Aktuelles ab 2020 (Corona)

Corona-Jahr 2020

Vorwort von Horst Koch

Meine schon im März 2020 vermuteten politischen Hintergründe bei dem schrecklichen Coronageschehen haben sich leider verfestigt. Kurz gesagt, zum medizinischen Geschehen haben wir zwei Fachmeinungen, RKI, Dr. Drosten uam., denen gegenüber Dr. Bhakdi, Dr. Wodarg, Dr. Ioannidis u. andere mehr. Diesem letzteren Kreis habe ich persönlich mein Vertrauen geschenkt. Auch hätte ich erwartet, daß unsere politisch Verantwortlichen einen Meinungsaustausch mit ihnen gesucht hätten . . . 

Somit bleibt nur der Verdacht übrig, daß es globale politische Interessen an dem Virusgeschehen gibt. Darüber mehr zu erfahren, hat die Bevölkerung ein Anrecht . . . Leider ist die offizielle Regierungsmeinung mittels Massenmedien zu übermächtig und bestimmend, und die Strafandohungen plus Krankenhausbilder haben das Volk in große Angst versetzt . . .

Meine Betrachtung der Vorgänge hat zusätzlich noch einen christlich bzw biblischen Hintergrund. Diese noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte erlebten Umwälzungen lassen die Annahme zu, daß die globalen Vorgänge einem Plan zur Weltbeherrschung entspringen, wovon Gottes Wort, die Bibel, überdeutlich warnend spricht. . .
Denn dem Zweiten Kommen Jesu soll ja eine weltweite Verführung nach Geist, Seele und Leib vorausgehen. Die derzeitigen Ereignisse können Wehen dieser Zeit sein, weswegen es insbesondere für die Christen heißt: “Wenn dies geschieht, erhebet eure Häupter…” (Lukas 21)

Diesem Ziel sollen die folgenden Beiträge dienen.

Der erste Beitrag JESU GEH VORAN soll uns helfen, zukünftig verstärkt das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Das EWIGE LEBEN ist das Wichtigste . . .

Horst Koch, im Januar 2021

P.S. Die Obrigkeitsfrage nach Römer 13 soll dabei verstärk bedacht werden, denn sie wird für Christen bald zur Schicksalsfrage werden. Kurz, ab wann gilt für uns Christen: Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apg. 5,29)

 

GESEGNETES JAHR 2021  – Jesu geh’ voran…

von Egmond Prill

Jeder Jahreswechsel gibt Anlass zum Rückblick aufs Vergangene und einen Ausblick auf das Kommende mit der Frage:

Wohin geht die Reise?

Hinter uns liegt ein „Corona-Jahr“ mit radikalen Umbrüchen. Wobei viele meinen, weniger das Wuhan-Virus als vielmehr die politischen Reaktionen waren und sind das Problem.

Ein Virus geistert durch die Welt. Was wirklich Sorge macht, ist nicht das Virus Covid-19, sondern wie diese Epidemie politisch instrumentalisiert wurde. Grundrechte wurden über Nacht außer Kraft gesetzt. Gaststätten, Geschäfte, Gotteshäuser wurden per Verordnung reglementiert, Menschen Millionen Mal eingesperrt. Es bleibt die Frage: Was wird aus unserer Demokratie?

Johannes Eisleben, Mathematiker und Systeminformatiker, macht sich aktuell Gedanken zur Lage im Lande:
„Warum werden in einer rechtsstaatlichen Demokratie Skeptiker ausgegrenzt, diffamiert und nun auch vom Verfassungsschutz beobachtet?
Warum werden die wissenschaftlichen Studien rund um Covid und seinen Erreger nicht unparteiisch und offen in den Medien dargestellt?
Warum gelten die erkenntnistheoretischen Normen, auf denen unsere Zivilisation beruht, in dieser Frage plötzlich nicht mehr, wie man an den vollkommen unwissenschaftlichen Ad-hoc-Berichten der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Halle/Saale) erkennt?“ (JF 25. Dezember 2020).

Wie kann es passieren, dass ein Volk aus der Freiheit in den Zwang abgleitet, aus der Demokratie in eine Diktatur?
Wie kann es sein, dass freie Menschen sogar freiwillig ihre Freiheit aufgeben? Wie schnell können unsere Freiheiten eingeschränkt werden. Friseurbesuch, Restaurantbesuch, Enkelbesuch – verboten. Wirklich verboten und strafbewährt.

Aus dem Nichts wurden Strafkataloge geschaffen, Zahlungen bis 25.000 Euro angedroht, Zwangsquarantäne und Gefängnis ebenso. Versetze ein Volk in Angst und es macht, was du willst! Aus Bürgern werden Untertanen. Wir reden nicht über mittelamerikanische Diktaturen, sondern über ein Land mit dem besten Grundgesetz aller Zeiten.
Erschreckend, wie in wenigen Tagen grundgesetzliche Standards ausgehebelt wurden, natürlich zum Schutz der Gesundheit.
Erschreckend, wie (fast) alle umgehend mitmachten, oder? Medien, Parteien, Kirchen.

Autorin Birgit Kelle titelt ihre Weihnachtskolumne „Fürchtet euch nicht!“ und fragt zugleich nach der Bedeutung der offiziellen Kirchen in diesen Zeiten:
„Schon seit März 2020, als die erste staatliche Aufforderung kam, auf Gottesdienste und auch auf Ostern zu verzichten, warte ich auf den Sturm der Entrüstung. … Gehorsam kann man in Deutschland, darin sind wir Weltklasse. Fürchtet euch nicht! Doch wieviel Vertrauen strahlt eine Kirche aus, die den Leib Christi, das Brot des Lebens, neuerdings als Infektionsrisiko behandelt und in sterile Tüten packt? Die das Weihwasser abschafft, das doch Segen bringen soll? Wäre ich der Teufel, ich würde mich totlachen. Jesus und Maria hätten Weihnachten auch alleine verbracht, läßt uns der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer exemplarisch als eine Stimme unter vielen im deutsch-käßmannisierten Diskurs wissen und fordert Gottesdienstverzicht, denn er brauche ihn für seinen Glauben nicht. Das mag so sein. Aber wer definiert, was der spirituelle Mensch braucht? Ralph Brinkhaus und die Kanzlerin?“ (JF 25. Dezember 2020).

