Der Generalplan

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Des Griffin

 

DER GENERALPLAN

 

Einleitung

Existiert ein Plan ‑ ein Generalplan ‑ für die systematische Zerstörung der Zivilisation, aller Regierungen und Religionen und die Errichtung einer totalitären Weltdiktatur?

Ja, ein solcher Generalplan existiert. Er war bekannt und wurde mehrfach veröffentlicht, seit die bayerische Regierung ihren berühmten Bericht über die Aktivitäten und Pläne der Illuminaten in den achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts vorlegte.

Die Führer der Illuminaten sind, wie wir gesehen haben, eine kleine, aber mächtige Gruppe, die sich aus internationalen Bankiers, Industriellen, Wissenschaftlern, militärischen und politischen Führungskräften, Erziehern, Wirtschaftlern usw. zusammensetzt. Sie alle haben die luziferische Doktrin Adam Weishaupts und Albert Pikes akzeptiert. Sie verehren Luzifer, wie das von Albert Pike in seinem Buch Morals and Dogma gefordert wird. Sie anerkennen die Autorität keines Sterblichen außer ihres Führers. Sie dienen keiner Nation. Sie führen die luziferische Verschwörung fort, um schließlich die absolute Kontrolle über diese Welt und alles in ihr zu gewinnen.

Sie benutzen alle subversiven Bewegungen, um die Massen der Menschen in opponierende Gruppen in politischen, sozialen, rassischen, wirtschaftlichen und religiösen Fragen zu zersplittern. Sie bewaffnen diese Gruppen und ermuntern sie, einander zu bekämpfen. Sie hoffen, die Menschheit auf diesen selbstzerstörerischen Weg weitergehen zu machen, bis alle bestehenden politischen und religiösen Institutionen abgeschafft sind. Wenn das erreicht ist, soll ihr Despot König der ganzen Welt werden.

Der Beweis für diese Behauptung ist in dem Dokument enthalten, das unter dem Namen Die Geheimnisse der Weisen von Zion veröffentlicht wurde. Trotz aller Argumente über die Herkunft und den Ursprung der Protokolle sind die zweifellos und unwiderlegbar „der Plan“, „das Komplott“ oder der Langzeitgeneralplan“, mit dem diese verhältnismäßig kleine Gruppe immens wohlhabender, teuflisch ge­schickter und äußerst einflußreicher Männer die Führung in allen Bereichen der Gesellschaft stürzen und pervertieren will, um ihr Ziel zu erreichen. Sie versprechen Wohlstand, Luxus, „Selbstwertschätzung“ und sinnliche Freuden, um die Führer in die Falle zu locken, aus der es kein Entrinnen gibt.

Die Männer, die die in den Protokollen beschriebene teuflische Verschwörung aushecken, waren keine Atheisten. Sie waren Mitglieder der Illuminaten, Jünger des ursprünglichen „Lichtträgers“ Satan, des Teufels. Sie verehrten Satan. Dies ist Satans Plan.

Die Protokolle wurden in der heute bekannten Form in Rußland 1905 veröffentlicht. Das Britische Museum in London erhielt eine Kopie am 10. August 1906.

 

Die Protokolle bzw. der Generalplan zur Erlangung der Weltherrschaft wurde von dem britischen Journalisten Victor Marsden in Artikel und Paragraphen unterteilt, damit leichter hindurchzufinden sei. Marsden sagte, er habe nicht mehr als eine Stunde auf einmal an den Unterlagen im Britischen Museum arbeiten können, weil der teuflische Geist des Textes, den er ins Englische zu übersetzen hatte, ihn krank machte. Seine Übersetzung erschien bei der British Publishing Society 1921 in London.

Im ersten Kapitel seines Buches Red Fog over America gab der verstorbene William Guy Carr, der ein Kommandeur der kanadischen Marine gewesen war, Einzelheiten seine Untersuchungen hinsichtlich des Ursprungs der Protokolle bekannt. Aufgrund seiner vielen Kontakte zu Geheimdienstkreisen in aller Welt bestätigte Carr die Echtheit der Protokolle.

Er schreibt, daß die Führer der Illuminaten im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts sich zunehmend Sorgen machten, weil Historiker wie Nesta Webster die Hintergründe der französischen Revolution zu studieren begannen ‑ insbesondere die Phase, die allem Anschein nach die Illuminaten kontrollierten. Die Papiere, die bei dem 1783 vom Blitz erschlagenen Kurier gefunden wurden, bewiesen diese Verbindung eindeutig.

„Da die Richtlinie der Führer immer besagte, daß sie hinter den Kulissen zu arbeiten hatten und ihre Identität sowie ihre Verbindungen zu den revolutionären Kräften niemals bekannt werden durfte, beschlossen sie, den Historikern ein neues Dokument verfügbar zu machen. Es war so abgefaßt, daß der Verdacht von den Illuminatenführern abgelenkt und auf die Führer der jüdischen Revolutionsbewegung in Rußland übertragen werden sollte. Die beauftragten Schreiber verwendeten den bei dem toten Kurier gefundenen Plan, aber sie änderten bestimmte Wörter und Sätze, um die Leser des „neuen“ Dokuments glauben zu machen, es handele sich um die jüdische Kabale zur Erringung der Weltherrschaft in Übereinstimmung mit den Richtlinien des politischen Zionismus, so wie sie 1897 von Herzl verkündet wurden.

