ihrem Arzt, Dr. Cushing, als Lüge enttarnt.

1881 gründete Eddy zusammen mit ihrem 3. Mann, Asa Gilbert Eddy, in Massachusetts das „Metaphysical College“, eine Lehranstalt für geistige Heilkunde. In Deutschland wurde die „Christian Science“ bekanntgemacht von der Lehrerin Maria Schön. Die „Christliche Wissenschaft“ ist weder wissenschaftlich noch christlich. Sie leugnet die Göttlichkeit JESU CHRISTI und die Dreieinigkeit GOTTES. Schulmedizinische Behandlung und die wissenschaftliche Medizin lehnt sie ab, da Gesundheit allein durch „geistige Einsicht“ erreichbar sei und erhalten werden könne.

Die Pfingstbewegung

Die Pfingstbewegung begann, als 1901 auf 12 Studenten der von C.F Parham gegründeten Bibelschule in Topeka “der Geist ausgegossen wurde“, worauf alle „in Zungen redeten“. Seitdem gilt das Zungenreden in der Pfingstbewegung als das biblische Zeichen der „Geisttaufe“.

Als weltweite Bewegung nahm die Pfingstbewegung ihren Anfang, nachdem W.J. Seymour, ein Schüler Parhams, um die „Geisttaufe“ gebetet hatte und am Osterfest 1906 auf die „Kirche des Nazareners“ in Los Angeles „Feuer vom Himmel fiel“, worauf viele der Versammelten „in Zungen redeten“, weissagten und auf den Rücken geworfen wurden:

„Drei Tage und drei Nächte jauchzten sie. Es war Ostern. Von überall kamen die Leute. Am anderen Tag war es unmöglich, in die Nähe des Hauses zu kommen. Wer trotzdem ins Haus gelangen konnte, fiel unter die Kraft Gottes (zu Boden) …. aber es wurde keiner verletzt. Männer und Frauen wurden unter die Macht niedergeworfen rings in der Halle“ (W.J. Hollenweger, Enthusiastisches Christentum, S. 207).

„Es kam über mich ein Schüttelfrost. Auch füllte sich mein Hals, und es war, als ob ich mich verschluckt hätte; dann sank ich um und lag hilflos am Boden. Nun fing meine Zunge an zu arbeiten, und ich stammelte fremde Worte. So lag ich über zwei Stunden da und wußte alles, was vorging, konnte mich aber nicht bewegen. Endlich kam meine Kraft wieder, und ich ging nach Hause“ (P. Fleisch, Geschichte der Pfingstbewegung in Deutschland von 1900-1950, S. 24).

„Dieselbe Kraft, welche mir die Zungen gegeben hatte, bemächtigte sich meiner Hände und leitete mich …, sie in einiger Entfernung auf dem Leib eines Kranken auf und nieder zu bewegen und in dem anderen Fall auf das Haupt zu legen. In jedem Fall strömte eine mächtige Kraft von Feuer und Leben in den Kranken ein und bewirkte dessen Heilung“ (Hollenweger, a. a. O. S. 15).

„Viele kamen nur aus Neugier … Sogar Spiritisten und Hypnotiseure kamen, um uns auszukundschaften und suchten ihren Einfluß unter uns geltend zu machen …“ (F. Bartleman, Feuer fällt in Los Angeles, S. 8). „Viele Missionare, die in Afrika, Asien oder Europa gearbeitet hatten, und viele Prediger … eilten nach Los Angeles, um …. das ’Feuer’ in ihre Heimatgemeinden weiterzutragen. Auf diese Weise verbreitete sich die ’Pfingsterweckung’ überall im Land und über die Grenzen hinaus“ (W. Bühne, Spiel mit dem Feuer, S.25).

Nach drei Jahren war in Los Angeles das „Feuer“ erloschen. Über die „Geistestaufe“ empfing Schwester Rubly folgende Vision:
„Die Teufel berieten, was zu tun sei. Endlich fand ein sehr verkrüppelter Dämon die Lösung: Gebt ihnen eine Geistertaufe in ein ungeheiligtes Leben!‘ Alle Dämonen klatschten in die Hände und schrien vor Vergnügen“ (
Hollenweger, a.a.O. S. 27).

Von Los Angeles trug der Methodist Th. B. Barret „das Feuer“ nach Norwegen, nachdem ihm die Hände aufgelegt worden waren. In Barrets Versammlungen erlebte Emil Meyer, Leiter der Strandmission in Hamburg, daß ein 18-jähriges Mädchen anfing, „mit Kopf, Gesicht und Schultern zu zucken. Beim Gebet wurden Beben und Zucken heftiger, sie klapperte mit den Zähnen“ (Fleisch, a.a.O. S.33).

In der Wohnung Barrets erlebte Meyer eine Pfingstlerin, die zu Boden geworfen wurde: „Ihr Innerstes fing an zu schreien. Es war ihr, als ob sie nicht selbst geschrieen hätte, als ob es eine andere Macht gewesen wäre (ebda S.35).
Meyer bat diese Pfingstlerin, zusammen mit ihrer Schwester nach Hamburg zu kommen, um „das Feuer“ in seine Gemeinde zu tragen. Von Hamburg aus wurden die Schwestern im Juli 1907 nach Kassel gerufen.

Während der einwöchigen Bibelwoche im Blaukreuzheim stürzten Teilnehmer zu Boden „unter stets zunehmenden krampfhaften Bewegungen“. Der Prediger Dallmeyer wurde „emporgehoben und mußte Halleluja rufen“. Seine Frau „sah eine Wolke, die sich auf sie legte … und hörte Stimmen“ (Fleisch, a.a.O. S. 40).

Während der Bibelwoche wurden die Vorfälle immer dramatischer. Augenzeugen berichteten:
Es gab auch peinliche Situationen, wenn z.B. eine Frau im Fallen ihre Bluse dermaßen zerriß, daß man mehr vom Hemd als von der Bluse sah, oder eine andere so unanständig fiel, daß man, um ihre Kleider in Ordnung zu bringen, eine Frau herzurufen mußte.

Ein junges Mädchen, das unter dem Geist der Bewegung stand, wurde getrieben, sich in Gegenwart anderer in ihrer Wohnung zu entkleiden. Ein anderes umschlang einen fremden Mann …
Ein Hauptzungenredner fing in der Ekstase an, mit der Bibel, die er gerade in der Hand hielt, auf eine vor ihm sitzende Frau loszuschlagen, so daß sie erschreckt weglief…
Ein Pastor zischte wie eine Schlange und wandte sich einer Schlange gleich auf dem Boden zwischen den Stühlen der Zuhörer durch“ (ebda S. 43).

Die Bibelwoche in Kassel mußte von der Polizei aufgelöst werden. Ihre „Geistestaufe“ aber wurde von Teilnehmern in andere Gemeinden weitergetragen, begleitet von Phänomenen wie Levitation (Schweben), Weissagungen, Rückwärts-Fallen, Zungenreden u.a.
Kritiker beurteilen die „Geistestaufe“ als „dämonisch bewirkte Geistertaufe“.
„Der die Menschen fallenmachende Geist muß ein fremder Geist sein“ (J. Rubanowitsch in seiner Warnschrift „Das heutige Zungenreden“, S.13).

Auf der ersten „Zungenredenkonferenz“ in Deutschland (1908) wurde das Zungenreden folgendermaßen erklärt:
„Zungenreden wird, wie Irrenärzte nachgewiesen haben, auch durch Geisteskrankheit hervorgebracht, wahrscheinlich auch durch Dämonen. Das beweist nur, daß eine Leitung im Gehirn vorhanden ist, durch die solches Werk getan wird. Warum sollte dies nicht erst recht die göttliche Kraft nutzen?“ (Fleisch, a.a.O. S. 79).

Eindeutige Stellung gegen die Geisttaufe bezog 1909 die sog. Berliner Erklärung der „Gemeinschafts- und Allianzbewegung“. Sie verurteilte die Irrlehren und Praktiken der Pfingstbewegung als nicht von GOTT gewirkt. Wörtlich heißt es u.a. in der Berliner Erklärung:

„Die sog. Pfingstbewegung ist nicht von oben, sondern von unten. Sie hat viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein. Es wirken in ihr Dämonen, welche, vom Satan mit List geleitet, Lüge und Wahrheit vermengen, um die Kinder GOTTES zu verführen. In vielen Fällen haben sich sog. Geistbegabte nachträglich als besessen erwiesen.
An der Überzeugung, daß diese Bewegung von unten her ist, kann die persönliche Treue und Hingebung einzelner führender Geschwister nicht irremachen, auch nicht die Heilungen, Zungen, Weissagungen usw., von denen die Bewegung begleitet ist. Schon oft sind solche Zeichen mit ähnlichen Bewegungen verbunden gewesen, z.B. mit dem Irvingianismus, ja selbst mit der christlichen Wissenschaft (Christian Science) und dem Spiritismus.

Der Geist in dieser Bewegung bringt geistige und körperliche Machtwirkung hervor; dennoch ist es ein falscher Geist. Er hat sich als solcher entlarvt. Die häßlichen bekannten Erscheinungen wie Hinstürzen, Gesichtszuckungen, Zittern, Schreien, widerliches, lautes Lachen usw. treten auch diesmal in Versammlungen auf. Wir lassen dahingestellt, wieviel davon dämonisch, wieviel hysterisch oder seelisch ist. Von GOTT gewirkt sind solche Erscheinungen nicht …

Überhaupt liegt in diesen Weissagungen eine große Gefahr; nicht nur haben sich in ihnen handgreifliche Widersprüche herausgestellt, sondern sie bringen da und dort Brüder und ihre ganze Arbeit in sklavische Abhängigkeit von diesen Botschaften. In der Art ihrer Übermittlung gleichen die letzteren den Botschaften spiritistischer Medien.

Der Mangel an biblischer Erkenntnis und Gründung, an heiligem Ernst und Wachsamkeit, eine oberflächliche Auffassung von Sünde und Gnade, von Bekehrung und Wiedergeburt, eine willkürliche Auslegung der Bibel, die Lust an neuen, aufregenden Erscheinungen, die Neugier, die Neigung zu Übertreibungen, vor allem aber auch Selbstüberhebung – das alles hat dieser Bewegung die Wege geebnet …“

Etliche Pfingstler folgten dem Aufruf, sich von der Pfingstbewegung fernzuhalten. Heute ist die Pfingstbewegung in viele einzelne Pfingstgemeinden zersplittert, ohne einheitliche Leitung und Lehre. Der “Pfingst-Geist“ aber lebt fort in der neopentecostischen und charismatischen Bewegung.

Die Charismatische Bewegung

Im Jahre 1936 wurde der südafrikanische Pfingstprediger David du Plessis (1905-1986), bekannt als „Mister Pentecost“, von dem Heilungsprediger Smith Wigglesworth in Johannesburg unter Handauflegung berufen, die charismatische Bewegung zu begründen:

„Der Herr hat mich zu dir gesandt, um dir zu sagen, was er mir heute Morgen gezeigt hat: Die traditionellen Kirchen werden von einer Erweckung heimgesucht werden, die alles Dagewesene weit übertrifft. Nie zuvor sind solche Dinge geschehen wie das, was kommen wird… Auch die großen Kirchen werden sich für den gleichen Segen (wie die Pfingstbewegung) öffnen und dieselbe Botschaft und Erfahrung bezeugen und weitertragen, und zwar über das hinaus, was die Pfingstbewegung zu tun vermochte. Du wirst es erleben und sehen, wie dieses Werk Dimensionen annimmt, daß die Pfingstbewegung nur eine kleine Sache im Vergleich dazu ist, was Gott durch die alten Kirchen tun wird. Große Scharen von Menschen werden zusammenkommen, wie man es nie gesehen hat. Einflußreiche Führer der christlichen Welt werden ihre Einstellungen ändern und nicht nur die Botschaft, sondern auch den Segen annehmen. Dann sagte mir der Herr: Du wirst dabei eine große Rolle spielen!“ (Bob Slosser, Man nennt ihn Mr. Pentecost, S. 8f).

1949 wurde du Plessis beauftragt, den „Weltkongreß der Pfingstgemeinden“ zu organisieren, der 1952 in London stattfand und ihm Gelegenheit gab, Kontakte mit dem Weltkirchenrat aufzunehmen. Dieser lud du Plessis zur „Weltkonferenz des Internationalen Missionsrates“ 1952 in Villingen ein. Hier berief ihn Dr. Vissert Hooft, Sekretär des Weltkirchenrates, in den Konferenzstab der 2. Vollversammlung des Weltkirchenrates, die 1954 in Evanston, USA, stattfand. In den folgenden Jahren nutzte du Plessis jede Gelegenheit, um auf internationalen ökumenischen Versammlungen zu sprechen und führende Kirchenvertreter mit seiner „Pfingst-Botschaft“ bekanntzumachen. 1964 nimmt du Plessis auf Einladung des Vatikans am II.Vatikanischen Konzil teil, nachdem er in großem Sendungsbewußtsein gegenüber Kardinal Bea „die Erneuerung der katholischen Kirche durch verwandelte Katholiken“ gefordert hatte und seine Eindrücke vom Konzil gegenüber einem Bischof zusammenfaßte:
„Ich komme mir vor wie Hesekiel im Tal der Totengebeine…. Die Totengebeine regen sich – man hört sie klappern“ (B. Slosser, a.a.O. S. 207).

Von ihren Anfängen an war die Charismatische Bewegung ökumenisch. Und wegen seiner ökumenischen Offenheit wurde du Plessis 1963 aus den Pfingstgemeinden ausgeschlossen.

Den Kontakt zur katholischen Kirche bekam du Plessis über den Priester Bernhard Leeming, Prof. der Oxford Universität und persönlicher Vertreter des Papstes Johannes XXIII. Auf der Vorbereitungstagung für die 3. Vollversammlung des Weltkirchenrates (1961 in Neu Delhi) sprach Leeming du Plessis an:

„Lassen Sie sich von einem katholischen Priester aus tiefstem Herzen danken, daß Sie unsere Aufmerksamkeit auf diese Taufe im Heiligen Geist gelenkt haben. Ich glaubte immer, den Heiligen Geist zu haben. Aber Sie haben mich heute Abend davon überzeugt, daß mir diese Taufe fehlt… Können Sie mir diese Taufe geben ? Sie haben sie bekommen.“ – Ausdrücklich bat der kath. Priester B. Leeming den Pfingstler du Plessis, ihm die Hände aufzulegen (B. Slosser, a.a.O. S. 194f).

Seine Eindrücke vom „Kongreß ’75 der Charismatischen Erneuerung in der kath. Kirche“ (Rom) faßt du Plessis zusammen: „Es war so pfingstlich, wie ich es während vieler Jahre des Dienstes in vielen Pfingstgemeinden gesehen hatte. Weissagungen erfolgten klar und deutlich über Lautsprecher direkt vom päpstlichen Altar her…. Die Gegenwart des Herrn war so real in dieser Versammlung, daß an diesem Tag ohne Zweifel viele Heilungen geschahen‘, sagte Pater Bertolucci später… Ich lächelte bei dem Gedanken, daß wir nicht nur ein ökumenisches Pfingsten hatten, sondern auch ein ökonomisches: Die Kirchengebäude standen schon und waren bereits bezahlt, es gab ausgebildete Geistliche, und dieser Rahmen verhalf der Bewegung zu ihrem schnellen Wachstum. Innerhalb nur weniger Jahre haben die Katholiken die Pfingstbotschaft in 91 Länder getragen… Ich schloß die Augen… und sah in großer Wirklichkeitsnähe hoch aufgerichtet und ernst einen mächtigen Gottesmann vor mir stehen   Smith Wigglesworth. Allmählich wich der ernste Ausdruck auf seinem Gesicht einem zufriedenen Lächeln“ (B. Slosser, a.a.O. S. 224f).

Am 23. Mai 1976 wurde du Plessis der Pax Christi Orden verliehen wegen seiner „Rolle als treuer Zeuge des klassischen Pfingstlertums“.
1977 prophezeit du Plessis vor 45 000 Teilnehmern der Konferenz für Charismatische Erneuerung in Kansas City, USA:
“Nur wenn die Charismatische Erneuerung ökumenisch ist, wird sie charismatisch bleiben. Sobald sie ihren ökumenischen Charakter verliert, wird sie auch ihre Kraft verlieren“ (Charisma – Geistliche Erneuerung, 1985, S. 50).

Nachdem seit 1950 Menschen in großer Zahl die „Geisttaufe“ empfangen und in ihre Gemeinschaften und Kirchen getragen hatten, begründeten die evangelischen Landeskirchen die Geistliche Gemeinde-Erneuerung mit Gebetskreisen, Hauskreisarbeit, charismatischen Gottesdiensten und Tagungshäusern (Schloß Craheim, Haus Obernkirchen).

Evangelische Gemeinschaften nahmen den charismatischen Geist auf:
Ev. Marienschwestern (Darmstadt), Christusbruderschaft (Selbitz), Jesusbruderschaft (Gnadenthal), Schwesterngemeinschaft im Schniewindhaus (Schönebeck).

Auch verschiedene „Werke“ ließen sich charismatisch ausrichten:
CVJM (München), JMS (Jugend , Missions  und Sozialwerk Altensteig) und die FCJG (Freie Christliche Jugendgemeinschaft Lüdenscheid).

Die „Geisttaufe“ wurde auch zu den Baptisten, Methodisten und anderen Freikirchen getragen und von den überkonfessionellen Initiativen aufgenommen:
Christen im Beruf, Aglow und Christen im Gesundheitswesen.

Charismatische Neugründungen sind:
Gemeinde auf dem Weg, Ansgarkirche (Hamburg), Christliches Zentrum Berlin (CZB, Kirche am Südstern), Biblische Glaubensgemeinde Stuttgart, Vineyard Gemeinde, Basileia (Bern) u.a.

Charismatisch evangelistisch sind folgende Großveranstaltungen ausgerichtet:
Pro Christ, Christus für alle Nationen, Christival, Fürbitter für Deutschland, Promise Keepers, Jesusfreaks, Willow Creek, Marsch für Jesus u.a.

Die Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche (CE) entwickelte sich nach 1967 und umfaßt u.a. folgende Gemeinschaften:
Bereitet den Weg des Herrn (Rheinbreitbach), Brot des Lebens (Kloster Vinnenberg und Olching), Chemin Neuf, Emmanuel (Altötting u.a.), Eine Bewegung für Menschen am Rande, Familien mit Christus (Heiligenbrunn), Chara (Gerbach, Pfalz), Neuer Weg (Olching), Jakobsbrunnen (Hildesheim), ICPE Allerheiligen (Institut für Weltevangelisierung), Immanuel (Ravensburg), Jedidja (Würzburg), Koinonia (Augsburg), Lumen Christi/ KEM (Maihingen), Markus Gemeinschaft (Köln), Monte Crucis (Berlin), Gemeinschaft der Seligpreisungen, Heilende Gemeinschaft e.V. u.a.

Beim 1. Weltkongreß der Kath. Charismatischen Erneuerung in Rom bezeichnete Papst Paul Vl. diese Bewegung als „eine Chance für die Kirche und die Welt“.

Anläßlich des Treffens verschiedener kirchlicher Bewegungen 1998 auf dem Petersplatz in Rom lobte Papst Johannes Paul II. die CE als „eines der Geschenke des Heiligen Geistes an unsere Zeit.“…

Weltweit umfaßt die Charismatische Bewegung etwa 340 Millionen Christen aller Denominationen.
Charismatiker und Pfingstler sind davon überzeugt, daß durch Handauflegung die „Geisttaufe“, „Geistesgaben“ und die Gabe der Krankenheilung übertragen werden können.

Skeptiker allerdings sind überzeugt, daß es sich bei der „Geisttaufe“ um eine „Geistertaufe“ handelt.

Der kanadische Journalist und Buchautor John Vennari berichtet als Teilnehmer über die charismatische Großveranstaltung in St. Louis (Missouri, USA) vom 22. bis 25. Juni 2000, organisiert von der Franziskaner Universität von Steubenville (USA) und besucht von rund 15.000 Personen, zu 90 % Katholiken:
Ziel der Veranstaltung war „die interkonfessionelle oder ökumenische Einigung“, besiegelt von der sog. Geisttaufe:
„In den Abendsitzungen dominierten protestantische Prediger, die wahre Spezialisten in der Manipulierung eines hysterischen, aufgeputschten Publikums waren. Hier fand auch die kollektive Geistestaufe statt. …
Bei allen Veranstaltungen erklang Musik, die immer zum Tanz und zum rhythmischen Händeklatschen mit hocherhobenen Armen verleitete … Die begleitenden Gesänge zielten auf eine fortschreitende Betäubung ab und gerieten im passen Moment zu einem rhythmischen Höllenspektakel …“ (S. 18f in Die charismatische Bewegung unter der Lupe betrachtet, Los Angeles, California).

Bei der Massenveranstaltung in St. Louis trat auch John Arnott auf, Mitglied der Gemeinschaft Toronto-Segen:
„Als er seine Theologie darlegte, leugnete er an erster Stelle die Gottheit CHRISTI, indem er behauptete, unser Herr hätte sein göttliches Wesen ’im Himmel gelassen’ … Die anwesenden Katholiken hörten still und ohne Widerrede zu. Nun könne jeder, so fuhr er fort, ähnlich wie Jesus eine ’Weihe des Geistes’ empfangen. Auf diese Art würden wir dann alle kleine Christusgestalten. Die hörbaren animalischen Begleiterscheinungen seien ein Teil der ’Weihen’ und dienten dazu, unseren Stolz zu dämpfen …

Während Arnott noch redete, trat bereits der Lügengeist in Aktion, denn die Menge begann, unbeherrschte Laute auszustoßen: Zunächst ertönten hier und da Halleluja  und Amenrufe, dann folgten Lachen, Glucksen, laute Schreie, langanhaltende Seufzer und nervös hysterisches Lachen. Der Lärm nahm so zu, daß die Stimme des Redners, trotz der Mikrophone, zuweilen nicht mehr zu hören war …

Inzwischen rief Arnott den ’Geist’ an, damit er auf die Anwesenden herabsteige … erneut kamen aus der Menge unkontrollierte, wilde Laute, Heulen, Sprachengestottere und lang hingezogenes Geschrei. Heiliger Geist, suche sie jetzt heim!‘ begann Arnott laut zu rufen und befahl, jedermann solle vor dem Nachbarn rufen: ’Komm, o Heiliger Geist! Bring uns deine Gewalt, deine Macht und dein Feuer!’ Alle gehorchten, auch die kath. Ordensfrauen machten mit.

Nach diesen Anrufungen verfiel die erregte Menschenmenge in ein so schlimmes und wüstes Geschrei, das jeder Beschreibung spottet. Ich erinnere mich, wie ein Mann immer wieder dieselben Silben ausstieß: ga ga ga daif gu ga ga daif… Die Leute zitterten, verloren die Besinnung und fielen zu Boden. Das Heulen und Schreien nahm an Lautstärke ständig zu. Eine Frau war auf den Rücken gefallen und rollte mit erhobenen Beinen von einer Seite auf die andere; ein unkontrolliertes, ununterdrückbares Lachen hatte sie vollständig erfaßt (ebd. S. 29f).

Protestantische Prediger legten den Katholiken, die sich vor der Tribüne drängten die Hände auf. Einer unter ihnen, Stephen Hill, ergriff anwesende Personen beim Kopf und rief mit lauter Stimme: Die neue Konsekration! Die neue Konsekration! Feuer! Feuer!‘ Danach fielen die vom Geist Geweihten auf den Boden und blieben dort einige Zeit liegen. Am Ende war der Platz rund um die Tribüne herum von Leuten, die zu Boden gefallen waren, nur so übersät“ (ebd. S. 52).

Die Eröffnungs  und Abschlußmesse der charismatischen Veranstaltung zelebrierte der Erzbischof von St. Louis, Justin F. Rigali.

Msgr. Sam Jacobs, Bischof von Alexandria (im amerikanischen Staat Lousiana) „führte in die Liturgie charismatische Elemente ein. Das zu diesen Elementen gehörende Zungenreden übte der Würdenträger auf folgende Weise aus:
„Während der Wandlung nahm der Bischof bei der Erhebung der Hostie und des Kelches eine feierliche Stellung ein, wandte sich den Gläubigen zu und begann folgendermaßen das Zungengebet:
Ham di iah hei dah sham a lam iada…‘ Darauf antworteten die Gläubigen ihrerseits mit einem Gebrumm von sinnlosen Worten… Die meisten Gläubigen empfingen darauf die Handkommunion“ (ebd. S. 117).

Der „Rom Kurier“ (Ausgabe März 2004, Sion, Schweiz), in dem Vennari zitiert und übersetzt ist, urteilt über die charismatische Bewegung: „Diese religiöse Geistesströmung bewirkte, daß der abscheuliche Kult einer am Anfang stehenden Erleuchtung, dessen Ziel eine Art Vereinigung mit Satan anstrebt, in die katholische Welt eingedrungen ist“ (S. 1).