Wohin geht die Reise? Ist das erst ein Probelauf für endzeitliches Geschehen oder schon der Anlauf zur „one-world“, der „Eine-Welt-Herrschaft“ mit Einheitsregierung, Einheitsgeld und Einheitsmeinung? Oder beides zugleich? Öffnen sich die Pforten zu jener Zeit, wo zwei Tiere aus dem Völkermeer aufsteigen, Macht gewinnen und den Menschen ein Zeichen machen an der rechten Hand und der Stirn „und daß niemand kaufen oder verkaufen kann wenn er nicht das Zeichen hat“?
Die biblische Offenbarung zeichnet große Bilder des endzeitlichen Geschehens. Die „Eine-Welt-Ideologie“ wird mit und nach Corona weiter an Fahrt gewinnen. Welt-Gesundheitsorganisation, Welt-Flüchtlingsorganisation, Welt-Religion sind jetzt schon oder bald die „neue Normalität“. Manche fragen: Werden wir in fünf Jahren noch Bargeld haben? Wird ein elektronisches Welt-Geld kommen, das jeder im Chip unter der Haut trägt? Münden „Genderwahn“, „Klimarettung“ und „Weltethos“ in neureligiöse Heilslehren? Welche Rolle spielt die Islamisierung der Welt?

Die biblische Heilsgeschichte kündigt eine Endzeit mit der Herrschaft des Anti-Christus an. Bibelgläubige in Bedrängnis, Christusnachfolger verfolgt und über allem die Verheißung für die gläubige Gemeinde: „Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“

Auf dem Weg in ein neues Jahr ist gerade deshalb der Zuspruch Jesu ein Lichtblick und mehr als das: „Und siehe: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matth. 28,20b)

Gläubige gehen in einer Spur, die Jesus gebahnt hat. Er ruft Menschen in die Nachfolge, dass sie hinter ihm laufen. Er geht voran. Er ist schon da, wo wir erst noch hinkommen – im Leben und im Sterben und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Nikolaus Graf von Zinzendorf hat diese Gedanken so verdichtet:

Jesu, geh voran
auf der Lebensbahn!
Und wir wollen nicht verweilen,
dir getreulich nachzueilen;
führ uns an der Hand
bis ins Vaterland.

Rühret eigner Schmerz
irgend unser Herz,
kümmert uns ein fremdes Leiden,
o so gib Geduld zu beiden;
richte unsern Sinn
auf das Ende hin.

Soll’s uns hart ergehn,
lass uns feste stehn
und auch in den schwersten Tagen
niemals über Lasten klagen;
denn durch Trübsal hier
geht der Weg zu dir.

Ordne unsern Gang,
Jesu, lebenslang.
Führst du uns durch rauhe Wege,
gib uns auch die nöt’ge Pflege;
tu uns nach dem Lauf
deine Türe auf.

Dezember 2020

Die folgenden Beiträge sind mir freundlicherweise von Egmond Prill, Kassel zur Verfügung gestellt worden. ( www.egmond-prill.de )


Teil 1 zur Coronanot,  März 2020

Wie das Wuhan-Virus die Welt an ihren Untergang erinnert 

Ein Virus geistert durch die Welt. Nach Monaten der Panik tauchen Fragen und Antworten auf. Es gibt viele Tote, aber längst nicht jene Millionen Leichen, die propagiert wurden. Zeit zum Aufatmen und Hoffnung schöpfen. Die aktuelle Virus-Grippe zeigt oft nur einen milden Verlauf, Gott sei Dank! Und doch bleibt die Frage:
Will Gott uns etwas deutlich machen?

Doch der Reihe nach. In den Medien tauchte das Corona-Virus Ende 2019 auf. Es erhielt den Namen SARS.CoV-2. Schlagzeilen machten Anfang Januar die sich rasch ausbreitende Epidemie in der chinesischen Millionenstadt Wuhan und die komplette Abriegelung mit beängstigenden Bildern. Der blanke Horror, was da zu sehen und zu lesen war.

Andererseits kamen aus Asien nicht schon immer Virus-Grippen? Was Mitte der 60er Jahre nach Europa schwappte, hieß nicht nur in der DDR die Hongkong-Grippe. Im Osten schon gar nicht, aber auch im Westen nicht zuverlässig ermittelt, die Zahl der Toten in Deutschland. Es sollen zehntausende gewesen sein. Vermutlich kam die Grippe damals nicht direkt aus Hongkong, die jetzige Virus-Grippe dagegen stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Wuhan. Und vermutlich aus einem dort ansässigen Bio-Labor. So sagen das Experten, am prominentesten der französische Virologe Luc Montagnier – 2008 für seine Erforschung des HI-Virus (HIV) mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Er geht davon aus, dass das SARS-CoV-2 Virus nicht von einem Tier übertragen worden ist, sondern in einem Labor entstanden sein muss. Eine plausible Vermutung ist laut Montagnier, dass das Virus aus dem “Wuhan Lab”, dem Virologischen Institut der Universität Wuhan entkommen ist: “Es ist nicht natürlich, es ist die Arbeit eines Profis, eines Molekularbiologen, eines Sequenzuhrmachers. Zu welchem Zweck? Ich weiß es nicht… Eine meiner Hypothesen ist, dass sie einen AIDS-Impfstoff herstellen wollten.” Das war per 20. April bei heise.de zu lesen.

Grenzen zu, Schulen zu, Fabriken zu!

Was heute als Pandemie um den Globus eilt, ist eine Virus-Grippe der besonderen Art und wohl zufällig aus dem Institut entfleucht.

Europa war anfangs weit weg und Deutschland mit anderen Problemen beschäftigt. Hatten nicht gerade Monate zuvor Städte und Landkreise den Notstand ausgerufen, den Klima-Notstand. Also die Endstufe vorm Weltuntergang. In hundert Jahren würde uns die Erderwärmung heimsuchen.