Die Verschwörer beschlossen, den geänderten Plan einem herausragenden Mann im Rußland zuzuspielen, dessen Ruf untadelig war. Dieser Mann (ihr nichtsahnender Komplize) war Professor S. Nilus. Er prüfte die Dokumente und hielt sie für echt. (Der Überbringer erzählte ihm, er habe sie von einer Prostituierten erhalten, die sie ihrerseits einem führenden Juden gestohlen hätte). Mit der Veröffentlichung der Dokumente unter dem Titel ,die jüdische Gefahr` im Jahr 1905 tat Professor Nilus genau das, was die Illuminaten von ihm erwartet hatten“ (Red Fog over America, S. 3 und 4). Der Glaube an ihre Authentizität wurde durch Vorwürfe wie „tollwütiger Antisemitismus“, „Judenhetze“, „Rassismus“ und ähnliche Vorhaltungen unterdrückt, durch die die Menschen von der Wahrheit abgelenkt wurden.

Zu sagen, die ganze Sache sei eine jüdische Verschwörung, heißt das Ganze als zu einfach hinzustellen. Es handelt sich eindeutig um eine satanische Verschwörung. Allerdings kann man auch nicht darüber hinwegsehen, daß viele Juden an der Intrige beteiligt waren. Weißhaupt, Marx, die Warburgs, die Rothschilds, Jacob Schiff u.a. waren alle Juden. In dem Versuch, die öffentliche Aufmerksamkeit von dem tödlichen Ernst der Botschaft dieses satanischen Dokuments abzulenken, behaupteten einige, es handle sich um eine Fälschung bzw. ein Plagiat.

Die berühmte London Times brachte am 16., 17. und 18. August 1921 drei Artikel, in denen sie auf ihre „sensationelle Entdeckung“ hinwies. In den Artikeln, angeblich von ihren Korrespondenten in Konstantinopel verfaßt, hieß es, die Protokolle seien eine „plumpe Nachahmung“ eines französischen Buches mit dem Titel „Die Genfer Dialoge“, das 1865 in Brüssel erschienen war.

Wäre die Times bei ihren „Recherchen“ hinsichtlich des Ursprungs der Protokolle wirklich ehrlich und objektiv gewesen, hätte sie ohne Zweifel noch eine „sensationelle Entdeckung“ gemacht: daß nämlich ein ähnliches Buch „Machiavelli, Montesquieu und Rousseau“, geschrieben von Jacob Venedey und herausgegeben von Franz Dannicker in Berlin 1850 ‑ ebenfalls Passagen aus den Protokollen darstellen. Diese Tatsache beweist aber noch gar nichts. Der in den Protokollen enthaltene Plan ist auf jeden Fall Teil der Illuminaten-Schriften, die von der bayerischen Regierung veröffentlicht worden. Die Verfasser beider Bücher waren mit diesen Dokumenten vertraut und zitierten von ihnen.

Der wirkliche Beweis hinsichtlich der Authentizität oder Falschheit der Protokolle liegt natürlich nicht in dem, was die Leute sagen. Der wirkliche Beweis ist der Inhalt der Protokolle selbst und die tödliche Präzision ihrer Zukunftsdeutung (von 1901 an).

Henry Ford, der berühmte Fahrzeugpionier, wirkte sehr überzeugend, als er in einem Interview mit der New York World, gedruckt am 17. Februar 1921, zu der Wahrhaftigkeit der Protokolle sagte: „Das Einzige, was ich zu den Protokollen sagen möchte, ist, daß sie genau in den Gang der Dinge hineinpassen. Sie sind (mindestens) sechzehn Jahre alt, und sie haben die Weltsituation bisher zutreffend beschrieben. Sie tun es noch.“

In einem Brief an die Zeitschrift Senator, der am 27. August 1921 gedruckt wurde, schrieb Lord Sydenham: „. . . die Protokolle beschreiben in genauesten Einzelheiten die Ziele des Bolschewismus und die Methoden, mit denen diese Ziele verwirklicht werden. Diese Methoden wurden bereits 1901 angewandt, als Nilus den Erhalt der Dokumente bekanntgab, aber damals war der Bolschewismus marxistischer Kommunismus, und die Zeit war noch nicht reif für den Einsatz militärischer Gewalt. Nichts, das 1865 geschrieben wurde, kann einen Einfluß auf die tödliche Präzision der Voraussagen gehabt haben, von denen die meisten seither haargenau eingetroffen sind.

Was ist das verblüffenste Merkmal der Protokolle? Die Antwort ist sehr wenigen bekannt und allumfassend. Der Schlüssel des Geheimnisses, wenn es eines ist, liegt in der Sicherstellung der Herkunft dieses unheimlichen Wissens, auf dem all die eingetroffenen Prophezeiungen basieren.“

Diese Zeilen wurden vor fünfzig Jahre geschrieben, als die in den Protokollen enthaltenen Voraussagen wahr zu werden begannen. Um wieviel gewichtiger sind diese Worte heute (1979), da sie alle eingetroffen sind. „

Wolfgang Borowsky schreibt: Man kommt nicht umhin, auf die „Protokolle der Weisen von Zion“ einzugehen, die 1897 veröffentlicht wurden. Ihre Herkunft ist umstritten. Nach wie vor hochaktuell, zeigen die Protokolle die Macht und die Ziele des die Menschheit verblendenden und verskla­venden Illuminatentums und enthalten raffinierte und abgründige Methoden der Manipulation der Menschen und Völker. Douglas Reed äußert die Meinung: „Die Protokolle sind zwar nicht zionistisch, aber sie sind dennoch authentische Dokumente einer Verschwörung“. Er schreibt sie den Illuminaten zu: „Die Dokumente sind die Schriften einer schwarzen Religion, deren Grund­sätze lauten: Zerstörung, Entvölkerung, Deportation, Tod . . . Es ist die Doktrin der Vernichtung. Wir können sie zuerst bei der mächtigen Geheimgesellschaft der Illuminaten finden“.