 

Esoterische Diagnose  und Heilverfahren

Akupunktur, Moxibustion und Shiatsu

Der Begriff Akupunktur setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern acus = Nadel und punctum = Stich und bedeutet „Behandlung mit Nadelstichen“.

Die chinesiche Heilmethode der Akupunktur geht auf Kaiser Huang Ti zurück, der vor 5000 Jahren residierte.
Er lehrte, die Menschheit müsse in Harmonie mit dem Kosmos sein, nur dann habe sie ihre volle Lebenskraft „Ch’i“, die den Körper als Yang (männliches Prinzip) und Yin (weibliches Prinzip) in einem Kanalsystem (Meridiane) durchfließe. Die 12 Haupt Meridiane (nicht zu verwechseln mit Nerven- oder Blutbahnen) seien durch 15 Kanäle miteinander verbunden, von denen 47 Neben-Kanäle abzweigten. An 365 Stellen (Punkten) näherten sie sich der Haut. Diese Punkte der „Energiebahnen“ müßten mit Nadeln angestochen werden, um das Gleichgewicht zwischen Yang und Yin durch Bremsen oder Beschleunigen des Ch’i wiederherzustellen.

Heute setzen Akupunktur „Heiler“ bis zu 1000 Punkte fest. 100 Punkte sollen sich allein im Ohr befinden, die bei der „Auricula Akupunktur“, der Ohr Akupunktur, angestochen werden vor allem zur Behandlung von Rauchern, die von ihrer Sucht befreit werden möchten.

Die Existenz von Yang und Yin kann mit modernen Meßmethoden ebensowenig nachgewiesen werden wie die Meridiane oder Ch’i. Sie sind reine Erfindungen.

Trotzdem haben Akupunktur-Therapeuten verblüffende Erfolge aufzuweisen; selbst Operationen gelingen mit Hilfe der Nadelung ohne Narkose.

Wie erklären sich Linderung von Leiden und Heilung durch Akupunktur?

Schon 1989 konnten Doppelblind-Studien nachweisen, daß sich positive Akupunktur Ergebnisse als Placebo-Effekt erklären lassen:
Gezieltes Setzen der Nadeln auf die klassischen Akupunktur-Punkte und willkürliches Setzen auf irgendwelche Körperstellen hatten denselben Erfolg (A. Gentler und F. Spitzschuh, Akupunktur: Neue Fakten contra alte Thesen 1989, S. 46f).

Im Jahr 2000 beschlossen die gesetzlichen Krankenkassen, Akupunktur nicht mehr zu finanzieren.
In den Jahren 2003 – 2004 initiierten zehn Ersatzkrankenkassen „das größte naturheilkundliche Forschungsprojekt der Welt“ mit 500 000 Teilnehmern, wissenschaftlich begleitet vom „Zentrum für naturheilkundliche Forschung“ der TU München und vom „Institut für Sozialmedizin“ der „Charité“, Berlin, mit dem Ergebnis, daß 87 % der Patienten die Akupunktur als erfolgreich beurteilten.

Eine Studie aus dem Jahr 2004 bestätigt ebenfalls, daß Akupunktur Erfolge zeigt, unabhängig davon, ob die Nadeln auf die sog. klassischen Punkte der Meridiane oder willkürlich gesetzt werden.
Ein Forschungsteam der Orthopädischen Klinik an der Uni Regensburg unter der Leitung von Michael Haake untersuchte die Wirkung der Akupunktur auf chronische Rückenschmerzen nach den Regeln der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) im Vergleich mit willkürlicher Nadelung und schulmedizinischer Schmerztherapie. Ergebnis:
Die Akupunktur ist schulmedizinischer Therapie überlegen, aber die Akupunktur der TCM zeigt keine bessere Wirkung als willkürliche Akupunktur.
An dieser Studie hatten sich 400 Arztpraxen und 1162 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen beteiligt.

Schmerztherapeuten vermuten, daß die Erfolge der Akupunktur speziell in der Schmerzbehandlung mit einem „Super Placebo Effekt“ erklärt werden können; d.h. Patienten zeigen bei Injektionen und chirurgischen Eingriffen eine stärkere Placebowirkung als bei weniger beeindruckenden Therapien, wie z,B. medikamentöser Behandlung.

Allgemein spielt beim Placebo Effekt die Ausschüttung von Endorphinen, den körpereigenen Schmerzstillern, eine besondere Rolle. Bei starken Schmerzen schwerer Krankheiten wie z.B. Krebs versagt die Akupunktur.  –  Vermarktet wird Akupunktur auch als „Elektro Akupunktur“ und „Dermapunktur“ – zur Selbstbehandlung.

Bei der Elektro Akupunktur werden Nadeln mit einer Schwachstrom Quelle hoher Frequenz verbunden, die angeblich „den richtigen Akupunktur Punkt findet und in Vibration versetzt“.
Dermapunktur für die „erfolgreiche Schmerzbehandlung“ ist eine Hautreizung durch Nadeln, die mit einem „Roller“ über die Haut geführt werden.
Eine Variante der Akupunktur ist die Moxibustion, bei der aus getrockneten Kräutern kleine Kegel geformt, angezündet und auf den sog. Akupunkturpunkten abgebrannt werden. Das verbrannte Hautgewebe wird abgeschabt.

Eine andere Art der Moxibustion ist, das Kraut um die Akupunktur Nadel zu wickeln und zu entzünden.

Erfahrene Seelsorger wie Pfr. Dr. Kurt Koch weisen darauf hin, daß die Schmerzbetäubung durch Akupunktur-Nadeln auch als „mediale Anästhesie“ erklärt werden kann und zwar dann, wenn die Behandlung eingebunden ist in okkult magische Praktiken.

Shiatsu

Shiatsu (jap. „Fingerdruck“) ist eine japanische Methode der Akupressur, die mit Druck auf die Akupunktur-Punkte arbeitet, ein Jahrtausende altes taoistisches Therapie Verfahren, das angeblich „völlig risikofrei“ ist.

Shiatsu verspricht Heilung bei zahlreichen Erkrankungen, vor allem bei Impotenz. Für den Japaner Tokujiro Namikoskis, der 1925 das erste Shiatsu Institut in Tokio gründete, war „die Hebung der Potenz“ zentrales Anliegen.

Bei Shiatsu wird Druck auf die Akupunktur Punkte mit Fingern, Ellbogen, Knieen und Füßen ausgeübt, um „Blockaden der in den Meridianen fließenden Lebensenergie (jap. Ki) aufzulösen“. Je nach „Heiler“ werden 300 bis 1000 Punkte behandelt.

Shiatsu ist keineswegs „völlig risikofrei“. Die Gesundheit kann großen Schaden erleiden z.B. durch Druck auf die Schilddrüse. In Kampfsportkreisen wird Shiatsu als Kuatsu angewandt. Bei Bewußtlosigkeit z.B., so ein Lehrbuch, müsse lange und kräftig der Punkt „Gokoku“ (zwischen Daumen und Zeigefinger) gedrückt werden. Sollte der Bewußtlose trotzdem nicht aufwachen, nehme man den Punkt „Kikai Tanden“, das wirke mit hundertprozentiger Sicherheit.
Meister des Kuatsu können angeblich sogar „jemanden wieder aufwecken, der gerade eben gestorben ist“ (T. Deshimaru, Zen in den Kampfkünsten Japans, S. 119 f).

Der Karate Meister Horst Weiland empfiehlt:
„Durch Würgen oder Schlag auf den Kehlkopf wird der Kehlkopf eingedrückt. Verletzten aufrecht stehen lassen, eine Hand im Nacken und von vorne mit der anderen Hand kräftig und kurz auf die Schädeldecke schlagen… Durch Stauchung der Wirbelsäule springt der Kehlkopf wieder in seine Normallage“ (H. Weiland, Vom Schüler zum Meister, S. 163).

Bei der tibetischen Akupunktur wird nur eine einzige Nadel gesetzt, die dem Patienten einige Zentimeter tief eingestochen wird – meist im Nacken. „Eine bevorzugte Stelle ist die kleine Fontanelle am Hinterkopf, in welche die Nadel (die so stark ist wie eine Stricknadel) regelrecht eingerammt wird. Dort wird sie dann einige Minuten belassen“ (E. Asshauer, Heilkunst vom Dach der Welt, Tibets sanfte Medizin, S. 174).

Anthroposophische Heilkunde

Die Anthroposophische Gesellschaft (mit Sitz in Dornach bei Basel, Schweiz) ist mit über einer Million Anhängern die bedeutendste Esoterik-Gruppe in Deutschland. Begründet wurde sie 1913 von Rudolf Steiner (1861-1925).
In seiner Autobiographie „Mein Lebensgang“ berichtet Steiner von okkulten Erlebnissen bereits in seiner Kindheit. Als Achtjähriger z.B. begegnete er einem „Geistwesen“, das ihm Anweisungen gab, die er ausführte (Steiner TA 38, Dornach, S. 10). Später ließ sich Steiner von dem Wiener Kräutersammler Felix Koguzki und dessen „übersinnlichem Meister“ in die okkulten Mysterien einweihen.

Im Jahr 1884 begegnete Steiner dem spiritistischen Medium Helena Petrovna Blavatsky. Begeistert von ihren „übersinnlichen Eingebungen“ und ihrer Geheimlehre, der „Theosophie“, einer Mischung aus Buddhismus, Gnosis und jüdischer Kabbala, schloß Steiner sich ihrer Bewegung zunächst an, gründete dann aber seine eigene „anthroposophische Geheimwissenschaft“.

Der Begriff „Anthroposophie“ setzt sich zusammen aus dem griechischen „anthropos“ = der Mensch und „sophia“ = die Weisheit. „Anthroposophie“ ist nach Steiner „ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltall führen möchte“ (Steiner, GA 26, Dornach, S. 14).
Mit anderen Worten: Die Anthroposophie ist ein Weg, der den Zugang zu okkult esoterischem Geheimwissen und magischen Praktiken öffnet.

Grundlegend für die anthroposophische Heilkunde ist die Vier-Leiber Lehre:
Nach Steiner besitzt der Mensch nicht nur seinen physischen (stofflichen, materiellen) Leib, sondern noch drei weitere Leiber, den Ätherleib (übersinnlicher Lebensleib), der mit 7 Jahren geboren würde, den Astralleib (übersinnlicher Bewußtseinsleib, der beim Schlaf und zwischen Tod und Wiedergeburt im Weltall weilt), der mit 14 Jahren geboren würde und den Ich-Leib (Erinnerungsleib), den der Mensch mit 21 Jahren erhält.

Ziel des Menschen sei, sich über Wiedergeburten und Karma (selbstgeschaffenes Schicksal) zum „Geistesmenschen“ zu entwickeln. In der Menschheitsgeschichte sei diese Entwicklung durch das sog. „Luzifer Ereignis“ gestört worden, als böse „Mondenwesen“ dem Menschen Leidenschaften, Triebe und Begierden in seinen Astralleib eingossen und den bisher nur drei Leibern den vierten, den physischen Leib, hinzufügten. Mit diesem Leib seien die Krankheiten in die Welt gekommen.

Von dieser materiellen Verstrickung mußte der Mensch durch das Sonnenwesen „der Christus“ erlöst werden, damit Mensch und Kosmos wieder vergeistigt würden.

Nach zahlreichen Verkörperungen hätte sich das „Sonnenwesen“ zuletzt in „Jesus“ verkörpert, und zwar zunächst in zwei Jesusknaben, von denen der eine eine Re-Inkarnation Buddhas und der andere eine Wiedergeburt Zarathustras gewesen sei.

Mit 12 Jahren sei der physische Leib Buddhas gestorben, und die beiden Jesusknaben hätten sich zu einem einzigen Individuum vereinigt.

Bei der Taufe des Jesus habe das Zarathustra Ich den Jesusleib verlassen, um Platz zu machen für den einziehenden „Christus Sonnengeist“.
Im  „Mysterium von Golgotha“ habe das auf die Erde tropfende Blut des Gekreuzigten der Erde „Sonnenkraft“ gegeben und den „Sonnengeist“ Christus zum „Erdgeist“ umgewandelt.
Bei der Auferstehung des „Jesus“ sei der „Christusgeist“ in den Ätherleib des „Jesus“ zurückgekehrt.
Nur wer – durch die Anthroposophie geschult – zum „Äthersehen“, einer Art Hellsehen, befähigt sei, könne den „Erdgeist Christus“ erkennen.

Dieser Jesus Christus Steiners hat mit dem wahren JESUS CHRISTUS, dem menschgewordenen GOTTES Sohn, nichts gemein. Er ist ein Anti-Christ und will es ausdrücklich sein.

In seinem Mysterienspiel „Die Prüfung der Seele“ läßt R. Steiner Luzifer sagen:
„Man kann für Christi Gegenbild am besten Menschenherzen fangen, wenn Christi Namen man dem Bilde gibt“ (Steiners Mysteriendramen I, Dornach, S. 229).

Die anti christliche Irrlehre und die magischen Praktiken Steiners sind auch für die anthroposophische Heilkunde bestimmend:

„Die Weltschau der Anthroposophie Rudolf Steiners kann als eine esoterisch okkultistische Geheimwissenschaft mit Elementen aus der Kosmologie, der Astrologie, der Alchemie, der Homöopathie, fernöstlichen Lehren u.a. zusammengefaßt werden. Das Karma, die vier Wesensglieder („Leiber“) des Menschen, eine vermeintliche Dreigliederung des Menschen und der Gestalt der Pflanzen, daraus konstruierte physiologische, pathologische und therapeutische Zusammenhänge, postulierte Beziehungen zwischen Gestirnen, irdischen Metallen und Körperorganen, aus denen absurde Therapieverfahren abgeleitet werden, und vieles andere wurde von Steiner ohne jegliche empirische Basis zu einer mystischen Gesamtschau der Weit und des Menschen vereinigt“ (Klaus Dietrich Bock, Am Ende des Weges: Magie als Kassenleistung? unter: www.konsequente positivliste. de).

Zu den diagnostischen Methoden der Anthroposophen gehört das „intuitive Erkennen“, das Hellsehen: „Ihm (Steiner) war es möglich, mit exaktem Hellsehen die Ursache der Krankheit zu erforschen“ (G. Wehr, Rudolf Steiner, S. 305).

Krankheiten entstehen nach Steiner dann, wenn das Gleichgewicht zwischen den vier Leibern gestört ist. Ziel anthroposophischer Heilkunst ist die Wiederherstellung des Gleichgewichts. Das geschieht mit einer Vielzahl von Heilverfahren und Medikamenten:
Massagen, Bädern, Gymnastik, Eurythmie, Gesprächs- und Maltherapie, vegetarischer Kost und der Kontaktaufnahme mit Geistwesen, die Schicksalsschläge, Krankheiten und Unfälle zu koordinieren haben.

Krankheiten können nach anthroposophischer Irrlehre auch in früheren Erdenleben erworben worden sein. Diese sind als Karma dem Menschen bestimmt und deshalb unheilbar.
Hergestellt werden die anthroposophischen Medikamente von der Weleda AG (Arlesheim und Schwäbisch Gmünd) und der Wala oHG (Bad Boll, Eckwädchen).

Steiner selber wählte für seine Firma den Namen „Weleda“, um damit die germanische Heilgöttin zu ehren.
Die Weleda AG arbeitet u.a. mit Potenzierungen nach dem Vorbild der Homöopathie, wandelt diese aber ab durch Einmischen der anthroposophischen Irrlehren und eigenwillige Deutungen.
Anthroposophische Heilmittel werden „rhythmisch geschüttelt und nach den Mondrhythmen geerntet“.

Zur künstlerischen Therapie gehört die Heil – Eurythmie:

„Durch diese neuartige Tanzkunst sollen vor-christliche Mysterientänze
aufgegriffen und weiterentwickelt werden, so daß der moderne Mensch, wie einst der antike Tänzer, Kontakt mit überirdischen Wirklichkeiten bekommt… Rudolf Steiner sprach selbst im Zusammenhang mit Eurythmie über eine ’Erneuerung der alten Tempel-Tanzkunst’. Eine Beziehung des Menschen zum Kosmos sollte hier   wie es in alten Mysterien auch getan wurde   hergestellt werden. So entstanden z.B. Kreistänze, die in ihren Bewegungen im Zusammenhang mit den Planetenbewegungen stehen, und Gebärden, die Wirkungen der Tierkreiszeichen darstellen…

Wie der ernsthaft tanzende Mensch zu allen Zeiten mit seinem Tanz eine Beziehung zur übersinnlichen Welt herstellen wollte, so liegt auch der eurythmischen Betätigung ein solches Bestreben zugrunde“ (Johannes Hemsleben, Rudolf Steiner, S. 114 f). In den Waldorfschulen lernen schon die Kinder das „kosmische ABC“, die Zuordnung der Konsonanten zu Tierkreiszeichen und der Vokale zu den Planeten. Das L wird z.B. dem „Steinbock“, das N den „Fischen“, das V dem „Krebs“ zugeordnet. Der Doppellaut „au“ entspricht der Sonne, das A der Venus, das E dem Mars usw. Dieses kosmische ABC wird eurhythmisch eingeübt.

In der Gesundheitslehre der Waldorfschulen lernen die Schüler: „Seit altersher wissen die Menschen, daß Leber, Niere und Milz mit bestimmten Planeten in Beziehung stehen. Die Leber wird seit ältesten Zeiten auf den Planeten Jupiter bezogen… Die Nieren sind der Venus zugeordnet… In der Milzfunktion spiegeln sich die Saturnkräfte, die in Tod und Verjüngung wirksam sind“ (S. Jacob/D. Drewes, Aus der Waldorfschule geplaudert, S. 196f).

 

Anthroposophische Mistel-Therapie

Während bei konservativen Medikamenten Wirkung und Unbedenklichkeit klinisch und experimentell nachgewiesen werden müssen, fordert der Gesetzgeber (Arzneimittelgesetz und Sozialgesetzbuch) von den Arzneimitteln der Phytotherapie, Homöopathie und Anthroposophie keine Qualitätsprüfung, so auch nicht für die anthroposophische Misteltherapie.

Für die Krebstherapie mit Mistelpräparaten sind Steiners Vorstellungen von den angeblich vier Leibern des Menschen grundlegend:
Nur der physische Leib sei sichtbar; die drei höheren Leiber seien nur dem Geistesauge als farbige Lichtgestalt erkennbar: Der Ätherleib, der sich um den physischen Leib lagere, erscheine als rosafarbene, der Astralleib als rot violette und der Ich Leib als blaue Aura. Geschwulstartige Erkrankungen träten auf, wenn der Ätherleib den Zusammenhang mit dem Astral- und dem Ich Leib verliere. Die Ursache für Krebs könne aber auch in vergangenen Erdenleben liegen, in diesen Fällen sei Krebs unheilbar.

Anthroposophische Vorstellungen von Entstehung und Verlauf von Krankheiten sind mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht vereinbar. Trotzdem haben Mistelpräparate in der Krebsbehandlung größere Verbreitung gefunden.

Nach R. Steiner bauen beim Krebs der Ich- und Astral-Leib den Äther- und physischen Leib nicht genügend ab. Ziel der Therapie müsse es also sein, das Gleichgewicht zwischen den Leibern wiederherzustellen.
Nach Steiner „übernimmt die Mistel als äußere Substanz dasjenige, was wuchernde Äthersubstanz beim Karzinom ist, verstärkt dadurch, daß sie die physische Substanz zurückdrängt, die Wirkung des Astralleibes und bringt dadurch den Tumor des Karzinoms zum Aufbröckeln, zum In sich Zerfallen“ (In: R. Leroi, Misteltherapie, S. 31).

Wie die Mistel als „verunglückte“ Samenpflanze, als „mißratener“ Baum betrachtet werden könne, so die Krebskrankheit als mangelhaft ausgestattete Scheinorganbildung. Wie die Mistel Ätherkräfte ihres Wirtsbaumes in sich hineinziehe, so könne sie dem krebskranken Menschen helfen, dem Fremdgebilde hemmende Kräfte entgegenzuführen. Die Mistel entziehe dem Tumor den menschenfremden Wucheräther, die Lebenskraft, verstärke den Astralleib und aktiviere den Ich Leib. Dies könne „immer wieder beobachtet werden“ (ebda S. 32).
Großen Einfluß auf Ernte und Verarbeitung der Mistel habe der Planet Uranus, da er ein Außenseiter in der planetarischen Familie sei wie die Mistel in der Pflanzenwelt.

Geerntet wird zweimal im Jahr, um Johanni und in der Weihnachtszeit. Die Sommer  und Wintersäfte der Mistel werden in der Oster  und Michaeliszeit verarbeitet.
Je nach Konstitution des Kranken und der Geschwulst Art werden Misteln bestimmter Wirtsbäume (Laub- oder Nadelbäume) ausgesucht und zugeordnet.

Die Indikationen der fünf Hersteller von Mistelpräparaten weichen allerdings voneinander ab, ohne Begründung. „Iscador“ setzt Mistelpräparaten von Apfelbaum (für Frauen) und Eiche (für Männer) Silber hinzu und zwar bei Krebs im Urogenitalbereich, bei Darm- und Lymphdrüsenkrebs Quecksilber und Kupfer bei Leber-, Galle-, Magen- und Nierenkrebs.
Steiner fordert, den Sommersaft der Mistel in den Wintersaft fließen zu lassen, während dieser in einer Zentrifuge bewegt wird. Bei hoher Rotationsgeschwindigkeit käme die Substanz in den Bereich der vom Kosmos einströmenden ätherischen Kräfte. Die Mischung solle anschließend in einer Tierblase aufbewahrt werden.

D i e Mistelpräparate gibt es nicht, da sie sich je nach Hersteller deutlich unterscheiden, und zwar hinsichtlich Extraktionsverfahren, Konservierung, Mischungsverhältnis und Mengenverhältnis der Inhaltsstoffe.
Wissenschaftliche Forschungen haben die Mistel auf ihre Inhaltsstoffe untersucht und festgestellt, daß sie in ihrer Konzentration variieren – je nach Standort, Klima, Wirtsbaum und Erntezeit.

Standardisierung und Normierung werden von den Anthroposophen vehement abgelehnt, weil die Misteltherapie dadurch ihre „an der Komplexität realen Lebens und Leides orientierte Wirksamkeit verliert und auf meßbare, quantifizierbare Wirkungen reduziert.“

Mistelpräparate werden in der anthroposophischen Therapie grundsätzlich nur in einem Gesamtkonzept mit Zusatztherapie eingesetzt.

Weil klinische Untersuchungen fehlen, kann über die Wirkung von Mistelpräparaten keine zuverlässige Aussage gemacht werden. Anthroposophen selber gestehen ein, daß die Mistelforschung (nach mehr als 70-jähriger Anwendung) noch im „Anfangsstadium“ sei.
Da weder Patienten noch Heiler Einblick in das anthroposophische Gesamtkonzept haben, verlassen sie sich auf unbewiesene Behauptungen von Heilerfolgen.

 

Astro – Medizin

Das Wort Astrologie ist vom griechischen Wort „astro-logia“ abgeleitet und bedeutet Sterndeutung, Sternkunde (astron = Stern und logos = Kunde).

Im Unterschied zur Astrologie beschäftigt sich die wissenschaftlich betriebene Astronomie mit der Gesetzmäßigkeit der Sterne, ihrer Bewegung, Entfernung und ihrem physikalischen Zustand. Zu den Grundbegriffen der Astrologie gehören:
Der „Tierkreis“, ein gedachtes Band um die Erde, das irrtümlich der Kreisumlaufbahn der Sonne um die Erde während eines Jahres entsprechen soll.

Die 12 „Tierkreis  oder Sternzeichen“, die den Tierkreis in 12 Abschnitte unterteilen und nicht zu verwechseln sind mit den Sternbildern, die bereits von den Babyloniern festgelegt worden sind. Die 12 „Häuser“, ein zweiter gedachter Kreis in 12 Abschnitten mit je 24 Stunden.

Das „Horoskop“, die Stundenschau (von „hora“ = die Stunde und „skopeo“ = schauen), eine graphische Abbildung des Sternenstandes zum Zeitpunkt der Geburt, des Ascendenten (Sternzeichen, das zum Zeitpunkt der Geburt am östlichen Horizont aufstieg) in Verbindung mit den Tierkreiszeichen, Häusern und Planeten.
Kompliziert gestaltete Graphiken mit vielen geheimnisvollen Zeichen erwecken zwar Respekt, können aber inzwischen mit entsprechender Software in jedem Computer erstellt werden. Seriosität wird auch vorgetäuscht, wenn sich Esoteriker, die mit großem Aufwand die Astrologie betreiben, als „wissenschaftlich“ von den sog. „Vulgär Astrologen“ abgrenzen.

