Pornowelle

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Georg Huntemann

AUFSTAND DER SCHAMLOSEN

– Das christliche Ethos angesichts der sexuellen Revolution –


Inhalt 1. TRIUMPH DER SCHAMLOSIGKEIT

Die provozierende Obszönität
Die Dogmen der sexuellen Revolution
Die Antwort der „Schamhaften“

2. DIE PORNOWELLE

Was meint Pornographie?
Wie Pornographie propagiert wird
Pornographie als Menschenverachtung
Soll der Staat über die Sittlichkeit wachen?

3. DIE ZERSTÖRUNG DER EHE

Die Entscheidung Jesu
Der Kampf gegen die Ehe
Zerrüttungs- statt Schuldprinzip
Das Zeugnis für die Ehe

4. JUGENDSEXUALITÄT

Sexuelle Revolution unter der Jugend?
Kann Aufklärung helfen?
Wie soll man es der Jugend sagen?
Kann man heute noch Triebverzicht verlangen?

5. WIE LEBT DER CHRIST MIT SEX?

Wer die Sexualität verachtet, protestiert gegen Gott
Wie lebt der Christ mit Sexualität?

Hier Kapitel 2 als Auszug:

Die Pornowelle

Was meint Pornographie?

Unter Pornographie versteht man ‑ im weiteren Sinne dieses Wortes ‑ die bildliche, filmische, akustische und „literarische“ Darstellung sexueller Begebenheiten, die man bislang als „unzüchtig“ verurteilte.

Ziel der pornographischen Aktion ist immer die Stimulierung (Anreizung) eines Lustempfindens. Das geschieht in großer Breite und Mannigfaltigkeit der Darstellung angesichts der ebenso breiten und mannigfaltigen menschlichen Gefühlsskala. Begattungsszenen und Liebesspiele zwischen Mann und Frau in allen denkbaren Variationen, Gruppensex, d. h. sexuelle Handlungen einer Gruppe von Männern und Frauen, verschiedene Möglichkeiten sexueller Manipulationen usw. …

Bedeutsam ist, daß pornographische Produkte sich mit diesen Möglichkeiten, die auf die Dauer den Betrachter gefühlsmäßig abstumpfen, nicht begnügen. So gibt es in Heften, in Filmen und auf der Bühne die Darstellung sadistischer, masochistischer und sodomitischer sexueller Handlungen … Auch hier gibt es wieder eine breite Skala der Möglichkeiten. Ich erinnere mich, in New York schon 1964 einen Film gesehen zu haben (er hieß „The Olga‑Girls“), der an Grausamkeit nicht viel zu wünschen übrig ließ. Zwar siegt in diesem Film nach guter alter amerikanischer Sitte das Gute über das Böse, aber bevor das geschah, quälte Olga ihre Girls in unheimlichen Kellern an Marterpfählen, ließ sie halbnackt auspeitschen und mit Zangen zwicken. … Gepeitschte und gepeinigte Nackte sieht man (in den Großstädten der USA) auf den Umschlägen von Pocket‑Books prangen, wobei die Peiniger gern als deutsche Soldaten oder Nazis dargestellt werden.

Eine breite Flut von Porno breitet sich heute über die westliche Welt aus. Die Frage: Ist Pornographie gefährlich, so daß sie verboten werden muß, oder ist sie harmlos, so daß man es dem Bürger erlauben kann, dieses Material öffentlich zu kau­fen und zu verkaufen, anzupreisen und zu propagieren, wo und wie man will?

Wie Pornographie propagiert wird

Die Gruppen, die sich für die Freigabe der Pornographie einsetzen, berufen sich gern auf „wissenschaftliche Untersuchungen“. Solche „wissenschaftlichen Untersuchungen“ ‑ mit denen zumeist kurz aber heftig Diskussionen totschlagen werden ‑ werden heutzutage gern von Kommissionen durchgeführt. In den USA hat im Jahre 1970 die „Kommission für Obszönität und Pornographie“ eine Studie abgeschlossen, die das Ergebnis beinhaltet: Alles nicht so schlimm. Die Methode: Man befragte Testpersonen, die sich pornographisches Material angeeignet hatten, nach ihren Empfindungen. Man meinte dabei vor allem festgestellt zu haben, daß überhaupt keine Beziehung bestünde zwischen Verbrechenszunahme und Pornographie.

Gründlich verfuhr ein anderer Amerikaner. J. L. Howard aus North Carolina sperrte Studenten für bestimmte Zeiträume (jeweils etwa 90 Minuten) in Zimmern ein und fütterte sie dort mit Pornomaterial. Atemfrequenz, Hauttemperatur, Erektion des männlichen Geschlechtsgliedes wurden genauestens „gemessen“ und auch der Urin wurde analysiert, um auf chemischem Wege sexuelle Erregungsspuren nachweisen zu können. Auch hier das Ergebnis: Das Pornomaterial hätte nur eine mäßige sexuelle Erregung bei den Versuchspersonen zur Folge gehabt.