 

Reed führt weiter aus, daß spätestens ab den Unruhen um 1848 die Illuminaten von Juden geführt wurden. Ich zitiere ihn weiter: „In diesem Zeitpunkt war die Bewegung unter jüdi­sche Führung gekommen . . . Schon vier Jahre früher, im Jahre 1844, wußte Disraeli genau, was geschehen würde! Er legte seinem jüdischen Helden in ,Coningsby` folgende Worte in den Mund: ,Die mächtige Revolution, die sich zur Stunde in Deutschland vorbereitet . . . und von der bis jetzt noch so wenig in England bekannt ist, reift ausschließlich unter der Lenkung von Juden heran, die heute fast ein Monopol auf alle Lehrstühle in Deutschland besitzen . . . Siehst du also, mein lieber Coningsby, daß die Welt von recht ver­schiedenen Personen regiert wird, als diejenigen glauben, die nicht hinter die Kulissen sehen’.

Es folgen Auszüge aus der deutschen Übersetzung der Protokolle, herausgegeben von Gottfried zur Beek, Berlin Charlottenburg, 4. Auflage, 1920.

‑ 1 –

 

Die Grundgedanken unseres Bundes habe ich sowohl im Allgemeinen wie im Einzelnen zusammengefaßt, ohne mich auf wissenschaftliche Betrachtungen einzulassen. Ich schildere unsere Lehre und unser System so, wie es nach unserer und nach der nichtjüdischen Auffassung erscheint.

Ich stelle fest, daß die Menschen mit bösen Trieben zahlreicher sind als die mit guten Eigenschaften, daß diese in der Staatsverwaltung weit mehr durch Gewalt und Rücksichtslosigkeit erreichen als durch wissenschaftliche Erörterungen. Jeder Mensch strebt nach Macht, jeder Einzelne will Herr seiner Entschlüsse und Taten sein, jeder möchte sich zum »Selbstherrscher« (Diktator) machen, wenn er nur könnte. Dieses Streben nach Macht ist so stark, daß es kaum einen Menschen gibt, der nicht bereit wäre, das Allgemeinwohl zu opfern, um den eigenen Vorteil durchzusetzen.

Die staatsrechtliche Freiheit ist ein Gedanke, aber keine Tatsache. Dieser Gedanke ändert sich sofort, sobald es darauf ankommt, die Volkskräfte zu unterdrücken und zu erwürgen, sobald es gilt, daß die nach der Herrschaft strebende Partei die Gegenrichtung niederzuzwingen sucht. Diese Aufgabe wird wesentlich leichter, wenn der Gegner selbst von dem falschen Begriff »Freiheit« angesteckt wird und sich wegen dieser unrichtigen Vorstellung seiner Macht begibt. Hierauf gründet sich der Sieg unserer Lehre: Wenn die Zügel am Boden schleifen und die Führung fehlt, so hört die gewonnene Zügellosigkeit bald wieder auf; denn eine neue Hand erfaßt die Zügel und zieht sie an. Die blinde Masse des Volkes kann nicht ohne Herrschaft sein. Eine neue Herrschaft tritt an die Stelle der alten, die durch den Liberalismus ihrer Kraft beraubt wurde.

In unserer Zeit, wo die echt Liberalen die Beherrscher des Staates sind, ist allein die Macht des Goldes maßgebend. Es gab eine Zeit, da herrschte der Gottesglaube. Der Begriff der Freiheit war noch wesenlos; Niemand verstand es, sie zu seinen Zwecken auszunutzen. Kein Volk kann auch nur eine kurze Zeit bestehen, wenn es sich nicht eine vernünftige Selbstregierung schafft, ohne die es in Zügellosigkeit versinkt. Von diesem Augenblick an treten die inneren Zwistigkeiten hervor, die sehr bald in Wirtschaftskämpfe ausarten, in deren Verlauf die Regierenden stürzen, und nach und nach die Pöbelherrschaft ans Ruder kommt.