Nach astrologischem Irrglauben soll die Konstellation der Sterne den Charakter, die Gesundheit und das Schicksal eines Menschen beeinflussen bzw. festlegen, und zwar durch Strahlung, kosmische Kräfte oder übersinnliche Beziehung.

Zahlreiche Forschungsstudien beweisen, daß die Trefferquote astrologischer Vorhersagen dem der Glückspiele entspricht, d.h. bei 4 % liegt und damit als Zufallserfolg zu bewerten ist. Jeder Mensch, der sich nicht mit Astrologie beschäftigt hat, würde bei erfundenen Vorhersagen die gleichen Erfolge erzielen.

Dr. Peter Niehenke, Vorsitzender des Deutschen Astrologenverbandes, wollte mit seiner Dissertation über Astrologie an der Universität Bielefeld die Richtigkeit astrologischer Aussagen nachweisen. Seine wissenschaftliche Forschung wurde für ihn zum Desaster: Niehenke bewies mit seiner Dissertation das Gegenteil…

Tatsache ist, daß die Astrologie unserer Zeit immer noch von dem Weltbild des Ptolemäus ausgeht, der 87-165 n. CHR. gelebt hat und seit Kopernikus (16. Jahrhundert) überholt ist: Nach der ptolemäischen Vorstellung ist die Erde das Zentrum des Universums, um das die Sterne, Sonne und der Mond kreisen.

Es ist ein Irrglaube, anzunehmen, die Planeten (Wandelsterne) zögen in fester Bahn um die Erde, vorbei an bestimmten Sternbildern. Es handelt sich außerdem um eine optische Täuschung, wenn beobachtet wird, daß ein bestimmter Planet in ein bestimmtes Sternbild tritt. Zwischen den Sternen, die mit einer gedachten Linie zu einem Sternbild zusammengefaßt werden, sind riesige Entfernungen. Sterne im Sternbild der Jungfrau z.B. sind 220 Lichtjahre von der Erde entfernt. Ein einziges Lichtjahr aber entspricht einer Länge von 9,5 Billionen Kilometern. Wie könnte ihre Strahlung noch Einfluß auf den Menschen haben, vergleichbar z.B. mit der Gravitationskraft des Mondes? Außerdem geht die Astrologie unserer Zeit immer noch vom Stand der Sternbilder vor 2000 Jahren aus. Das Weltall aber ist in ständigem Wandel. Wer heute ein „Widder“ zu sein glaubt, ist z.B. in Wirklichkeit ein „Fisch“.

Die Astrologie unserer Zeit vertritt immer noch das heidnisch-mythische Weltbild, wonach den Sternen menschliche Eigenschaften zugeschrieben und die Planeten wie antike Götter verehrt werden, deren Namen sie tragen:

Die Venus z.B. soll Liebeskraft bewirken, Mars bedeute Krieg und Tod, Jupiter Macht usw.

Die Astrologie spielt in Ausbildungslehrgängen für Heilpraktiker und „Naturärzte“ eine wesentliche Rolle:
Heilpraktikerschulen bieten „Astrologie als ganzheitliches Diagnosemittel“ an oder „spirituelle Astrologie“ als Lehrfach. In der „Astro Medizin“ wird die Astrologie vor allem „zur Klärung seelischer Hintergründe von Erkrankungen und Krankheits-Dispositionen“ eingesetzt oder zur Festlegung „passender Operationstermine“.
Zu den „allgemeinen Lehrinhalten“ der „Astrotherapie“ gehören in den „Paracelsus Heilpraktikerschulen“ u.a. die „astrologische Analyse“, d.h. „Aufbau einer Horoskop Analyse für jede Planetenkraft; Beziehungs  und Familienanalyse, die Konstellationen bei Eltern, Partnern, Kindern und Freunden“, weiter die „Astro-Medizin“, gemeint sind „Naturheilweisen, auf die die Planetenkraft gut anspricht“, weiter „Entsprechungen von Bach-Blüten, Edelsteinen, ätherischen Ölen“ und „innere Reisen zu dem Organsystem“ oder „in die untersten Gefilde und Katakomben, um den verdrängten Anteilen der Kraft zu begegnen und sie zu integrieren“, dazu noch „passende Meditationen für die Planetenkraft“, was immer dies auch sein mag.

Versprochen wird, daß die „Ausbildung in Astropsychologie und Astrotherapie eine gelungene Verbindung zwischen fundiertem astrologischen Wissen und selbsterfahrener Tiefenpsychologie – wie auch Astro-Medizin ein außergewöhnliches Angebot auf dem Markt der Astrologiestudien darstellt“.

Ziel der Ausbildung ist, daß die zukünftigen Heilpraktiker „einen intensiven inneren Erkenntnis- und Wandlungsprozeß bei ihren Klienten anzuregen und professionell zu begleiten verstehen … Teilnehmer ohne Heilerlaubnis können die astrologischen Kenntnisse zur Bewußtseinserweiterung und klärenden Lebensberatung beim gesunden Menschen anbieten und nennen sich Astropsychologische Berater.“

Tatsächlich sind diese wie viele andere fantastische Berufsbezeichnungen esoterischer Heiler rechtlich nicht geschützt.

Astro- Diagnose und- Therapie spielen in zahlreichen esoterischen Heilverfahren eine nicht unwesentliche Rolle:

Die Klangschalen-Therapie ordnet die Frequenzen der einzelnen Klangschalen den 9 Planeten und 12 Tierkreiszeichen zu. Patienten werden angeleitet, Schalen auszusuchen, die ihrem persönlichen Tierkreiszeichen entsprechen.

In der Reinkarnations-Therapie wird das Horoskop als Diagnosehilfe herangezogen.

Wichtigstes Instrument der Feng Shui Diagnose ist der Lop’an, ein geomantischer Kompaß, der aus den astrologischen Daten der Hausbewohner in Verbindung mit Berechnungen der Himmelsrichtungen und der 5 Elemente angeblich geforderte Wohnungsumbauten und Umstellung der Möbel herleitet. Die beim Channeling beschworenen Geister empfehlen die Astrologie.

Wunder- und Geistheiler lassen sich von astrologischen Berechnungen leiten.

Die Bioresonanz-  Therapie erklärt die Wirkweise ihrer Geräte mit astrologischen Vorstellungen.

Die Bach-Blüten – Therapie sucht Entsprechungen zwischen Bach-Blüten und Horoskop des Patienten.

Beim Ayurveda soll mit Hilfe des Patienten Horoskops die Balance zwischen den drei Doshas wiederhergestellt werden.

In der Aroma – Therapie
werden die Aroma Öle dem Klienten nach astrologischen Merkmalen zugeordnet usw.

Immer mehr Gerichte werden mit dem Thema Astrologie beschäftigt. Gerichtsurteile bezeichnen astrologische Gutachten als Produkte von „Wahnideen und Irrglaube“ und geben Klägern recht, die sich auf den Paragraphen 306 BGB beziehen, demzufolge ein „auf unmögliche Leistung gerichteter Vertrag ungültig“ ist (OLG Düsseldorf Az: 5 U 319/52 u.a.).

Da die Astrologie ein Aberglaube ist, lassen sich Astrologie-Gläubige nicht von den Sternen bestimmen, sondern von Astrologen
. Diese aber sind untereinander heillos zerstritten und schwören auf die unterschiedlichsten „Schulen“.

Die Zukunft zu kennen, ist verlockende Versuchung aller Menschen, aber GOTT allein vorbehalten. Soweit Vorhersagen und Prophezeiungen dem Menschen heilsam sind, hat GOTT sie im Alten und Neuen Testament geoffenbart. Sie können in der Hl. Schrift nachgelesen werden.

Die Astrologie dagegen und alles Wahrsagen hat GOTT unmißverständlich Seinem Gericht unterworfen:

„Hast du dich nicht stets bemüht, von den Sternen Rat zu holen? Ruf doch deine Himmelsdeuter, die die Horoskope erstellen. Ob sie dich wohl retten können? Wie den Stoppeln geht es ihnen, die im Nu das Feuer frißt. Und keiner kann sein Leben retten“ (Jesaja 47,13f).

Astrologie führt nicht zu GOTT, sondern in die Irre. Astro – Medizin macht nicht gesund, sondern seelisch und oft auch körperlich krank:

Schuld und Versagen auf die Sterne abzuschieben, heißt, die Schuld ohne Reue, Bekenntnis und Wiedergutmachung zu verdrängen. Diese Schuld kann nicht vergeben werden.

Vorhersagen von Katastrophen und Krankheiten können in den Suizid führen, Berechnungen von Operationsterminen lebenserhaltende Eingriffe versäumen lassen.

Bindungen an astrologische Gutachten, Diagnosen oder Therapien können das Unterbewußtsein gefangen halten, zu geistiger Verwirrung und Realitätsverlust führen. In Verbindung mit okkulten Techniken führen sie zu dämonischen Belastungen, Umsessenheit oder gar Besessenheit, die allein der Exorzismus im Namen JESU heilen kann.

 

Aura – Heilung (Healing)

Das lateinische Wort „Aura“ bedeutet „Lufthauch“. Es bezeichnet ein „magisches Energiefeld“, das angeblich den menschlichen Körper als Schutzhülle umgibt. Dieses unsichtbare „Energiefeld“ zeige sich nur dem „Aura – Heiler“, lehren Esoteriker, und zwar in den sieben Farben des Regenbogens. Form, Beschaffenheit (Risse, Löcher u.a.), Zusammensetzung und Färbung der Aura können angeblich Auskunft über Erkrankungen geben.
Um eine defekte Aura wiederherzustellen, legt der „Heiler“ seine Hände einige Zentimeter über den Körper des Patienten, bevorzugt über die „Chakren“, um „kosmische Energie“ einströmen zu lassen.

Andere „Heilverfahren“ sind das Auflegen von Magneten oder Edelsteinen, welche die Aura „reinigen“, „aktivieren“, „von Störungen befreien“ sollen.

Eine störungsfreie Aura schütze vor allen Krankheiten, auch AIDS und Krebs, und gegen alle Angreifer wie Gewalttäter, Hexen u.a., die an der heilen, geheilten Aura „abprallen“ würden. In einer defekten Aura könnten sich auch Seelen Verstorbener einnisten bis zu ihrer Wiedergeburt oder Seelen von Menschen, die ihren Tod nicht angenommen hätten und all ihre Gefühle und Schmerzen auf ihren „Wirt“ übertragen würden. Menschen, die von Verstorbenen „besessen“ seien, bedürften der Aura-Reinigung durch einen (spiritistischen) Exorzismus, bis die fremde Seele die Aura loslassen und „heim ins Licht“ gehen könne.

Da die Aura eine reine Erfindung ist und mit modernsten Meßverfahren nicht nachgewiesen werden kann, ist deren Wahrnehmung entweder Betrug oder hellsichtig okkult.

Aura-Meßgeräte, die auf dem Esoterik Markt teuer verkauft werden, machen bestenfalls die Körperwärme oder den Hautwiderstand einer Person „sichtbar“, nicht aber „Aura Energie“. Aufdringlich wird das Vertrauen von Patienten umworben mit angeblichen Beweisen, die durch die sog. „Kirlian-Fotografie“ geliefert würden.

 

Ayurveda

Die Ayurveda Werbung verspricht „Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele, Stimulierung der Selbstheilungskräfte, Vitalität, Aktivierung des Energiesystems“ und andere Wirkungen mehr.

Ayurveda-Massagen, Ayurveda-Bäder, Ayurveda-Tees, Ayurveda-Körperpflege, Ayurveda-Küche können an „Ayurveda-Schnuppertagen“ erprobt werden. Ayurveda ist „in“.

Das altindische Wort“Ayurveda“ ist zusammengesetzt aus Ayur = langes Leben und Veda = Wissen. Diese „Lehre vom langen Leben“ wurde drei indischen Heilern der Frühzeit während einer Meditation geoffenbart und ist als „älteste Gesundheitslehre der Weit“ Teil der „Veden“, der hinduistischen Schriften.

Nach vedischer Vorstellung spiegelt der menschliche Organismus die kosmische Ordnung des Universums wider und ist zusammengesetzt aus den fünf Elementen: Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther, die von den drei Doshas (wörtlich „Verderber“), den Temperamenten oder Energiesystemen Vata (Wind), Pitta (Sonne) und Kapha (Mond) geregelt werden, um das innere Gleichgewicht zu erhalten.

Schon die geringste Störung in der Harmonie der Doshas führt nach Ayurveda zu Krankheiten. Die Gesundheitsregeln des Ayurveda leiten sich nicht nur aus der Irrlehre des Hinduismus her, sie widersprechen auch den wissenschaftlichen Erkenntnissen unserer Zeit:

Die „Ayurveda-Küche“ empfiehlt z.B. „Vata-Typen“, Rohkost zu meiden, weil durch Rohkost „Vata“ verstärkt würde. „Pitta-Typen“ sollen auf Saures verzichten und stattdessen viel Eis und kalte Speisen essen. „Kapha-Typen“ sollen Salz und süßes Obst weitmöglichst meiden. In umfangreichen Tests ermitteln „Ayurveda-Experten“ den Grundtyp des Hilfesuchenden. Die Fachzeitschrift Ärztliche Praxis nennt die Ayurveda Heiler „selbsternannte Gesundheitsexperten der Maharishi-Sekte“ (1990, Nr. 94, S. 27).

Bereits 1989 entschied das Bundesverwaltungsgericht, daß es sich bei Maharishi Mahesh Yogi und seinen Anhängern um eine „Psychosekte“ handelt…

Die Deutsche Gesellschaft für Ayurveda e.V., Traben-Trarbach, beansprucht für sich den „Maharishi-Ayurveda“, die „authentische und traditionelle Ayurveda Medizin in höchster Vollendung, das Gütesiegel medizinischer Kompetenz in Ausbildung, Herstellung von Heilmitteln und Vollständigkeit der Therapieverfahren“.
Sie gründet „Ayurveda Gesundheitszentren“ und organisiert Aus- und Weiterbildungs Seminare für Schulmediziner. Ausdrücklich schließt sie „das System des Yoga, Transzendentale Meditation und die alte Gaudhava Veda und andere vedische Disziplinen ein, die alle im alten ayurvedischen Schriftgut für unentbehrlich gelten…. so wie sie von den uralten Sehern in Indien ans Licht gebracht wurden“. (www.ayurveda.de).

Einer seriösen Überprüfung halten ayurvedische Diagnose- und Therapieverfahren nicht stand, ebenso nicht die gerühmten „fantastischen Heilerfolge“ der Ayurveda-Medikamente. Im Gegenteil: Statt der Gesundheit zu dienen, ist die Beimengung von hochgiftigem Quecksilber, Arsen, Blei und anderen Giftstoffen in bestimmten Medikamenten gesundheitsschädlich. Immer mehr Ärzte machen die Erfahrung von unerwünschten Nebenwirkungen, wie z.B. hämmernde Kopfschmerzen nach Stirn-Ölgüssen. – Die Doshas, Kernstück des Ayurveda, sind reine Erfindungen. Studien zur Wirkung von Ayurveda Therapieverfahren fehlen in Deutschland.

 

Bach-Blüten – Therapie

Der englische Arzt Dr. Edward Bach lebte von 1886-1936. Er promovierte als Schulmediziner, arbeitete als Pathologe und Bakteriologe am Londoner Homöopathischen Krankenhaus und leitete später die Unfallstation an der Universitätsklinik in London.

Nach seiner Biographin Nora Weeks entdeckte Bach um 1930 sensitive Fähigkeiten. Er verbrannte seine wissenschaftlichen Vorträge und Aufsätze, zerbrach seine Injektionsspritzen, schüttete die von ihm entwickelten Impfstoffe in den Ausguß und ließ sich fortan ausschließlich von „Offenbarungen“ und lntuitionen leiten.

Schon vor 1930 hatte Bach Patienten durch Handauflegung geheilt. Nach deren Berichten erschien ihnen Bach im Traum, um ihnen die Hände aufzulegen, andere spürten, „wie ein Strom von Lebenskraft zu fließen begann“, wenn sie ihn nur ansahen. Nora Weeks berichtet:

„Bach hatte in rascher Folge Heilpflanze um Heilpflanze entdeckt und nach seinem neuen Verfahren zubereitet. Die seelischen und körperlichen Torturen, die er vor jeder einzelnen dieser Entdeckungen durchlitten hatte, waren so gravierend gewesen, daß er sich völlig geschwächt und erschöpft fühlte“ (N. Weeks, E.Bach, S. 123).

Ob Bach Kontakte zu okkulten Kreisen hatte, ist nicht bekannt, wohl aber, daß er aktiver Freimaurer war. In seinem Vortrag beim Freimaurertreffen im Jahr 1936 lehrte Bach u.a.:

„Liebe Brüder alle, der ganze Kern des Lebens ist, unsere Göttlichkeit zu erkennen, daß wir unbesiegbar, unüberwindlich sind und keine Verletzung uns je in unserem Sieg aufhalten kann, den wir im Namen unseres Großen Meisters gewinnen… Im Innern sind wir göttlich“ (ebda S.59).

Wenn Bach von der Göttlichkeit des Menschen spricht, meint er nicht die von GOTT in der Taufe geschenkte Gotteskindschaft, sondern vertritt die esoterische Irrlehre, die er auch in anderen Überzeugungen erkennen läßt:

Der Mensch schreite in zahlreichen Re-Inkarnationen seiner Vollkommenheit entgegen. Durch Selbsterlösung, d.h. durch die Bach Blüten Essenzen, würde es der Menschheit gelingen, alle Krankheiten vom Antlitz der Erde zu vertreiben. Krankheit sei Disharmonie und einzig und allein auf Fehler des Patienten zurückzuführen. Die Überwindung aller Krankheiten hänge hauptsächlich von der Erkenntnis der eigenen Göttlichkeit ab. Folge der Mensch den in sich einwohnenden göttlichen Geboten, erlange er die Gesundheit. Die Bach-Blüten Therapie habe die Aufgabe, dem Menschen zu helfen, „sein geistiges Verfehlen zu korrigieren“ (ebda S. 228).

Ziel des Menschen also ist es nach Bach, „zu sein wie GOTT“.

Seine Erlösung geschieht nicht über den menschgewordenen Sohn GOTTES JESUS CHRISTUS, die Befreiung von Schuld nicht über das Bußsakrament, sondern über energetische Arzneien, die Bach-Blüten.

Erlösende Heilmittel könnten weder mineralische noch tierische Substanzen sein, lehrt Bach, sondern allein pflanzliche, gewonnen aus Pflanzen, „die in ihrem Entwicklungsstand entsprechend hoch oder höher sind als der durchschnittliche Mensch. Aus dieser Gruppe müssen wir unsere Arzneien wählen, denn diesen ist die Kraft gegeben, zu heilen und uns zum Segen zu gereichen… Sie besitzen die Kraft, unsere Schwingungen anzuheben und damit geistige Kraft herabzuziehen, die Gemüt und Körper reinigt und heilt“ (ebda S. 229).

Bach-Blüten sind als Ersatz für die Erlösung durch JESUS CHRISTUS „als ein Sakrament zu empfangen, denn sie haben bewiesen, daß sie in ihrem gnadenreichen Wirken mehr als gesegnet sind und ihnen die Kraft gegeben ist, alle Arten von Krankheiten und Leiden zu heilen“ (ebda S. 68).

Die Herstellung der Bach-Blüten-Essenzen hat Bach genau festgelegt:

„Ein möglichst dünnwandiges Glasgefäß wurde mit reinem Wasser, vorzugsweise aus einer Quelle, fast gefüllt. Dann wurden ausreichend Blüten der jeweiligen Pflanze daraufgegeben, um die Wasseroberfläche völlig zu bedecken. Man wählte hierzu einen wolkenlosen Tag. Die Blüten wurden gepflückt, nachdem sie ungefähr zwei Stunden dem Sonnenschein ausgesetzt waren.

Das gläserne Gefäß wurde dann in die Sonne gestellt und von Zeit zu Zeit etwas gedreht, damit die Sonne direkt in die Öffnung scheinen, aber auch das Ganze bestrahlen konnte.
Ungefähr je ein Viertel der Flüssigkeit wurde nach drei, vier und sieben Stunden abgenommen und jeweils 20 Prozent reinen Alkohols hinzugefügt.

So erhielt man direkt, was man als dritte, vierte und siebte Potenz verwenden kann“ (E. Bach, Gesammelte Schriften, S. 254). Bach beabsichtigt ausdrücklich nicht, daß materielle Wirkstoffe der Blüten in das Wasser eingehen. Allein „die spirituelle Kraft“ der Blüten soll auf das Wasser übertragen werden.

Die Anzahl der Bach-Blüten-Essenzen beträgt 38, ergänzt durch die sog. „Notfalltropfen“, eine Mischung von drei bis fünf Essenzen. Die 38. Arznei ist reines Quellwasser. Alle Bach Blüten müssen wild an den von Bach festgelegten Orten gesammelt werden.

Einige Wochen vor seinem Tod regte Bach die Gründung einer Bruderschaft an. Alle, die sich – wie er – „als Boten der Großen Macht“, als „göttliche Gesandte“ verstehen, sollten sich zusammenschließen, um „das wunderbare Werk fortzuführen, das wir begonnen haben. Ein Werk, das der Krankheit ihre Macht entreißen kann, das Werk, das Menschen freimachen kann“ (ebda S.65).

Bach ist überzeugt: „Es wurde uns eine Heilmethode offenbart,
wie sie, soweit das menschliche Erinnerungsvermögen reicht, noch nie bekannt wurde… Während wir mehr und mehr das Vertrauen der Menschen um uns gewinnen, verkünden wir ihnen, daß wir glauben, göttliche Gesandte zu sein, die geschickt sind, ihnen in ihrer Not zu helfen“ (ebda S. 64).

Nach dem Tod Bachs gerieten die Bach-Blüten in Vergessenheit. Heute werden sie vom „Bach-Center“, London, und in den deutschsprachigen Ländern von Mechthild Scheffler, Leiterin des Instituts für Bach-Blütentherapie, Forschung und Lehre, Hamburg, und Lehrbeauftragte des Bach-Centers, gewinnbringend vermarktet.

Da die Bach Blüten nur an den von Bach festgelegten Orten in England geerntet werden dürfen, verteidigt das Bach-Center sein Monopol in der Herstellung von Original-Bach-Blüten-Essenzen.

In ihren Publikationen macht Scheffler den esoterischen Hintergrund der Bach-Blüten-Therapie noch deutlicher als Bach selber:

„Weil in der Schöpfung alles eine Einheit ist, ist jeder von uns mit allem verbunden, und zwar durch eine gemeinsame, übergeordnete, mächtige Energieschwingung, die mit vielerlei Namen, so z.B. „Schöpfungskraft“, „universelles Lebensprinzip“, „kosmisches Prinzip“, „Liebe im Sinne höherer Vernunft“ oder ganz einfach „Gott“ genannt wird“ (M. Scheffler, Bach Blütentherapie, S. 15).

Ziel der Bachschen Therapie ist der „gesunde“ Mensch, „stark und glücklich als harmonisch schwingender Teil des größeren kosmischen Energiefeldes“ (ebda S. 17).

Original Bach-Blüten-Essenzen werden auf Wunsch inzwischen von fast allen deutschen Apotheken aus England bezogen. Sie „heilen“ von Schuldgefühlen (Pinien-Essenz), vertreiben Eifersucht, Mißtrauen, Haß und Neidgefühle (Stechpalme), Schüchternheit und Ängstlichkeit (Gauklerblume) u.a. Untugenden.

 

Channeling

Beim Channeling (channel = Kanal) nimmt ein Medium Kontakt mit „höheren Wesen“ auf, um Antworten auf Fragen, Ratschläge, Botschaften, Belehrungen und Warnungen zu empfangen. Channeling versteht sich selber als „spirituelle Therapie“. Die Botschaften des imaginären Mohawkhäuptlings White Eagle z.B. werden auch nach dem Tod (1979) des engl. Mediums Grace Cooke (Autorin zahlreicher Bücher) über die „White Eagle Lodges“ weltweit weiter verbreitet:

„Wir kommen aus der geistigen Welt, um euch eine Botschaft der Liebe und Hoffung zu bringen.
Ihr alle leidet auf vielfache Weise, die einen unter Schmerzen und körperlichem Unbehagen, manche unter seelischen Belastungen und Ängsten … Wir kommen, um euch zu trösten, um euch mit neuem Lebensmut zu erfüllen …
Der Weg für alle ist der gleiche … Laß das Christuslicht in dein Leben einströmen. Unterwerfe dich dem göttlichen Gesetz, gib dich hin, und du wirst Frieden und Freude finden …“ (Das große White-Eagle-Heilungsbuch, S. 10).