„Wissenschaftler“ spielen also gern die Bedeutung der Pornographie herunter. Auch das sogenannte „Bonner Hearing“ vom Herbst 1970 gab ein mildes Urteil über Pornographie. In diesem Bonner Hearing wurde ein Parlamentsausschuss mit Fachleuten (darunter Volkmar Sigusch, Helmut Kentler, Reinhardt Lempp und Rudolf Affemann) konfrontiert. Zwar gab es keine Einstimmigkeit unter den Wissenschaftlern (insbesondere Rudolf Affemann nahm eine konsequent konservative Stellung ein), aber die Zustimmung zu einer „milden“ Beurteilung der Pornographie überwog unter den Fachleuten.

Im Blick auf die allgemeine Diskussion kann man in folgenden Punkten das Plädoyer für die Freigabe, Harmlosigkeit oder gar Nützlichkeit der Pornographie zusammenfassen.

1. Die sexuelle Stimulierung durch Pornomaterial darf nicht überschätzt werden.

2. Durch die Pornographie dargestellte sexuelle Praktiken werden selten nachgeahmt. Sexuelle Grundverhaltensweisen werden durch Pornokonsum kaum verändert.

3. Es gibt keinen Beweis dafür, daß Kinder durch Konfrontation mit Pornomaterial geschädigt werden. Jugendliche verlieren sehr bald das Interesse am Pornomaterial. Es gibt sogar viele Fachleute, die es für überflüssig halten, Jugendliche oder Kinder vor Pornographie zu schützen.

4. Man verweist gern auf das dänische Beispiel. (Hier erfolgte die Freigabe der Pornographie durch Parlamentsbeschluss am 30. Mai 1969 mit 112 gegen 25 Stimmen bei 4 leeren Stimmzetteln): Der Absatz pornographischen Materials ‑ so sagt man ‑ geht seit der Freigabe der Pornographie zurück. Die Sittlichkeitsdelikte sind weniger geworden.

5. Gewalttäter und Notzuchtverbrecher haben nur eine arme sexuelle Phantasie. Sie werden nachweislich nicht durch Pornographie stimuliert. Im Gegenteil: Eine zum Verbrechen führende seelische Verkrampfung und Spannung kann aufgelöst oder abreagiert werden, wenn die sexuelle Phantasie durch Pornographie angeregt wird.

6. Es bleibt zu fragen, ob Pornographie insofern nicht hilfreich sei, als durch sie eine verdrängte und verkümmerte sexuelle Phantasie angeregt und dadurch sexuelle Potenz wieder erweckt wird. Pornographie kann unterdrückte Sexualität befreien und damit zum vollkommenen Menschsein verhelfen. Sollte man nicht auch ‑ so fragt man gerne ‑ einem sexuell phantasiearmen und impotenten Ehemann raten, sich ein Pornoheft auf den Nachttisch zu legen, um seiner Frau das geben zu können, was sie seit langem – als sexuell unerfüllte Frau ‑ erwartet?

Diese Argumente haben die Mehrheit (zwar nicht des Volkes) der Meinungsbildner für sich. ‑Was ist darauf zu antworten?

Pornographie als Menschenverachtung

Zunächst eine Bemerkung zu den „wissenschaftlichen Methoden“ der sogenannten Verhaltensforschung, also jener neuen Wissenschaft, die so munter darauf aus ist, das Verhalten der Menschen zu messen, um dann auch noch gleich zu sagen, was der Mensch eigentlich ist.

Diese „sogenannten Ergebnisse“ der Verhaltensforschung, wie sie in der Auseinandersetzung mit der Pornographie ins Spiel gebracht werden, offenbaren einen traurig katastrophalen Zustand der Wissenschaftslosigkeit der „Verhaltensforschung“! Im „Bonner Hearing“ hat Rudolf Affemann mit Recht betont, wie unmöglich das Verfahren ist, unbewußte Seelen‑ und Triebvorgänge, die durch Porno stimuliert werden, durch Befragen ans Licht zu bringen. Der Befragte kann sich doch selbst gar nicht über das bewußt werden, was in seinem Unterbewußtsein vor sich geht. Wie soll er aussprechen, was doch begrifflich gar nicht faßbar ist?