 Befindet sich eine Regierung unter dem Einfluß innerer Umwälzungen, oder sieht sie sich infolge der ungeordneten Zustände im eigenen Lande den äußeren Feinden bei jeder Gelegenheit preisgegeben, so muß sie unbestritten dem Untergang geweiht sein: dann ist sie in unserer Gewalt. Die Herrschaft des Geldes, über das wir ganz allein verfügen, reicht ihr einen Strohhalm hin, an welchem sich die Regierung wohl oder übel anklammern muß, will sie nicht rettungslos in den Abgrund versinken…

Kann etwa der gesunde und folgerichtig denkende Verstand hoffen, die Volksmassen mit Erfolg zu regieren, wenn er bloße Vernunftgründe und gütliches Zureden anwendet, obgleich dem Volke die Möglichkeit des Widerspruchs zusteht? Würde sich etwa ein auch nur halbwegs verständiges Volk deshalb gefügiger zeigen? Wenn man sich ausschließlich auf allerlei kleine Mittel beschränken will ‑ auf alte Gewohnheiten, Überlieferungen, Gefühlsduselei und gefühlvolle Lehrmeinungen ‑, so werden sich die Volksmassen absondern und nichts von solcher Regierung wissen wollen; denn die Masse hat ja keinen Sinn für eine verständige Ermahnung. Jede Handlungsweise der Masse hängt von einer zufälligen oder künstlich zusammengebrachten Mehrheit ab, die sich, in Unkenntnis der Schliche in der Staatskunst, zu den törichtsten Entschlüssen hinreißen läßt, um in den Staat den Keim der Gesetzlosigkeit zu pflanzen.

Die Staatskunst (Politik) hat mit dem Sittengesetz auch nicht das geringste zu tun. Ein Herrscher, der anhand des Sittengesetzes regieren will, versteht überhaupt nichts von der Politik und ist daher keinen Augenblick sicher auf seinem Thron. Wer regieren will, der muß mit Verschlagenheit, List, Bosheit, Verstellung arbeiten. Hohe sittliche Eigenschaften ‑ Offenheit, Ehrbarkeit, Ehrlichkeit ‑ sind Klippen für die Politik, denn sie stürzen die Besten vom Thron, wenn sich der Feind anderer und wahrhaft wirksamer Mittel bedient. Diese Eigenschaften mögen die Kennzeichen und Grundsätze der nichtjüdischen Reiche sein; wir dürfen niemals und in keiner Weise mit solchen verkehrten Mitteln arbeiten.

Unsere Macht wird jetzt, daß gegenwärtig alle Mächte ins Wanken geraten, unüberwindlicher sein als jede andere, weil sich unsichtbar sein wird. Daher wird sie unerschütterlich bis zu den Zeiten bleiben, wo sie sich so weit gekräftigt haben wird, daß sie keine Gewalttat mehr unterdrücken kann.

Aus dem vorübergehenden Unheil, das wir jetzt anrichten müssen, wird die Wohltat einer unerschütterlichen Regierung hervorgehen, welche den von Liberalismus gestörten regelmäßigen Gang des nationalen Lebens wieder herstellen wird. Das Ergebnis heiligt die Mittel. So wollen wir denn in unseren Plänen die Aufmerksamkeit weniger auf das Gute und Sittliche als auf das Nötige und Nützliche lenken

Vor uns liegt ein Plan, in den die Linie nach den Regeln der Kriegskunst eingezeichnet ist; davon dürfen wir nicht abweichen ohne Gefahr, die Arbeit vieler Jahrhunderte zu zerstören.

Damit wir zum Ziele der gemeinsamen Anstrengungen gelangen, müssen wir die Minderwertigkeit, die Unbeständigkeit, den Wankelmut der Masse begreifen lernen. Wir müssen ihre Unfähigkeit zum Begriff und zum Verständnis der Fragen des staatlichen Lebens, ja der eigenen Wohlfahrt verstehen. Wir müssen erfassen, daß die große Volksmasse blind, völlig ohne Verstand, ohne Urteil ist, daß sie willenlos nach rechts und links hin und her schwankt. Ein Blinder kann Blinde nicht führen, ohne daß er sie an den Abgrund geleitet. Folglich können die Mitglieder der Masse, die »Vorwitzigen« aus dem Volk, mögen sie auch begabter, selbst schöpferisch sein, in der Politik niemals als Führer auftreten. Selbst wenn sie einigen Verstand haben sollten, so eignen sie sich doch nicht als Vorkämpfer und Leiter der Massen. Sie werden kein anderes Ziel erreichen, als daß sie das ganze Volk verderben . . .

Unsere Losung ist: Macht und Hinterlist! Nur die Macht erringt den Sieg in staatsrechtlichen Fragen, namentlich wenn sie sich an solche Persönlichkei­ten heranmacht, die etwas im Staat zu sagen haben. Die Gewalt bildet die Grundlage, aber List und Verschlagenheit wirken als Machtmittel für sol­che Regierungen, die nicht gewillt sind, ihre Krone den Vertretern irgend­einer neuen Macht zu Füßen zu legen. Dieses Mittel ist das einzige, um zum Ziele zu gelangen, das uns vorschwebt. Daher dürfen wir nicht zurück­schrecken vor Bestechung, Betrug, Verrat, sobald sie zur Erreichung unse­rer Pläne dienen. In der Politik muß man so klug sein, auch vor den fremd­artigsten Mitteln nicht zurückzuschrecken, wenn hierdurch nur Unterwür­figkeit und Macht erlangt werden.