Doch dann hatte uns das Wuhan-Virus kalt erwischt. Freilich, laut Gesundheitsminister Spahn Ende Januar nach dem ersten Fall in Deutschland: „Das Einzige, was mich wirklich beunruhigt, sind die Verschwörungs-theorien aller Art.“ Die Gefahr sei gering. Die Regierung hatte schließlich andere Probleme:
Kohleausstieg, Feinstaubalarm, CO-2-Steuer und eine zitternde Kanzlerin beim Erklingen der Nationalhymne. Derweil gab es Infizierte in Italien, in Frankreich, in Österreich und in Bayern. Der vielgescholtene US-Präsident Trump ordnete strenge Einreisekontrollen an und verfügte schließlich für die USA die Grenzschließung. Noch Anfang März hieß es dagegen hier im Lande: Grenzschließung ist unangemessen! Derweil strömten tausende Ski-Touristen aus Tirol unkontrolliert zurück nach Deutschland. Und das Rheinland hatte fröhlich Karneval gefeiert. Das Wuhan-Virus war angekommen. Tschechen und Polen hatten rasch ihre Grenzen dicht gemacht und am Ende vollzog auch Deutschland das bis dahin Unmögliche und verfügte die Grenzschließung. Denn im Zusammenhang mit der Flüchtlingsflut im Herbst 2015 hieß es doch felsenfest: Man kann Grenzen nicht schließen. Man kann! Doch nun sind sie mal da, die Wuhan-Viren. Bis zur Stunde läuft die Diskussion. Einerseits: Grenzen zu, Schulen zu, Fabriken zu – blanke Panik. Andererseits: Eine Virus-Grippe mit mäßiger Ansteckungsgefahr und Sterberate. Experten im Meinungsstreit. Eher eine Virusgrippe wie gehabt oder das gefährlichste Virus der Weltgeschichte?

Israel in radikaler Isolation …

Was mich von Anfang stutzig machte, war die Reaktion des Staates Israel. Innerhalb von wenigen Tagen hat Israel das Land komplett abgeschottet. Israel gehört zur Weltspitze in der Genforschung und versteht viel von Viren. Gab es die Sorge: Wenn die halbe Armee hustet, dann ist Israel nicht mehr verteidigungsfähig. Wurde deshalb so radikal und mit Ausgangssperren auf das bis dahin unbekannte Wuhan-Virus reagiert, sogar über die Pessach-Feiertage? Ich war bis 11. März mit einer Gruppe dort. Vor Ort konnte ich die zunehmende Hektik wahrnehmen. In rascher Folge: Keine Touristen aus Asien, keine Touristen aus Europa, gar keine Touristen. Israelische Heimkehrer alle in häuslicher Quarantäne. Alle Ausländer raus und nach Hause. Eine Verschärfung nach der anderen, innerhalb von Tagen. Tourismus und Reisen auf Null, das war noch nie! Was wissen die über Corona? Was weiß Israel? Warum fügen die sich solchen Schaden zu, gerade im Tourismus? Jetzt lockert Israel rasch die harten Verfügungen. Wir werden sehen, wie es weitergeht – in Israel, in Europa und der Welt.

Derzeit erleben wir den weltweit größten wirtschaftlichen Einbruch seit Ende des Weltkrieges. Billionen-Aktienwerte haben sich ins Nichts aufgelöst, die hochgelobte Globalisierung und das geeinte Brüssel-Europa haben schweren Schaden genommen. Die riesigen Not-Programme mit Aber-Milliarden werden als Schuldenberg zu Buche schlagen. Die Tilgung folgt mit einer Hyper-Inflation wenn es hart kommt oder mit Super-Steuern für kommende Generationen, wenn es geordnet abgeht. Und werden diese Leute in Jahrzehnten klagen: 2020 habt ihr ohne Not wegen einer Grippe unsere Zukunft verfeuert.

Letzte Posaunen vorm Weltuntergang?

In den Medien fast vergessen: Die Heuschrecken-Plagen in Afrika und Asien. In kaum gekanntem Ausmaß fressen die Schwärme ganze Regionen kahl. Daneben Kriege und Krisen rings um den Erdball. Ist der Weltuntergang angesagt? Ja, das Weltende mit solchen Schrecken ist angesagt, sogar aufgeschrieben. Die Bibel zeichnet ein düsteres Bild von der Endzeit. Und wir fragen: Ist das der Anlauf zum Weltuntergang oder ein Probelauf? Will Gott zeigen, dass alle selbstgemachten Sicherheiten nicht sicher sind? Die DDR-Sozialisten spotteten: „Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein!“ Pfarrer Oskar Brüsewitz, der sich in einem Fanal als Protest gegen den Kommunismus öffentlich verbrannte, war zuvor mit dem Banner durch den Ort gefahren: „Ohne Regen, ohne Gott geht die ganze Welt bankrott!“

„Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Unruhen, so entsetzt euch nicht. Denn das muss zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da. Dann sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben gegen das andere und ein Reich gegen das andere, und es werden geschehen große Erdbeben und hier und dort Hungersnöte und Seuchen; auch werden Schrecknisse und vom Himmel her große Zeichen geschehen.“ (Lukas 21,9-11).

Hören wir in diesen Zeiten die vorletzten Posaunen bevor die allerletzten Posaunen der Offenbarung ertönen? Von den offiziellen Kirchen hören wir so etwas wie „Friede, Freude, Eierkuchen“. Kein Wort zur Religionsfreiheit. Auch nicht im Ansatz wenigstens ein lauer Protest gegen die staatlichen Gottesdienstverbote, gerade Ostern. Erst recht nicht die Botschaft der Bibel im Klartext:

„Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.“ (Galater 6,7f).

Die EKD-Leitung beschäftigt sich derweil mit Klimarettung und Seenotrettung; Bischof Bedford-Strohm fordert so etwas wie die sozialistische Reichensteuer.

Unserem Volk und allen Völkern muss stattdessen das Wort Gottes gepredigt werden:

„Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider und kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott! Denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und es reut ihn bald die Strafe.“ (Joel 2,12f)

Und der Heilandsruf: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen sein; ich will euch erquicken.“

Schließlich gilt der Zuspruch in allen Wirren der Zeit: „Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“

März 2020 ©Egmond Prill 

 

 

Corona-Not Teil 2, vom April 2020. –  Von E. Prill

„Das Kreuz steht fest, indes die Welt sich wirbelnd dreht.“

WELT in GRENZEN

Innerhalb weniger Tage hat sich unser Leben verändert. Die Umstände unseres Daseins auf dieser Erde sind wieder begrenzt. Wer hätte das gedacht. Es gibt wieder Grenzen. Wurde uns doch mit dem Zauberwort Globalisierung die „one-world“-Ideologie eingeimpft: Alles und alle sind gleich. Es gibt keine Geschlechter, keine Grenzen, keine Völker und keine Vaterländer mehr!