Wie will Howard in fünfzehn Sitzungen zu je neunzig Minuten aus seinen Testpersonen Reaktionen herausmessen, wenn eben diese Testpersonen so offensichtlich im Experimentierkäfig sitzen, daß ihre sexuellen Reaktionen mit Apparaten „abgelesen“ werden. Wer könnte seine Frau wirklich küssen und lieben, wenn ein „Wissenschaftler“ gleichzeitig die „Reaktionen“ mit Meßgeräten kontrollieren würde? Grundsatz der Wissenschaft ist doch: Das Objekt des Experimentes ändert sich dadurch, daß es zum Objekt eines Experimentes gemacht wird. Wenn das für die Naturwissenschaft gilt ‑ wieviel mehr gilt das für das Seelen- und Triebverhalten eines Menschen, der doch weiß (!), daß er Gegenstand eines Experimentes ist ‑ und das sogar in einem Lebensbereich, den man früher als „intim“ bezeichnet hat!

Wie der Mensch „auf freier Bahn“ wirklich auf Porno reagiert, was sich wirklich in ihm abspielt, entzieht sich diesen dilettantischen Methoden einer sogenannten wissenschaftlichen Forschung. Diese Forschungsmethoden spiegeln eine zynische Menschenverachtung, weil sie seelisches Verhalten zu einem Paket physischer Primitivreaktionen degradieren.

Es stimmt auch einfach nicht, wenn behauptet wird, in Dänemark sei der Verkauf des Pornomaterials rückläufig. Da seit der Aufhebung des Verbotes von Pornographie neue Pornoproduktionsstätten und neue Pornoläden entstanden sind, mag hier und da bei „alten“ Pornokapitalisten der Umsatz wegen neuer Konkurrenz zurückgegangen sein aber auf das Ganze von Pornoumsatz und Pornoproduktion gesehen besagt das nichts. Leichte Sittlichkeitsverbrechen haben übrigens in den letzten Jahren in Dänemark zugenommen und das Abnehmen der schweren Sittlichkeitsverbrechen war schon vor der Freigabe des öffentlichen Handels mit Pornomaterial festzustellen gewesen. Dagegen stieg im vergangenen Jahr weil wir nun schon einmal beim Beispiel Dänemark sind ‑ die Zahl der Geschlechtskranken um 40 Prozent.

Im Blick auf die Gefährdung der Jugend durch Pornographie wies Affemann im Bonner Hearing mit Recht darauf hin, daß der Jugendliche, der behauptet, er habe sich an Porno gewöhnt und es biete ihm kein außergewöhnliches Erlebnis mehr, seinen Geschlechtstrieb bereits von seiner personalen Ganzheit abgespalten habe. Das heißt: für solche Jugendliche hat Sex nichts mehr mit Liebe, der Geschlechtsakt nichts mehr mit der Person des Partners zu tun. Hier ist die Sexualität eine triebmechanische „Sache“ geworden.

Soweit zu diesen „wissenschaftlichen Methoden“, deren Fragwürdigkeit jedem klar sein sollte, der über Pornographie diskutiert. Es besteht der Verdacht, daß diese Weise der „Verhaltensforschung“ weniger Wissenschaft als Ideologie ist.

Wie sollen wir nun die Pornographie beurteilen?

1. Pornographie wird produziert, um sexuelle Gier zu erwecken. Man würde Pornomaterial nicht kaufen, wenn dieser Zweck nicht immer wieder erreicht würde. Nun ist geschlechtliche Lust natürlich keine Sünde. Geschlechtliche Freude ist Teilhabe an der Schöpfungslust Gottes. Geschlechtliche Lust steigert und erfüllt unser Menschsein, Geschlechtslust öffnet zwar nicht die Pforte zum Paradies, aber sie beschenkt uns mit wunderbaren Möglichkeiten der Lebensentfaltung. Das Perverse der Pornographie besteht darin, daß die Geschlechtlichkeit verzerrt und sexuelle Lust „unmenschlich“ wird.

Menschliche Geschlechtlichkeit verwirklicht sich in der Ganzheit der Begegnung von Person zu Person. Geschlechtslust ohne Liebe ‑ sagen wir es ganz einfach: Trieb ohne Herz ist brutal und unmenschlich! Die sogenannte „normale“ (also auf Sadismus etc. verzichtende) Pornographie entstellt Sexualität zu bloßen Reaktionen des Fleisches. Liebe wird hier nicht ins Bild gebracht, sondern brutal verneint.

2. Sexualität verbraucht sich, wenn sie einfach konsumiert wird und die bloß „fleischtechnische“ sexuelle Reizung stumpft ab, ohne daß die Gier nach rauschhafter Lebenserfüllung weniger wird. Der Pornoproduzent wird also die Reizung steigern müssen. Die Lust muß mit neuen Methoden angeheizt werden. Pornographie steigert sich zu Sadismus , Masochismus und Sodomie! Die innere Logik der Hochpeitschung der Pornographie ist, daß man auf „harten Sex“ umsteigt. Die betrogene Glückserwartung (der Mensch ist auf Glückserfüllung angelegt) schlägt um in Grausamkeit. Brutalität und Sex gehen nun zusammen. Nachdem die alten, sozusagen „normalen“ Weiden der „Sexualbetätigung“ abgegrast sind, werden neue Zonen abartiger Triebbefriedigung gesucht und angeboten.