White Eagle empfiehlt Handauflegung, Farbbestrahlung, Astrologie, Bach-Blüten-Therapie, Heil-Mantras u.a.
Zahllose Wunder- und Geistheiler arbeiten als Channeler oder mit Channelern zusammen:

Channeler versetzen sich über Selbsthypnose, Hyperventilation, Meditation oder Atemanhalten in eine Art Trance. In „Halbtrance“ können sie Fragen direkt beantworten, in „Volltrance“ spricht ein „Geistwesen“ aus ihnen. Die Geist-Belehrungen werden entweder verbal übermittelt oder mit Hilfe eines „OuiJa-Boards“ (Witch-Board), eines runden Bretts mit einem Zeiger, der Buchstaben und Zahlen anzeigt, die zu einem Text zusammengesetzt werden. Botschaften werden auch über das sog. „Planchette“ vermittelt, ein dreibeiniges Gestell mit angebundenem Stift, der über ein Blatt Papier gefahren wird und Texte schreibt, auch „automatisches Schreiben“ genannt.

Die gechannelten Botschaften sind entweder Betrug, Produkte geistesgestörter Menschen oder dämonisch gewirkte Wahrsagerei bzw. Weissagung.

Um gläubige Menschen abhängig zu machen, geben christlich orientierte Channeler vor, Botschaften von Heiligen, Engeln, Maria, von „Armen Seelen“ zu empfangen oder mit „Christusenergie“ bzw. „göttlicher Heilkraft“ zu heilen. Sie praktizieren „Christustherapie“ als Ergebnis direkten Kontaktes zu „Jesus Christus“. Eine Flut gechannelter und damit falscher Botschaften wird vor allem von irrgeführten Katholiken weiter verbreitet.

Hilfesuchende, die sich von Channelern abhängig machen, sündigen nicht nur schwer gegen GOTT und Sein Verbot der Wahrsagerei
, sie tragen auch nicht selten schwere Nervenstörungen, psychische Wahnvorstellungen und dämonische Belastungen, Umsessenheit oder Besessenheit davon.

 

Edelstein – Therapie

Edelsteine und Kristalle sind seit alten Zeiten Medien heidnischer Heiler, Schamanen (Heilkundiger) und Zauberer: Babylonier, Chaldäer, Ägypter, Perser und Araber trugen Edelsteine als Amulett, als Glücks- und Erfolgsbringer. Tibeter und Nepalesen benutzen den Bergkristall zur „Teufelsaustreibung“ und als Wahrsagemittel.

Schamanen wirken auf Kranke mit Kristallen ein, in denen „kosmische Energie“ gebündelt sein soll.
Die Yukatan, mexikanische Indianer, betrachten den Kristall als „Tor zu den Göttern“.

Heute gehören Edelsteine, Halbedelsteine und Kristalle zur Grundausstattung fast jeder esoterischen Heilpraxis. Zahlreiche sog. Lehrbücher befinden sich auf dem Büchermarkt. Der Verkauf von Steinen zu therapeutischen Zwecken boomt.

Edelsteine haben angeblich ein gewaltiges „Energie – Potential“. Esoterische Heiler behaupten, sie könnten mit Steinen den Körper und die Aura „reinigen“, von Verspannungen und Schmerzen befreien, alle möglichen Krankheiten heilen, selbst Epilepsie und Schizophrenie. Sie könnten vor Radioaktivität schützen und Beziehungskrisen lösen.

Edelstein-Therapeuten geben vor, mediale Kräfte zu besitzen und Verbindung zur „kosmischen Energie“ aufnehmen bzw. herstellen zu können.

Katrina Raphaell, eine der bekanntesten Kristall-Therapeutinnen, „erlöst“ Patienten mit Hilfe der Edelsteine sogar von Schuld:

„Wir umgeben das Herzzentrum mit vielen Rosenquarzen sowie grünen Aventurinen. Wir visualisieren Vergebung, Liebe und Verständnis…. die beim Einatmen in den Arm strömen.“ Beim Ausatmen sollen dann die Patienten ihre Schuldgefühle und Gewissensbisse loslassen.

Während der pseudo psychotherapeutischen Behandlung arbeitet Raphaell mit einem Quarzkristall, mit dem sie Knöchel, Gelenke, Ellbogen, die Schultern und den Hals berührt.

Für Raphaell und andere Heiler sind Edelsteine „Lebewesen“:

“Mein Umgang mit der Welt der Kristalle zeigt mir bei vielen Gelegenheiten, daß Kristalle und Steine nicht nur spürten, was um sie herum vor sich geht, sondern in liebevoller, unterstützender, manchmal sogar selbstaufopfernder Weise reagieren.“ Steine seien vor langer Zeit von Wesen aus dem Kosmos „programmiert“ worden, um ihr „Wissen heute an die Menschen weiterzugeben“ (Rolf Höneisen, Steinzauber, S. 96ff).

Geradezu abenteuerlich ist die Aufwertung des Kristalls zum “Christ-All“:

“Vor Jahrtausenden“, so behauptet Peter Ferreira bei seinen Vorträgen, „war das Wort für Bewußtsein ’Christos’. Es ging eigentlich im Leben des Menschen um nichts anderes als darum, den ’Christos’ in uns zu finden und zu erweitern. Und nicht umsonst wurde aus einem Menschensohn Jesus ein Gottessohn ’Christus‘   durch erweitertes Bewußtsein zum Allbewußtsein zum ’Christ All’ … Und diesen Kristall‘ möchte ich gern wieder in Ihnen anregen“ (Verlag Salvator Mundi, Gaming, Österreich).

Stein-Therapeuten legen Edelsteine auf „Chakren“, angebliche Energiezentren des Körpers, oder auf „Meridiane“ (Energiebahnen). Sie tauchen Steine ins Wasser, an das sie „Steinenergien“ abgeben würden, kombinieren die Stein Therapie mit zahlreichen anderen esoterischen Praktiken (Reiki, Aura-Heilung u.a.), reinigen das „Karma“ des Patienten, versetzen Patienten in Trance und erklären, über die Steine Kontakt mit heilenden Geistwesen herstellen zu können.

Bei okkulten Meditations-Übungen mit aufgelegten Steinen erleben Patienten Visionen, hören Stimmen, sprechen in unbekannten Sprachen und stehen „wie unter einer fremden Kontrolle“, d.h. sie zeigen die klassischen Merkmale dämonischer Beeinflussung.

Esoterische Stein-Heiler versprechen und behaupten Heilungserfolge, ohne den wissenschaftlichen Beweis anzutreten.
Sie berufen sich auf „Erfahrungen“, die nicht überprüft werden dürfen Der Hämatit z.B. soll die Blutbildung fördern. Wie aber das Eisen aus dem Stein ins Blut gelangen soll, erklären Stein-Therapeuten nicht. Einem Test, wie ihn jedes Medikament in der Schulmedizin bestehen muß, werden Edelsteine ausdrücklich nicht unterzogen.

Die Steinheilkunde „lebt“ von unwissenschaftlichen Argumenten und Widersprüchen:

Zur Herstellung von „Heilstein-Elixieren“ z.B. werden Edelsteine über Nacht oder Tag ins Wasser gelegt, um dieses zu „energetisieren“ oder zu „vitalisieren“. Das „Schwingungsmuster” der Edelsteine, das sich dem Wasser mitteile, wird mit Alkohol „konserviert“ und die Essenz in Glasfläschchen aufbewahrt zum Schutz gegen „Störfelder“ z.B.

Keinesfalls dürfe destilliertes Wasser dazu verwendet werden, da es „tot“ sei, warnen die einen. Unbedingt müsse dazu doppelt destilliertes Wasser benutzt werden, schreibt dagegen der „Steinkreis e.V.“ vor. Die einen empfehlen Mineralwasser, für andere muß es Brunnenwasser sein usw.

Nüchtern und chemisch betrachtet, bestehen Glasfläschchen aus einem Natrium Calcium Silicat, dem eigentlich eigene „Schwingungen“ zugeschrieben werden müßten, die dann aber in Konflikt gerieten mit den Schwingungen der eingefüllten Essenzen.

Mit Wissenschaft hat auch die Zuordnung von Steinen und Körper Organen bzw. Krankheiten nichts zu tun.
Sie ist dem Analogiezauber abgeschaut:

Rote Minerale
z.B. sollen auf die Blutgefäße wirken, weil sie rot sind; calciumhaltige Steine wirken angeblich positiv auf Knochen und Zähne, die bekanntlich Calcium enthalten; der „Augenachat“ soll bei Augenkrankheiten helfen (Name!), der „Flammenachat“ Fieber senken; Bernstein, versteinertes Harz, soll die Wundheilung fördern, weil Harz die Bäume bei Verwundungen schützt usw.

Magisch ist auch die Forderung,
Steine (wie Batterien) unter fließendem Wasser von negativer Energie zu entladen und im Sonnenlicht mit positiver Energie aufzuladen, wobei nach einigen Esoterikern die Mittagssonne entladend wirke. Der Mondstein dagegen darf nur im Mondlicht aufgeladen werden (Name!).

Wissenschaftlich betrachtet, sind die „Therapien“ der Heilsteinkunde völlig haltlos.
In keinem einzigen Stein sind mit den modernen Meßmethoden die vorgegebenen Kräfte oder Energien nachzuweisen. Ein Bergkristall z.B. und ein Quarz, der im Gletscherbach matt und rund gewaschen wurde (Kieselstein), haben die gleiche chemische Substanz. Trotzdem ist der Bergkristall nach der esoterischen Heilkunde d e r Kraftspender, als Kieselstein aber habe er keinerlei Heilwirkung.

Daß Edelstein-Therapeuten trotz widersprüchlicher Erklärungen und Anwendungen Heilerfolge aufweisen können, erklärt sich aus dem Placebo Effekt, aus Suggestion und Autosuggestion.

Die Heilung geht nicht von toten Steinen aus, sondern vom Menschen, der an die Kraft der Steine irrtümlich glaubt.

Magische Steinketten und „schützende“ Armbänder werden auch von irregeleiteten Christen getragen. Wie andere Amulette sollen sie Segen bringen, Unglück abwehren und als „Glückssteine“ zum „guten Geist“, zum ständigen Begleiter werden.

Christen, die Edelsteine als Heilbringer benutzen und auf Edelsteine als Heilsteine ihr Vertrauen setzen, binden sich an ein anti-christliches, magisches Weltbild und sündigen schwer gegen das 1. göttliche Gebot.
Der Glaube an die Heilwirkung von Steinen ist ein Aberglaube, ein Irr-Glaube.

 

Feng Shui, Ti Li, Kan Yü

Seit Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts ist der Gesundheitsmarkt überschwemmt mit Feng Shui Lehrbüchern (gesprochen Fong Shü eh) und Feng-Shui – Beratern, die ihre Ausbildung in nur wenigen Tagen absolviert haben.

Wie viele andere esoterische Heilslehren gründet die Feng Shui Lehre in der Vorstellung, der Mensch müsse, um gesund und glücklich zu sein, mit der Vitalkraft des Kosmos im Einklang stehen. Nur die Beachtung der kosmischen Energie bewirke „gutes“ Feng Shui. Mißachtung der kosmischen Gesetze bewirke „schlechtes“ Feng Shui.

Im Westen dient Feng Shui hauptsächlich der „kosmischen“ Wohnraumgestaltung. Die richtige Position der Möbel erzeuge „gutes“ Feng Shui. Sie könne mit einem Lo p’an, einem geomantischen Kompaß bestimmt werden, der die vier Himmelsrichtungen, die fünf Elemente (Feuer, Wasser, Luft, Erde, Holz), die Bahn des Mondes und die astrologischen Daten der Hausbewohner in Einklang bringen soll. Geomantie ist Wahrsagen aus der Erde, z.B. aus Sandfiguren. Beim Umbau der Möbel werden auch energieausgleichende Hilfsmittel (Spiegel, Pflanzen, Aquarium usw.) an den bestimmten Stellen angebracht.

Die Feng-Shui – Theorie hält einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand. Lehrbücher und Beratungen von Feng-Shui – Experten weichen in ihren Aussagen oft erheblich voneinander ab.

 

Geist- und Wunderheilung

Millionen Deutsche nehmen ihre Zuflucht regelmäßig zu Wunder- und Geistheilern:

Schüler von Anton Mesmer übertragen durch Handauflegung angeblich „magnetische Heilkraft“, Reiki-Therapeuten „kosmische Heil Energie“, Charismatiker heilen „mit dem Heiligen Geist“, Magier, Schamanen und Spiritisten übertragen „feinstofflichen Heilstrom“ oder „Heil-Energie“ von übersinnlichen “Geistführern”.

Alle Geistheiler berufen sich auf höhere, übernatürliche Heilkräfte, die durch ihre Hände den Hilfesuchenden mitgeteilt würden. Diese Fähigkeit sei ihnen über Visionen, Auditionen oder im Gefolge einer schweren Erkrankung zuteil geworden.

Heil-Energie könne auch in Abwesenheit über ein Foto, einen persönlichen Gegenstand oder Haare, Blut oder Speichel des Kranken übertragen werden.

Interessierte lassen sich in Lehrgängen, Wochenend-Seminar oder autodidaktisch mit Hilfe von Kassetten und Videos zu Geistheilern ausbilden.

Besonders spektakulär sind die „Geistchirurgen“. Sie führen angeblich mit ihren bloßen Händen Operationen durch, indem sie in den Körper des Patienten eindringen, krankes Gewebe entfernen und keine Narben hinterlassen. Viele Geist-Operationen konnten als Betrug entlarvt werden.

Esoterik Publizist Robert Sebastian
z.B. verspricht in seinem Buch „Die neuen Heiler“:

„Hoffnung für Millionen, wenn kein Arzt mehr helfen kann … Längst sind die teils unglaublichen Fähigkeiten der Geistheiler in wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt worden: Sie erwecken Menschen aus dem Koma, … sie lassen auf unerklärliche Weise bösartige Gehirntumore verschwinden, ja selbst scheinbar hoffnungslos Gelähmte befreien sie von ihrem Rollstuhl … Sicher ist, daß hier eine schier grenzenlose Kraft am Werk ist, die grundsätzlich jede Krankheit heilen kann“ (Klappentext).

Was von diesen „wissenschaftlichen Untersuchungen“ zu halten ist, belegt z.B. ein Test, der vom schweizerischen Fernsehen in vier Sendungen dokumentiert wurde:

Der Test wurde in der Praxis des prominenten griechischen Geistheilers Christos Drossinakis vom 28.08. bis 26.10.1994 in Frankfurt durchgeführt.

Wunderheilung konnte in keinem einzigen Fall bewiesen werden, lediglich geringe Besserungen, die sich als Placebo-Effekt erklären lassen.

1995 gründete Dr. Harald Wiesendanger den „Dachverband „Geistiges Heilen“ (DGH)
, in dem deutsche Geist- und Wunderheiler organisiert sind. Größtes Verbandsmitglied ist der „Bruno Gröning Freundeskreis“.
1996 gab der DGH einen juristischen Ratgeber für Geistheiler heraus mit Empfehlungen, wie sie das Heilpraktikergesetz umgehen können, da auch Geist- und Wunderheiler nur mit amtsärztlicher Erlaubnis tätig werden dürfen.
1998 wurde Wiesendanger aus dem DGH herausgedrängt. Er ist aber weiter aktiv als Buchautor über Geistheilerei.
In Italien ist Geistheilen seit 1996 verboten. In der Begründung betonen die Gerichte, daß es Pflicht der Justiz sei, Menschen vor Scharlatanerie und Okkultismus zu schützen.
Heilerfolge von Geistheilern lassen sich als Placebo Effekt, Betrug, Autosuggestion oder dämonisch bewirkt erklären.

In welchem Maße die Szene der Geistheiler auch die Kirchen durchmischt, wird z.B. deutlich an folgendem Bericht über einen Lehrgang der „Deutschen Vereinigung für Geistheilung“ (Bonn):

„Der fünftägige Lehrgang im Dominikaner Kloster St. Albert, Walberberg, begann täglich mit einer Andacht in der Klosterkapelle, es folgten Vorträge, Meditationen, Eutonie Übungen und Heilbehandlung.

Als Termin wurde das Pfingstfest gewählt, weil der Heilige Geist zugleich „heilender Geist“ sei.
In den Vorträgen wurden folgende Irrlehren verkündet:

Im Konzil zu Nicäa (325 n. CHR) seien aus der Bibel alle Stellen gestrichen worden, die von der Wiedergeburt handelten. Das allgemeine Heilen, welches von der Urmenschheit an über alle Kulturen praktiziert worden sei, sei in Nicäa verboten worden. Da im Mittelalter alle medial begabten Menschen ausgerottet worden seien, gäbe es gegenwärtig in Mitteleuropa nur noch wenige medial begabte Menschen…

Im Vortrag „Die Geistwesenheit des Menschen“ wurden vier verschiedenen Körper vorgestellt, die sich gegenseitig durchdringen würden:

Der physische Körper, der Äther-, Astral-, Mental- oder Seelenkörper. Während des Schlafes sei der Astralkörper in der geistigen Welt und nur noch lose durch eine Silberschnur mit dem physischen Körper verbunden. Die Erlebnisse des Astralkörpers würden in der Regel beim Erwachen vergessen.
Jeder Körper habe seine eigene Aura, die mit farbigen Skizzen „bewiesen“ werden könne.

Bei der Heilbehandlung habe jeder Heiler seinen eigenen „Geistführer“. Künstlerisch begabte Menschen könnten ihren Geistführer zeichnen. Es wurden z.B. Zeichnungen von White Eagle angefertigt.
Die Kraft des Heiligen Geistes, des „Heil Geistes“, sei körperlich erlebbar.

In den Eutonie-Übungen (Eutonie heißt „schöner Ton“) lehrte eine Ordensfrau das bewußte Erleben des Eingespanntseins zwischen Erde und „den erhebenden Kräften des Äthers, in welchem die kosmischen Energien weben“ (Augenzeugen Bericht vom 11. Lehrgang 1981 im Archiv der Vereinigung zum Schutz schwacher und hilfloser Menschen).

 

Charismatische Wunderheiler

Wie bei den Geistheilern so spielen auch bei den Charismatikern Wunderheilungen eine bedeutende Rolle.
Zu den häufigsten Methoden charismatischer Heilungen gehört das Auflegen der Hände auf den Kopf des Kranken oder auf kranke Körperteile, in der Absicht, „Heilkraft“ zu übertragen. Bei Großveranstaltungen werden die Teilnehmer auch aufgefordert, sich gegenseitig die Hände aufzulegen. Fernsehprediger empfehlen, die Hände auf den Fernsehapparat zu legen, um den „Heilstrom“ zu empfangen.

Viele bezeugen, daß bei der Handauflegung Wärme, Hitze oder Energie übertragen würde, „ähnlich wie Elektrizität“.

Etliche Charismatiker berufen sich auf Visionen oder Privat-Offenbarungen, in denen sie aufgefordert worden seien, anderen die Hände aufzulegen, um sie zu heilen oder „die Heilungsgabe weiterzugeben“.

Während der Handauflegung aus Heilungsgründen wird vermehrt das Phänomen des Rückwärtsfallens beobachtet, das als „Ruhen im Geiste“, als „Fallen unter die Kraft Gottes“ oder als „Erschlagen vom Geist“ interpretiert wird.

In der Kirchengeschichte ist das „Umfallen“ bzw das Fallen auf den Rücken
nur bei Exorzismen bekannt. In der Bibel bedeutet es immer Gerichtshandeln GOTTES.

Viele der auf den Rücken geworfenen Menschen erklären, „einen Zustand der Glückseligkeit“ oder „Frieden“ erlebt, bei erneuter Suche nach diesem Geschehen aber Depressionen und „schwarze Melancholie“ erfahren zu haben, die nur durch einen Exorzismus wieder von ihnen genommen werden konnten. Gefühle des Friedens müssen kein Beweis für das Wirken GOTTES sein: „Frieden ist nicht bloß Ruhe, sondern Ruhe in der richtigen Ordnung“ (Augustinus).
„Ruhe in der Unordnung ist kein Frieden, sondern die letzte Phase der Agonie“ (Reto Nay).

Welcher „Heilgeist“ bei der „Geisttaufe“ tätig ist, wird aus Erlebnisberichten deutlich:

Elisabeth (58 Jahre) besuchte eine charismatische Großveranstaltung der Freien Christlichen Jugendgemeinschaft Lüdenscheid (FCJG) mit dem Charismatiker Walter Heidenreich. Sie berichtet:

„Am letzten Abend standen wir alle auf den Stühlen und Tischen – voll betrunken vom Heiligen Geist und sangen auf Anleitung von Walter Heidenreich: Trink, trink, Brüderlein trink…‘ und: Einer geht noch, einer geht noch rein…‘ Es ging zu wie auf einem Münchener Bierfest.“

Trotz dieses negativen Erlebnisses will Elisabeth die „Geisttaufe“ empfangen und reist zum jüdischen Laubhüttenfest der Organisation Internationale Christliche Botschaft Jerusalem, zu einem Heilungsgottesdienst mit dem Inder Mahesh Chavda:

„Chavda schrie: ’Wer hat die Geisttaufe noch nicht?’ Jemand gab mir von hinten einen Stups. Jetzt oder nie! So ging ich mit vielen nach vorne. Jeder bekam persönlich die Hände aufgelegt. Und fiel er nicht um, wurde er noch zusätzlich angeblasen. Was ich dann am Boden liegend erlebte, übertraf alles, was ich bisher kannte, nämlich Liebesgefühle ohne Ende. Ich wollte und konnte gar nicht mehr aufstehen. Jetzt lernte ich Jesus noch als Liebhaber kennen.
Von nun an konnte ich auch ’in Zungen reden’, anderen die Hände auflegen oder sie anhauchen, und sie fielen auf den Rücken. Auch heilen war keine Seltenheit. Nun war ich ’Jemand’, hochgestiegen auf dieser Leiter der Hierarchie.“

Bei einem Heilungsgottesdienst mit dem Charismatiker Christoph Häselbarth in Friedrichshafen am Bodensee versuchte das Heilungsteam bei einer Kollegin von Elisabeth per Geistheilung ein verkürztes Bein zu verlängern. Die Kollegin kam völlig verändert zurück: „Meine Kollegin war längere Zeit wie weg. Sie redete wirr durcheinander, schlug mit ihrem Kopf auf die Tischplatte, heulte, lachte, und das nach einem Heilungsgottesdienst! Ja, sie wußte nicht mehr, wo sie überhaupt war. Am Ende wollte sie über den Bodensee laufen wie Petrus“ (in: TOPIC plus, Kreuztal, Juli 2004).

Joachim (32 Jahre) besuchte ebenfalls einen Heilungsgottesdienst der FCJG in Lüdenscheid und erlebte die ‚Geisttaufe‘ des Charismatikers Olli Ewers:
„Ich hatte vor meinen Augen erlebt, wie Menschen durch Gebet von körperlichen Gebrechen geheilt wurden… Je näher Olli sich auf mich zubewegte, desto größer wurde meine Anspannung. Ich hörte, wie er beim Händeauflegen immer wieder kurz in Zungen betete und häufig dabei sagte: ’Der Verstand muß weg’. Auch schnippte er dabei regelmäßig wie selbstverständlich mit den Fingern… Auch bei mir betete Olli kurz etwas in Zungen. Er legte mir seine Hände auf den oberen Stirnbereich und befahl auch mir, daß der Verstand weg muß. Plötzlich spürte ich, wie ich in einer Art Schwerelosigkeit nach hinten kippte. In meinem Geist nahm ich alles wahr, was geschah. Ich realisierte, daß ich fiel, und daß ich aufgefangen und zu Boden gelegt wurde. Allerdings hatte ich während des Moments des Fallens das Empfinden der Körperlichkeit völlig verloren. Es fühlte sich schwebend an.“

Von einer zweiten Veranstaltung der FCJG berichtet Joachim: „Als das Singen begann, erlebte ich nun, daß sich in mir eine Regung im Kehlkopfbereich äußerte, die ich zuvor nie erlebt hatte. Ich spürte, wie ich regelrecht dazu gedrängt wurde, meine Stimme ebenfalls zu erheben. Ich tat meinen Mund auf, formte einen Laut, und dann ging es wie von selbst los.
Ohne weiter nachzudenken, erlebte ich, wie der Geist meine Stimmbänder benutzte, um irgendwelche Laute zu formen, die mir völlig fremd waren… Und obwohl ich keine Ahnung hatte, was ich da aussprach, begriff ich in jenem Moment doch, was sich gerade ereignet hatte: Die Gabe der Zungenrede war in mir geweckt worden.“

Joachim hatte ebenfalls die „Reiki Weihe“ an sich vollziehen lassen und erlebte während des Betens Phänomene, die er seit dieser „Weihe“ kannte:

„An einem Morgen, während meiner Stille Zeit, erlebte ich, daß das leichte Wippen meines Körpers, das ich regelmäßig während des Zungenredens erlebte, plötzlich in ein starkes Schütteln überging. Meine Arme, die ich im Gebet seitlich nach oben gestreckt hatte, begannen sich dabei sehr stark hin und her zu bewegen, und mein ganzer Oberkörper wurde plötzlich heftig durchgeschüttelt… Zum ersten Mal erlebte ich derartige Schüttelerlebnisse bei einer Einweihungszeremonie in den ersten Reiki Grad. Als ich mich von der Reiki Meisterin für diese Energie hatte öffnen lassen, spürte ich regelrecht, wie eine fremde Kraft in meinen Körper kam und meinen ganzen Körper heftig durchschüttelte. Ob sich der Heilige Geist genau so manifestiert wie dieser Reiki Geist?“ (ebda).