Unser Reich, das im Wege friedlicher Eroberungen gegründet wird, darf die Schrecken des Krieges durch weniger bemerkbare, aber um so wirk­samere Strafen ersetzen; es muß die Schreckensherrschaft, den Terror, er­richten, um einen blinden und unbedingten Gehorsam zu erzwingen. Stren­ges, aber unerbittliches Durchgreifen ist die beste Stütze der Staatsgewalt. Nicht allein des Vorteils wegen, sondern vor allem auch im Namen der Pflicht des Sieges halber, müssen wir festhalten an der Anwendung von Ge­walt und List. Wie einerseits die Lehre von der Berechnung gilt, so gilt an­dererseits auch die Lehre über die Anwendung aller erforderlichen Mittel. Aber es handelt sich nicht nur um die wissenschaftliche Bewertung der Mit­tel, sondern vor allem um ihre rücksichtslose und unerbittliche Anwen­dung, damit unsere Vorherrschaft, unsere Überlegenheit gesichert werde. Es genügt zu wissen, daß wir unerbittlich sind, und daß wir es verstehen werden, uns Gehorsam zu erzwingen.

Schon im Altertum ließen wir aus den Reihen des Volkes den Ruf erschal­len: »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!« Das sind Worte, die seit jener Zeit bei den verschiedensten Unruhen und Revolutionen unendlich oft wie­derholt worden sind, sei es mit der ehrlichen Absicht, der Welt die wirk­liche Wohlfahrt, die wahre Freiheit der Persönlichkeit zu bringen, sei es, um die Begierden der Volksmassen zu befriedigen. Selbst die verständigen und klugen Nichtjuden haben den inneren Widerspruch dieser Worte nicht erkannt. Sie haben sich nicht gesagt, daß es in der Natur keine Gleichheit, keine Freiheit geben kann. Die ganze Natur beruht auf der Ungleichheit der Kräfte, der Eigenschaften der Besonderheiten. Die Natur ist ewigen Geset­zen unterworfen. Es ist klar, daß die Volksmasse eine blinde Gewalt ist, daß aber auch die von ihr gewählten Emporkömmlinge ebenso blind sind wie die Masse selbst, daß der Eingeweihte, selbst wenn er ein Tor ist, regie­ren kann, während der Uneingeweihte, auch wenn er ein Hochgeist ist, nichts von Politik verstehen wird. Alle diese Dinge wurden von den Nicht­juden vergessen…

An allen Ecken der Welt führten die Worte »Freiheit, Gleichheit, Brüder­lichkeit!« mit Hilfe unserer geheimen Gesellschaften unseren Reihen Rie­senmengen zu, die unsere Fahnen zum Sieg trugen. Indessen waren jene Worte die Würmer, welche am Wohlstande der Nichtjuden nagten, indem sie überall den Frieden, die Ruhe, den Zusammenhang, den Gemeinsinn der Nichtjuden unterwühlten und dadurch die Grundlagen ihrer Herrschaft zerstörten. Sie sehen, meine Herren, die Folgen, die zum Triumph unserer Sache gedient haben. Sie gaben uns die Möglichkeit, den höchsten Trumpf auszuspielen; die Vernichtung der Adelsvorrechte oder, besser gesagt, des eigentlichen Wesens der nichtjüdischen Adelsherrschaft, welche das einzige Abwehrmittel der nichtjüdischen Völker und Staaten gegen uns gewesen ist.

Unser Triumph wurde noch dadurch erleichtert, daß wir unter Ausnutzung der Leute, die wir brauchen konnten, immer auf die empfänglichsten Seiten des menschlichen Verstandes hingewirkt haben: auf die Rechnung mit dem Geld, auf die Habgier, auf die Unersättlichkeit nach Gewinn. Jede dieser außerordentlich zahlreichen menschlichen Schwächen ist, sobald man sie an der rechten Stelle packt, geeignet, die Entschlußkraft zu lähmen, indem sie es ermöglicht, den Willen der Menschen demjenigen zu unterjochen, der die menschlichen Schwächen am geschicktesten auszunutzen versteht.

 

‑ 2 –

Dann werden unsere Rechte die Rechte der Völker wegwischen und diese ebenso regieren, wie das Bürgerliche Gesetzbuch jetzt die Beziehungen der Staatsangehörigen zueinander regelt.

Die von uns nach ihren sklavischen Fähigkeiten aus der Bürgerschaft auserwählten Verwaltungsbeamten werden für die Verwaltungstätigkeit nicht vorbereitet sein. Sie werden daher leicht zu Bauern in unserem Schachspiel herabsinken und sich ganz in den Händen unserer geschulten und begabten Ratgeber befinden, die von Jugend auf zur Herrschaft über die ganze Welt erzogen wurden. Wie Ihnen bekannt ist, haben diese Sachverständigen ihre Kenntnis der Regierungskunst aus unseren staatsrechtlichen Plänen, aus den Lehren der Geschichte und den Beobachtungen der Gegenwart geschöpft. Die Nichtjuden kennen nicht die Übung leidenschaftsloser, auf die Geschichte begründeter Beobachtungen, sie lassen sich von einer wissenschaftlichen Gewandtheit leiten, die ohne prüfenden Vergleich mit den Ergebnissen arbeitet. Es hat darum für uns keinen Sinn, mit ihnen zu streiten ‑ mögen sie in der Hoffnung auf neue Freuden oder in der Erinnerung an vergangene leben. Die Hauptsache bleibt, daß sie fest an das glauben, was wir ihnen als Gebote der Wissenschaft eingeträufelt haben. Darum erwecken wir fortwährend durch unsere Presse ein blindes Zutrauen zu unserer Lehre. Die klugen Köpfe der Nichtjuden werden sich mit ihrem Wissen brüsten und die »aus der Wissenschaft« gewonnenen Kenntnisse geschickt zu verwirklichen suchen, ohne dieselben folgerichtig zu prüfen und ohne zu ahnen, daß sie von unseren Vertretern zusammengestellt wurden, um die Menschen in der für uns notwendigen Geistesrichtung zu erziehen.