3. Aufreizende Bilder prägen das Unbewußte. Nun gibt es überhaupt kein Bild menschlichen Grundverhaltens, für das nicht im Menschen selbst eine innere Bereitschaft vorhanden wäre. Hier käme ich jetzt in Versuchung, die Terminologie des bedeutenden Psychologen C. G. Jung zu entfalten. Ich muß mir das hier versagen und stelle nur bei aller Kürze der Aussage fest: Urbilder der Zerstörung, Perversion und Grausamkeit trägt jeder Mensch in sich. In den Kellern unserer Seele liegen allerlei schlafende Hunde. Diese Hunde können leicht geweckt werden ‑ das wäre dann die Stunde der Versuchung.

Wer hat heute, da alle Glaubenskräfte zu versiegen drohen und die Sinngehalte herkömmlicher Lebensordnung schrumpfen wie Butter an der Sonne, noch die Kraft, die Dämonen der menschlichen Seele zu bezwingen?

Ein guter Pädagoge wird niemals ein Wort falsch an die Tafel schreiben, weil die Schüler durch die Bildwirkung des Wortes später immer wieder prompt falsch schreiben würden. Die „falschen“ Bilder der Pornographie mit ihrer verzerrenden und brutalisierenden Sexualität brechen in die Tiefenschichten der  Seele ein und wirken dort in einer Weise, die uns vielleicht im Augenblick nicht bewußt ist, eines Tages aber durchbrechen wird, so daß wir darüber erschrecken. Man bedenke: Der Verstand hat es eilig ‑ die Seele, das Unbewußte, hat viel, viel Zeit. Wie töricht, die Einwirkungen der Pornographie auf Kinder oder Jugendliche jetzt und hier messen und beurteilen zu wollen, wenn man doch weiß, daß die in der Kinder‑ und Jugendzeit empfangenen Bilder und Eindrücke ein ganzes Menschenleben bis ins Greisenalter hinein ihre prägende Kraft behalten! Die Pornographie, die das Menschenantlitz zur Lustfratze und den Körper zum Lustmaterialentstellt, reprimitiviert die menschliche Geschlechtlichkeit zur Unmenschlichkeit !

4. Im „Bonner Hearing“ des Parlamentsausschusses sprach Helmut Kentler von der „Kopplung der sexuellen Antriebe mit Aggressionen“. Diese Aussage läßt aufhorchen: Bislang hörte man beharrlich, daß Sexualität die Aggressionen aufhebt! Gebt die Sexualität frei ‑ und der Mensch wird friedlich. Nun vernehmen wir aus berufenem Munde, daß der Pornoverbrauch auf „harten Sex“, das heißt auf Sex, gemischt mit Brutalitätsszenen, umsteigt! Das heißt aber wiederum, daß man Lustempfindungen an Szenen hat, die Grausamkeiten darstellen.

Wir stellen noch einmal die Frage: Was ist „harter Sex?“

Zunächst einige Tatsachen , die für sich sprechen:

Sexualakteure schlachten in einem sexuellen Happening (öffentliche Schaustellung von Obszönitäten) ein Schwein. Mit Schweineblut besudeln sich die Gefährten und Gefährtinnen auf der Bühne, die dabei Sexualsymbolik pantomimisch darstellen.

Auf der Sexmesse in Offenbach ‑ so geschehen im Jahre 1970 ‑ kommt ein nackter Sexakteur mit zwei nackten Gespielinnen, die eine lebende Gans liebkosen, auf die Bühne. Die Gans wird geschlachtet, der flatternde Gänsekadaver läßt das Blut über die Sexakteure spritzen, die sich mit wollüstigen Gebärden über die Bühne wälzen.

Die Zeitschrift „Twen“ (Februar 1971) gibt Bericht über ein erotisches Filmfestival in Amsterdam, bei dem hemmungslose Nackedeis ihr Bedürfnis auf der Bühne verrichten, Liebesspiele betreiben, auch einer Gans den Kopf abhacken wollen, um mit dem Schnabel die Scheide einer Frau „aufzureizen“ (übrigens klappte das nicht, weil diesmal die Gans davonflog).

Bei dem „Happening ‑ Retrospektive“ wurde unter dem Motto „Der geile Wotan“ angekündigt, eine Ziege, die man als Frau anzuerkennen bereit wäre, aus Lust zu morden.

