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Corona und das Leid der Welt (W.Gitt)

WERNER GITT

CORONA UND DAS LEID IN DIESER WELT

Das Jahr 2020 wird in unser aller Erinnerung bleiben. Nie zuvor hat eine Krankheit die ganze Welt in die Knie gezwungen wie in diesem Frühjahr, in dem das Corona-Virus das öffentliche Leben zum Stillstand brachte.

Es war das Jahr der abgesagten Festivals, der ausgefallenen Volksfeste, der verschobenen Veranstaltungen, einschließlich der Olympiade in Tokio. Es war ein Jahr der leeren Stuhlreihen, der verwaisten Plätze und unzähliger Insolvenzen. Für Viele wurde es zum Jahr des Leides und des Todes.

So bricht die uralte Frage nach Leid und Tod in dieser Welt wieder ganz neu auf, umso mehr, wenn Gott dabei ins Spiel gebracht wird: Wenn es einen liebenden und allmächtigen Gott gibt, dann dürfte es doch in dieser Welt weder Leid noch Tod geben!
Skeptiker haben vier logische Möglichkeiten vorgelegt:

1) Entweder will Gott das Leid beseitigen, aber er kann es nicht,
2) oder er kann es und will es nicht,
3) oder er kann es nicht und will es nicht,
4) oder er kann es und will es.

ALLGEGENWÄRTIG: LEID UND TOD

Leid und Tod sind ständige Begleiter unseres Lebens. Wir wissen von Naturkatastrophen, Unglücksfällen und mancherlei Epidemien – wie jetzt ganz aktuell die Corona-Pandemie –, die unbeabsichtigt von Menschen verursacht wurden.

Leider kennen wir auch Katastrophen, die bewusst von Menschen herbeigeführt wurden. Der New Yorker Terroranschlag vom 11. September 2001 mit über 3000 Toten ist ein beredtes Beispiel für die letztere Art.

Zur Lösung des Problems stellen wir zwei deutlich voneinander zu unterscheidende Erklärungsmöglichkeiten gegenüber:

Auffassung 1 – der Evolutionsglaube:

Nach dieser Deutung ist unsere Erde Millionen von Jahren alt, und der Tod ist ein ständiger Begleiter unserer Geschichte. Leid und Tod sind Verbündete bei der „Schaffung“ von Leben. Nur durch das Ausmerzen des weniger Angepassten durch den Tod kann sich das Leben höher entwickeln.

Auffassung 2 – der Glaube an den Schöpfer:

Die Bibel benennt Gott als den Schöpfer. Er beurteilte alles Geschaffene mit der nur einmalig in der Bibel vorkommenden Beurteilung „sehr gut“ (1. Mose 1,31). Diese Bewertung bezieht sich auf die gesamte Schöpfung und damit auch auf die ersten Menschen Adam und Eva. Den Tod gab es nicht.

Die Menschen missachteten Gottes Gebot und handelten sich dadurch Krankheit, Leid und Tod ein. Das nennen wir den Sündenfall. Damit kam das Gesetz „Denn der Sünde Sold ist der Tod“ (Römer 6,23) zur Auswirkung.

Die Sünde brachte einen Eindringling – den Tod – in die zuvor sehr gute Welt. Seitdem ist die gesamte Schöpfung dem Verfall und der Vergänglichkeit preisgegeben.

 Eine der beiden Auffassungen muss logischerweise falsch sein! In den Zellen aller Lebewesen finden wir eine geradezu unvorstellbare Menge an Information. Diese ist erforderlich zur Bildung der Organe und zur Steuerung aller Prozesse des Lebens. Information aber kann nicht von selbst in der Materie entstehen. Somit ist die Evolutionsidee naturwissenschaftlich nicht mehr haltbar. Mithilfe der Naturgesetze der Information kann das ganze Gebäude der Evolution zum Einsturz gebracht wer-den. Somit folgen wir Auffassung 2 – und das ist die biblische Lehre.