Glauben Sie nicht, daß unsere Behauptungen nur leere Worte seien. Blicken Sie auf die von uns erweiterten Erfolge der Lehren von Darwin, Marx und Nietzsche. Ihre zersetzende Wirkung auf nichtjüdische Köpfe sollte uns Illuministen wenigstens klar sein.

In den Händen der gegenwärtigen Regierungen befindet sich eine große Macht, welche entscheidenden Einfluß auf den Geist des Volkes ausübt ‑ die Presse. Sie hat die Aufgabe, auf angeblich notwendige Forderungen hinzuweisen, die Klagen des Volkes zum Ausdruck zu bringen, Unzufrie­denheit zu äußern, zu erwecken und abzulenken. In der Presse frohlockt die freie Meinungsäußerung. Aber die Regierungen verstanden es nicht, diese Macht zu benutzen, und so befand sie sich plötzlich in unseren Hän­den. Durch die Presse kamen wir zu Einfluß und blieben doch selbst im Schatten; dank ihr haben wir Berge von Gold in unsere Hände gebracht, ohne uns darum zu kümmern, daß wir es aus Strömen von Blut und Tränen schöpfen mußten.

Aber wir haben uns losgekauft, indem wir viele unseres Volkes opferten. Jedes Opfer von unserer Seite ist vor Gott tausend Nichtjuden wert.

 

‑ 3 ‑

 

Die verfassungsmäßigen Gewalten unserer Zeit werden bald beseitigt sein, weil wir sie nicht zur Ruhe kommen lassen. Wir sorgen dafür, daß sie nicht aufhören zu schwanken, bis ihre Vertreter schließlich gestürzt sind. Die Nichtjuden glauben, ihre Herrschaft hinreichend gesichert zu haben, und sie hoffen immer, endlich zur Ruhe zu kommen . . .

Um die Machthaber zum Mißbrauch ihrer Gewalt zu veranlassen, haben wir alle Kräfte gegeneinander ausgespielt, indem wir ihre liberalen An­schauungen in Widerspruch mit der Unabhängigkeit von jeder verfassungs­mäßigen Beschränkung brachten. Wir suchten in diesem Sinne jegliche Voreingenommenheit zu beleben, wir rüsteten alle Parteien aus, wir mach­ten die herrschende Macht zur Zielscheibe aller Leidenschaften; aus den Staaten machten wir Kampfplätze, in denen sich Aufstände abspielten; nur noch ein wenig Geduld, und die Aufstände und Zusammenbrüche werden eine allgemeine Erscheinung sein.

Unermüdliche Redner haben die Sitzungen der Volksvertretungen und der sonstigen gesetzgebenden Körperschaften in einen Schauplatz für Dauer­reden verwandelt. Freche Zeitungsschreiber, gewissenlose Schmähschrift­steller fallen täglich über die Vertreter der Regierung her. Der Mißbrauch der Macht lockert schließlich die Grundstützen des Staates und bereitet ih­ren Zusammenbruch vor. Alles wird unter den Schlägen einer unvernünfti­gen Masse zertrümmert werden.

Die Völker sind durch ihre Armut, die stärker wirkt als Sklaverei und Leib­eigenschaft, zu schwerer Arbeit verurteilt. Von Sklaverei und Leibeigen­schaft konnten sie sich auf dem einen oder anderen Weg befreien, sie konn­ten mit ihnen rechnen, aber von dem Elende können sie sich nicht losrei­ßen. Wir fügten in die Verfassungen solche Rechtsgrundlagen ein, die für die Massen eine eingebildete Bedeutung haben, aber keine wirklichen Rechte enthalten. Alle sogenannten »Volksrechte« bestehen nur in der Einbildung! Für die Wirklichkeit sind sie völlig gegenstandslos.

Was kann es dem armen Arbeiter, der sein Leben in harter Arbeit fristet, nützen, daß einige Schwätzer das Recht zum Reden erhalten haben, und daß die Zeitungsschreiber neben wahren Nachrichten auch jeden Blödsinn zusammenschreiben dürfen. Tatsächlich bietet ihm die Verfassung keine anderen Vorteile als die schmalen Brotkrumen, die wir ihm von unserem Tisch aus dafür zuwerfen, daß er für uns und unsere Vertretung stimmt. Wir erscheinen gewissermaßen als die Retter der Arbeiter aus dieser Knechtschaft, indem wir ihnen vorschlagen, in die Reihen unseres Heeres von Sozialisten, Anarchisten und Kommunisten einzutreten. Diese Richtungen unterstützen wir grundsätzlich, weil wir der Arbeiterschaft einen allgemeinen Menschheitsdienst im brüderlichen Sinne vortäuschen. Der Adel, der von Rechts wegen die Leistungen der Arbeiter in Anspruch nahm, war an ihrem Wohlergehen wenigstens so weit beteiligt, als die Arbeiter satt, gesund und kräftig sein mußten.

Wir aber wollen gerade das Gegenteil ‑ nämlich die Entartung der Nichtjuden. Unsere Macht beruht auf dem dauernden Hunger und der Schwäche des Arbeiters. Nur in diesem Zustand muß er sich in jeder Beziehung unserem Willen unterordnen, da er in seinen eigenen Kreisen aus eigener Macht keine Hilfe findet, um uns Widerstand zu leisten.