TOPIC kommentiert:
„Besonders auffällig ist das geradezu fiebrige Bestreben im pfingst-charismatischen Lager, die Gläubigen möglichst schnell mit einem neuen Geist zu impfen. Dieser Geist scheint wie ein Virus per Handauflegung oder auch nur durch Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen überzuspringen.“

Bei sog. Groß Evangelisationen fallen tausende Teilnehmer bei der „Geisttaufe“ auf den Rücken und bleiben oft in obszönen Stellungen liegen,
so daß die Veranstalter Decken bereithalten, um vor allem Frauen zu bedecken.
Weil das Umfallen auch bei katholisch charismatischen „Heilungsgottesdiensten“ geschieht, warnte Kardinal Suenens, der „Vater der katholischen charismatischen Bewegung“ vor diesem Phänomen, das er als „parapsychologisch“ beurteilte.

Auf eine Anfrage bei Joseph Kardinal Ratzinger, Kongregation für die Glaubenslehre, Rom, antwortet in dessen Auftrag Msgr. Dr. Georg Gänswein u.a.:

„Die von Ihnen beschriebenen Praktiken gewisser charismatischer Kreise sind in der Tat problematisch. Sie zeigen, wie wichtig und richtig die Warnungen von Kardinal Suenens waren, der übrigens vom Papst als Ratgeber der charismatischen Gruppen bestellt war und dessen Stimme deshalb auch amtlichen Charakter hat“ (Juli 2004, Archiv der Vereinigung zum Schutz schwacher und hilfloser Menschen).

Auch der Psychoanalytiker K.G. Rey, leitendes Mitglied der katholischen charismatischen Erneuerung, Schweiz, stellt fest:

„Das Ruhen im Geiste schließt die Gefahr mehrfacher Täuschung in sich… Man glaubt, vom Heiligen Geist umgeworfen worden zu sein, während man sich massenpsychologischen Mechanismen unterzogen hat“ (In: Gotteserlebnisse im Schnellverfahren, Kösel 1985, S. 130).

Wie das Umfallen so werden auch die charismatischen Wunderheilungen kontrovers beurteilt:
  als vom HEILIGEN GEIST bewirkt
  als Ergebnis von Massensuggestion
  als Betrug (tatsächlich wird beobachtet, daß Veranstalter Teilnehmer nach hinten stoßen)
  als dämonisch bewirkt.

Viele Christen sind ohne ein klares Urteil: Wundersucht, Erlebnishunger, Verlangen nach schneller Heilung, mangelndes Glaubenswissen, blindes Vertrauen auf Autoritätspersonen wie Prediger und Priester, massenpsychologisch geschickt arrangierte „Heilungsgottesdienste“ mit Halleluja-Sprechchören, Zeugnisse „Geheilter“ und suggestive Ansprachen bzw. Predigten erzeugen eine Erwartungshaltung, die von GOTT Heilung beanspruchen zu können glaubt, und eine Art magische Atmosphäre, die über den HEILIGEN GEIST oder JESUS CHRISTUS Verfügungsgewalt auszuüben versucht und GOTT damit zu einem Gehilfen des „Heilers“ herabwürdigt.

Der Mensch hat aber keine Verfügungsgewalt über GOTT. Er hat keinen Anspruch auf Heilung körperlicher Gebrechen. Wer auf der Grundlage eines solch magisch verkommenen Glaubens zu heilen versucht oder Wunderheilung erstrebt, unterwirft sich nicht GOTT, sondern dämonischen Gewalten.

In der Regel werden charismatisch bewirkte Heilungen weder medizinisch überprüft noch kirchlichen Stellen gemeldet. Katholische Wunderheiler verstoßen damit gegen das Kirchenrecht, das eine Meldung außergewöhnlicher Heilungen zwecks Überprüfung vorschreibt.

 

Spiritistische Geist – Chirurgen

In einem Schreiben (vom 4.2.2004) an die Vereinigung zum Schutz schwacher und hilfloser Menschen klagt Winfried Veldung, Vorsitzender des Arbeitskreises Radionik und Schwingungsmedizin e.V (Bad Schwartau):

„Während unsere katholische Kirche sich anschickt, den großen Verwirrer durch die Esoterikangebote auf die Gläubigen loszulassen, haben selbst unsere Purpurträger nicht begriffen, daß sie es mit einem Gegner zu tun haben. Überlegen Sie doch nur, was unsere kath. Akademie- und Bildungshäuser anbieten: Reiki, Prana Heilung, Yoga und damit Tür und Tor für New Age öffnen. … Unser Arbeitskreis widersetzt sich der herrschenden Tendenz, die Esoterik in das Heilungssystem einzugliedern…“

Tut er das wirklich?

Auf der Rückseite dieses Schreibens stellt Veldung sein „Forschungsprojekt Geist-Chirurgie“ vor:
„Im Rahmen unserer Forschung ’Wie Heilung geschieht und welche Voraussetzungen dazu nötig sind’ führen wir nach den Richtlinien des Dachverbandes Geistiges Heilen ein Forschungsprojekt über die außergewöhnlichen Erfolge der Heiler und Geist-Chirurgen durch… Schwerpunkte unserer Forschung sind:
Paranormale Diagnosen u.a. durch Hellsehen und Automatisches Schreiben, Logurgie (Geist-Operationen), Heilen durch Energie, Gebetsheilung, Glaubensheilung… Fernheilung und Mediumistische Behandlungen.
Ziel: Wir wollen den Nachweis bringen, daß geistige Heilweisen sehr effektiv sind und deshalb auch in Europa toleriert und legalisiert werden sollten… Um Linderung, Besserung und Heilung zu erreichen, führen wir nach wissenschaftlichen Kriterien ’Therapeutische Reisen‘ auf die Philippinen oder Brasilien im März, Juni und November durch… Selbstkostenpreis für 17 tägige therapeutische Reisen ab 2120 Euro. Wissenschaftliche Leitung: Winfried Veldung, Heiler Sozialtherapeut Heilpraktiker.“

Seine Begegnungen mit dem Heiler „Caruso“, der nach eigenen Angaben kath. Geistlicher ist, schildert Veldung in seiner „Dokumentation der Geist-Chirurgie“:

„Der Reverend Caruso kam mit noch zehn weiteren Heilern. Während noch die Mitarbeiter ihre Utensilien auspackten, bereitete sich der Reverend auf das Geschehen vor, das wir Heilung nennen. … Unauffällig ging er vom Normal- in den Trancezustand über. Zuckungen in Gesicht, Oberkörper und den Armen deuteten darauf hin… Dann war der Reverend im Gespräch mit Gott, wie die Mystiker aller Glaubenden.

’Er lädt den Heiligen Geist ein, bei uns zu sein’, war die Antwort einer Frau auf meinen fragenden Blick. Ein anderer Mitarbeiter las aus der Hl. Schrift in der Landessprache der Philippinen (Tagalog) vor, während wir uns an die Hände faßten und einen Kreis bildeten. Dann folgten frei gesprochene Gebete, und wir schlossen uns mit dem ’Vater unser’ an …
Vor den operativen Eingriffen salbten der Reverend und seine Heilerkollegen jedem von uns mit geweihtem Kokosöl die Stirn, Schläfen, Schultern und die bei jedem unterschiedlich erkrankten Bereiche … Die Vorbereitungen des Reverend begannen mit dem 150. Psalm: Gelobt seist Du, o Herr.

Die erste Patientin legte sich, mit einem Slip bekleidet, auf die Behandlungsliege und erklärte dem Dolmetscher ihr Magen-Darm Leiden.
Der Reverend hob seine Hände in Brusthöhe und richtete seine Zeigefinger auf den Magen und – ohne seinen Psalm zu unterbrechen – berührte er mit seinen Fingerspitzen die Bauchdecke, drang durch die Haut, und es bildete sich eine Körperöffnung von 3 mal 1 cm. Sofort rann Blutwasser über die Haut, und zwischen seinen Zeigefingern entwickelte sich die materialisierte Form der Krankheit:
Ein Stück menschliches Gewebe von 3 cm Länge und 0,5 cm Stärke wurde sichtbar und allen gezeigt, auch, damit es fotografiert werden konnte. Die Öffnung des Bauches schloß sich. Das Blut wurde abgewischt, und ein schwach roter Fleck war nach weiteren 4 Minuten verschwunden. Der Reverend beendete jetzt den Psalm: Alles, was Atem hat, preise den Herrn.’

Viele sahen zum ersten Mal eine geist-chirurgische Operation, und ihr Erstaunen und Zweifel waren ihnen im Gesicht anzusehen.

Ein neuer Patient nahm den Platz auf der Liege ein und ordnete sein Handtuch. Der Reverend begab sich in den ’Schutz des Allerhöchsten’ und besprach mit IHM die nächste Operation.
Im stillen habe ich immer wieder unsere Patienten bewundert, wenn sie ihren eigenen Operationen zusahen und voller Vertrauen dem Heiler ihren Körper überließen.

Heiler, das waren danach wieder Hausfrauen, Geistliche oder Bauern, die den Körper öffneten, Tumore entfernten, Knochen korrigierten und nie eine Stunde Anatomieunterricht gehabt hatten. Paranormalität ist mit Logik erst einmal schwer zu verstehen … Nach dem Eingriff – ohne das Lob Gottes zu unterbrechen, setzte sich der Reverend hin, und der Patient, nicht fühlend und wissend, was geschehen war, fragte, warum er nicht anfängt. Die Kassette mit Gregorianischem Choral, die das Besondere dieser Behandlung betonte, war abgelaufen und mußte umgedreht werden …

Die Geist-Chirurgie, als eine Variante der Paramedizin, hatte mich schon immer fasziniert. Woher wußte der Heiler, was zuerst behandelt werden müßte? War jede Krankheit für ihn gleich und spielte das überhaupt eine Rolle? Oder setzte er nur die Selbstheilungskräfte in Gang?

Herz  und Prostatabeschwerden, Colitis ulcerosa, MS, Krebs in den verschiedenen Organen, Grauer Star mit drohender Erblindung, Tennisarm, hoher Blutdruck, Durchblutungsstörungen oder Stoffwechselregulierungen, alles Krankheiten, die menschliches Leben so scheinbar unnötig erschweren, alles wurde aufgegriffen und IHM, dem Schöpfer des Geschöpfes Mensch vorgetragen. Die Barmherzigkeit Gottes erfüllt den Raum …

Bei einigen von uns holte der Reverend die Watte wieder aus dem Bauch, die er am vorherigen Tag – allen sichtbar – in die Bauchhaut geschoben hatte. Jetzt, nach der ’Reinigung’ war sie mit Blut und Gewebe behaftet … Der Reverend ging jetzt deutlich sichtbar vom Trance  in den Normalzustand über, erbat eine Cola und sog genußvoll an einer Zigarette …

Jetzt begannen die Heiler die Therapie der Ölmassage vorzubereiten:

Auf einem Kocher siedete das teure Kokosöl, der Reverend segnete es, griff hinein und besprengte die Hände seiner Heilerkollegen: Asperges me…, besprenge mich, o Herr … sang der Chor der Mönche auf der Kassette …
Wie sagte doch der Reverend, als ihm eine Frau so spontan dankte? Abwehrend rief er: Nicht ich, sondern: Preise den Herrn!‘
Der Reverend nahm nur Spenden an. Jeder gab, was ihm die Behandlung wert war und legte Geld, Süßigkeiten, Kugelschreiber, Kaffee, gebrauchte Kleidung auf ein Tablett …

Am Abend fragte mich eine Frau aus der Gruppe, ob ich die vier Engel um ihn herum gesehen hätte. Hatte ich nicht, da ich nicht hellsichtig bin. Mir war aber, als wäre ein Engel dagewesen …

Was ist Geist-Chirurgie?

Nicht eine andere Art schulmedizinischer Chirurgie, sondern aus unserer Sicht ein paranormales Heilungsgeschehen. Es wird nur in Brasilien und auf den Philippinen praktiziert.
Störungen und Krankheiten erkennt der Heiler in der Ganzheit seines Patienten. Durch seine Mental-Energie, verbunden mit seinem Bewußtsein, dematerialisiert er Krankheiten – Geschwulste – Schmerzen und verschiebt das in einem psycho-plastischen Vorgang durch den Körper und rematerialisiert es auf der Haut. Zugleich wird die energetische Grundregulation wieder aktiviert, so daß die Selbstheilungskräfte funktionieren können …

Der operative Vorgang ist immer schmerzlos. Betäubung und Asepsis sind nicht erforderlich, Nebenwirkungen nicht bekannt, wenig Blutverlust, Zeit 3 – 8 Minuten und unabhängig von der religiösen Einstellungen“ (Faltblatt des AK, Waldstr. 20, 23611 Bad Schwartau).

Über die an ihm selbst vollzogene Geist – Operation schreibt Veldung:

„Nachdem ich mich später intensiv mit ’Geistigen Heilweisen’ beschäftigt hatte und z.B. in Rio die Operation von Dr. Fritz erlebt hatte, flog ich mit einer Gruppe von Kollegen auf die Philippinen. Aus Gründen der medizinischen Dokumentation und um die Beschwerden zu übersetzen, habe ich direkt 250 geistchirurgische oder paramedizinische Eingriffe in den Körper erlebt …

Nach einem Gebet legte die Heilerin ein weißes Handtuch auf meinen Oberkörper, das für sie eine Art Röntgengerät war.
In Stichworten sagte sie, daß am Herzen und an der Prostata etwas gemacht werden müßte. Auch wollte sie die aufsteigenden Arterien reinigen und die Leber entschlacken.

Sie machte mit ihrem Finger einen psychokinetischen Schnitt (in der Luft) über meiner Herzgegend. Es floß etwas Blut, und ich sah, wie sie mir Klumpen geronnenen Blutes zeigte. Dann nahm sie als Apport dematerialisiertes (pathologisches?) Material, das sich in der Wunde rematerialisierte und gab es mir. Es war einwandfrei menschliches Gewebe. Den Eingriff in meine Prostata filmte meine Kollegin. Ich spürte nichts. Niemals hätte ich mich bei einem Urologen auf den Tisch gelegt, denn die verhängnisvollen Nachteile einer schulmedizinischen Operation waren mir bekannt.

Es wurde die lustigste Operation, die ich je erlebte. Am Skrotum (Hodensack) nahm die Heilerin die Watte wieder aus dem Körper, die sie mir in die Stirn gesteckt hatte. Ich wurde dann noch mit Energie aufgeladen, was ich als Prickeln empfand, und nach einem weiteren Gebet war nach einigen Minuten die Behandlung beendet.
Wie hoch sind die Heilungsquoten? Es gibt keine exakten statistischen Unterlagen … Als Richtwert gilt: Ca 3 % Spontanheilungen, 30 % Besserung oder Heilung in 14 Tagen, 30 % Besserung oder Heilung in bis zu 6 Monaten, 30 % ohne Resonanz“ (ebda).

In seinem Faltblatt „Meine Begegnung mit dem Heiler und Geist Chirurgen Johannes“ schreibt Veldung u.a.:
„Der OP war ein Raum in einem Hotel auf den Philippinen … An der getünchten Wand hing das Gnadenbild der Muttergottes von Guadalupe aus Mexiko City … Ein Heiler hielt die Heilige Schrift aufgeschlagen mit dem 17. Kapitel des Johannes Evangeliums zwischen den Händen und richtete sie auf die kranke Stelle im Kopf …
Im Hintergrund spielte leise ein Kassettenrekorder die gregorianische Version des ’Veni creator spiritus’, ein Hymnus oder Lobpreis auf den Heiligen Geist, ohne den nichts geschieht.

Bruder John (Johannes) legte den Kopf des Mannes auf eine Bibel in der Landessprache Tagalog. Mit seinen Händen glitt er dann über den nackten Körper … Vorsichtig legte er dann seine Hände auf den Kopf und forderte ihn auf, zu beten und sich auf die Heilung zu konzentrieren. Dann ging alles sehr schnell:

Er nahm den linken Zeigefinger einer unserer Patientinnen und machte 30 cm oberhalb der Schläfe einen Schnitt in der Luft. Sofort zeigte sich auf der Schläfenhaut ein 4 cm langer Schnitt, der sich langsam mit Blut füllte. Auf diese Körperöffnung durch einen psychokinetischen Schnitt legte er eine 1 Peso Münze, etwas Watte, die ein anderer Heiler mit einem Feuerzeug anzündete und gleich mit einem Schnapsglas – als Schröpfglas, überdeckte … Die 4 Heiler warteten und beteten still. John nahm das Schröpfglas ab … und entwickelte unter leichtem Ziehen ein daumengroßes, rotes Stück Gewebe, die materialisierte Form der Krankheit …

Der Heiler John tat das Beste, was er tun konnte, zu heilen mit den Worten des Sohnes Gottes, als wäre Er hier. Die Ausgabe des Buches der Bücher, voller Ölflecken und die vom Schweiß unzähliger Kranker gewellten Seiten, schien nichts von ihrer ursprünglichen Energie eingebüßt zu haben. Es war, als würde sich diese göttliche Energie nie verbrauchen …

Die geist-chirurgischen operativen Eingriffe geschahen sehr schnell. Wieder spielte sich das gleiche Ritual bei einer krebskranken Lehrerin ab:

Aus dem Unterleib, eine Handbreite über dem Schambein, zog John jetzt Plastikfäden, Haarbüschel und eine Plexiglasscheibe hervor. ’Witchcraft’ sagte John ohne Betonung und meinte eine negative Beeinflussung durch dämonische Wesen, schwarze Magie oder eine Verfluchung …

Ihr Heiler gab ihr dann noch ein ungewöhnliches ’Medikament’ mit – die Versöhnung: Du sollst noch vor Sonnenuntergang all den Menschen verzeihen, die dich verletzt, verleumdet und gedemütigt haben  (ebda).

Veldung meint in gutem Glauben, die geschilderten „charismatisch-katholischen“ Geist-Heilungen von magischer Geist-Chirurgie unterscheiden zu können.

Über die kath. Geist-Heilerin Nieves,
die mit einem kath. Priester und „Energiemasseur“ zusammenarbeitet, schreibt er:
„Sie gehört nicht zu den Heilmagiern, die ihre paranormalen Fähigkeiten zur Verblüffung der Heilungstouristen einsetzen. Durch eine Show lassen diese sich irritieren. Ihr Heilungsegoismus ist so grenzenlos, daß sie sich nur von den ’besten Heilern’ behandeln lassen wollen und dabei nicht merken, daß sie Magiern und Scharlatanen aufgesessen sind.
Hier war alles offensichtlich, nichts war geheimnisvoll oder mit Tricks gespielt. Wir waren dabei. Aber haben wir das Wirken des Heiligen Geistes verstanden, den die Heiler zu Beginn eingeladen hatten?“

Auch Nieves „operiert“ unter einem Marienbild, segnet zusammen mit 5 anderen Heilerinnen und 3 Energiemasseuren „unser mitgebrachtes Mineralwasser, das vor den Behandlungen getrunken werden sollte und unser Kokosöl, mit dem wir uns täglich massierten“.
Zu Beginn einer jeden Behandlung „gingen ihre Hände über den Körper … Ihre Fingerspitzen drangen über und in die Haut. Blutwasser lief … Die materialisierte Form der Krankheit nahm sie aus den kleinen, von ihr geschaffenen Körperöffnungen und legte sie auf die Hautfläche des Bauches, der Arme oder des Kopfes. Unter den knautschenden Handbewegungen bildeten sich auf der Bauchdecke unterschiedliche Formen von Gewebe. Dann drückte sie offensichtlich Watte in die erkrankten Bereiche, um sie am nächsten Tag, oft an anderer Stelle, wieder zu entfernen …

Auf einen Bogen Papier schrieb sie sehr schnell einige Sätze, die wir nicht lesen konnten. Am Abend sollte die Frau diesen Zettel verbrennen und die Asche mit einem Glas Saft trinken. Während des ’Automatischen Schreibens’ hatte Nieves Zugang zu Heil-Informationen aus einer anderen Dimension …

Im Hintergrund unseres Behandlungsraumes saß der Geistliche auf einem Stuhl, in sich versunken … Dieser einfache, schlichte Priester war nicht als Theologe hier, sondern als Energiearbeiter. Nach den operativen Behandlungen lud er die verbrauchte Energie durch Massagen wieder auf. Keiner wollte darauf verzichten …

Eine Frau kam nach ihrer Behandlung zurück. Sie hatte starke Schmerzen… eine Form der Erstverschlimmerung… Nachdem der Schmerz wegmassiert war, setzte sich Nieves, hielt ihre Hände vors Gesicht, und mit tiefen Atemzügen und Erschütterungen kam sie aus ihrer Trance in unsere Wirklichkeit zurück“ (Faltblatt „Meine Begegnung mit der Heilerin und Geist Chirurgin Nieves“).

Wissenschaftliche Untersuchungen der „Geist – Chirurgie“ beweisen, daß diese entweder auf Magie oder Betrug beruht.

Der ev. Pfr. Dr. Kurt Koch nennt die Trancechirurgie ein spiritisches Phänomen, in dem es zu Apporten kommt. Diese Apporte bedeuten ein Auftauchen und Verschwinden von Gegenständen in geschlossenen Räumen, sog. Dematerialisationen. Er warnt ausdrücklich vor diesen dämonischen Praktiken, die immer eine Belastung des Seelen-und Glaubenslebens mit sich bringen.

Geistheiler Bruno Gröning

(Siehe unter Geistheiler bei www.horst-koch.de)

Mesmerismus

Franz Anton Mesmer (1734-1815) lehrte, einige Menschen seien – wie er – mit der Kraft des „Magnetismus“ begabt.

Durch „über den Körper streichen“, Handauflegung oder Berühren mit besonderen Eisenstangen könnten Kranke an der magnetischen Heilkraft Anteil haben und geheilt werden.

Die „Strahlung des Magnetiseurs“ ist physikalisch nicht nachweisbar. Mesmer wurde als Betrüger entlarvt, mußte Wien, wo er eine lukrative Praxis unterhielt, verlassen und ließ sich in Paris nieder. Dort führte er „spiritistische Massenheilungen“ vor und versprach, seine Heilmethode all denen zu offenbaren, die eine bestimmte Gebühr einzahlten. Dieses nie eingelöste Versprechen brachte ihm 340 000 Livres ein.

Zwei vom Staat bestellte Ärzte-Kommissionen, die den sog. Mesmerismus untersuchten, kamen zu dem Ergebnis, daß der sog. „Heil-Magnetismus aller Realität bar und das Werk einer aufgeregten Einbildungskraft, wenn nicht gar absichtlicher Betrug“ sei.

Mesmer wurde aus Frankreich ausgewiesen, kehrte nach Deutschland zurück, (wo er 1734 in Iznang am Bodensee geboren wurde) und starb 1815 in Meersburg am Bodensee.

Noch heute stehen Mesmers Irrlehren Pate bei einer Vielzahl esoterischer Heilverfahren, die sich angeblich „magnetischer Kräfte“ bedienen und durch Handauflegung „heilmagnetisches Fluidum“ auf andere zu übertragen vorgeben.

 

Spiritistische Heiler

Seit 1991 zieht die niederländische Geistheilerin Jomanda Tausende Heilungssuchende nach Tiel, nahe Arnheim, in eine mit 3000 Plätzen gefüllte Halle. Die Heilungsveranstaltungen beginnen mit einem englischen Song, dessen Refrain von allen gesungen wird: „Wir sind jetzt alle zusammen, um die Kraft des Lichtes zu bekommen und zu fühlen, wie die Energie nach innen geht“. Solo singt Jomanda: „Wenn einst alle Christen und Moslems, Buddhisten und Hindus, arm und reich, solchermaßen sich auf eine höhere gemeinsame Kraft besinnen, dann könnte Frieden auf Erden sein.“

„Auf die Bitte Jomandas an das Publikum, die Bühne zu betreten, rutschen einige von ihren Stühlen und kriechen, wie ferngesteuert, mit roboterhaften Bewegungen durch den Saal.

In Trance liegen Menschen am Boden, Gelähmte springen aus ihren Rollstühlen und rennen drei Stunden lang umher (nach dem Erwachen erinnern sie sich nicht mehr und werden in den Rollstuhl zurückgetragen).

Andere brechen in lautes Weinen aus oder in schallendes Gelächter (sie lachen sich gesund), bleiben, wie von einer fremden Macht gefesselt, sitzen oder fallen rückwärts von ihren Stühlen.