Der christliche „Willow-Creek-Kongress“ war ebenso betroffen wie die deutsche Eishockey-Liga, die Internationale Tourismusbörse Berlin, die Buchmesse Leipzig und die LitCologne in Köln. Abbruch und Absagen auf der ganzen Linie. Die Aktienkurse fielen ins Bodenlose. Die Weltwirtschaft hat Corona, sie hustet, schnupft und liegt danieder.

GRENZENlos – geht nicht!

Wer erinnert sich noch an den Super-Konzern „DaimlerChrysler“ des Managers Schrempp mit der 24-Stunden-Auto-Produktion ruhelos rund um die Erde? Grenzenlos wird produziert und konsumiert. Nordsee-Krabben werden nach Marokko zum Pulen gebracht und wieder zurück. Lebendvieh reist um die halbe Welt. Schuhe aus Indien, Hemden aus Thailand, und Arznei aus China. Doch plötzlich gibt es Grenzen. In diesen Tagen ist die „Globalisierung“, ein im Übermut gebauter Turm zu Babel, kräftig erschüttert. Die Bibel erzählt: „Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde.“

Kann es sein, dass Gott gelegentlich menschlichen Größenwahn erschüttert? Hatten uns der islamistische Massenmord „nine-eleven“ 2001, der verheerende Tsunami 2004, die internationale Bankenkrise 2008 etwas zu sagen?

Eine Regierung, die sich anmaßt eine Ehe für alle zu erfinden und ein drittes Geschlecht zu erschaffen und heiße Luft zu verkaufen, hält sich für alternativlos. Wohin geht die Reise: Wirtschaftlich, moralisch, politisch? “Wenn Menschen gottlos werden, dann sind die Regierungen ratlos, Lügen grenzenlos, Schulden zahllos, Besprechungen ergebnislos; dann ist die Aufklärung hirnlos, sind Politiker charakterlos, Christen gebetlos, Kirchen kraftlos, Völker friedlos, Sitten zügellos, Mode schamlos, Verbrechen maßlos, Konferenzen endlos, Aussichten trostlos“.
Das sollen Gedanken von Antoine de Saint-Exupéry sein, dem Dichter-Vater des Kleinen Prinzen. Bedenkenswert, von wem auch immer notiert. Wer ruft zum Anhalten und mahnt zur Umkehr? Atemlos und rastlos und ziellos jagen wir in die Zukunft. Verlassen von allen guten Geistern geistern wir durch die Zeit. „Wir schaffen das!“

GRENZEN zu – geht doch!

Die Sicherheit seiner Bürger ist die erste Aufgabe eines Staates, auch eines demokratischen Staates. Deshalb gibt es Grenzen, Grenzschutz und Grenzpolizei – wie derzeit auch in Griechenland. Mit aller Gewalt stemmt sich das Land gegen eine Invasion. Vergessen ist Merkels Grundsatz: Wir können doch die Grenzen nicht schließen! Doch! Der demokratische Rechtsstaat hat sich mit seinen Gesetzen im mehrfachen Sinne Grenzen gesetzt, Landesgrenzen und noch mehr.

 „Der Staat darf nicht barmherzig sein – aber gerecht“ hatte es bereits vor Jahren der renommierte Theologe und Sozialdemokrat Richard Schröder auf den Punkt gebracht: „Die Kirchen können von ihren Mitgliedern mehr Barmherzigkeit verlangen. Von Barmherzigkeit, vom Herz für die Elenden kann es nicht genug geben. Der Staat aber darf nicht barmherzig sein. Der Staat muss gerecht sein. Er hat nach Regeln zu handeln und er hat die Folgen zu bedenken. Kurzum: Wenn der Staat barmherzig wäre, wäre er korrupt, denn er würde Ausnahmen machen. Der Barmherzige darf das.“ (DIE WELT 26.4.2016).

In einem Staat, erst recht in einem Rechtsstaat, gelten Recht und Gesetz. Das wird regelmäßig verwechselt und vermengt zu „Friede, Freude, Eierkuchen“. Oder noch schlimmer, im Namen vermeintlicher Nächstenliebe wird der demokratische Staat ausgehöhlt, werden frei gewählte Parlamente sturmreif geschossen.

Denken wir an jene wild gewordene Pfarrerin der Evangelischen Kirche, die öffentlich in ihrem Fernsehbeitrag „Wort zum Sonntag“ solches propagierte. Nahezu volksverhetzend kam es aus dem Mund der Kirchenfrau: „Wir müssen die Parlamente stürmen, in denen Neofaschisten sitzen und uns in Schreckstarre verfallen lassen genauso wie das Corona-Virus”. Und weiter: „Mit Verlaub: Ich könnte kotzen.“
Eine Glaubensgenossin der Linkspartei ging den nächsten Schritt: „Energiewende ist auch nötig nach ‘ner Revolution. Und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen. Na ja, is’ so!“

Nun ist er wieder da! Der Gedanke geschlossener Grenzen und konsequenter Grenzkontrollen. Jede Nation denkt an sich und sorgt für sich. Plötzlich gibt es Exportverbote für Schutzmasken und Medizin. Und überraschend heißt es: Türen zu für Ausländer! Zur Lachnummer wird die „große europäische Idee“ eines Superstaates EU. Das Europa der Nationalstaaten lebt, „Brüssel-Europa“ liegt im Sterben. Nahezu alle europäischen Nachbarn haben die Grenzen dicht gemacht und strenge Kontrollen eingeführt. Es geht doch! Polen, Österreich, Dänemark, die Tschechische Republik und viele andere Nationalstaaten besinnen sich auf das Wohl ihrer Völker. Während ein linientreuer Befehlsempfänger als Chef des deutschen Amtes für Verfassungsschutz den Befehl ausgibt alles „Völkische“ zu verfolgen, ist bei unseren Nachbarn so etwas wie „Volksgesundheit“ oberstes Gebot. Und hat nicht sogar die deutsche Regierung erklärt, sie wird alles, wirklich alles tun, um unsere „Volkswirtschaft“ durch die Krise zu bringen. Erklärt der Verfassungsschutz nun auch das Wirtschaftsministerium zum Prüffall?

Trump hat die USA abgeschottet. Der jüdisch geprägte Staat Israel verfügte kurzerhand so etwas wie: Alle Ausländer raus! Seit dem 6. März kommen nur noch Einheimische rein und die sofort zwei Wochen nur in ihre Wohnung. Ich bin am 11. März 15 Uhr via Tel Aviv von dort ausgereist. Selbstredend, dass Israel sich mit gigantischen Grenzanlagen hermetisch verschlossen hat, nicht ein einziger Araber oder Afrikaner kann illegal ins Land!