Das allgemeine Leid in dieser Welt ist durch die Sünde des Menschen seit Adams Zeiten erklärt. Es ist somit unsere Schuld, dass die Welt so ist, wie sie ist. 

GOTTES HANDELN IN KATASTROPHEN

Wie aber ist es mit Naturkatastrophen und Unglücken, die nicht von Einzelpersonen verschuldet wurden? 

In Amos 3,6 (Die Bibel) finden wir eine unerwartete und recht drastische Antwort: „Ist etwa ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht tut?“

Ähnlich steht es in Jesaja 45,5a+7: „Ich bin der Herr, … der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der Herr, der dies alles tut.“

Es erstaunt uns sehr, dass Gott sich als Verursacher von Unglücksfällen und Unheil vorstellt. Diese Aussage ruft im ersten Augenblick unser Entsetzen hervor. Gott lässt das Unglück nicht nur zu – mehr noch: Er ist sogar dessen Urheber. Das passt nicht so recht in unsere Vorstellung „vom lieben Gott “.

Ist Gott nur ein Gott der Liebe?

Das Bewusstsein, dass Gott nicht nur ein Gott der Liebe, sondern auch des Gerichtes über die Sünde ist, scheint in unserer Zeit fast völlig abhanden gekommen zu sein. In diesem Zusammenhang zitiere ich den Ratsvorsitzenden der Ev. Kirche in Deutschland Heinrich Bedford-Strohm:

 „Ich glaube, wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, nach der Gott irgendwo im Himmel thront und die Strippen zieht und dann eben auch, aus welchen Motiven auch immer, auf den Tsunami-Knopf drückt oder ein neues Virus erschafft und auf die Erde schleudert.“

Ähnlich äußerte sich Bischof Karl-Hinrich Manzke zu der Frage „Ist das (Corona) – Virus eine Strafe Gottes?“ mit „Nein, es ist keine Strafe Gottes, sondern eher eine Unterbrechung Gottes .“
Hat Gott also eine Pause gemacht? Und schlich sich in dieser Pause das Virus in die Welt ein? Ich frage weiter: Und wenn Gott da eine Pause gemacht hat, reicht seine Allmacht dann nicht mehr aus, um das Unheil zu beseitigen?

Gottes Gerichte

Es ist die zigfach in der Bibel bezeugte Tatsache, dass Gott über Sünde Gericht hält. Drei Beispiele seien hier herausgegriffen:

„Als der Menschen Bosheit groß war“, schickte Gott die Sintflut:
„Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen“ (1. Mose 6,5+17).

2. Als die Sünden in Sodom und Gomorra überhand nahmen, „da ließ der Herr Schwefel und Feuer vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra regnen und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war“ (1. Mose 19, 24 -25). 

3. Beim 40 Jahre währenden Auszug aus Ägypten widersetzten sich die Israeliten Gott zehnmal. Von denjenigen, die einstmals aus Ägypten ausgezogen waren, durften darum nur Josua und Kaleb und die unter Zwanzigjährigen in das verheißene Land kommen (4. Mose 14,29-30).

Vielfach wird heute argumentiert, der Gott des Alten Testamentes sei ein Gott des Gerichtes, aber der des Neuen Testamentes ein Gott der Liebe. Aber Gott ist immer derselbe (Jakobus 1,17) und darum gilt beides. Die im Neuen Testament geschilderten Gerichte sind sogar noch massiver als diejenigen des Alten Testamentes: 

•„Von diesen drei Plagen wurde getötet der dritte Teil der Menschen, von dem Feuer und Rauch und Schwefel, der aus ihren Mäulern kam“ (Offenbarung 9,18).