Auf dem erotischen Filmfestival in Amsterdam bekam den ersten Preis ein von Peter Flemming und „Shinkichi Tajiri“ in Dänemark gedrehter Film, der von einem Mädchen handelt, das geschlechtlichen Verkehr mit Vögeln hat. In der Besprechung zu diesem Film heißt es in der bereits zitierten Zeitschrift „Twen“ schamlos (S. 73): „Erst sieht man sie mit den Pferden, denen sie bei der Paarung helfen muß. Dann mit einem Schwein, einer Ziege und, besonders schön gefilmt, mit einem Hund. Das Mädchen wirkt ganz sicher und entspannt, und der Film hat eine total andere Wirkung als die übliche Pornographie, weil er eine überaus glückliche und natürliche Idylle zeigt, wo die öffentliche Meinung die tiefste Perversion sich bisher vorgestellt hat.“

Solche Meldungen könnten leider beliebig fortgesetzt werden. Aber die hier aufgeführten Beispiele genügen, um unmißverständlich deutlich zu machen, wie Sexualtrieb in Zerstörungstrieb umschlägt, wie „kalte“ Sexualität sich mit Brutalität vereinigt. Lust durch Grausamkeit erweckt menschliche Zerstörungstriebe, die über uns alle Unheil bringen können.

Selbstverständlich verbietet die Bibel den geschlechtlichen Verkehr mit Tieren: Im dritten Buche Mose, Kap. 20, Vers 15 lesen wir: „Wenn jemand bei einem Tier liegt, der soll des Todes sterben, und auch das Tier soll man töten. Wenn eine Frau sich irgendeinem Tier naht, um mit ihm Umgang zu haben, so sollst du sie töten und das Tier auch.“ Wir dürfen allerdings nicht erwarten, daß alle heute gegebenen Möglichkeiten und Einzelheiten pornographischer Darstellungen durch den Beleg von Bibelstellen verurteilt werden können. Die Verurteilung der Pornographie ergibt sich für den Christen nicht dadurch, daß er einzelne Bibelstellen als „Einzelargumente“ zusammensucht. Wir müssen auf die Einheitlichkeit der biblischen Aussage sehen.

Dabei bedenken wir zunächst, daß die Sünden , die heute propagiert werden, uralt sind. Es gibt sie, solange es den Menschen in seiner Sünde gibt. Auch die Pornographie hat ihre lange, lange Vorgeschichte. Die sexuellen Verirrungen und Grausamkeiten früherer Völker sind furchtbar gewesen. Deswegen gebietet Gott dem israelitischen Volk auf seiner Wanderung durch die Wüste: „Und wandelt nicht in den Satzungen der Völker, die ich vor euch vertreiben werde. Denn das alles haben sie getan und ich habe einen Ekel an ihnen gehabt.“ (3. Mose 21,23).

Die religiösen Kulte dieser Völker arteten oft in eine Art sexueller Orgie aus. Kult und Rausch waren eine Einheit bei vielen Völkern, mit denen Israel leben mußte. Dabei gab es sakrale Prostitution (Geschlechtsakt im Tempel als Ausdruck sinnlicher Vereinigung mit der Gottheit), in orgiastischen Tänzen wurden Geschlechtsorgane und nackte Körper mit sexualpantomimischer Aufdringlichkeit zur Schau gestellt (vergl . W. G. Cole „Liebe und Sexus in der Bibel“, 1961).

Ganz im Gegenteil dazu wird in der Bibel jegliche sinnlich‑ekstatische Rauschhaftigkeit beim Gottesdienst ausgeschlossen. Das Verbot (2.Mose 20,26) „Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, daß nicht deine Blöße aufgedeckt werde . . .“ versteht sich von dieser Distanzierung gegenüber den gleichsam „pornographischen Kulten“ in der Alten Welt. Es wird auch eindeutig ausgesagt, daß der nackte Körper nicht zur sinnlichen Aufreizung öffentlich begafft oder zur Schau ausgestellt werden darf. Im 1. Buch Mose, Kap. 9, Vers 20‑26 wird geschildert, wie Noah, von Wein berauscht, nackend in seinem Zelte einschläft. Sein Sohn Ham, der „Vater Kanaans“ (d. h. in der biblischen Sinngebung der Ursprung der widergöttlich-orgiastischen Kulte Palästinas vor und auch noch nach der Landnahme Israels) begafft die Nacktheit seines Vaters, während die Brüder voll Scham und Ehrfurcht die Blöße ihres Vaters bedecken.

Hier geht es nicht nur um die Ehrfurchtlosigkeit gegenüber dem Vater, sondern ‑ im Zusammenhang mit anderen Aussagen (als Beispiel: 5. Mose 25, 11 ff., 1. Kor. 11,4 ff. usw.) um die schamlose und begehrliche Schaulust überhaupt. Nacktheit bedeutet ‑ geschlechtlich gesehen ‑ Hingabe des ganzen Menschen in der Schöpfungsordnung ehelicher Begegnung.