Derzeit erleben wir eine Welt in Grenzen. Staatsgrenzen, Wachstumsgrenzen, Lebensgrenzen. Und häusliche Quarantäne. Für Zehntausende ist die Wohnungstür als Grenze verordnet. Will Gott uns etwas sagen? Wir sind mitten in der Passionszeit 2020. Ich schaue auf eine Spruchkarte: „Das Kreuz steht fest, indes die Welt sich wirbelnd dreht.“ 

 

Teil 3     vom 15. 5. 2020

Wie im Zuge einer Virus – Grippe die Demokratie demontiert wurde.

Ein Virus geistert durch die Welt. Was wirklich Sorge macht, ist nicht das Virus Covid-19, sondern wie diese Epidemie politisch instrumentalisiert wurde. Grundrechte wurden über Nacht außer Kraft gesetzt. Gaststätten, Geschäfte, Gotteshäuser wurden per Verordnung geschlossen, Menschen millionenmal eingesperrt. Es bleibt die Frage: Was wird aus unserer Demokratie?

Eine Frage beschäftigt mich seit vielen Jahren: Wie kann es passieren, dass ein Volk aus der Freiheit in den Zwang abgleitet, aus der Demokratie in eine Diktatur? Wie kann es sein, dass freie Menschen sogar freiwillig ihre Freiheit aufgeben?

Macht-Ergreifung 1933 – National-Sozialismus

Die Machtübernahme der National-Sozialisten begann am 30. Januar 1933. Überraschend war Hitler zum Reichskanzler ernannt worden. Doch „eingerahmt“, wie es damals hieß, von anderen Ministern, die nicht zur Nazi-Partei gehörten, wollte man Adolf „in die Ecke drücken bis er quietscht.“
Göring wurde Reichsminister ohne Geschäftsbereich und zugleich Reichskommissar für das preußische Innenministerium. In dieser Zuständigkeit hatte er Macht über die preußische Polizei und konnte allein mit Verordnungen bereits am 22. Februar die Einheiten der SA und SS der Polizei gleichstellen, einen Schießbefehl erlassen und erste KZ einrichten. Nach den Wahlen am 5. März 1933 wurden die Stimmen für die KPD annulliert. So erreichte die NSDAP die absolute Mehrheit und erließ am 23. März das „Ermächtigungsgesetz“. Es folgten das Verbot aller Parteien und die Gleichschaltung aller Organisationen und Verbände und sogar der Kirchen. Parallel wurde ein neues Rechtssystem geschaffen. Am 26. Juni 1933 wurde die „Akademie für Deutsches Recht“ gegründet. Am 15. September 1935 wurde das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ erlassen, das Rassengesetz. Alles im Namen sogenannter „Rassenhygiene“ und der „Volksgesundheit“.

Virus-Grippe 2020 – Schutz der Volksgesundheit? 

In wenigen Augenblicken der Weltgeschichte wurde durch Corona die Welt lahm gelegt und unser Rechtsstaat flach gelegt. Wo Hitler sieben Wochen brauchte, genügten jetzt sieben Tage. Nein, hier wird nichts gleich gesetzt! Nie und nimmer! Die derzeitigen Gesetze und Verordnungen sind nicht das „Ermächtigungsgesetz“ aus Deutschlands dunkelsten Zeiten!

Aber eines ist schon der Hammer, oder? Wie schnell können unsere Freiheiten eingeschränkt werden. Friseurbesuch, Restaurantbesuch, Enkelbesuch – verboten. Wirklich verboten und strafbewährt. Aus dem Nichts wurden Strafkataloge geschaffen, Zahlungen bis 25.000 Euro angedroht, Zwangsquarantäne und Gefängnis ebenso.
Versetze ein Volk in Angst und es macht, was du willst!

Aus Bürgern werden Untertanen. Wir reden nicht über mittelamerikanische Diktaturen, sondern über ein Land mit dem besten Grundgesetz aller Zeiten. Erschreckend, wie in wenigen Tagen grundgesetzliche Standards ausgehebelt wurden, natürlich zum Schutz der Gesundheit. Erschreckend, wie (fast) alle umgehend mitmachten, oder? Medien, Parteien, Kirchen. Wer hinterfragt Verordnungen und Verbote bis hin zum Dichtmachen von Kirchen, Synagogen und Moscheen?

Der sonst so staatstreue Journalist Heribert Prantl, der sich in der Flüchtlingskrise zuweilen wie Merkels Regierungssprecher anhörte, klagte am 20. April im ZDF: „Warum soll der Bürgermeister, ein Innenminister Gottesdienste verbieten können?“ Er kritisierte das Stillhalten der Kirchen und erklärte schließlich, man solle nicht radikal sagen: „Grundrechte passen nicht zu Notzeiten. Wenn es so ist, dann sind Grundrechte nichts wert.“ Prantl betonte in dem Interview, dass die Grundgesetz-Einschränkungen unverhältnismäßig seien. „Grundrechte heißen Grundrechte weil sie auch in katastrophalen Fällen gelten müssen“. Und sagte: „Angst ist derzeit eine Autobahn für das Abräumen von Grundrechten.“

Und nun? Nun geht es um Öffnungen und das freiheitliche Leben überhaupt. Merkel will das eher nicht. Im Kontakt mit dem CDU-Präsidium hatte Merkel vor „Öffnungsdiskussionsorgien“ gewarnt. Ein Wortungetüm, das tief blicken lässt. Ihre einmal eingeschlagene Richtung ist nicht korrigierbar und darf nicht hinterfragt werden. Alles alternativlos! Wiederholt sich der Herbst 2015 im Frühjahr 2020?
Kanzleramtsminister Braun legte nach; er sagte der WELT am Sonntag: „Ich verstehe und akzeptiere jedes einzelne Urteil. Aber ich empfinde es schon als Herausforderung, wenn sich Gerichte auf den Gleichheitsgrundsatz berufen, um einzelne unserer Maßnahmen aufzuheben oder zu modifizieren.“

Ist die unabhängige Justiz in Gefahr? Das Wort dieser Wochen heißt Disziplin oder treffender: Disziplinierung. Es macht stutzig: Immer neue Zahlen und Ziele werden formuliert. Der Grüne Habeck sagte am 3. Mai im ZDF: „Wir müssen das Land neu aufbauen!“ Der Kommunist Ramelow spricht von einer Zukunft in „neuer Normalität“. Und der Entwicklungshilfe-Minister Müller von der CSU fordert gar die Abkehr vom Kapitalismus.
Ist das Ziel eine andere Republik?