•„Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner, und es geschah ein großes Erdbeben, wie es noch nicht gewesen ist, seit Menschen auf Erden sind – ein solches Erdbeben, so groß“ (Offenbarung 16,18). 66

DAS LEID DES EINZELNEN 

Während das allgemeine Leid in dieser Welt mit der Sünde verknüpft ist, kann das beim individuellen Leid des Einzelnen nicht gesagt werden. Hüten wir uns davor, einem Kranken oder Notleidenden zu sagen, seine momentane Situation sei auf seine Sünden zurückzuführen. Auch die Bibel offenbart nur in sehr wenigen Fällen, warum ein Einzelner Leid ertragen musste.

Hiob ist ein solcher Spezialfall. Obwohl er ein gerechter Mann war, mutete Gott ihm viel Leid zu. Den Grund dafür nannte Gott ihm nicht, aber er lässt jeden Leser des Hiob-Buches „Augenzeuge“ einer außerordentlichen Szene werden. Gott erlaubte dem Teufel, Hiob zu plagen. Dennoch hielt Hiob an Gott fest. Der Teufel darf nur in den von Gott festgelegten Grenzen agieren.

Was hat Corona mit Gott zu tun?

Seit dem Frühjahr 2020 stellt die Corona-Pandemie das Leben auf dem gesamten Globus auf den Kopf. Die Wucht, mit der sie über die ganze Menschheit hereinbrach, stellte sogar die Klimadebatte in den Schatten. Der Mikrobiologe und Präsident des Robert-Koch-Instituts in Berlin Lothar H. Wieler äußerte sich am 14.04.2020 in einer ZDF-Sendung wie folgt: „Diese Pandemie gab es bisher nicht. Wir haben keine Blaupause, nach der wir handeln könnten. Die Krankheit ist neu.“

Wir suchen nach einer Erklärung für diese Pandemie, aber wer gibt sie uns? 

Die Antwort der Kirchen

Der Historiker Prof. Michael Wolffsohn beklagt in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 20.04.2020 das Schweigen der Kirche: „Ich jedenfalls habe keine theologisch tiefgehende Interpretation dieser Pandemie seitens führender Geistlicher registriert.“

Die „Welt am Sonntag“ titelte: „Wird die Corona-Krise zum Offenbarungseid für die Kirchen?“ Der Magdeburger katholische Bischof Gerhard Feige zitiert eine Stellungnahme der „katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirche in Deutschland“:
„Krankheit ist keine Strafe Gottes – weder für Einzelne noch für ganze Gesellschaften, Nationen und Kontinente oder gar für die ganze Menschheit. Krankheiten gehören zu unserer menschlichen Natur als verwundbare und zerbrechliche Wesen.“

Nach Darstellung dieser Positionen wenden wir uns der Bibel zu – oder anders gefragt:

WAS SAGT UNS GOTT DAZU IN SEINEM WORT? 

Gemäß der Mehrheitsmeinung hat Gott mit Corona nichts zu tun.

Wir hatten durch einige Zitate belegt, dass heutzutage Gerichte Gottes weithin ausgeklammert werden. Aber kann man Gott in der Corona-Krise so einfach beiseiteschieben, wie das landauf, landab viele Politiker und manche Kirchenoberen tun?

Der Gott, der sogar die Haare auf unserem Haupt zählt (Matthäus 10,30) und der jeden der 10 hoch 25 Sterne mit einem eigenen Namen versieht (Psalm 147,4), den ignorieren wir bei einem so weltweiten Geschehen wie diese Corona-Pandemie.

Nichts ist dringender als die Aussagen der Bibel zu beachten, denn nur von dorther werden wir zu einer angemessenen Beurteilung der Lage kommen.

Der vergessene Gott

Im Jahr 2019 gab es in Deutschland 100 000 Abtreibungen – nach der Bibel ist das Mord. Die biblische Wahrheit des Schöpfungsberichtes haben wir einseitig und flächendeckend durch die wissenschaftlich nicht haltbare Evolutionslehre ersetzt. Ist uns bewusst, was wir damit angerichtet haben?
Indem wir sein Wort – die Bibel – ablehnen oder für nichtig erklären, bezichtigen wir Gott der Lüge.