Der Hunger verschafft der Geldmacht weit sicherer die Rechte auf die Arbeiter, als sie dem Adel von der gesetzlichen Macht des Königs verliehen wurden. Durch die Not und den aus ihr entspringenden Neid und Haß bewegen wir die Massen und beseitigen mit ihrer Hilfe jeden, der uns auf unserem Weg hinderlich ist.

Sobald die Zeit der Krönung unseres Weltherrschers Satan, (s. auch Albert Pike’s Schrift) gekommen sein wird, werden dieselben Massen alles wegfegen, was uns noch Widerstand leisten könnte.

Die Nichtjuden können ohne unsere wissenschaftlichen Ratschläge nicht auskommen, wir hüten uns jedoch, ihnen den richtigen Weg zu weisen. Daher haben sie in ihrem Schulunterricht die Hauptsache übersehen, and er wir nach der Errichtung unseres Reiches unerschütterlich festhalten werden: In den Volksschulen muß die einzige wahre Lehre vom gesellschaftlichen Bau des Lebens gepredigt werden, der die Arbeitsteilung und folglich auch die Einteilung der Menschen in Klassen und Stände erfordert. Es muß unbedingt allen zum Bewußtsein gebracht werden, daß eine Gleichheit der Menschen infolge der verschiedenen Arbeitsleistung völlig ausgeschlossen ist. Die Unterschiede müssen auch gesetzlich geregelt werden, denn man kann nicht die gleiche Verantwortung verlangen von einem Mann, der durch seine Handlungen einen ganzen Stand entehrt, und einem solchen, der rein persönlich haftbar ist.

Die wahre Lehre vom gesellschaftlichen Bau des Lebens, die wir vor den Nichtjuden geheimhalten, besagt, daß Stellung und Beruf auf einen bestimmten Kreis von Menschen beschränkt bleiben müssen, da sonst aus den Mißverhältnissen zwischen Vorbildung und Beruf eine Quelle menschlicher Leiden entsteht. Haben die Völker sich diese Lehre zueigen gemacht, so werden sie sich freiwillig den Gewalten und der von ihnen eingeführten Ordnung im Staat unterwerfen. Bei dem heutigen Stand der Wissenschaft und bei der Richtung, welche wir ihr gegeben haben, vertraut das Volk blind dem gedruckten Wort und den ihm beigebrachten Irrlehren; es haßt darum in seiner Beschränktheit jeden Stand, den es über sich wähnt, weil es seine Bedeutung verkennt.

Die geschilderten Gegensätze werden sich bei der kommenden wirtschaftlichen Krise, die alle Börsengeschäfte und wirtschaftlichen Industrien lahmlegen wird, wesentlich verschärfen. Mit Hilfe des Goldes, das sich ganz in unseren Händen befindet, und sämtlicher zu unserer Verfügung stehender Schleichwege werden wir eine allgemeine Wirtschaftskrise hervorrufen, und dann gleichzeitig in allen europäischen Ländern ganze Scharen von Arbeitern auf die Straße werfen. Diese Massen werden voller Wonne das Blut derer vergießen, die sie in ihrer Einfalt von Jugend auf beneiden, und deren Hab und Gut sie dann ungestört werden rauben können.

An unsere Leute werden sie aber nicht herankommen, weil uns der Augenblick des Überfalls bekannt sein wird, und weil wir deshalb rechtzeitig Maßnahmen zum Schutze der Unserigen treffen werden.

Wir haben bewiesen, daß der Fortschritt alle Nichtjuden in das Reich der Vernunft führen wird. Unsere Gewaltherrschaft wird dieser Art sein; denn wir werden es verstehen, durch vernünftige Strenge allen Aufruhr zu unterdrücken und den Liberalismus aus allen Zweigen des staatlichen Lebens zu verdrängen.

Nachdem das Volk gemerkt hatte, daß ihm im Namen der Freiheit allerhand Zugeständnisse gemacht werden, glaubte es, selbst Herr zu sein, und riß die Macht an sich. Natürlich stieß es, wie jeder Blinde, auf eine Fülle von Schwierigkeiten, aus denen es selbst nicht herauskonnte. auf der Suche nach Führern verfiel es nicht darauf, zu seinen alten Führern zurückzukehren, es legte vielmehr seine Vollmachten zu unseren Füßen nieder. Denken Sie an die französische Revolution, der wir den Namen der »großen« gegeben haben. Die Geheimnisse ihrer Vorbereitung sind uns völlig bekannt, war sie doch das Werk unserer Hände . . .

So verurteilt das Volk die Gerechten und läßt die Schuldigen straflos; es läßt sich mehr und mehr davon überzeugen, daß es Alles fertig bringen könne, was es nur will. Unter solchen Umständen zerstört das Volk jede ruhige Entwicklung und ruft bei jedem Schritt nur neue Unordnung hervor.