Macht-Übernahme 1945 – Real-Sozialismus

Nach dem Krieg wurde in der Sowjetzone nach Ende der Diktatur die nächste Diktatur vorbereitet. Schon 1945 hatte Ulbricht erklärt: „Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“ Zehn Jahre nach Gründung der DDR saß das SED-Regime fest im Sattel. Tausende Regimegegner waren Gefangene in umgewidmeten Nazi-Lagern oder in Zuchthäusern in Bautzen und Brandenburg. Die SED schuf ein neues Rechtssystem: „Die weitere Entwicklung der Arbeiter- und Bauernmacht bedingt die Weiterentwicklung des sozialistischen Rechts, das den Willen der von Ausbeutung und Unterdrückung befreiten Menschen ausdrückt.“ Was mit der „Weiterentwicklung“ bezweckt war, beschrieb die SED so: Das sozialistische Recht „dient der Erziehung der Werktätigen zur Arbeits- und Staatsdisziplin, zur bewußten Teilnahme am Aufbau des Sozialismus“. In dieser Definition kommt der Mensch nur als Objekt vor. Er soll „erzogen“ werden – und zwar zu Arbeitsamkeit, Disziplin und Gehorsam gegenüber dem Sozialismus. (vgl SPIEGEL 18. März 1959). Bis zum Ende der DDR 1989 entstand das wohl perfekteste Spitzelsystem der Welt in Gestalt der Krake Stasi und beschäftigte Millionen Menschen. Das Erschreckende an der Diktatur ist der Mechanismus, wie Menschen mitmachen – gelähmt von Angst, beherrscht von Lüge und getrieben vom Bewußtsein: Ich bin Teil der Macht.

Das kommt noch – Reich des Anti-Christen

Dieser Tage im Supermarkt. Mein Notbehelf für den verordneten „Mund-Nase-Schleier“ ist ein dünner Wollschal. Er war kurzzeitig unters Kinn gerutscht. Neben mir sagte ein Mann seiner Frau: „Von dem müssen wir Abstand halten, der hat keine Maske“ und die Frau: „Unerhört, dass so was reingelassen wird!“
Eine Diktatur lebt nicht vom großen Diktator allein, sondern vom kleinen aufmerksamen Nachbarn, vom Blockwart und dessen Frau. So war das vielleicht auch vor achtzig Jahren: Der Mann zur Polizei: „Über uns da wohnen auch Juden!“ Und die Frau: „Unerhört, dass so was hier wohnen darf!“

Alles ein Probelauf? In der Zukunft wird es so sein: „Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater das Kind, und die Kinder werden sich empören gegen ihre Eltern und werden sie zu Tode bringen. Und ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig.“ (Matthäus 10,21f).

Sehen wir unsere Zeit als eine Zeit der Vorbereitung. Die biblische Heilsgeschichte kündigt eine Endzeit mit der Herrschaft eines Anti-Christus an. Einerseits sehen wir die Globalisierung hin zur „one-world“. „Eine-Welt“ bedeutet Weltregierung, Weltwährung und Weltethos. Andererseits sehen wir wie schnell Freiheiten kassiert werden und neues Recht geschaffen wird. Daniel erlebte am Königshof, wie von einem Tag zum anderen so etwas geschah.

„Da kamen die Fürsten und Statthalter eilends vor den König gelaufen und sprachen zu ihm: Der König Darius lebe ewig! Es haben die Fürsten des Königreichs, die Würdenträger, die Statthalter, die Räte und Befehlshaber alle gedacht, es sollte ein königlicher Befehl gegeben und ein strenges Gebot erlassen werden, dass jeder, der in dreißig Tagen etwas bitten wird von irgendeinem Gott oder Menschen außer von dir, dem König, allein, zu den Löwen in die Grube geworfen werden soll. 

Als nun Daniel erfuhr, dass ein solches Gebot ergangen war, ging er hinein in sein Haus. Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte. Da kamen jene Männer eilends gelaufen und fanden Daniel, wie er betete und flehte vor seinem Gott. Da traten sie vor den König und redeten mit ihm über das königliche Gebot: O König, hast du nicht ein Gebot erlassen, dass jeder, der in dreißig Tagen etwas bitten würde von irgendeinem Gott oder Menschen außer von dir, dem König, allein, zu den Löwen in die Grube geworfen werden solle?“ (aus Daniel 6)

Bereits 2004 erklärte der sächsische Pfarrer Theo Lehmann: „Wir sollten die Atempause benutzen, um uns auf Zeiten vorzubereiten, in denen Christsein nicht mehr ‚geil‘, sondern gefährlich ist. Was wir brauchen, sind bibelfeste und notfalls auch feuerfeste, KZ-fähige Christen.“

Mai 2020 ©Egmond Prill 

 

Teil 4 vom Mai 2020

Freiheit unter Druck, die Allmacht der Angst und Ewigkeitshoffnung

Ein Virus geistert durch die Welt. Doch es grassiert mehr Panikdemie als Pandemie! Leise Stimmen werden lauter: Was steckt hinter dem CORONA-Wahn? Wem nützt das Geschehen? Und immer mehr Fachleute erklären, dass die Virus-Grippe keineswegs den Stillstand der Wirtschaft und das Aussetzen der Grundrechte rechtfertigte. Es bleibt die Frage: Alter Planet Erde wohin?

In Deutschland, in Europa und rings um den Erdball macht das Wuhan-Virus Schlagzeilen. Noch mehr: Viele Staaten halten die Grenzen dicht. Das Leben steht still, um das Leben zu retten? Rund 100.000 Tote durch Abtreibung allein in Deutschland jedes Jahr, kein Grund die Wirtschaft zu stoppen. Fast 10 Millionen Hungertote auf der Erde, kein Anlass die Welt anzuhalten. Aber dann kam das „Killer-Virus“. Wobei, viele Berichte von Covid-19-Patienten sprechen von einem milden Verlauf der Krankheit. Experten wie Professor Klaus Püschel, Leiter der Rechtsmedizin an der Uni Hamburg: „Am Ende ist Corona eine Viruserkrankung wie die Grippe, die in den meisten Fällen harmlos und nur im Ausnahmefall tödlich wirkt.“ (BILD 2020-05-08).