Die Klimadiskussion nimmt Züge einer Ersatzreligion an. Mit der staatlich sanktionierten „Ehe für alle“ haben wir Gottes Gebot missachtet. Der frühere Bundespräsident Christian Wulff behauptete zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung in Bremen: „Der Islam gehört zu Deutschland.“ Mit solchen beklagenswerten Äußerungen öffnen wir ganz bewusst dem Islam Tür und Tor.
Wie antichristlich diese Religion ist, wird deutlich an der strikten Ablehnung des Kreuzes. Im Koran werden Ungläubige – aus islamischer Sicht sind damit Christen, Juden und Atheisten gemeint – als die schlechtesten Geschöpfe bezeichnet, die noch unter dem Vieh stehen (Sure 8,57; Sure 98,6).
Hieran wird deutlich, der Gott der Bibel kann niemals der Allah des Islams sein.
Wer dazu beiträgt, dass der Islam zu Deutschland gehört, trägt dazu bei, dass Deutschland zum Islam gehört.

Wir tun so, als wenn es Gott gar nicht gäbe. Oder haben wir uns einen Märchenbuchliebergott zurechtgeschneidert – wie ihn der Nachkriegsdichter Wolfgang Borchert bezeichnete –, der für nichts mehr zuständig ist?

Würden wir an einem belebten Platz einer Großstadt eine Meinungsumfrage starten und die Passanten befragen: „Glauben Sie an Jesus Christus als den gekreuzigten und auferstandenen Herrn, und haben Sie sich in einer persönlichen Entscheidung bewusst zu ihm hingewandt?“ – wie viele würden wohl mit einem eindeutigen JA antworten? Wir würden sehr deutlich unter der „5-Prozent-Klausel“ bleiben.
Sollte Gott zu alledem schweigen? In Galater 6,7 heißt es: „Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“

3. Corona hat sehr viel mit Gott zu tun!

Angesichts dieser genannten Fakten hören wir einmal auf das, was Gott dem König Salomo schon damals offenbarte:
„Siehe, wenn ich den Himmel verschließe, dass es nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine Pest unter mein Volk kommen lasse und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen“ (2. Chronik 7,13-14). 

Hier lässt uns Gott wissen, dass er in allem der Handelnde ist und bleibt. Er ist es, der den Regen zurückhält, der eine Heuschreckenplage über das Land bringt, der flächendeckende Waldbrände und Tsunamis oder eine Seuche (z. B. Pest, Corona) zulässt. Es erstaunt uns sehr, dass Gott sich als Verursacher von Unglücksfällen (Amos 3,6), Unheil, Seuchen u. a. vorstellt. Es gilt beides: Gott verursacht das Unglück oder er lässt es zu. In allen Fällen, ob aktiv oder passiv verursacht – Gott ist und bleibt der Souverän über alle Dinge. Corona hat also doch etwas mit Gott zu tun!

4. Was sagt uns Gott heute?

In Hebräer 1,1-2 werden wir auf Jesus, den Sohn Gottes, hingewiesen:
„Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf mancherlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn (Jesus Christus).“
Jesus ist der Schlüssel zum Verständnis der Bibel und auch für unsere Weltdeutung.

Nach all den vorangegangenen Überlegungen stellt sich die berechtigte Frage: Ist diese Pandemie zufällig über uns hereingebrochen, oder ist sie doch von Gott geschickt?
Gott auszuklammern, wäre die absolut falsche Lösung. Wir sind hier mit seinem Handeln in dieser Welt konfrontiert, aber wir können es nicht eindeutig entschlüsseln. 

Bezüglich der Pandemie scheinen mir nach den obigen Überlegungen vier Antworten ableitbar zu sein:

1) Sie führt uns die Vergänglichkeit und das Seufzen der ganzen Schöpfung vor Augen (Römer 8,21-22). Gott will uns zur Demut leiten (Micha 6,8).