Zur „Schau“ hingestellte , „veröffentlichte“ Nacktheit wird von der Bibel eindeutig als schamlos verurteilt. ‑ Schamlosen Menschen und schamlosen Völkern kündigt die Bibel das Gericht an. Sie zeigt: Völker sind zugrunde gegangen, weil ein Gesellschaftswesen ohne eine sittliche Ordnung nicht bestehen kann.

Damit kommen wir zum letzten Punkt.

Soll der Staat über die Sittlichkeit wachen?

Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland heißt es im Art. 2, Abs. 2: „jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“

Eben dieses Sittengesetz steht zur Debatte. Mit Recht wird bestraft, wer einen Menschen wegen der Zugehörigkeit zu einer Rasse verächtlich macht oder bedroht. Mit Recht wird bestraft, wer trunken am Steuer sitzt und seine Mitmenschen gefährdet. Strafe muß sein, wo der Mensch den Menschen gefährdet. Der Staat muß „Rechtsgüter“ schützen. Zu diesen Rechtsgütern gehört die Menschenwürde. Menschenwürde kann es nur innerhalb der Grenzen einer vom Staat geschützten und vom Volke anerkannten Sittlichkeit geben. Das Ende der Sittlichkeit ist der Anfang der Zerstörung des Menschen.

Meine Sorge ist, daß der Staat die Unterscheidung zwischen Gut und Böse im Sinne der herkömmlichen‑abendländischen Wertordnung langsam aber sicher abbauen wird. Schon heute spricht man nur noch zögernd von Schuld, Sühne oder Strafe. Die Rechtsunsicherheit im „Dritten Reich“ des Nationalsozialismus war bedroht durch die Devise: „Recht ist, was dem Volke nützt“ und durch die Proklamation Hitlers, die Juristen seien für das Volk und nicht das Volk für die Juristen da. Damals stellte man das Volksempfinden über die abendländisch‑christ­lichen Rechtsordnungen. Damals gab es sogenannte Rechtsgelehrte, die das Recht nicht mehr an einer absoluten Sittlichkeit, an den biblischen Maßstäben von Schuld und Sühne, sondern an dem Nützlichkeitsprinzip völkischen Daseins orientieren wollten.
Heute besteht die Gefahr, daß man in gleicher Bekämpfung christlicher Wertordnung die Gesellschaft und ihre Nützlichkeitsprinzipien zum Maßstab des Rechtes erhebt. Ist nur das gut, was der Konsumgesellschaft nützt? Richten sich die Maßstäbe von Gut und Böse nicht mehr nach dem absoluten Urteil Gottes, sondern nach den Bedürfnissen einer Gesellschaft, die von der Ideologie einer das Christentum bekämpfenden „intellektuellen“ Minderheit von Berufsrevolutionären propagiert werden?

Sind wir uns darüber klar, daß wir uns inmitten einer Kulturrevolution befinden, weil alte, herkömmliche Werte durch eine „neue Moral“ ersetzt werden?

Die Antwort des Christentums ist die Antwort Christi: „Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis daß es alles geschehe.“ (Matth. 5, 19)

Damit ist gesagt: Die Gesetze Gottes sind unwandelbar! Sie sind gut und barmherzig wie Gott selbst.

Wenn das Gesetz Gottes nicht mehr gilt, dann ist die Endzeit angebrochen!

 

Auszug aus dem Buch von Georg Huntemann: AUFSTAND DER SCHAMLOSEN

 

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Dr. Thomas Schirrmacher

 