Grundgesetz – es garantiert unsere Rechte und Freiheiten

Im Zuge allein von Verordnungen wurde fernab von Parlamenten eine neue Wirklichkeit geschaffen, die von der Politik „neue Normalität“ genannt wird. Nun ist es normal, dass die vom Grundgesetz verbürgten Grundrechte auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurden. Plötzlich funktioniert „durchregieren“ (Merkel bereits 2005), Herrschaft ohne Alternative und ohne Widerspruch. Gerichte, die Zweifel äußern, wurden sogar politisch verurteilt. Der Bundestag war weitgehend ausgeschaltet, die Medien fast komplett gleichgeschaltet, die offiziellen Kirchen hatten sich selbst abgeschaltet! Und die große Überraschung, oder vielleicht auch nicht: Alle machen mit! Angst macht freie Menschen rasch zu Untertanen.

Robin Alexander: „Die Bürger blieben daheim oder hielten Abstand. Die Industrie schloss ihre Produktion teilweise sogar dort, wo das nicht angeordnet worden war. Sport und Kultur stellten klagend, aber doch überwiegend einsichtig ihre Praxis ein. Die Kirchen klagten nicht einmal. Fast schien die systemtheoretische Einsicht widerlegt, dass die Politik in modernen Gesellschaften gar nicht durchregieren kann. Sie kann es wohl.“ (WELT-2020-04-16)

Die Journalistin Patricia Riekel stellt beunruhigt fest: „Wir sind ein Volk von Befehlsempfängern – und Denunzianten“ (BILD 2020-05-08). Es sind nur wenige Schritte bis zum Abgleiten in eine Diktatur. Hans-Jürgen Papier, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichtes: „Erfüllt das Grundgesetz wirklich noch eine seiner wichtigsten Aufgaben, nämlich Freiheit zu ermöglichen? Ersticken Selbstbestimmung und Verantwortung nicht längst unter einem Wust von Regelwerken, von denen viele Regularien aber gar nicht beachtet werden? Verkommt Gesetzgebung zur Symbolpolitik? … Fehlentwicklungen und Willkür müssen umgehend entlarvt und korrigiert werde, sonst ist unser Rechtsstaat in ernster Gefahr, und damit auch die Demokratie.“ (DIE WARNUNG. Wie der Rechtsstaat ausgehöhlt wird. S.11). Deutschlands höchster Richter ist schwer als Verschwörungsirrer abzutun. Er notierte seine Warnung nach der Flüchtlingskrise. Aktuell zur Corona-Krise sagt er: „Die Debatte kam zu kurz – und die Eingriffe gingen zu weit.“ (BILD 2020-05-08).

Glaube – Ewigkeitshoffnung über die Todeswelt hinaus

Mit dem Wuhan-Virus kam ein radikaler Lebensschutz über die Welt, Leben schützen und erhalten um jeden Preis wurde zur Handlungsgrundlage. Durchaus grenzwertig brachte es der Grünen-Politiker Boris Palmer auf den Punkt: „Ich sage es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären – aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen.“ Weil alles Leben einmalig ist, ist es unendlich kostbar. Dennoch: Aus biblischer Sicht ist unser Leben mehr als die Jahre irdischer Existenz.

Der Apostel Paulus schreibt: „Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.“ (Philipper 1,23). Er weiß, die Krönung des Lebens kommt erst noch. Das ist nicht billige Vertröstung aufs Jenseits, sondern Heilsgewissheit im Glauben. Lieber heute als morgen wäre er gern im Himmel. Aber er will sein Leben nicht wegwerfen. Er springt nicht aus dem Fenster, damit es schneller geht. Er hat einen Auftrag in dieser Welt und in seinem Leben. Das hat er begriffen und ergriffen. Deshalb läuft er durch die halbe antike Welt und predigt das Evangelium, beseelt vom Gedanken: Der HERR kommt bald. Wer predigt heute vom Himmelreich, von der Freude beim HERRN zu sein?

Lässt sich das verkürzt so sagen: In früheren Zeiten lebten Menschen in der Hoffnung: 40 Jahre Leben plus Ewigkeit. Heute leben viele nach dem Motto: 80 Jahre plus paar Jahre und mitnehmen, was geht. Denn dann ist alles aus. Gelingt es der Gemeinde gerade angesichts der Todesnachrichten die Botschaft vom Leben selber zu leben und zu verkündigen? „Christus spricht: Ihr seid das Licht der Welt. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Matthäus 5,14+16). Großmutter aus Ostpreußen sagte oft: „Ein junger Mensch kann sterben; ein alter Mensch muss sterben.“ Ja, wir müssen sterben. Wir sterben alle und jeder nach dem Willen Gottes. Doch noch mehr: Gott „will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1. Tim. 2,4). Es gibt Ewigkeitshoffnung über die Todeswelt hinaus.

Globalisierung – Schritte zur Eine-Welt-Herrschaft

Noch ist die ganze Welt in Schockstarre. Innerhalb weniger Wochen hat sich unser Leben verändert, wie wir uns das vor wenigen Monaten nicht vorstellen konnten, oder? Wollen Politiker wirklich nur Leben schützen? Oder haben sich im Schatten der Virus-Grippe neue Machtinstrumente entwickelt? Ulf Poschardt begreift: „Aus dem Lockdown ist längst mehr geworden als der Versuch zur Eindämmung einer Pandemie. Er wird zum gesellschaftlichen Experiment hochgefönt, das zeigen soll, was im Falle einer Krise alles möglich ist. Darauf zum Beispiel bestehen die Klimaschützer*Innen. …Sie verdeutlichen, dass diese Allmachtsfantasie des Staates ein schönes Beispiel dafür ist, wie es eben auch gehen kann.“ (WELT-2020-05-12). Lässt sich mit allgegenwärtiger Angst vor dem Corona-Erstickungstod ein gefügiges Volk schaffen? Bereits am Anfang der Krise hieß es in einem internen Papier des Innenministeriums:

„Die Bundesregierung muss eine umfassende Mobilisierungskampagne starten. …Um die gesellschaftlichen Durchhaltekräfte zu mobilisieren, ist das Verschweigen des Worst Case keine Option. Wer Gefahr abwenden will, muss sie kennen.  … Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden.“ Deshalb sprachen die Virologen von Millionen Toten, zeigten uns die Medien immer die gleichen Bilder der Leichen-Transporte in Bergamo, der Massengräber in New York. „Worst case“ bedeutet „schlimmster Katastrophenfall“. Mit diesem Horror die Herzen und Hirne der Menschen zu infizieren und unter Angst zu halten, macht sie zur formbaren Masse. Aber keine Angst! Das Wuhan-Virus ist keine Killer-Grippe! Und keine Angst: der totalitäre Staat steht heute und hier noch nicht vor der Tür! Und doch erscheint diese Zeit wie ein Probelauf für kommende Zeiten.