2) Sie ist ein Gericht Gottes über eine gottlos gewordene Welt. Gott will uns zur Umkehr rufen (Offenbarung 3,19b).

3) Sie ist ein Ruf Gottes, damit wir in Jesus Rettung finden, um nicht dem ewigen Gericht zu verfallen (Hebräer 9,27).

4) Sie ist ein Zeichen der baldigen Wiederkehr Jesu. Er hat uns vorausgesagt, dass seinem Kommen die „Wehen“ vorangehen (Matthäus 24,8).

Aus den obigen Betrachtungen können wir erschließen, dass alle diese vier Punkte in die Erklärung der Pandemie einzubeziehen sind. 

5. Welche Botschaft richtet Gott an uns?

Von dem Corona-Virus ist die ganze Menschheit infiziert. Kein Land und keine Personengruppe ist ausgenommen – es trifft Christen und Atheisten, Muslime und Hinduisten, es trifft Junge und Alte, Arme und Reiche, es trifft Gesunde und Vorerkrankte, kurz: jeden! Wenn Gott so universell zu jedem von uns spricht, dann stellt sich die Frage:
Gibt es eine Botschaft, die ebenfalls jedem Erdenbürger gilt?

Wenn wir bisher so ausführlich auf die Gerichte über die Sünde eingegangen sind, so gilt es zu betonen, dass Gottes Wesensart die Liebe ist: „Gott ist die Liebe“ (1. Johannes 4,16). Gottes Absicht mit uns ist Hilfe und Rettung, und das widerfährt uns wegen seiner grenzenlosen Liebe und Barmherzigkeit. Die zahlreichen Aussagen der Bibel bezeugen dies sehr eindeutig und unmissverständlich, wie z. B.:

•„Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“ (Jeremia 31,3).

•„Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat“(Psalm 121, 2).

•„Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht der Herr, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?“(Hesekiel 18,23).

•„Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2,4).

•„So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden“ (Apos-telgeschichte 3,19).

•„Ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen bist“ (1. Timotheus 6,12).

In seiner Schrift „Angst vor dem Virus?“ vergleicht Manfred Röseler vom Missionswerk Bruderhand das Coronavirus mit einem viel heimtückischeren Virus – und das ist die Sünde. Mit diesem Virus haben wir uns sogar einen dreifachen Tod eingehandelt.

DER DREIFACHE TOD

Wenn die Bibel vom Tod spricht, so meint sie damit keineswegs das Aufhören der Existenz. Die biblische Definition für Tod heißt „abgetrennt sein von …“ Da der Sündenfall einen dreifachen Tod kennzeichnet, gibt es auch ein dreifaches Abgetrenntsein.

1. Der geistliche Tod: Im Augenblick des Sündenfalles erlag der Mensch dem „geistlichen Tod“, d. h. er war damit abgetrennt von der Gemeinschaft mit Gott. In diesem Zustand leben auch heute alle Menschen, die nicht an ihren Schöpfer glauben. Sie bestimmen eigensüchtig ihr Leben und geben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nach.

2. Der körperliche Tod: In der weiteren Auswirkung kommt es zum leiblichen Tod: „… bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist“ (1. Mose 3,19). Wegen des Sündenfalles ist die gesamte Schöpfung der Vergänglichkeit unterworfen.

3. Der ewige Tod: Die Endstation des Todeszuges ist der ewige Tod. Dort wird jedoch nicht die Existenz des Menschen ausgelöscht (Lukas 16,19-31), sondern hiermit ist das endgültige Abgetrenntsein von Gott markiert. Der Zorn Gottes bleibt über den Menschen, weil „durch die Sünde eines Menschen – Adam – alle Menschen in Tod und Verderben geraten sind“ (Römer 5,18).