Bei der Heilbehandlung durch Handauflegung von Jomanda (etwa zwei bis drei Sekunden) fangen weitere Menschen an zu zucken, zu zittern, fühlen sich gewürgt oder spüren Stiche wie bei einer Injektion. Jomanda erklärt, nicht sie heile, sie sei nur Werkzeug, sondern verstorbene Ärzte von der anderen Seite. Der Saal sei voller Lichtwesen, die auch spirituelle Operationen durchführten. Tatsächlich behalten einzelne Besucher Narben oder Hautrötungen für einige Tage zurück. Niemand dürfe einen in Narkose (Trance) liegenden Menschen anfassen, das könnte starke Schmerzen auslösen.

Am Ende der Veranstaltungen werden alle Besucher kostenlos mit ’aufgeladenen‘ Fotos und guten Ratschlägen von Jomanda versorgt:
Wasser könne auch vor dem Radioapparat mit Heilkraft aufgeladen werden, wenn Jomanda sonntags regelmäßig über den Rundfunk zu hören ist.

Die reichlich fließenden Spenden werden von einer Stiftung verwaltet und für gute Zwecke, für humanitäre Projekte ausgegeben. Überhaupt will Jomanda nur Gutes: Frieden und Liebe auf die Erde bringen“.

Diesen Bericht (Archiv der Vereinigung zum Schutz schwacher und hilfloser Menschen) ergänzt die Augenzeugin mit dem Kommentar:

„Vergleicht man dieses Happening mit charismatischen Veranstaltungen, so ergeben sich viele Ähnlichkeiten. Lachen können die Dämonen auf alle Fälle, gelingt es ihnen doch, die Menschen ihrer Würde zu berauben und sie wie Tiere am Boden kriechen zu lassen. Allerdings wird bei Jomanda nicht gebrüllt, geknurrt oder gegackert wie bei charismatischen Veranstaltungen, wo das Gebrüll z.B. als das ’Brüllen des Löwen von Juda‘ gedeutet wird.“

 

Geistheilung im Urteil der Bibel

Die bei Wunderheilungen von Pfingstlern, Charismatikern und „Heilern“ auftretenden Phänomene sind der Bibel unbekannt.

Kein einziges Heilungswunder JESU oder der Apostel war mit Rückwärtsfallen, krampfartigen Zuckungen, Zittern, Schreien, „heiligem Lachen“, Hüpfen oder Tierlauten verbunden.

Von GOTT ergriffene Menschen fallen in Ehrfurcht stets nach vorn – auf ihr Angesicht oder auf die Knie. Das belegen zahlreiche Bibelstellen:

„Da erschien die Herrlichkeit des HERRN dem ganzen Volke … Als das Volk dies sah, jubelte es, und alle fielen auf ihr Angesicht“ (3 Mos, 9, 24).

„Ich fiel auf meine Knie nieder und breitete meine Hände zum HERRN, meinem GOTT aus“ (Esra, 9,5).

Zu Boden stürzt, wer vom Gericht GOTTES getroffen ist, wer versucht, Macht über GOTT auszuüben, oder von Dämonen Besessene während eines Exorzismus:

„Als der Bote die Bundeslade GOTTES erwähnte (daß sie geraubt worden war), fiel Eli rücklings vom Stuhl“ (Sam 4, 18).

„Sogleich stürzte Saul seiner ganzen Länge nach zu Boden und geriet in große Angst“ (1 Sam 28, 20).

„Als ER nun zu ihnen (bei seiner Gefangennahme) sagte: ICH BIN es!‘, da wichen sie zurück und fielen zu Boden“ (Joh 18,6).

„Bei dem Anblick JESU schüttelte ihn (den Besessenen) der Geist; er fiel auf die Erde, wälzte sich und schäumte … Unter lautem Geschrei und heftigen Zuckungen fuhr er (der Dämon) aus“ (Mk 9,20).
Die bei Geistheilungen zu beobachtenden körperlichen Reaktionen werden auch von Völkerkundlern in zahlreichen Publikationen über heidnische Völker beschrieben. Auch die im Namen JESU gewirkten Heilungen sind keine Garantie für ein Wirken GOTTES: „Viele werden an jenem Tage zu MIR sagen: HERR, haben wir nicht in Deinem Namen viele Wunder gewirkt?‘ Alsdann werde ICH ihnen offen erklären: Niemals habe ICH euch gekannt! Weichet von MIR, ihr Übeltäter!‘ (Mt 7,12 f).

Schon der Apostel Paulus mahnte: „Lege keinem voreilig die Hände auf, und mache dich nicht fremder Sünden mit schuldig. Halte dich selbst rein“ (1. Tim 5,22).

Geistheiler und alle Esoteriker, die durch Handauflegung „Heilkraft“ übertragen wollen, mißbrauchen das wirkmächtige Symbol der Handauflegung, die bereits im Alten Testament bekannt war zur Übertragung von Vollmachten (Erstgeburtsrecht und Amtsvollmacht).

Durch Handauflegung segnete und heilte JESUS CHRISTUS und in Seinem Auftrag heilten auch die Apostel:
„Da brachte man Kinder zu IHM, damit ER ihnen die Hände auflegte und für sie betete“ (Mt 19,13).

„Paulus ging zu ihm hinein und betete; dann legte er ihm die Hände auf und heilte ihn“ (Apg 28,8).

Die Handauflegung in Auftrag und Namen JESU CHRISTI ist in der katholischen Kirche bei der Sakramentenspendung der Firmung und Priesterweihe heiliges und wirkmächtiges Zeichen.

Unter Handauflegung wird den Priestern die Kraft der Sündenvergebung übertragen: „Da legten sie (Petrus und Johannes) ihnen die Hände auf, und sie empfingen den HEILIGEN GEIST (Apg 8,17).

Durch Handauflegung wird der HEILIGE GEIST mitgeteilt, und durch Handauflegung beim Exorzismus werden Dämonen ausgetrieben. Deshalb setzt Satan alles daran, die Handauflegung für seine Zwecke zu vereinnahmen und Lügenwunder zu wirken, wozu er die Macht hat:

„Der Widersacher, der sich erhebt über alles, was GOTT und Heiligtum heißt…. der sich für GOTT ausgibt… Sein Auftreten geschieht mit Teufelskraft unter allen möglichen Trugzeichen und Lügenwundern“ (2.Thess 2,4f).
In welchem Bereich kann der Truggeist durch Scheinwunder mehr Macht über die Menschen gewinnen als im esoterisch-medizinischen?

„Heiler“ sind nicht   wie die Apostel   von JESUS CHRISTUS bevollmächtigt und berechtigt, Heilwunder zu wirken. Sie maßen sich die Gabe der Heilung an, täuschen hilfesuchende Menschen und bringen sie in Abhängigkeit von okkulten Kräften.

Heilungen durch Häretiker und Esoteriker sind nicht von GOTT geschenkt   auch nicht, wenn sie in Heilungsgottesdiensten gewirkt werden. Sie müssen als „Heilzauber“ verworfen und gemieden werden.
Scharf verurteilt die Bibel, Handauflegung als „Heilzauber“ zu mißbrauchen:
„Als aber Simon sah, daß durch die Handauflegung der Apo¬stel der HEILIGE GEIST verliehen werde, bot er ihnen Geld an mit der Bitte: Gebt auch mir diese Gewalt, daß jeder, dem ich die Hände auflege, den HEILIGEN GEIST empfange.‘
Petrus aber erwiderte ihm:
„Dein Geld fahre samt dir ins Verderben, weil du gemeint hast, die Gabe GOTTES für Geld zu erwerben. Du hast keinen Anteil und kein Anrecht darauf, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor GOTT“ (Apg 8,18f).

 

Handlesen


Das Schicksal eines Menschen aus der Hand zu wahrsagen, ist Chiromantie,
uralt und oft verflochten mit Astrologie. Heute hat das Handlesen – wie die Astrologie – auch seinen Platz in der esoterischen Medizin.
Handleser bezeichnen sich als „Chirologen“. Ihre Diagnostik nennen sie „Chirologie“ (gr.: cheir = Hand und logos = Lehre). Nahezu alle Krankheiten wollen Chirologen aus der Hand lesen können, auch Aids und Homosexualität.

Trotz erheblicher Widersprüche in der Deutung von Handzeichen, lassen sich bei Chirologen gemeinsame Vorgehensweisen darstellen:
Sie alle beobachten die Handform, die Festigkeit, Farbe und Beweglichkeit der Hände und die auf den Handflächen befindlichen Furchen bzw. Papillar Leisten auf den Fingerkuppen und in der Hand.
Widersprüche in der Deutung der Zeichen erklären Chirologen mit dem Hinweis, die Handlesekunst sei Begabung von „Auserwählten“, von „Sehern“.

Vergleichende Untersuchungen von Publikationen über die Chirologie zeigen, daß die Handzeichen weder eindeutig charakterisiert werden, noch Chirologen übereinstimmend Auskunft ge¬ben über eine akute, bevorstehende oder überwundene Erkrankung oder über Krankheits Dispositionen. Es fehlen z.B. übereinstimmende Angaben über Länge der Furchen bzw. Leisten, über deren Anfangs  und Endpunkte, ihre Winkelmaße usw.

Forschungen der Wissenschaftlerin Jasmin ei Mahmoud mit Patienten der Uni Klinik Marburg, deren Gallenwegserkrankungen durch klinische Untersuchungen eindeutig nachgewiesen waren, ergaben, daß diese aus der Hand nicht erkannt werden konnten.

In einer Voruntersuchung hatte el Mahmoud festgestellt, daß Chirologen Zeichen eines Herzfehlers bei 60,3% der Patienten aus der Hand diagnostizierten, die Gesamtbevölkerung aber nur 0,2% echte Herzfehler aufweist, und daß ein Zeichen für Gallensteine in der Chirologie völlig fehlt, während 15 20% der Bevölkerung an Gallensteinen leidet.

Das Ergebnis der Hauptuntersuchung faßt el Mahmoud zusammen:
„Aus der Analyse geht hervor, daß es sich bei der Chirologie um ein paramedizinisches Verfahren handelt… Kritische Aufklärung auf diesem Gebiet erscheint daher dringend notwendig… Chirologische Pseudodiagnostik, wie sie zur Zeit betrieben wird, kann nur als Scharlatanerie bezeichnet werden“ (I. Oepen, Paramedizin, S. 37f).
Chirologie ist nach wie vor Chiromantie, Wahrsagerei, die von GOTT verboten ist.

Hildegard Medizin

Hildegard von Bingen (1098 – 1179), eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Mittelalters, erste deutsche Naturforscherin und Mystikerin, war von Kindheit an visionär begnadet. Ihre bedeutendsten mystischen Werke sind: Liber Scivias, Liber vitae meritorum und Liber divinorum operum. Diese Bücher wurden von Hildegard unter Antrieb einer „inneren Stimme“ herausgegeben, die ihr befahl, das Geschaute zu offenbaren.

Die medizinischen und naturwissenschaftlichen Schriften Hildegards, so das Ergebnis heutiger Forschung, sind nicht visionären Ursprungs, sondern Sammlungen mittelalterlichen Wissens und deshalb nicht nur überholt, sondern z.T. falsch und als therapeutische Anleitungen gefährlich.

Die medizinische Schrift Hildegards Causae et Curae ist nur als Handschrift aus dem 13. Jahrhundert erhalten, liegt also nicht im Original vor. Das fälschlich Hildegard zugeschriebene Buch eines unbekannten mittelalterlichen Verfassers „Von den Steinen“ wurde erst im 16. Jahrhundert (1533 und in 2. Auflage 1544, Augsburg) ihrem Werk „Physica“ (Naturkunde) hinzugefügt.

In 26 Kapiteln werden Entstehung, Qualität, Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Steinen beschrieben. So soll z.B. der Magnetstein aus dem Speichel giftiger Schlangen und der Ligurit bzw. Titanit aus Luchs Urin entstanden sein.

Viele Aussagen widersprechen dem christlichen Weltbild Hildegards und müssen als magisch und abergläubisch verworfen werden.
Der Medizinhistoriker Heinrich Schipperges faßt nach gründlichen Recherchen zusammen:

„Angesichts der zunehmenden Aktivitäten einer sog. Hildegard Medizin haben wir festzustellen, daß die naturkundlichen Schriften natürlichen Erfahrungen entstammen und dem Wissensstand der damaligen Zeit entsprechen… Die Versuche, eine durchaus berechtigte Naturheilkunde als Hildegard Medi¬zin‘ in die ärztliche Praxis und in den Bereich der Apotheke zu bringen, entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage“ (Hildegard von Bingen, S. 65).

In neuer Übersetzung (1985) machten Dr. med. Gottfried Hertzka und Dr. Wighard Strehlow das Buch des anonymen mittelalterlichen Verfassers als „Edelsteinmedizin der heiligen Hildegard“ vor allem Katholiken bekannt, um es später in der Esoterik Szene gewinnbringend zu vermarkten (Bauer Verlag, Freiburg).

Als wörtlich von GOTT diktiert   und darauf legen beide Herausgeber wert   soll Hildegard u.a. folgende Empfehlung gegeben haben:
„Ehe ein Mensch zu Bett geht, trage er allabendlich einen Achat offen (auf der flachen Hand liegend) kreuzweise durch das Haus, der ganzen Hauslänge nach und auch in der ganzen Breite. Dort werden Diebe ihr Handwerk weniger nach Belieben ausüben und beim Stehlen weniger Erfolg haben“ (a.a.0. S. 21).

Diese Anweisung sei „sicher hildegardisch“ betonen die Übersetzer des mittelalterlichen Edelsteinbuches.
Nur „peinlich genaues Befolgen der Vorschriften führt zum Erfolg“, so vor allem der therapeutischen, da sie ja Offenbarungen Gottes seien:
„Das mystische Diktat stellte Hildegard die Wortwahl nicht frei.“ So mache der Achat „geschickt und feinfühlig und klug im Gespräch, weil der Achat aus Feuer, Luft und Wasser geboren wurde“ (ebda S. 18).

Ein Epileptiker könne geheilt werden, wenn „er einen Achat drei Tage lang ins Wasser legt, wenn der Mond eben voll geworden ist. Am vierten Tag nehme er ihn wieder heraus und koche dieses Wasser leicht, ohne daß es aufwallt. Dieses Wasser soll er aufheben und damit alle Speisen kochen, die er verzehrt, bis der Mond ganz abgenommen hat“ (ebda S.19).

Lebensgefährlich sind Therapien, die einen rechtzeitigen Arztbesuch verhindern, wie z.B.: „Wo eine Spinne den Menschen an einer Körperstelle fixiert, da streiche man den Stein (Ametyst) über die Bißstelle, und er wird geheilt werden.“ Hertzka und Strehlow kommentieren: “ Sehr wohl ist auch an einen Zeckenbiß zu denken, dessen Gefährlichkeit in den letzten Jahren in zunehmendem Maße erkannt worden ist. Unseren Wanderern in Wald und Flur kann man nur raten, sich mit einem Ametyst bewaffnet auf den Weg zu machen. Die Zecken, die hauptsächlich im Unterholz auf ihre Opfer lauern, gehören nämlich zu den Gliederfüßlern wie die Spinnen auch“ (ebda S. 28).

Wer sich auf einen Stein verläßt, für den wird jede Hilfe gegen die gefährliche Zecken Infektion wie Hirnhautentzündung oder Borreliose zu spät kommen.

Zahlreiche andere Beispiele beweisen mangelndes Verantwortungsbewußtsein dem Kranken gegenüber:
„Sogleich, wenn ein Mensch Gift aß oder trank, schabe er vom Beryll etwas Pulver in (Quell ) Brunnenwasser oder auch in anderes Wasser und trinke das sogleich. So an fünf Tagen einmal täglich nüchtern getrunken, wird er das Gift entweder durch Brechreiz ausspeien, oder es läuft durch den Magen hindurch und verläßt ihn hinten (mit dem Stuhlgang)“ (ebda S.47).

Theologisch völlig unhaltbar sind therapeutische Empfehlungen zur Heilung von Besessenheit:
„Alle Edelsteine sind ihrer Natur nach dem Bösen feind“, soll Hildegard in der Einleitung zu „ihrem“ Edelsteinbuch geschrieben haben (ebda S.10):
„Wenn ein Mensch vom Teufel besessen ist, so gieße man ein wenig Wasser über den Chrysopras und spreche dabei:
„O, Wasser, ich gieße dich über diesen Stein mit jener Macht, durch welche Gott die Sonne mit dem Lauf des Mondes verknüpfte.‘ Und dieses Wasser sollst du dem Besessenen zu trinken geben … An jenem ganzen Tag wird der Teufel in ihm gequält und immer schwächer und übt dann seine Kräfte in ihm nicht so aus, wie er es vorher getan. So verfahre an fünf Tagen.

Am 5. Tag aber mache mit dem Wasser ein dünnes Brötchen, ein Dürrbrot, und gib es ihm zu essen, auf welche Weise du es kannst. Wenn der Luftdämon kein bösartiger ist, wird er von jenem Menschen weichen.“
Auf folgende Weise könne man erkennen, ob der Luftdämon harmlos oder bösartig sei:
„Wenn der Mensch gerne lacht und andere Menschen freundlich, d.h. holdselig ansieht, auch wenn er zwischendurch ab und zu mit den Zähnen knirscht und griesgrämig ist, dann ist dort ein gutartiger Luftgeist da …“ (ebda S. 67f).

Abgesehen davon, daß es keine harmlosen oder gar „gutartigen“ Dämonen gibt, wird jeder Exorzismus zum magischen Hokuspokus herabgewürdigt, deutlicher noch in folgendem Beispiel:
„Nimm ein noch warmes Roggenbrot und schneide in die obere Kruste das Zeichen des Kreuzes, ohne aber das ganze Brot durchzuschneiden. Dann nimm den Hyazinth, und ziehe den Stein diesen Schnitt entlang von oben nach unten, und sprich dabei: Gott, der die ganze Edelsteinherrlichkeit dem Teufel abnahm, als dieser seinen Auftrag übertrat, befreie dich, N.N., von aller Verblendung und Zaubersprüchen und löse von dir das Leiden dieser Verwirrtheit!‘

Und nochmals ziehe mit diesem Stein in der Quere über jenes warme Brot und sprich:

,Wie der Glanz, den der Teufel ursprünglich besaß, wegen seiner Übertretung ihm genommen wurde, so werde auch diese Sinnesverwirrung, die dich, N.N., durch mancherlei Blendwerk und mannigfache Verzauberung plagt, von dir genommen und falle von dir ab’… Wenn du das oft machst, wird er geheilt werden“ (ebda S. 79f).

„Wenn ein Mensch von einem bösen Geist besessen ist, soll ein anderer Mensch den Saphir in Wachs legen und das Wachs in Leder einnähen und ihm den Lederbeutel um den Hals hängen und sprechen:
’O du schädlicher Geist, weiche sofort von diesem Menschen, so wie bei deinem ersten Sturz die Herrlichkeit deines Glanzes sofort von dir abfiel.‘

Und der böse Geist wird sehr geplagt werden und wird von diesem Menschen weichen, außer wenn es ein ganz böser, ganz schlimmer Geist ist…“ (ebda S. 117).

Diese Beispiele beweisen den antibiblischen esoterischen Geist des mittelalterlichen Steinbuches.
Unter Besessenheit versteht die Bibel die Inbesitznahme des Körpers eines Menschen durch einen oder mehrere Dämonen. Daß es Besessenheit gibt, ist in der Bibel mit rund 50 Berichten über Teufelsaustreibungen (Exorzismen) bezeugt. JESUS selber hat exorziert, um zu beweisen, das durch IHN   und nur durch IHN   Satan und sein Anhang besiegt worden ist: „Der Sohn GOTTES ist dazu erschienen, daß ER die Werke des Teufels vernichte“ (1. Joh 3,8). Und nur „im Namen JESU“ können Menschen von Besessenheit geheilt werden: „In Meinem Namen werden sie (die Jünger JESU) Teufel austreiben“ (Mk 16,17).

In allen Exorzismus Beispielen der sog. Hildegard Edelstein-Medizin ist kein einziges Mal der Name JESUS als wunderwirkende Macht erwähnt. An Seine Stelle sind Steine und Beschwörungsformeln gesetzt, tote Steine und Magie.

Indem Hertzka und Strehlow das mittelalterliche Buch der Steine als göttliches Diktat vorstellen, entziehen sie seinen Inhalt nicht nur jeder kritischen Hinterfragung und Überprüfung, sie stellen das esoterische Buch auch gleichwertig neben die Autorität der Bibel. Zahlreiche „Hildegard Freunde“ werden dadurch zu magischen und abergläubischen Praktiken verführt und geraten auf den Irrweg esoterischer Medizin.

Als Esoteriker enttarnen sich Hertzka und Strehlow auch, wenn sie feststellen: „Die Edelsteine spielen aufgrund ihres kosmischen Ursprungs eine wichtige Schlüsselrolle‘ bei der Heilung des ganzen Menschen an Körper, Seele und Geist“ (a.a.O.136S. 154). Um esoterische Irrlehre handelt es sich auch, die Verantwortung für eine Erkrankung allein dem Patienten zuzuschreiben, Steine als sakramentalen Ersatz aufzuwerten und die Heilung von Krankheiten als Gebetserhörung ausdrücklich auszuschließen:
„Alle anderen Heiligen beschatten vom Himmel her immer noch irgendwie das Werk ihrer Erdentage. Die gute Hildegard darf das nicht… So kann niemand mehr behaupten, die medizinischen Erfolge der Hildegardmittel beruhten auf Glaubenswundern“ (Handbuch der Hildegard Medizin, 1987, S.1 12).

Wer über die Hintergründe der sog. „Hildegard Edelstein Medizin“ aufklärt, wird von „Hildegard Freunden“ mundtot gemacht:
„Stellen Sie sich vor, welchen Schaden Sie dem Reich Gottes zufügen, wenn Sie so negativ über Edelsteine berichten!“ Es folgen dann in der Regel nicht überprüfbare Heilungsberichte, die dem Kritiker „gänzlich die Luft nehmen“ sollen, verbunden mit der selbstherrlichen Aufforderung, sich für die „falschen“ Informationen zu entschuldigen.

Die Edelsteine seien ein Geschenk GOTTES und ihre Wirkung „wissenschaftlich abgesichert“. Aber die Steine gäben ihre verborgenen Kräfte eben nur jenen preis, die sich ihrer „inneren Wirklichkeit“ öffnen würden.
Sog. „Hildegard Freunde“ glauben und „wissen“ es deshalb immer besser.
 

 

Iris – Diagnostik


Die „Iris-Diagnostik“, nach 1881 durch den ungarischen Homöopathen Ignaz von Peczely bekanntgemacht,
wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts verworfen und ist heute durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen als Scharlatanerie enttarnt. Trotzdem gehört sie nach wie vor zu den beliebtesten Diagnose-Hilfsmitteln von Heilpraktikern und Heilern.

Peczely lehrte, der gesamte Organismus sei durch Nervenbahnen mit der Iris verbunden. Aus Struktur und Verfärbungen der Iris könne auf Störungen und Krankheiten geschlossen werden.

Heute sind rund 20 „Iris-Karten“ im Gebrauch, die das Auge in Segmente aufteilen, die den einzelnen Organen zugeordnet werden. Diese Iris Karten weichen z.T. erheblich voneinander ab.

In einer Doppelblind Studie der Universität Maastricht, Niederlande, sollten Iris-Diagnostiker Gallensteine bzw. eine entzündliche Gallenblase diagnostizieren. Die Versuchsteilnehmer legten als Ort der Gallenblase den unteren Quadranten der rechten Iris fest, etwa die Position „viertel vor Acht“. Die Gallensteine hätten dort nach der Iris-Diagnostik an dunklen Flecken erkannt werden müssen, die Gallenblasen Entzündung an weißen Streifen.

An dem Versuch nahmen fünf der angesehensten Irisdiagnostiker der Niederlande teil, darunter zwei Schulmediziner.

Das Ergebnis war für alle erschütternd. Es entsprach der Zufallshypothese, d.h. die richtigen Treffer hätten von jedem Laien erzielt werden können.

Der Versuchsleiter Prof. Dr. Paul Knipschild
, Maastricht, stellt abschließend fest:

„Statt dem Patienten in die Augen zu sehen, kann man ebenso gut eine Münze werfen… Die Versuchsergebnisse wurden auch einigen an der Studie beteiligten Schulmedizinern vorgelegt. Nach dem Studium der Ergebnisse äußerten sie, daß sie Irisdiagnostik fortan als Quacksalberei betrachten würden“ (zitiert in: Skeptiker 3/89).

Die Marburger Dissertation „Über die lrisdiagnostik“ (von A. Dern, 1984) faßt alle ausländischen Studien zu diesem Thema zusammen. Ergebnis der Studien: Alle Forschungen haben ein negatives Ergebnis.
Eine vergleichende amerikanische Studie beweist, daß Iris-Diagnostiker nicht nur falsche Diagnosen stellen, sondern auch untereinander in ihren Ergebnissen stark voneinander abweichen (I. Oepen und A. Sarma, Paramedizin, Band 2).