Rainald Becker, ARD-Chefredakteur sowie ARD-Koordinator für Politik, Gesellschaft und Kultur in der ARD Programmdirektion erklärte am 6. Mai in den „Tagesthemen“: „Der Stand zurück zur alten Normalität ist vielen Wirrköpfen, die sich im Netz unter Widerstand 2020 und anderen Namen tummeln, nachgerade ein Herzensanliegen. All diesen Spinnern und Coronakritikern sei gesagt: Es wird keine Normalität mehr geben wie vorher!“

Ist auch Jesus zu den Wirrköpfen zu zählen? Jesus antwortet seinen Jüngern auf die Frage nach dem Ende der Zeit: „Ein Volk wird sich erheben gegen das andere und ein Reich gegen das andere, und es werden geschehen große Erdbeben und hier und dort Hungersnöte und Seuchen; auch werden Schrecknisse und vom Himmel her große Zeichen geschehen. Aber vor diesem allen werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten den Synagogen und Gefängnissen und euch vor Könige und Statthalter führen um meines Namens willen.“ (Lukas 21, 10-12).

Alter Planet Erde wohin? Die biblische Offenbarung zeichnet große Bilder des endzeitlichen Geschehens. Die „Eine-Welt-Ideologie“ wird mit und nach Corona weiter an Fahrt gewinnen. Welt-Gesundheitsorganisation, Welt-Flüchtlingsorganisation, Welt-Regierung, Welt-Religion sind jetzt schon oder bald die „neue Normalität“. Manche fragen: Werden wir in fünf Jahren noch Bargeld haben? Wird ein elektronisches Welt-Geld kommen, das jeder im Chip unter der Haut trägt? Münden „Genderwahn“, „Klimarettung“ und „Weltethos“ in neureligiöse Heilslehren? Welche Rolle spielt die Islamisierung der Welt?

Die biblische Heilsgeschichte kündigt eine Endzeit mit der Herrschaft des Anti-Christus an. Bibelgläubige in Bedrängnis, Christusnachfolger verfolgt und über allem die Verheißung für die Gemeinde: „Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“

Und für jeden der Zuspruch: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ (Offenbarung 1,17f).

Mai 2020 ©Egmond Prill 

 

Anhang 5.  – 12. 1. 2021

Wollt ihr den totalen Lockdown?

von Egmond Prill

„Schneller, höher, weiter“ ist ein Motto im Sport. Will sagen: Es geht noch was! Und so haben alle Rekordmarken ihre Zeit. Im Zuge der Corona-Politik geht von Monat zu Monat auch noch was. So erleben wir das seit Anfang November als die „Operation Wellenbrecher“ begann. Nachdem uns dann im Dezember Weihnachten und der Jahreswechsel „letzte Anstrengungen“ abgefordert wurden, folgt nun im Januar die „Verschärfung“ fürs gemeine Volk.

Diese inzwischen endlose Geschichte einer Herrschaft mit „autoritären Maßnahmen“ (Michael Kretschmer, Ministerpräsident in Sachsen) verordnen uns zwei Handvoll Leute, 16 Landesfürsten plus Altmaier, Braun und die dunkle Macht Merkel. Gleich einem Zentralkomitee aus Zeiten der SED-Diktatur in der DDR wird angeordnet: Zügel anziehen!

„Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich vor dem Treffen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht nur für verlängerte, sondern auch schärfere Corona-Beschränkungen ausgesprochen. «Ich werde heute in der Ministerpräsidentenkonferenz auf der Seite derjenigen argumentieren, die sagen: Wir werden es noch viel schärfer und viel härter angehen müssen», sagte Ramelow am Dienstag im Deutschlandfunk.
(zit. WELT 2021-01-05)

Dunkle Erinnerungen werden wach. Als die deutschen Fronten Anfang 1943 an der Wolga und anderswo wankten, wollte man eine letzte große Anstrengung vom Volk, um doch noch den Endsieg zu erringen. Am 18. Februar hielt Goebbels seine Sportpalast-Rede: „‘Wollt ihr den totalen Krieg?‘, fragte er, die 15.000 sprangen auf von ihren Sitzen und schrien begeistert: ‚Ja!‘ Der Redner setzte nach: ‚Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt vorstellen können?‘ Und wieder tobte der Saal – Szenen exzessiver Massenhysterie. Noch 20 Minuten blieb der Großdeutsche Rundfunk auf Sendung, um die Radiohörer an der euphorischen Stimmung teilhaben zu lassen.“
(zit. SPIEGEL 2018-02-18).

Wollt ihr den totalen Lockdown? Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt vorstellen können? Laut FORSA sind 54 Prozent mit den verschärften Maßnahmen einverstanden und weitere 18 Prozent fordern noch stärkere Einschränkungen. (Blitzumfrage im Auftrag von RTL und n-tv, veröffentlicht am 6. Januar)

Nein, hier wird nicht gleichgesetzt, mitnichten! Aber Erinnerungen sind nicht zu stoppen. Und nicht zuletzt der Gedanke: Warum gehen alle den Weg bis zum bittersten Ende mit? Geben freiwillig aus Angst ihre Freiheit auf? Doch das funktioniert bis zur Stunde: Versetze ein Volk in Angst und es macht, was du willst! Angst macht aus Bürgern Untertanen.

Bleibt die Frage wie lange noch jene 60 oder gar 80 Prozent der Deutschen, die der Bundeskanzlerin bislang treu folgen, zur Erkenntnis kommen: Merkel muss weg!

Gott segne unser Land!

Die Artikel sind mir freundlicherweise von Egmond Prill, Kassel zur Verfügung gestellt worden. ( www.egmond-prill.de )