Am Anfang nannten wir vier logische Möglichkeiten bezüglich des Verhaltens Gottes zum Leid. Variante 2 ist offensichtlich die zutreffende:
 Gott kann das Leid beseitigen! Was aber müsste er tun, um Leid und Tod aus der Welt zu entfernen? Nun, er müsste ihre Ursache beseitigen. Da wir aber die Verursacher der Sünde sind, müsste er uns beseitigen. Wenn Gott uns aber mit unvergebener Schuld sterben ließe, bliebe uns als ewiger Aufenthaltsort nur die Hölle. Das aber will Gott nicht (Johannes 3,16). Sein Plan ist ein Plan der Liebe.

Gottes Gedanken möchte ich wie folgt zusammenfassen:

Während ihres kurzen Erdendaseins werden die Menschen zwar Leid und Tod erfahren, aber ich lasse ihnen das rettende Evangelium von Jesus Christus verkündigen. So erhalten sie die Möglichkeit, dem ewigen Leid zu entkommen und die Ewigkeit im Himmel zu verbringen. – Das soll jetzt erläutert werden.

DER LEBENSZUG

Wegen seines grenzenlosen Erbarmens und seiner Liebe zu uns hat Gott alles getan, um uns in seinen Himmel zu bringen. Würde Gott uns mit unseren Sünden in den Himmel lassen, würde auch der Himmel daran kaputt gehen, und Leid und Tod hielten auch dort Einzug wie einst auf der Erde. So übernimmt Gott selbst die Lösung des Problems:

Jesus Christus, der Sohn Gottes, begleicht stellvertretend unsere Sündenrechnung. Der Preis ist hoch – nur das vergossene Blut von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha reicht aus, um die Rettung für uns zu erwirken. Sein Wort am Kreuz „Es ist vollbracht!“ markierte bildlich die Fertigstellung. des Lebenszuges. Es ist nun der erklärte Wille Gottes (z. B. 1. Timotheus 2,4), dass wir vor dem Verlorengehen gerettet werden – oder bildlich gesprochen: aus dem rasenden Todeszug aussteigen. 

Wir sind eingeladen, durch die Tür zu gehen, die himmelwärts führt (Matthäus 7,13+14). Jesus ist die einzige Tür und damit auch der einzige Weg der Errettung. Er ist derjenige, der für uns gestorben und auferstanden ist. Dies bestätigt uns die Bibel:

„Nur Jesus kann den Menschen Rettung bringen. Nichts und niemand sonst auf der ganzen Welt rettet uns.“ (Apostelgeschichte 4,12)

Niemand anderes – außer Jesus – hat stellvertretend für unsere Sünden bezahlt. Somit können wir nur durch Jesus Vergebung unserer Sünden bekommen. Doch auch dies geschieht nicht automatisch. Unsere Entscheidung ist gefragt.

Der Wechsel von dem einen Zug in den anderen geschieht dadurch, dass wir uns zu Jesus hinwenden, unser altes selbstbestimmtes Leben, das wir ohne ihn gelebt haben, loslassen, ihn um Vergebung bitten und ihn einladen, in unser Leben einzutreten. Er hat fest versprochen, jeden – und damit auch Sie, liebe Leserin und lieber Leser – anzunehmen. Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Johannes 6,37).

DER WEG ZUM LEBEN

Wenn wir heute den Lebenszug besteigen, dann haben wir damit den schönen Ort gebucht, den Himmel, von dem es in 1. Korinther 2,9 heißt: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, hat Gott denen bereitet, die ihn lieben.“ Es ist jener Platz, an dem es uns ewig gut geht. Dort gibt es keine Krankheit, kein Leid, keine Vergänglichkeit und auch keinen Tod mehr.

DER NÄCHSTE SCHRITT

Gott erwartet nur eines von uns, dass wir aus freier Entscheidung diesen Weg wählen: „Ich habe euch (ewiges) Leben und (ewigen) Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählest“ (5. Mose 30,19). Es wird auch hier noch einmal deutlich, dass es Gottes Wille ist, uns zum ewigen Leben einzuladen.