20 «vernünftige» Gründe gegen die Pornographie

1) Pornographie entwürdigt die Frau und macht sie zu einem käuflichen Objekt. Sie prägt die Einstellung der Männer Frauen gegenüber und bringt Frauen um das elementare Recht, Mensch sein zu dürfen.
2) Pornographie zwingt Frauen, sich einem Ideal anzupassen, um den Männern zu gefallen und engt damit ihre Freiheit ein, sich so zu geben, wie es ihnen selbst zusagt und entspricht.
3) Pornographie schafft eine doppelte Moral. Die meisten Männer wären nämlich sicher nicht bereit, denselben Maßstab der Makellosigkeit für sich gelten zu lassen, den die Pornographie an die Frauen anlegt.
4) Pornographie macht von Idealen abhängig, denen keiner genügen kann.
5) Pornographie täuscht eine Schönheit vor, die kaum eine Frau wirklich besitzt. Die retuschierten Bilder vermitteln das Bild einer makellosen Frau, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Dieser «Standard» führt dazu, daß viele Männer ihre eigene («echte») Frau nicht mehr schön finden und viele Frauen ihren eigenen Körper nicht mehr annehmen können.
6) Pornographie zerstört also die Selbstachtung der Frau.
7) Pornographie erhebt den jugendlichen Körper zum Maßstab und führt deswegen zu einer maßlosen Verachtung älterer und behinderter Menschen.
8) Pornographie verachtet Ältere und Behinderte, «Fülligere» und Entstellte, ja wen eigentlich nicht?
9) Pornographie belastet Kinder mit Problemen, die sie weder bewußt noch unbewußt verarbeiten können. Sie werden auf ein Ideal hin geprägt. daß sie später zur Begegnung mit der «rauhen» Wirklichkeit unfähig macht.
10) Pornographie zerstört die Partnerschaft zwischen Mann und Frau. weil die «Idealfrauen» als heimlicher Maßstab die dritten im Bunde sind. Viele Paare sind inzwischen zur Sexualität ohne Pornographie unfähig. Manch eine Frau «gestattet» ihrem Mann die Pornographie nur, weil er dadurch das Verhältnis zu ihr aufrecht erhält.
11) Pornographie zwingt durch ihre Allgegenwart auch die zum Mitmachen, die die Pornographie ablehnen. Sie nimmt dadurch den Menschen die Freiheit zur Entscheidung für oder gegen die Pornographie und für oder gegen die unbewußten Einstellungen und Werte, die sie vermittelt.
12) Pornographie verachtet andere Kulturen und Lebensstile und erhebt die Pornokultur zum absoluten Maßstab. Keiner kann sich ihr entziehen. Menschen aus aller Welt und aus nichtwestlichen Kulturen werden durch sie zu einer Einheitskultur gezwungen.
13) Pornographie ist die totale Vermarktung der privatesten Sache der Welt. Sie macht die Sexualität käuflich und damit wertlos. Denen, die an der Pornographie Millionen verdienen, ist jedes Mittel recht, um noch mehr daran zu verdienen. Für sie ist jede gestörte Partnerbeziehung ein zusätzliches Geschäft.
14) Pornographie entpersonalisiert die Sexulität. Das Gegenüber ist nicht mehr eine geliebte Person, sondern die anonyme, tote und käufliche Massenschönheit.
15) Pornographie beherrscht auch weiterhin die Gefühle von Menschen, die später ihre unter dem Einfluß der Pornographie getroffenen Entscheidungen bereuen. Dieser Prozeß beginnt in der alltäglichen Werbung, die ohne den entmündigenden Einfluß der Pornographie sicher viel bedeutungsloser wäre, und endet mit der Zerstörung gewachsener Partnerbeziehungen.
16) Pornographie macht den Körper des Menschen zum höchsten Maßstab und zerstört damit alle inneren Werte einer Beziehung. Was der Mensch wert ist, wird an seinem Aussehen gemessen.
17) Pornographie mißt den Wert eines Menschen daher an etwas, wofür der einzelne Mensch nichts kann. Denn wer kann sich schon sein eigenes Aussehen oder sein Alter aussuchen?
18) Pornographie schafft eine phantastische Welt und macht dadurch unfähig zum Umgang mit der rauhen Wirklichkeit. Anstatt sein Leben in eine andere Person zu investieren und für die Sexualität Pflichten in Kauf zu nehmen, die eine glückliche Partnerbeziehung mit sich bringt, braucht der Mensch nur in das Schlaraffenland zu greifen. Doch die Enttäuschung über diese «hohlen Werte» ist am Ende dafür um so stärker.
19) Pornographie ist nur der Einstieg in die Welt der Droge Sexualität, die jede Verantwortung für das eigene Handeln leugnet.
20) Pornographie vermittelt ein unbeschränktes Recht, die eigenen sexuellen Wünsche rücksichtlos einlösen zu dürfen. Vergewaltigungen und sexueller Mißbrauch von Kindern sind nur ein Beispiel für eine Sexualität, die den eigenen Trieb zum Maßstab aller Dinge macht.

Ein Erlebnis zu guter letzt: Ich war gerade damit beschäftigt, eine übergroße pornographische Werbung neben unserem Haus mit schwarzem Lack zu übersprühen. Von weitem hörte ich schon, wie eine Gruppe von männlichen Altersgenossen spottete, anzügliche Bemerkungen machte, ja erbost war. Doch gerade als sie bei mir angekommen waren, meldete sich die einzige Frau unter ihnen zu Wort. Sie fand meine Aktion großartig, wünschte sich mehr solcher Leute mit Mut und bedankte sich für diesen Beitrag zum Schutz der Rechte der Frauen. Von ihrer eben noch so lauten männlichen Begleitung war nichts mehr zu hören …

Und die Bibel?

