Sexueller Missbrauch

image_pdfimage_print

 

Aufforderung zum sexuellen Mißbrauch in der Diakonie?

  Das Schweigen muß gebrochen werden! –

 

 

Herr Präses Nikolaus Schneider Vorsitzender des Rates der EKD

 

OFFENER BRIEF                                                                      24.03. 2010

 

Sehr geehrter Herr Präses Nikolaus Schneider,

angesichts zunehmender Sexualisierung und Brutalisierung im Lande wundert sich niemand, wenn in Schmutzblättern Prostitution geradezu heiliggesprochen wird. Wir evangelische Christen sind jedoch sprachlos, dies in der diakonischen Zeitschrift "Orientierung" lesen zu müssen:

 

Prostitution ‑ "heilige Handlung im Auftrag der Göttin"

Die "Orientierung" ist Verbandsorgan des Bundesverbandes ev. Behindertenhilfe BeB. Was jüngst (2/09) in dieser Zeitschrift erschien, die in tausenden Büros der Diakonie ausliegt, ist beispiellos! Unter der Überschrift "Sexualassistenz für Menschen mit einer Beeinträchtigung" heißt es unter Hinweis auf frühere "matriarchale Hochkulturen, in denen die Göttin verehrt wurde", die Prostitution sei eine "heilige Handlung, um Menschen mit dem Göttlichen in sich in Verbindung zu bringen". Sie wird sogar gerühmt: "Der Beruf der sexuellen Dienstleisterin hat eine lange und ehrenwerte Tradition" (S. 28).

 

Sexualassistenz: "Fortbildungen" in diakonischen Einrichtungen

Statt solche Aussagen als unvereinbar mit evangelischer Sexualethik zurückzuweisen, hat der Präsident des Diakonischen Werks, Pfr. Klaus‑Dieter Kottnik, sie als "sehr differenziert" gelobt und erklärt, dass die evangelische Behindertenhilfe zahlreiche "Fortbildungen zum Themenfeld Sexualität und Sexualpädagogik" anbietet, wobei auch "Sexualassistenz thematisiert" wird. Sexualassistenz wird im Verbandsorgan des BeB definiert als "bezahlte sexuelle Dienstleistung", die von "erotischer Massage bis zu Oral- ­und Geschlechtsverkehr" reiche (S. 27). Die Kampagne des BeB hat mittlerweile eine so große Breitenwirkung bekommen, dass Mitarbeiter der Diakonie unter Druck gesetzt werden, ihren Betreuten den "Nutzen" von Prostitution zu erklären.

 

Prostitution wird "christlicher" Beruf

Recherchen zeigen, dass seit 2003 eine sich bis heute steigernde Kampagne in der "Orientierung" geführt wird, um sexuelle Dienstleistungen in der Betreuung Behinderter salonfähig zu machen. Prostituierte und Sexualpädagogen kommen zu Wort, die über derartige Praktiken empfehlend berichten. Betreuern wird implizit geraten, vor Behinderten sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen (Ziel: "Imitationslernen") oder "Hand anzulegen", also Behinderte zu masturbieren (Nr. 2/03). Es wird berichtet über sexuelle Handlungen an schwerstbehinderten Menschen, die wegen Hirnschädigung kein Sprachvermögen haben und diese weder fordern noch ablehnen können. Als Rechtfertigung dient die "Intuition" der Prostituierten: "Er guckt und hört und scheint manchmal zu reagieren, manchmal auch nicht. Er kann nicht reden. Als ich die Decke wegnehmen will, tritt er nach mir. Ich frage ihn immer wieder, ob es in Ordnung ist und muss mich auf meine Intuition verlassen, weil er ja nichts sagen kann… Ich masturbiere ihn, bis er einen Samenerguß hat." (S. 29)

Die Strafbarkeit dieses Handelns (StGB 174 und 179) wird von den Autoren abgetan: "Die Juristen bestätigen uns, daß man mit sexueller Assistenz allenfalls gegen den Buchstaben, nicht aber gegen den Geist des Gesetzes verstößt". (S. 27)

Wir bitten Sie, Präses Schneider, der Propagierung der Prostitution bei der Betreuung Behinderter Einhalt zu gebieten. In den Richtlinien des Diakonischen Werks heißt es: "Die dem Diakonischen Werk angeschlossenen Einrichtungen sind verpflichte, das Evangelium Jesu Christi in Wort und Tat zu bezeugen. Der diakonische Dienst ist Wesens- und Lebensäußerung der ev. Kirche.“

Die Vermarktung der Schöpfergabe der Sexualität durch die Prostitution, ihre Loslösung aus der Ehe und ihre Reduzierung auf das Lustempfinden entwürdigt den Menschen. Demgegenüber verleiht das Evangelium Jesu Christi jedem Menschen eine unverlierbare Würde, indem es ihm seine Berufung zum Ebenbild Gottes zuspricht. In der Kraft dieser Berufung kann der Mensch die Sexualität in der Ehe verantwortlich einsetzen und auch ohne Ehe und praktizierte Sexualität ein erfülltes Leben haben. Die evangelische Diakonie sollte ihm dabei helfen

 

Mit freundlichem Gruß

Wolfhard Wüster

Germersheimer Pl. 9 B, 13583 Berlin (wolfhard.wuester@gmx.de) und weitere Diakoniemitarbeiter aus Berlin

Die Veröffentlichung des Offenen Briefes wird unterstützt von: Gemeindehilfsbund (www.gemeindehilfsbund.de);

Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern  www.ksbb-bayern.de

info@horst-koch.de

 

 

Anhang I:

aus der PAZ:

Befürworter der Pädophilie

Die Justizministerin sitzt im Beirat der »Humanistischen Union«

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) gerät im Zusammenhang mit den Missbrauch-Skandalen unter Druck. Während die Ministerin die Verfolgung pädophiler Täter bei kirchlichen Einrichtungen fordert, ist sie selber seit 1999 im Beirat der „Humanistischen Union“ (HU) aktiv. Dieser Verein tritt „gegen den Einsatz des Strafrechts zur Durchsetzung von Sexualmoral“ ein und zeigt bedenkliche Nähe zu den Aktivitäten Pädophiler.

In einer Erklärung zum Sexualstrafrecht klagte der Bundesvorstand der HU im Jahre 2000 allen Ernstes über die „zunehmende Tendenz … mit den Instrumenten der Kriminalpolitik den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten“. Diese Erklärung wurde zwar im Jahr 2004 abgemildert, aber immer noch stellt die HU Pädophilie fast als Normalität dar, die nicht kriminalisiert werden dürfe. Leutheusser-Schnarrenberger trat zudem gegen die sogenannte Vorratsdaten-Speicherung ein, die kürzlich vom Verfassungsgericht stark eingeschränkt wurde. Doch mit ihr sollten neben Terroristen und Schwerstkriminellen auch Nutzer und Verbreiter von Kinderpornographie im Internet aufgespürt werden. Kirchliche Vertreter argumentieren auch deswegen, die Ministerin sage in Sachen Aufklärung von sexuellem Kindesmißbrauch die Unwahrheit. Nicht die Kirche verhindere heute die Aufklärung, sondern Kräfte wie die HU.

Im Beirat der Humanistischen Union sitzen weitere prominente Politiker wie Claudia Roth und Renate Künast von den Grünen. Auch der vor zwei Jahren verstorbene Vorkämpfer der sexuellen Aufklärung und Sozialpädagoge Helmut Kentler, der intensiv für die Entkriminalisierung der Pädosexualität eintrat, gehörte diesem Gremium a

 

 

 

 

     

image_pdfimage_print