Jesus ist der beste Verteidiger, denn er befreit uns vom verurteilenden Gericht durch Freispruch: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom (geistlichen) Tode zum (ewigen) Leben hindurchgedrungen“ (Johannes 5,24).

Wenden Sie sich in einem Gebet zu Jesus, dem Sohn Gottes. Auf diese Weise verlassen Sie noch heute den Todeszug und besteigen den Zug des Lebens. Diese grundlegende Lebensveränderung können Sie mit folgendem Gebet beginnen:

„Herr Jesus Christus, ich habe meine fatale Situation erkannt. Meine Lebensweise stimmt keineswegs mit Deinem Wort, der Bibel, überein. Nun weiß ich: Ich sitze im falschen Zug. Darüber bin ich zutiefst erschrocken und flehe Dich um Hilfe an. Vergib mir alle meine Schuld, die mir sehr leid tut, und verändere mein Leben, indem ich Dein Wort lese und mich danach ausrichte. Mit Deiner Hilfe möchte ich nun den Lebenszug besteigen und immer bei Dir bleiben. Ich nehme Dich jetzt in mein Leben auf. Sei Du mein Herr und gib mir den Willen und die Kraft, Dir zu folgen. Ich danke Dir von ganzem Herzen, dass Du mich von meinen Sünden befreit hast und ich jetzt ein Kind Gottes sein darf. Amen.“

Wenn Sie dieses Gebet zu Ihrem eigenen gemacht haben, dann hat Jesus Sie heute angenommen. Sie haben damit den Lebenszug bestiegen und gleichzeitig die Nachfolge Jesu angetreten. Das wird in Ihrem Leben eine Wende bewirken. Anhand von vier Punkten sei dies kurz erläutert:

1) Beginnen Sie mit dem regelmäßigen Lesen des Wortes Gottes, der Bibel. Es ist das einzige Buch, das Gott als von ihm gegeben autorisiert hat. Die Bibel ist die notwendige Gebrauchsanweisung für unser Leben und Sterben.

2) Sprechen Sie jeden Tag mit Ihrem Herrn. Unser Gebet richten wir an Gott, den Vater, und an Jesus Christus, den Sohn Gottes.

3) Beginnen Sie damit, in Ihrem Leben umzusetzen, was in der Bibel gesagt ist.

4) Suchen Sie Gemeinschaft mit anderen Menschen, die sich auch bewusst Christus zugewandt haben.

Bitte nutzen Sie auch die Angebote der angeführten Schriften, sie werden Ihnen eine Hilfe sein.

Das Jahr 2020 wird in unser aller Erinnerung bleiben. Nie zuvor hat eine Krankheit die ganze Welt in die Knie gezwungen wie in diesem Frühjahr, in dem das Corona-Virus das öffentliche Leben zum Stillstand brachte. So bricht die uralte Frage nach Leid und Tod in dieser Welt wieder ganz neu auf.

Bruderhand-Medien
Am Hofe 2,
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Mail: info@bruderhand.de
Homepage: bruderhand.de

Missionswerk Bruderhand e.V. arbeitet überkonfessionell im Rahmen unterschiedlicher Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften. Es hat die Bibel, das Wort Gottes, als Grundlage, wird von Spenden getragen und distanziert sich von allen Sekten. 

Autor: Dr.Ing. Werner Gitt
Von 1971 bis 2002 leitete er den Fachbereich Informations-technologie bei der Physikalisch-Technischen Bundes-anstalt (PTB) in Braunschweig. 1978 wurde er zum Direktor und Professor bei der PTB ernannt. In seinem weltweiten Vortragsdienst und in seinen Publikationen spricht er allge-meinverständlich zu wissenschaftlichen Fragestellungen in Verbindung mit biblischen Leitlinien

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