Alle diese Argumente sind «vernünftig». Dennoch sind sie eigentlich ohne das Wort Gottes nicht wirklich zu verstehen. Vergegenwärtigen Sie sich, welche stillschweigenden christlichen Vorausetzungen diese 20 Argumente enthalten, die dem Wortlaut nach an die Vernunft des Menschen appelieren und scheinbar jedem einleuchten müßten.
John H. Court hat in einer von der Weltweiten Evangelischen Allianz herausgegeben, weitverbreiteten Schrift über Pornographie viele Argumente gegen Pornographie zusammengetragen und die Frage diskutiert, ob durch Verbreitung der Pornographie die Zahl bestimmter Verbrechen ansteigt. (Rousas J.Rushdoony sieht in der harten Pornographie die Aufforderung zur Vergewaltigung. Er verweist darauf, daß auch Feministen diesen Vorwurf erhoben haben). Er macht aber trotz des Untertitels «Eine christliche Kritik» nicht deutlich, daß viele seiner Argumente nur aufgrund christlicher Denkvorraussetzungen überzeugend sind und führt keine geschlossene biblisch christliche Begründung an, warum denn Pornographie verkehrt ist. Deswegen verlagert sich das Schwergewicht seiner Argumentation auf die Folgen der Pornographie. Biblische Argumente gegen die Pornographie können zum einen aus den Texten über die Nacktheit gewonnen werden, zum anderen aus dem Verbot des begehrlichen, ehebrecherischen Blicks: «Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat schon in seinem Herzen Ehebruch mit ihr begangen.» (Mt 5,28).
Dieses Gebot Jesu entstammt dem Zehnten Gebot «Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten …» (Ex 20,17).

In Hiob 31,1 heißt es ähnlich: «Ich habe einen Bund mit meinen Augen geschlossen. Wie hätte ich da eine Jungfrau lüstern anschauen sollen?»
Nach Num 15,39 sollte sich Israel immer an das Gesetz erinnern und «ihr sollt nicht eurem Herzen und euren Augen nachfolgen, deren Begierden ihr nachhurt».
Und Spr 6,25 warnt vor der Ehebrecherin: «Begehre ihre Schönheit nicht in deinem Herzen, laß sie dich nicht mit ihren Wimpern einfangen!».
Spr 6,25 lautet genauer «nicht suche an dich zu bringen ihre Schönheit in deinem Herzen». Sexuelles Begehren nach einer anderen als der eigenen Frau gilt damit als Diebstahl. Das Zehnte Gebot hat denn auch diese ursprüngliche Bedeutung: das Begehren der Frau ist ein Diebstahl am Nächsten  und an ihrer Ehre.
Eine Frau zu Unrecht zu begehren, wozu heute durch die Pornographie fast jeder gezwungen wird, ist die schlimmste Form von Raub und Diebstahl.

Der Autor:

Dr. Dr. Thomas Schirrmacher –  geboren 1960 in Schwelm/Westfalen, studierte nach dem Abitur am humanistischen Landgraf Ludwig Gymnasium in Giessen und von 1978-1982 Theologie an der FETA Basel. 1985 promovierte er in Missionswissenschaft in Kampen (Niederlande) über Theodor Christlieb. Ab 1983 studierte er Vergleichende Religionswissenschaft, Ethnologie und Volkskunde an der Universität Bonn, 1990 promovierte er in Kulturwissenschaft über Kulturtheorien im Nationalsozialismus an der Pacific Westem University in Los Angeles (USA). Derzeit arbeitet er zum Abschluß seines Studiums in Vergleichender Religionswissenschaft an der Universität Bonn an einer Dissertation über religiöse Elemente in Marxismus und Nationalsozialismus.

Thomas Schirrmacher war 1982-1986 Pastor der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland in Bonn und Erftstadt. 1985 heiratete er die Islamwissenschaftlerin Dr. Christine Schirrmacher, geb. Krause. Seit 1986 leitet er das Institut für Weltmission und Gemeindebau in Bonn, einen eigenen kleinen wissenschaftlichen Verlag für sprach  und kulturwissenschaftliche Titel (Verlag für Kultur und Wissenschaft) und den Theologischen Femunterricht, der in Zusammenarbeit mit dem Hänssler Verlag, Neuhausen, und dem Neues Leben Seminar, Altenkirchen ein evangelikales Fernstudium vorbereitet. Daneben ist er leitender Redakteur der Zeitschrift «Bibel und Gemeinde», betätigt sich in der Ausländerarbeit, insbesondere unter der kurdischen Minderheit und ist aktives Mitglied der Freien Evangelischen Gemeinde in Bonn.

Eingestellt von Horst Koch, Herborn, im Herbst 2009

www.horst-koch.de

info@horst-koch.de

 

 

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