Wer einer Iris-Diagnose vertraut und diese nicht schulmedizinisch überprüfen läßt, läuft Gefahr, gesundheitlichen Schaden davonzutragen.

Klangtherapie

Heilende Kräfte werden in der esoterischen Medizin auch „schamanischen“ bzw. buddhistischen Musikinstrumenten zugesprochen:
Gongs, Zimbeln, Glocken, Trommeln, Maracas oder „Rainsticks“ (mit Steinchen gefüllten Kalebassen bzw. Kakteen), Monochorden (Harfensaiten unter Massagetischen) oder tibetischen Klangschalen.

Bei den Klangschalen handelt es sich um verschieden große Messingschalen aus dem tibetisch buddhistischen Ritual, die aber en gros in Indien und Nepal (wo sie als traditionelles Küchengeschirr dienen) eingekauft und mit fantastischen Versprechungen teuer weiterverkauft werden.

Die Werbung verspricht:
„Schon vor 5000 Jahren setzte die alte indische Heilkunde auf die Urkraft der Klänge. Der durchdringende Ton der tibetischen Klangschalen entspannt tiefgreifend, löst Unsicherheiten, Blockaden und Verspannungen, setzt schöpferische Kräfte frei, reinigt die Aura, so daß die kosmische Energie wieder frei fließen kann.“

Klangschalen Importeure erklären, daß die Klangschalen zum „spirituellen Wegbegleiter“ würden, wenn sie für regelmäßige Übungen zu Hause aufgestellt werden, „in Resonanz mit den Planeten schwingen“ und entsprechende Töne hervorbringen würden. So schwingt Jupiter angeblich in „Fis“, Mars in „D“, Venus in „A“ usw.

Das gesamte Klangschalen Sortiment beträgt 14 Schalen:
11 „Planetentöne“, der Kosmos  Grundton „Cis“, der „Ton des Wassermannzeitalters“ F und der „Grundton der Hopi Indianer“ E. Zu therapeutischen Zwecken werden die Klangschalen auf den Körper des liegenden Patienten gesetzt und nacheinander mit einem Klöppel angeschlagen. – Die „Klangtherapie“ ist Bestandteil zahlreicher esoterischer Heilverfahren.

 

Meditationstechniken

Esoterische Meditationstechniken sind identisch oder vermischt mit fernöstlichen Meditations Praktiken aus dem Hinduismus oder Buddhismus. Esoterische Meditation dient nicht nur dem Streßabbau oder der Entspannung, wie die Werbung verspricht, sondern versteht sich als Religion oder „Glückslehre“, die mit der christlichen Heilslehre unvereinbar ist. Versuche, fernöstliche Meditationstechniken zu verchristlichen, sind gescheitert.
Ziele esoterischer Meditation sind im wesentlichen:
Bewußtseinserweiterung, Selbstentfaltung, innere Ruhe, Frieden, Stärkung der Selbstheilungskräfte, Weisheit, Vereinigung mit Geistwesen oder Göttern, Befreiung von Leid und Krankheit, Erleuchtung, Erlösung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten.

Voraussetzungen erfolgreicher Meditationsübungen sind: ein ritueller Ort, rituelles Sitzen (oder Liegen), die richtige Körperhaltung (auch der Hände und Finger), Kontrolle der Sinneswahrnehmungen (Augen geschlossen, Ausschaltung aller akustischen, optischen und taktilen Reize), Gefühlskontrolle (Gleichmut), Atemkontrolle (auch Hyperventilation), Gedankenkontrolle (die Aufmerksamkeit soll auf einen Punkt eingeengt werden), körperliche Entspannung.

Objekte der Konzentration sind in der Regel:
Ein vorgestellter Punkt in kurzer Entfernung leicht über dem Boden, Töne, Klänge, das sog. Dritte Auge (zwischen den Augenbrauen), die Nasenspitze, eine Kerzenflamme, ein Mantra (Name eines Götzen), ein Mandala, Erinnerungsvorstellungen, bestimmte Lehrsätze (Ich bin Brahman), die Leere u.a.
In der „Visualisierungstechnik“ soll sich der Meditierende auf bestimmte Vorstellungen konzentrieren, bis er sie „sieht“: Licht, geistige Wesen, Symbole, Feuer, Farben, Buddha und Götter.

Bei der „Rezitationstechnik“ werden sog. Heilige Silben (OM), Götternamen oder Verse laut gesprochen oder gesungen und oft stundenlang wiederholt.

Die Wiederholung von Götternamen sind zugleich Anrufungen.
Die Silbe OM steht für den indischen Götzen Krishna: „Ich bin… die Silbe OM in allen Veden“ (Baghavad Gita 7,8).
In der „Identifikationstechnik“ soll sich der Meditierende ein Objekt wählen, mit dem er zu einer Einheit verschmelzen will.

Hilfsmittel bei der Meditation sind u.a. Kerzen, Düfte, aromatische Öle, Schaukel  und Wiegebewegungen, Kreiseln, Drehen, ekstatische Gebärden.

Meditationsübungen sollen „erweitertes Bewußtsein“, Satori (Erleuchtung), transzendentale Zustände, außerkörperliche Erfahrungen herbeiführen und das Tor zur „anderen Welt“ öffnen, d.h. Kontakte zu „Jenseitswesen“, zur astralen Welt, zur „höheren Welt“, zum „Göttlichen“, zu den Tiefen der Seele, zum absoluten Sein, zur spirituellen Wirklichkeit, zur inneren Welt herstellen.

Diese „innere Welt“ ist immer die äußere Welt der Geister, die sich in der Meditations Trance dem Menschen nähern, weil er mit ihnen Verbindung gesucht hat   bewußt oder unbewußt. Die herbeigerufenen „Lichtwesen“, Schutzgeister, Geistführer, Luft- und Feuerwesen oder spirituellen Führer sind immer Dämonen, da sich die guten Geister, die Engel, nicht vom Menschen herbeizitieren lassen.

Letztes Ziel der Meditationsübungen ist die „inkorporation“, die Einverleibung transcendentaler Mächte, Energien oder Kräfte, die zu übermenschlichen Leistungen befähigen sollen:
Hellsehen, Levitation, Wissen um Verborgenes, Telepathie, Wunderheilungen , Visionen und Auditionen. Diese „übernatürlichen“ Fähigkeiten zeigen auch Besessene.

Esoterische und fernöstliche Meditationstechniken haben keine Heilkraft. Im Gegenteil:
Sie können zu schweren seelischen und geistigen Erkrankungen führen, zu Depressionen, Ängsten, Albträumen, Suizidgedanken, zu Umsessenheit und Besessenheit.

Nicht die „Leere des Geistes“ ist das Ziel des Menschen, sondern aktives Gebet, das Gespräch mit GOTT und aktives Studium der hl. Schrift. Nicht Gleichmut ist dem Menschen aufgegeben, sondern tätige GOTTES  und Nächstenliebe im Gehorsam gegenüber den Geboten GOTTES. – „Seid nüchtern und wachsam!“ mahnt die Bibel.

Mandala Meditation

Mandalas sind Kreisbilder mit konzentrischem Aufbau. Sie werden aus verschiedenen Materialien hergestellt und enthalten geometrische, gegenständliche oder abstrakte Muster. Im Hinduismus und Buddhismus dienen sie als Meditationshilfe, um außerordentliche Kräfte und Energien im Zustand der Trance zu wecken.

Auf die kleine Anfrage im baden württembergischen Landtag, welche Bedeutung das Mandala Malen in den Schulen habe, antwortete das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport am 27.7.1998: „Unter Mandala (Sanskrit = Kreis, Ring) versteht man ein mystisches Diagramm, welches in konzentrierter Anordnung den Kosmos und die Götterwelt versinnbildlicht. Es handelt sich dabei um eine Darstellung symbolhafter religiöser Erfahrungen zu Meditationszwecken“.
Durch Konzentration der Aufmerksamkeit auf einen Punkt, die Mitte des Mandalas, soll es dem Menschen gelingen, wie durch einen Tunnel in die jenseitsgelegene Welt zu gelangen.

Mandalas werden auch im Schamanismus für „Astral Reisen“ eingesetzt, als Technik der spirituellen Transkommunikation, der Kontaktaufnahme mit Geistwesen.

Esoteriker nennen diese Geistwesen auch „höheres Selbst“ oder „göttliche Energien“, die durch Mandala Meditation bzw. Mandala Malen geweckt werden sollen.

Mandalas spielen auch in Schulen bei Konzentrations  und „Stille Übungen“ eine immer größere Rolle. Schulkinder werden angeleitet, sich auf das Zentrum des Mandalas zu konzentrieren: „Du fühlst dich, als würdest du da hereingezogen… Stell dir vor, daß du einen langen Tunnel entlang in das Zentrum hineinwanderst. Du gehst direkt in das Zentrum hinein, durch dieses Zentrum hindurch und kommst auf der anderen Seite in das reine Licht hinaus“ (D. Rozmann, Meditation für Kinder).

Mandalas werden von tibetischen Mönchen für magische Rituale benutzt:
Während des „Kalachakra Tantra Rituals“ in Graz (Oktober 2002) unter dem Vorsitz des Dalai Lama, wurde z.B. ein Sand-Mandala erstellt mit der Einladung an Götter und Dämonen, im „Mandala Palast“ ihren Wohnsitz zu nehmen. An erster Stelle unter 100 mächtigen Göttern wurden Nechung, der mächtige Kriegsgötze, offizielles Staatsorakel der tibetischen Exilregierung und persönlicher Ratgeber des Dalai Lama, eingeladen und der Todesgott Yama, Feldherr der Yama Truppen, ausgestattet mit schadenbringenden Gegenständen wie Tierhäuten und „abgeschnittenen Köpfen fleischfressender Dämonen“. Durch die Sand Mandala Zeremonie sollen die angerufenen Götzen spirituelle Herrscher über ein bestimmtes Gebiet und seine Bewohner werden.
Die Internet Seite des Dalai Lama erklärt zum Sand Mandala in Graz: „Weil jedes Sandkorn geladen ist mit den Segnungen des rituellen Prozesses, verkörpert das ganze Sand Mandala einen gewaltigen Speicher an spiritueller Energie“.

Je nach Anleitung kann es beim meditativen Ausmalen eines Mandala Bildes zu einer Kontaktaufnahme mit der übersinnlichen Welt kommen, vor allem, wenn es verbunden wird mit ritueller Körperhaltung, bestimmten Atemübungen und anderen Meditationspraktiken in abgedunkelten Räumen, begleitet von meditativer Musik, Kerzenlicht u.a.

Einzelne Schulkinder zeigen nach Mandala Meditation Verstörtheit bis zu schweren seelischen Störungen: Ängste, Albträume, Verwirrtheit und Suicidgedanken.
Mandala Meditation muß zu den okkulten Praktiken gezählt werden. „Das große Praxisbuch der Weißen Magie“ (München, 2000) zählt das Mandala zu den magischen Symbolen.
 

 

Reiki

Siehe unter www.horst-koch.de

 

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Der weltanschauliche Hintergrund der Traditionellen Chinesischen Medizin ist eine Mischung aus Taoismus, Konfuzianismus, Universismus (am Universum orientiert), Buddhismus, Schamanismus und magischen Riten.
Die Chinesen sprechen von „Lehren“ oder „Schulen“, da die chinesische Sprache das Wort „Religion“ nicht kennt.
Grundlegend für das therapeutische System der TCM ist die Vorstellung, daß Makrokosmos und Mikrokosmos durchzogen sind von der kosmischen Lebensenergie Qi und daß das gesamte Universum bestimmt ist von den polaren Kräften Yin und Yang. Krankheiten entstehen nach dieser Theorie, wenn das Gleichgewicht von Yin und Yang gestört ist, so daß die Lebens-Energie Qi nicht mehr ungehindert durch die Meridiane (Energiebahnen) fließen kann. Die Gesundheit kann nur durch die Harmonisierung von Yin und Yang wiedererlangt werden und zwar:
1. durch Medikamente, körperliche Übungen (Qi Gong, Tai Qi Quan), die richtige Atemtechnik und Meditation,
2. durch Einwirken auf die Energiebahnen des Körpers, in denen Qi fließt (Nadelung, Akupressur, Moxitherapie) und
3. durch Gestaltung der Umwelt (Feng Shui).
Da die kosmische Energie Qi, die Energiebahnen, Chakren (Energie Tore), Akupunkturpunkte, Yin und Yang mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisbar sind, handelt es sich bei der Traditionellen Chinesischen Medizin um einen Glauben: Fundament der TCM ist der Glaube an das Wirken kosmischer Kraft unter dem ewigen Prinzip des Tao, zahlreicher Gottheiten und Geister, vor allem der Ahnengeister, denen regelmäßig geopfert werden muß, um sie gnädig zu stimmen.
Qi als zentraler Begriff der TCM ist gleichzusetzen mit Universalkraft, Lebenshauch, Primär  oder Urenergie, Heil Energie, kosmischer Energie.
In ihrem Selbstverständnis ist die TCM eine Religion. Sie will nicht nur Krankheiten heilen, sondern religiöse Werte vermitteln: Friede, Ruhe, Harmonie, das Heil, d.h. die volle Gesundheit des Körpers und der Seele. „Gesund“ sein heißt, „heil“ zu sein; „heil“ sein heißt, „eins“ zu sein mit der kosmischen Energie Qi.
Die TCM ist mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar:
Der Irrglaube an die allgegenwärtige, unpersönliche kosmische Kraft tritt an gegen den personalen GOTT, den Schöpfer und HERRN des Kosmos, Himmels und der Erde, gegen den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.
Grundkonzept der TCM ist das Leben in Harmonie mit Yin und Yang.

Diese Zielvorstellung geht an dem einzigen Weg zu GOTT vorbei, an dem Erlöser JESUS CHRISTUS. An die Stelle Seines Erlösungswerkes tritt die Selbsterlösung durch die Anwendung chinesischer Therapien, an die Stelle von Sünde und Vergebung tritt der energetische Ausgleich mangelnder Harmonie mit Qi.
Erfolge der TCM müssen als Placebo Wirkung oder okkult erklärt werden.

Daß die TCM außer der Seele auch dem Körper Schaden zufügt, beweisen u.a. Untersuchungen des Medizinischen Labors Bremen.

Heilkräuter Rezepturen, die auch in Apotheken angeboten werden, sind belastet mit Cadmium, Thallium, Blei, mit Pestiziden, Schwermetallen und Schimmelpilzen.
Helmut Dietrich Koester, Umweltmediziner des Bremer Labors, stellt fest: „Die Pestizidwerte halte ich für bedenklich. Über die hohe Schwermetallbelastung bin ich erschrocken“ (Greenpeace-Magazin, 4/04).

„Der Handel mit den Arzneimitteln neu auf den Markt drängender, nicht erfasster Therapierichtungen wie der chinesischen Medizin bedarf dringend der Kontrolle. Hier gibt es hohe Risiken durch Toxizität selbst in vermeintlich harmlosen Tees, oder es gibt Beimengungen von Pharmaka wie Cortison u.a. in derartigen Mitteln.

Man muß sich von dem Gedanken freimachen, daß auf dem Gebiet der Außenseitermedizin reine Idealisten eine naturgemäße, „sanfte“ Medizin betreiben, vielmehr ist dies auch ein Tummelplatz geldgieriger Scharlatane, mit und ohne ärztliche Approbation, die die Patienten schamlos ausnehmen“ (K. D. Bock und M. Anlauf, Am Ende des Weges: Magie als Kassenleistung? www.konsequente positivliste.de).

Die chinesische Medizin, die ausschließlich genuine pflanzliche, tierische und mineralische Substanzen zusammenstellt, unterscheidet bei der Rezeptherstellung vier Wirkweisen:
Der „Herrscher“ ist das Hauptmedikament. Es bekämpft die eigentliche Krankheit   unterstützt vom „Minister“, vom „Assistenten“ und dem „Gehilfen“.

Dem Analogiezauber entsprechend wird z.B. der gelbe Safran eingesetzt gegen Gelbsucht, der Leuchtkäfer gegen Augenleiden. Störungen der oberen Körperhälfte werden mit Medikamenten aus Knospen und Blüten behandelt, Krankheiten der unteren Körperhälfte mit Arzneien aus Wurzeln.

Geerntet werden die Pflanzen nachts bei Vollmond. Zubereitet werden sie in irdenen Gefäßen.
Während die Medikamente energetisch als sog. „innere Therapie“ wirken, werden andere Verfahren als „äußere“ Therapie eingesetzt:

Die Akupunktur soll das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang und damit das ungehinderte Fließen des Qi wiederherstellen.

Die Kinesiologie geht davon aus, daß verspannte Muskeln ein Ungleichgewicht von Yin und Yang zeigen.

Die Moxibustion will die Harmonisierung durch Wärme bewirken.

Qi Gong, im 2. Jahrhundert nach CHRISTUS von dem chinesischen Arzt Hua Tuo entwickelt, soll Qi durch bestimmte körperliche Übungen aktivieren, durch bestimmte Vorstellungen durch den Körper leiten und so Blockaden lösen und energetische Mangelzustände beeinflussen.
Qi Gong Meister übertragen die Heil Energie auch aus der Ferne, wirken auf Gegenstände ein, sind fähig, massive Steine und dicke Stahlstangen mit ihren Händen zu zerbrechen und durch „Schleudern“ ihrer Energie Feuer zu entzünden. Diese übermenschlichen Fähigkeiten werden auch bei Besessenen beobachtet.

T’ai Chi (T’aiji) bedeutet „Höchste Energie“ und bezeichnet eine Kampfkunst bzw. Bewegungsmeditation, den Kampf mit einem imaginären Gegner (Schattenboxen).

Die im Zeitlupentempo ausgeführten Bewegungen (zwischen 30 bis 180) sind Angriffs , Rückzugs  oder Verteidigungsgebärden. Sie sollen die Lebensenergie Chi (Qui, Ki) anregen und Yang und Yin harmonisieren.

T’ai Chi gehört zur „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM)
und wird in Deutschland seit etwa 25 Jahren in „Gesundheitszentren“, Fitness Centren und Volkshochschulen angeboten.
Chinesische T’ai Chi Lehrer schmücken sich häufig mit Dr. bzw. Professorentiteln, die aber keinen akademischen Grad bedeuten, sondern geschäftstüchtige Übertragungen chinesischer Ehrentitel sind.
Als therapeutische Methode   so die Werbung   könne T’ai Chi alle körperlichen und seelischen Krankheiten heilen. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür nicht.

T’ai Chi Ch’uan, bedeutet „höchste Energie der Faust“. Diese Kampfkunst ist vergleichbar mit den fernöstlichen Nahkampf-Disziplinen Judo, Karate, Teakwondo oder auch Kung Fu (tödliche Fauststöße).

 

Transzendentale Meditation (TM)

Transzendentale Meditation, kurz TM, ist sowohl die Bezeichnung einer Psycho-Technik als auch der Sekte unter der Führung des indischen Gurus (göttlicher Meister) Maharishi (großer Weiser) Mahesh Yogi.

Daß es sich bei der TM um eine „Psychosekte“ handelt, hat das Bundesverwaltungsgericht bereits 1989 entschieden….

In ihrer Werbung verspricht die TM Sekte „höhere Intelligenz, mehr Energie, mehr Kreativität und Produktivität, Steigerung der Abwehrkräfte und harmonische Persönlichkeitsentfaltung, die in einer natürlichen und leicht erlernbaren Technik“ erreicht werden könnten. Dieser sog. „Maharishi Effekt“ sei wissenschaftlich nachgewiesen.

In sieben Stufen soll der TM Schüler aufsteigen zum sog. „Siddhi Programm“, weiches „übernatürliche Kräfte“ vermitteln könne: Die Schüler erlebten „einen Energiestrom, der durch den Körper geht, verbunden mit Licht und Glückseligkeit“. Sie könnten dann „auf der Luft gehen“, fliegen, „durch Wände schreiten“ usw.
Die erste Stufe ist Vorstellung der TM, die zweite Stufe Einführung in die TM Technik, die dritte ein persönliches Gespräch mit dem TM Lehrer, die vierte das Einführungs-Ritual „Puja“ mit der Übergabe des „Mantras“, die 5. bis 7 Stufe sind Überprüfungen des TM Schülers in autoritärem Stil.

Die als „wertneutrale Meditationstechnik“ vorgestellte TM ist in Wahrheit Götzendienst. „Puja“ ist Anbetung von Hindu Götzen   verbunden mit Opfergaben. Das zu meditierende „Mantra“ ist ein Götzen Name, verbunden mit einer Verehrungsformel, z.B. „Shree Aing Nahma“ = „Oh du wunderbarer Aing, vor dir verneige ich mich!“
Bei TM Schülern werden nicht selten Nervenstörungen, Ängste und Depressionen beobachtet, die von den TM Lehrern als vorübergehende Reaktion eines ungeübten Nervensystems verharmlost werden und deshalb unbehandelt bleiben. TM-Lehrer sind weder psychologisch noch psychiatrisch ausgebildet. Das festzustellen, hat das Oberverwaltungsgericht Münster ausdrücklich erlaubt.

1975 hat Maharishi Mahesh Yogi das „Zeitalter der Erleuchtung“ ausgerufen und 1976 „die Weltregierung des Zeitalters der Erleuchtung“ gegründet.

Seit 1994 tritt die TM Sekte als Naturgesetz Partei – Aufbruch zu neuem Bewußtsein bundesweit zu Wahlen an.

Yoga (Joga)

Das Wort Yoga kommt aus dem Sanskrit (altindische Gelehrtensprache) und bedeutet „Anjochung“, „Vereinigung“. Gemeint ist die mystische Vereinigung der menschlichen Seele mit einer Gottheit oder „Brahman“, das Erlöschen des individuellen Selbst (Atman) im unpersönlichen Ur Sein.
Yoga wurde von den Upanishaden (200 v. Chr.) entwickelt und hat seitdem zahlreiche Ausprägungen erfahren. Letztes Ziel ist ein veränderter Bewußtseinszustand, die Trance.
Die Einheit mit einer Gottheit (Krishna) oder „Brahman“ erreicht der Yoga Aspirant in 8 Schritten:
1. Er verspricht, alle Leidenschaften auszulöschen.  –  Dazu dienen ein ritueller Ort, die rituelle Körperhaltung und die Einengung der Konzentration auf einen Punkt.
2. Er unterzieht sich strenger Selbstdisziplin in Stille, Studium und Gebet.
3. Er übt die rechte Körperhaltung und Atemtechnik: Lotussitz, bestimmte Hand , Finger , Augen  und Zungenhaltung u.a.
4. Er rezitiert und wiederholt die „heilige Silbe“ OM (steht für Krishna).
5. Er zieht sich völlig aus der Welt der Sinne zurück.
6. Er übt sich in der völligen Entleerung seines Verstandes.
7. Er übt die Trance ein durch Identifikationsübungen, Deprivationsübungen (Zurückziehen aller Sinneswahrnehmungen), Visualisierungsübungen (Vorstellungen mit Wahrnehmungs – Charakter) u.a.
8. Er erreicht im Trancezustand die mystische Vereinigung mit der erwählten Gottheit oder Brahman.

Yoga ist vor allem eine ekstatische Meditations Technik der Selbsterlösung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten, eine Todeskunst. Das Ziel ist der Tod des „Ich“ im Nirvana.
In der „Bhagavad Gita“, dem bedeutendsten altindischen Text, werden die vier Hauptformen des Yoga vorgestellt:
Jana-Yoga (Weg der Erkenntnis), Bhakti-Yoga (Weg der Anbetung und Hingabe), Karma-Yoga (Weg des Handelns) und Raja-Yoga (der „Königsweg“, die Vereinigung aller Yoga Wege).
Alle vier Yoga Formen stellen Wege zur Erreichung des Zieles dar: Über spirituelle Transzendenz, liebevolle Hingabe an die Götter, soziale Pflichterfüllung und Meditation, aus dem Kreislauf der Wiedergeburten erlöst zu werden…

Der ausfühliche Joga – Artikel siehe unter www.horst-koch.de

 

Za – Zen   Meditation

Die Za Zen Meditation stammt aus dem chinesischen Ch’an-Buddhismus, der in Japan weiterentwickelt wurde. Zen ist eine Vermischung von Taoismus und Buddhismus.

Za Zen (japan.) bedeutet „Sitzen im Lotossitz“. Ziel der Za-Zen Meditation, eine der wichtigsten Zen Methoden, ist die Erlangung des „Satori“, der blitzartigen Erleuchtung, wie sie Buddha, dem Erleuchteten, zuteil geworden ist: Ein neues Bewußtsein und ein Zustand der absoluten Harmonie mit dem Kosmos. Endziel ist die Selbsterlösung. Meditation ist das Herzstück der buddhistischen Religion.

Bei der Za Zen Meditation sitzt der Meditierende mit kerzengerade aufgerichtetem Oberkörper im Lotossitz auf einem etwa 20 cm hohen Kissen am Boden, überkreuzt die Beine und legt die linke Hand in die rechte unterhalb des Bauchnabels. Seine Augen richtet er auf einen Punkt am Boden in etwa einem Meter Entfernung.
Neben der Einübung der „Seiza“, der richtigen Körperhaltung, fordert die Za Zen Meditation die Zen Atmung, eine rhythmische Bauchatmung, die   so lehren Zen Meister   „ein Gefühl unbegrenzter Freiheit erzeugen soll, um sich in den Weiten des Kosmos zu verlieren“.

Eingeübt wird ferner die „Meditation im Gehen“, das Kinshin.

Regelmäßige Übungen sind Pflicht. Sie können bis zu 18 Stunden täglich ausgedehnt und zur Sucht werden.
Der Leipziger Religionsphilosoph Karlfried Graf Dürckheim (1896-1988) machte im Westen über seine „Initiatische Therapie“ (eine Abfolge bestimmter Übungen) die Zen Meditation bekannt:

„Der Schüler des Zen beginnt den Tag mit Za Zen und beschließt ihn mit Za Zen. Und wann immer er einen Augenblick Zeit hat   und mehr und mehr findet er solche Augenblicke geht er in Za Zen. Und wenn er nachts aufwacht und nicht gleich wieder einschläft, richtet er sich auf, kreuzt die Beine und übt Za Zen. Kein Meditieren eines heiligen Wortes (Mantras) oder Bildes, einfach sitzen, mit dem ausdrücklichen Bemühen, sich aller Bilder und Gedanken zu entledigen, also möglichst im ,Nichts‘ zu sitzen“ (K. Dürckheim, Zen und Wir, S. 76).

Die „Entleerung für Buddha“ ist Einübung von Trance-Zuständen der völligen Passivität. Trance aber öffnet satanischen Mächten das Tor zum Eintritt:

Das Erleuchtungserlebnis „Satori“ wird als plötzliche Inbesitznahme beschrieben, die den Menschen „im tiefsten berührt und wandelt“.

Buddhisten, die zum Christentum konvertiert sind, geben aus diesem Grund die Zen-Meditation auf.

Als „ein in ganz Europa einzigartiges und geschätztes Zen-Zentrum“ preist der Antonius Kalender 2005, das Jahrbuch des Franziskaner-Missions-Vereins, München, die Zen-Halle des Franziskaner Klosters in Dietfurt a.d. Altmühl, Oberpfalz, die 1980 im klassisch japanischen Stil mit Meditationsgarten erbaut wurde:

„Das Franziskanerkloster und sein Zen Meditationszentrum Zendo ist für jährlich 2000 Menschen ein geistliches ‚Biotop‘, ein Ort, wo sie sich wohlfühlen, wo sie hinter Klostermauern seriöse Anleitungen bekommen für eine wirklich abenteuerliche Reise: der Reise zu sich selbst. Das Abenteuer heißt Za Zen und bedeutet ‚Sitzen im Schweigen‘ “ (a.a.O. S. 30).

Za Zen, so wird betont, „ist nicht das Nachdenken über etwas. Es ist mehr ein Geschehenlassen, ein Zulassen, ein passives Sich Öffnen… Der Weg führt… hin zum eigenen Selbst“ (ebda). Sechsmal täglich jeweils 20 Minuten werden Sitzen, Schweigen und die Zen Atmung eingeübt. „Dazwischen schreiten die Kursteilnehmer in Socken auf grobem Sand meditativ durch die Wandelgänge.“

Ziel der Zen Meditation ist „das Gegenwärtigwerden für die Gegenwart des Gegenwärtigen. Es geht um die Erfahrung des ‚Ich¬ bin da’… Im Zen nennt man diese Erfahrung ‚Satori‘ oder Erleuchtung. Wir Christen sprechen von Gotteserfahrung… Es ist das Herz der christlichen Religion, ja es ist das Herz aller Religionen.“
Spätestens hier wird deutlich, daß das im Za Zen gesuchte „Absolute“ nicht der persönliche, drei einige GOTT ist: „Wer meditiert, soll frei werden für die Erfahrung des Einen, des Absoluten.“

Der Versuch zahlreicher christlicher Bildungshäuser, die Za-Zen Meditation „in den christlichen Glauben einzubinden“, muß scheitern.

Konsequenterweise sind zu den Za Zen Kursen in Dietfurt und anderswo nicht nur Christen aller Konfessionen, sondern auch Anhänger antichristlicher Religionen eingeladen. Im Za Zen findet jeder seinen „Gott“, das unpersönliche „Ki“, „das Absolute“, was immer er auch glaubt.

Za Zen führt nicht zur Anbetung des wahren GOTTES, sondern in die unfruchtbare Einsamkeit des Ego (Ich) oder in die Abhängigkeit böser Geister, die in ein ungeheiligtes Leben eintreten:

„Ich merkte, daß einzelne Lehrsätze des Buddhismus nicht einfach in neue Grundlagen übernommen werden können. Sie lassen sich nicht von dem ganzen System loslösen… Sobald ich auch nur Teile der buddhistischen Lehre wieder annahm – auch wenn sie menschlich gesehen, gute Aspekte aufwiesen – verband ich mich damit erneut mit dem ganzen geistlichen Gebilde.

Erst jetzt erkannte ich das wahre Gesicht des Buddhismus. Er erscheint auf den ersten Blick in angenehmer Gestalt, etwa mit seiner Friedfertigkeit oder seinem hervorragenden moralischen Standard. Dann aber entpuppte er sich als schlechter Geist, der mich unmerklich für sich vereinnahmen und in die furchtbare, einsame Leere des Nirwana mitreißen will, in der es keine Beziehung zu einem persönlichen Gott gibt und in der jegliches Leben fehlt“ (Martin Kamphuis, Ich war Buddhist, S.193).

Auch der bekannte Benediktiner und Zen Meister Pater Williges Jäger, früher in der Abtei Münsterschwarzach, ist mit seinem Versuch, Zen-Meditation zu verchristlichen, gescheitert. In Japan ließ er sich in den Rang eines „Inka Shomei“ erheben. Rom erteilte ihm Rede  und Publikationsverbot, mit der Begründung, daß er sich von der Lehre der katholischen Kirche entfernt habe.

W. Jäger ignoriert dieses Verbot: Vor dem Commit Institut Deggendorf (Institut für Controlling- und Managementberatung) erklärte er (am 5.5.2003):
„Ich freue mich immer, wenn ich nicht in einer Kirche sprechen muß“. Der Horizont bei einem „nicht so christlich geprägten Publikum“ sei meistens größer.

Die Antwort auf die essenzielle Frage nach dem „Warum?“ habe er im Christentum nicht gefunden: „Dazu muß erst eine neue Bewußtseinsebene erreicht werden.“

Mit seinen Zuhörern praktizierte Jäger einen zehnminütigen „Ausflug in den transpersonalen Raum“ (Augenzeugenbericht im Archiv der Vereinigung zum Schutz schwacher und hilfloser Menschen).
Versuche, die Za Zen Meditation aus dem buddhistischen Kontext zu lösen und zu verchristlichen, müssen deshalb mißlingen, weil die Zen Meditation ungegenständlich ist und einen neuen „Bewußtseinszustand“ erstrebt, die christliche Meditation dagegen sich an der Hl. Schrift, dem Wort GOTTES orientiert.

Nach dem Selbstverständnis des Zen Buddhismus ist das eigene Herz Buddha oder die Leere:

„Die verblendete Welt weiß nicht, daß ihr eigenes Herz selbst der Buddha ist… Buddha ist nirgends als im eigenen Herzen“ (Sh. Hisamatsu, Vom Wesen des Zen, S. 45).

Das Herz eines Christen aber hat keinen Raum für Buddha, weil es von GOTT ergriffen ist.

 

Esoterische Medizin im Urteil der Bibel

Esoterische Diagnose  und Heilverfahren lassen sich mit einem Leben nach den Weisungen GOTTES nicht vereinbaren. Sie sind heidnisch und anti christlich und stehen im Gegensatz zur „gesunden“ Lehre des Evangeliums. Sie machen deshalb seelisch und oft auch körperlich krank.

Therapeuten, die sich als „sensitiv“, als „Medium“ oder „Kanal“, als „Mittler“ zwischen übersinnlichen Wesen und den Menschen verstehen, führen Hilfesuchende in die okkulte Welt der Dämonen, die sich häufig als“Lichtwesen“ zu tarnen, in betörender Sprache der „Liebe und Güte“ mitzuteilen und Gefühle des“Glücks, der Harmonie und des Friedens“ zu vermitteln verstehen (z.B. bei der Handauflegung von Wunderheilern).

Die von „Heilern“ herbeigerufenen und beschworenen „Geistwesen, Engel, Führer, Schwingungen, Energien oder Götter“ haben mit den von GOTT erschaffenen „Angeli“ (Engel), den guten Geistern, nichts zu tun.
Wenn „Heiler“ Patienten anleiten, durch Rituale oder Gedankenkraft mit „höheren Wesenheiten“ Kontakt aufzunehmen, bringen sie Hilfesuchende in den Wirkbereich böser Geister, der von GOTT abgefallenen Engel.
Die guten Geister (Engel) oder die Seelen Verstorbener entziehen sich der Beschwörung von Menschen. Sie lassen sich nicht von ihnen herbeirufen oder in ihren Dienst stellen.

Wenn sie erscheinen   und dafür gibt es Zeugnisse in der Bibel   dann nur im Auftrag GOTTES, als Seine Boten (Engel = Bote) und zu einer Zeit, die allein GOTT bestimmt.

Zahlreiche „Heiler“ setzen an die Stelle von „gut“ und „böse“ die Begriffe „Erleuchtung“ und „unvollkommene Erkenntnis“, die es zu überwinden gelte, um zu gesunden. Die Existenz des Bösen und der Sünde verwerfen sie als „gesundheitsschädlichen Aberglauben“. Sünde, der Ungehorsam gegen GOTT und Seine Gebote wird als nicht existent erklärt, und Schuldgefühle werden wegtherapiert. Wo es aber keine Sünde gibt, da gibt es keine Erlösung durch den Sohn GOTTES, da gibt es kein Gericht GOTTES und keine Hölle, die GOTTES Ferne.
Die Erlösung JESU CHRISTI wird durch „Selbsterlösung“ ersetzt, dem einzigen Leben auf Erden wird mit der Irrlehre von der Wiedergeburt der Ernst der Bewährung genommen. Die Geschöpflichkeit und Abhängigkeit des Menschen von seinem Schöpfer wird ersetzt durch den Irrglauben an eine Selbstvergöttlichung: „Wir sind Götter“. Esoteriker setzen sich an die Stelle GOTTES.

„Erweiterung des Bewußtseins“ und die Erfahrung der „Selbstüberschreitung“, der „Selbstverwirklichung“ und „lch Entgrenzung“ stehen im Mittelpunkt zahlreicher esoterischer Heilverfahren. Dazu gehören u.a. Trance Techniken wie Channeling und Geistheilung, Deute Techniken wie Pendeln und Wünschelrutengehen, Meditations  und Ekstase Techniken, Yoga, Transzendentale Meditation, Reiki, schamanische und spiritistische Praktiken.

Wenn esoterische Therapeuten von „Gott“ sprechen, von der „göttlichen Kraft“ des Menschen, die es zu entdecken gelte, füllen sie diese Begriffe mit anti christlichen Inhalten. Das „göttliche Leben“, das Esoteriker zu vermitteln beanspruchen, ist nicht das in der Taufe von GOTT geschenkte göttliche Leben, sondern „unpersönliche Energie“, „Lebensprinzip“ oder „Heilgeist“. Die „göttliche Energie“ wird irreführend auch „ChristusEnergie“ genannt, die Energie des „universalen Christus“.

Dieser esoterische Christus ist nicht JESUS CHRISTUS, die 2. göttliche Person in der Dreieinigkeit, sondern Titel von Menschen, die ihre „innere Göttlichkeit“ wahrgenommen und sich zum „universellen Meister“ entwickelt haben. Der Messias JESUS CHRISTUS dagegen ist nach esoterischer Irrlehre einer von zahlreichen Manifestationen des „kosmischen Christus“.

Esoteriker verstehen den Kosmos als „Ozean aus Energie“, der als Ganzes oder als Beziehungs Netz gedeutet wird. Als Zukunft wird „die versöhnte göttliche Einheit“ alles Seienden erträumt.

Esoterische Heiler stellen das ICH in den Mittelpunkt ihres Lebens. Der Christ dagegen öffnet sich dem DU: GOTT und den Mitmenschen in gehorsamer Erfüllung des von GOTT Gebotenen und in tätiger Nächstenliebe. Die Liebe des Esoterikers dagegen gilt sich selbst.

Nach der Offenbarung GOTTES steigt nicht der Mensch zu GOTT herauf durch irgendwelche Techniken oder „erweitertes Bewußtsein“, sondern GOTT neigt sich dem Menschen zu durch Sein Wort, das in der 2. göttlichen Person Fleisch wurde. Der Mensch kann sich GOTT nicht mit spirituellen Praktiken nähern. Er kann GOTT nicht zwingen   durch Handauflegung Wunder zu wirken, sondern GOTT beschenkt in freier Wahl Menschen mit Seiner Gnade und Seiner Gemeinschaft, wenn sie sich Seiner Führung anvertrauen, wenn sie auf jede „Ich-Sucht“, auf jede eitle „Über Heblichkeit“ verzichten, wenn sie IHN lieben. Die Liebe zu GOTT aber beweist sich in der Erfüllung der Gebote GOTTES:
„Wer Mich liebt, hält Meine Gebote!“ (Joh 14,15).

Nicht „Selbstvergöttlichung“ ist das Lebensziel des Menschen, sondern die ewige Gemeinschaft mit GOTT.
Esoterische Heiler lehren das Vertrauen auf die eigene Kraft, auf die „Selbsterlösung“. Sie behaupten, „göttliche Heil Energie“ zu aktivieren, zu entwickeln, zu übertragen, wann immer sie es wollen.

Der Versuch, „göttliche Macht“ zu erlangen, zu sein wie GOTT, kostete schon die ersten Menschen das Paradies, die Gemeinschaft mit GOTT. Menschen können nicht wie GOTT sein. Sie sind Geschöpfe GOTTES und müssen diese ihre Geschöpflichkeit anerkennen, wenn sie nicht der Gemeinschaft mit GOTT verlustig gehen wollen, ihres ewigen Heils.

Esoterische Heiler lehren, daß Steine, Pflanzen, Tiere und die Planeten „beseelt“ seien, sich gegenseitig beeinflussen würden und von Menschen mit Hilfe bestimmter Rituale und Praktiken in den Dienst genommen werden könnten.

Eine Unzahl von esoterischen Heilverfahren soll die Harmonie mit dem Kosmos und der Natur herstellen, um dadurch die Heilung von Krankheit und Leid zu bewirken.

Der Apostel Paulus warnt, die Hoffnung auf „kosmische Mächte“ zu setzen:
„Seht zu, daß euch niemand betrügt durch Menschenweisheit und leeren Betrug, welche auf menschlicher Überlieferung und kosmischen Mächten beruhen und nicht auf CHRISTUS“ (Kol 2,8f).

Paulus warnt vor den „kosmo kratorae“ (kosmos = Welt und kratos = Macht, Kraft), weil sie satanische Mächte sind. Der „Fürst dieser Welt“ ist der „Fürst des Kosmos“.

GOTT verbietet jede Kontaktaufnahme mit Satan und seinem Anhang, den Dämonen. Allein durch JESUS CHRISTUS ist das Heil zu finden. Nur in JESUS CHRISTUS kann der Mensch Zugang zur übersinnlichen Welt finden:
„Keiner kommt zum Vater als nur durch MICH!“ (Joh 14,6).

GOTT läßt sich nicht durch Meditationstechniken, durch Mantras, Mandalas oder Formeln verfügbar machen, auch nicht durch eitle, selbsüchtige Gebete.

Zahlreiche esoterische Heilverfahren basieren auf weißer oder schwarzer Magie, die übermenschliche Fähigkeiten wecken will und einsetzt, um geistige Wesen dienstbar zu machen. Diese „Wesen“ sind immer Satan und seine Daemonen, die ständig den Menschen umlauern, immer bereit, sich ihm zu nähern, um ihn in die GOTTES Ferne hinabzuziehen.

GOTT verbietet die Kontaktaufnahme mit Geistern oder Seelen verstorbener Menschen:
„Niemand finde sich, der Wahrsagerei, Zeichendeuterei, Geheimkünste und Zauberei betreibt, niemand der Bannungen vornimmt, einen Totengeist oder Wahrsagegeist befragt oder Auskünfte bei den Toten sucht. Denn ein Greuel für den HERRN ist ein jeder, der solches tut!“ (5 Mose 1,10f).

Ein Christ, der magische Heilverfahren an sich vollziehen läßt, sündigt schwer:
„Unheil wird dich treffen, das du nicht zu bannen vermagst. Dich wird treffen Verderben, eh du dich versiehst“(Jes47,11).

Sämtliche Heil-Praktiken, die Magie und Zauberei anwenden, mit denen geheime Mächte, Energien, Kräfte dienstbar gemacht werden sollen, verstoßen schwer gegen das 1. göttliche Gebot: „Du sollst keine Götzen anbeten!“

Das gilt vornehmlich für christliche Therapeuten und Wunderheiler, die esoterische Diagnose  und Heilverfahren mit seriösen verbinden. Vor ihnen warnt die Bibel:
„Es werden falsche Messiasse (Heilsbringer) und falsche Propheten auftreten und Zeichen und Wunder wirken (auch Krankenheilungen), um, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten in die Irre zu führen. Ihr aber seht euch vor!“ (Mk 13,22f).

Der leidende Mensch hofft auf Gesundheit. Er wird angetrieben von dem Ruf und der sittlichen Pflicht, sich gesund zu erhalten. Der leidende Christ setzt seine Hoffnung auf GOTT. Er überschreitet aber die Hoffnung auf übernatürlich gewirkte Heilung, wenn er den natürlichen Weg über erfolgreiche schulmedizinische Therapien verweigert und sich stattdessen esoterischen Heilern anvertraut.

Wer einen „Rechtsanspruch“ auf wunderbare Heilung zu haben glaubt, sündigt gegen GOTT durch Vermessenheit. Er setzt eine falsche Zuversicht auf die Hilfe GOTTES, vor allem dann, wenn er unbußfertig, d.h. ohne Reue über seine Sünden, GOTTES Barmherzigkeit herausfordert. Diese Vermessenheit ist „Sünde wider den HEILIGEN GEIST“.

Die Gnade GOTTES setzt die Mitwirkung des Menschen voraus. Ein Mensch, der versäumt zu tun, was er zu tun vermag und stattdessen alle Hilfe von GOTT erwartet, versucht GOTT. GOTT zu versuchen aber, ist schwere Sünde.

Die Barmherzigkeit GOTTES setzt voraus, daß der Mensch seine Geschöpflichkeit anerkennt, daß er bereit und willens ist, sich seinem Schöpfer zu unterwerfen, daß er sich bemüht, GOTT zu lieben. GOTT lieben aber heißt, Seine Gebote zu erfüllen:

„Wer MICH liebt, hält Meine Gebote“. Dieses ist das erste und größte Gebot. Ein zweites aber ist diesem gleich:
„Du sollst den Nächsten lieben, wie dich selbst!“

Nicht in schwelgerischen Gefühlen, die sich denen mitteilen, die bei Handauflegung von Spiritisten, Wunderheilern oder Charismatikern zu Boden stürzen, gewinnt der Mensch sein Heil, sondern in tätiger GOTTES  und Nächstenliebe.

Charismatiker, die den HEILIGEN GEIST als „Heilgeist“ mißbrauchen und in ihren Dienst stellen, sündigen schwer wider IHN.

Vermessenheit ist infantil, weil sie der Wirklichkeit nicht gerecht wird. Vermessenes Hoffen ist eitle Selbstüberschätzung. Die Gebete der Vermessenen nehmen die Erfüllung ihrer Hoffnung auf Heilung vorweg; der demütig Bittende erwartet die Erfüllung seiner Hoffnung in tätiger Mitwirkung. Er respektiert GOTT als den Gerechten.

Christliche Hoffnung ist gebunden an die Furcht des HERRN, eine der sieben Gaben des HEILIGEN GEISTES. Diese Furcht ist sowohl Ehrfurcht vor GOTTES Größe und schließt deshalb jede Eitelkeit, jeden Stolz aus, als auch Furcht, schuldigwerden zu können, die Furcht vor der Trennung von GOTT, und schließt deshalb die immerwährende Bereitschaft zu Reue und Wiedergutmachung ein.

Der vermessen hoffende Mensch kennt diese Furcht nicht. Er wiegt sich selbstsicher im Hochmut, stellt sich höher, als er ist, strebt göttliche Macht an, ist selbst überheblich. Er maßt sich an, GOTT zwingen zu können, Seine Gnade mitzuteilen, wann immer der Mensch es will. Gnade aber ist ungeschuldetes Geschenk.
Nicht das irdische Wohlergehen ist das letzte Ziel GOTTES mit dem Menschen, sondern das ewige Heil, die ewige Gemeinschaft mit IHM.

Hochmut ist d a s Grundübel der Menschheitsgeschichte, die Ursünde der von GOTT abgefallenen Engel und Menschen.

Sehnsucht nach Genesung ist letztlich die Sehnsucht nach Erlösung, nach dem Heil. Das wissen esoterische Heiler zu nutzen, indem sie nicht nur körperliche Heilung versprechen, sondern zugleich das Heil. Diese ihre Zielsetzung macht die esoterische Medizin nicht nur unvereinbar mit der wissenschaftlichen Medizin, sondern zugleich mit der christlichen Heilslehre. Wer sich nicht mit den weltanschaulichen Hintergründen esoterischer Diagnosen und Therapien auseinandersetzt, wird esoterisch verführt und geprägt   ob er es will oder nicht.

 

Was ist Gesundheit?

„Nicht nur die Abwesenheit von Krankheit ist Gesundheit“, so definiert die Weltgesundheitsorganisation, sondern „ein Zustand des vollkommenen physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens“.

Für einen Christen kann das nicht alles sein. Aus biblischer Sicht ist der Mensch gesund, der „heil“ ist und sich von GOTT immer wieder heilen läßt. Gesundheit ist Frieden mit GOTT.

Deshalb betet der Apostel Paulus:
„Der GOTT DES FRIEDENS heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unsere HERRN JESUS CHRISTUS“ (1. Thess 5,23).

Viele körperliche Gebrechen sind selbst verschuldet:
Durch Süchte, falsche Ernährung, mangelnde Bewegung, durch Aufsuchen von esoterischen Heilern und Verweigerung gebotener schulmedizinischer Behandlung z.B. Diese Leiden sind erworben durch Verstöße gegen das 5. Gebot: „Du sollst nicht töten!“ Du sollst Dich nicht der Gefahr aussetzen, krank zu werden und krank zu bleiben, denn das ist Selbstmord in Raten.

Jeder ist verantwortlich vor GOTT auch für seine körperliche Gesundheit:
„Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des HEILIGEN GEISTES ist, der in euch wohnt, den ihr von GOTT habt? Wißt ihr nicht, daß ihr nicht euch selbst gehört? Verherrlicht GOTT in eurem Leibe!“ (1. Kor 6,19f).

„So ertötet also Unzucht und Unreinigkeit, Leidenschaft und böse Lust, Habsucht… Ihr sollt das alles ablegen: Zorn, Erbitterung, Bosheit, Lästerung, unehrbare Rede aus eurem Munde. Belügt einander nicht“ (Kol 3,5f).

Die Mahnungen des Apostels Paulus werden durch medizinische Forschungen unserer Zeit bestätigt:
All diese Sünden gegen GOTT und den Mitmenschen machen krank. Sie erzeugen Herz Kreislauf Erkrankungen, Krebs, Aids, Stoffwechsel  oder Geschlechtskrankheiten u.a.

Die Gegenmittel sind:
„Herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Sanftmut, Geduld. Ertragt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat… Über das alles aber habet die Liebe“ (Kol 3,12f). Die Liebe zu GOTT in der Erfüllung Seiner Gebote und die Liebe zu den Mitmenschen.

Entnommen dem Buch von Frau Adelgund Mertensacker: IRRWEGE DES GLÜCKS – Esoterische Medizin von A bis Z

Die Hervorhebungen wurden von mir vorgenommen. Horst Koch, Herborn, im April 2007 – info@horst-koch.de
Ergänzende Beiträge auf meiner Webseite www.horst-koch.de

WUNDERHEILUNGEN, von Pfr. Dr. Kurt Koch
ALTERNATIVMEDIZIN, von Frau Els Nannen, Holland
HEILUNGSDIENSTE, von Dipl.-Ing. Alexander Seibel

 

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