 

– 4 –

 

. . . Worauf beruht die unsichtbare Kraft unserer Logen, wer wäre imstande, sie zu stürzen? Der äußere »profane« Dienst der Freimaurerei ist nur ein blindes Werkzeug der Logen und ein Deckmantel für ihre eigentlichen Ziele. Diese letzten Ziele der Logen, die Wege, welche dahin führen, und der Sitz der Hauptleitung werden dem Volke immer verborgen bleiben. Auch die Freiheit könnte unschädlich sein; sie könnte im Staatsleben ohne Nachteil für die Wohlfahrt der Völker wirksam werden, wenn sie sich auf den Glauben an Gott und auf die Nächstenliebe stützte; wenn sie sich von allen Gedanken der Gleichheit fern hielte, welchen die auf Unterordnung beruhenden Gesetze der Schöpfung widersprechen. Bei solchem Gottesglauben würde sich das Volk von der Geistlichkeit leiten lassen; es würde friedlich und bescheiden an der Hand seiner Seelenhirten einherschreiten und sich der von Gott gewollten Verteilung der irdischen Glücksgüter ruhig unterwerfen. Aus diesem Grunde müssen wir unbedingt den Gottesglauben zerstören, jeden Gedanken an Gott und den Heiligen Geist aus der Seele der Nichtjuden herausreißen und ihn durch zahlenmäßige Berechnungen und körperliche Bedürfnisse ersetzen.

Um den Nichtjuden keine Zeit zum Denken und Beobachten zu lassen, müssen wir ihre Gedanken auf Handel und Gewerbe ablenken. Dann werden alle Völker im gegenseitigen Wirtschaftskampf ihren Vorteil suchen und dabei uns, ihren gemeinsamen Feind, übersehen. Damit die Freiheit endgültig die nichtjüdische Gesellschaft zersetzt und auflöst, muß das Gewerbe auf dem Spielgeschäft aufgebaut werden. Dann werden die reichen Gewinne des Gewerbefleißes aus den Händen der Nichtjuden in die Taschen der Spieler, das heißt in unsere Kassen, übergehen.

Der auf das Äußerste angespannte Kampf um die Vorherrschaft im Wirtschaftsleben hat mit seinen Ellenbogen‑Stößen eine enttäuschte, kalte und herzlose Gesellschaft hervorgerufen, die immer neue Zuläufer haben wird. Ihr einziger Lebenszweck wird die Habsucht, also das Gold, sein. Mit ihm werden sie einen förmlichen Götzendienst treiben im Hinblick auf die Genüsse, die er bieten kann. Wenn es so weit gekommen ist, dann werden die unteren Schichten der Nichtjuden weder aus innerer Überzeugung noch aus Gewinnsucht, sondern aus reinem Haß gegen die herrschenden Kreise mit uns zusammen über unsere Gegner, ihre Glaubensgenossen und Führer, herfallen.

 

‑ 5 –

 

Wir werden eine größere Vereinheitlichung der Verwaltung schaffen, um mit ihrer Hilfe alle Gewalt in unseren Händen zu vereinigen. Alle Zweige des politischen Lebens unserer Untertanen werden wir von selbst durch neue Gesetze regeln. Diese Gesetze werden nach und nach alle Abschwächungen und Freiheiten beseitigen, welche die Nichtjuden zugelassen hatten. Unser Reich soll durch eine so grenzenlose Gewaltherrschaft gekennzeichnet werden, daß es zu jeder Zeit und an allen Orten im Stande sein muß, den Widerstand unzufriedener Nichtjuden im Keime zu ersticken. Man könnte einwenden, daß sich die Gewaltherrschaft, von der ich rede, mit dem Fortschritt unserer Zeit nicht vereinigen ließe; ich werden Ihnen jedoch das Gegenteil beweisen.

So lange die Völker noch zu ihren Fürsten wie zu einer Offenbarung des göttlichen Willens aufschauten, beugten sie sich willig unter die Selbstherrschaft der Könige. Als wir ihnen aber den Gedanken von ihren eigenen Rechten einflüsterten, begannen sie, in den Königen nur noch gewöhnliche Sterbliche zu sehen. Das Gottesgnadentum verlor in den Augen des Volkes jede Bedeutung. Als wir ihm den Glauben an Gott geraubt hatten, sank die Macht der Krone auf die Straße. Hier wurde sie als öffentliches Eigentum von uns aufgegriffen.

Wir sind außerdem Meister der Kunst, die Massen und einzelne Persönlichkeiten durch geschickte Bearbeitung in Wort und Schrift, durch gewandte Umgangsformen und allerlei Mittelchen, von denen die Nichtjuden keine Ahnung haben, nach unserem Willen zu leiten. Unsere Verwaltungskunst beruht auf schärfster Beobachtung und Zergliederung, auf solchen Feinheiten der Schlußfolgerung, daß niemand mit uns in Wettbewerb treten kann. Auch in der Anlage unserer staatsrechtlichen Pläne und in der Geschlossenheit und Macht unserer Geheimbünde kann sich niemand mit uns messen.

Zeitweilig könnte ein allgemeines Bündnis aller Nichtjuden über uns obsiegen. Gegen diese Gefahr sind wir aber durch den tief eingewurzelten, unüberbrückbaren Zwiespalt unter den Nichtjuden geschützt. Im Laufe von zwanzig Jahrhunderten haben wir bei allen Nichtjuden die persönlichen und völkischen Gegensätze, den Rassen‑ und Glaubenshaß eifrig geschürt. Dank diesem Umstand wird kein christlicher Staat, der gegen uns auftritt, Unterstützung finden, weil jeder andere Staat glauben muß, daß ein Bündnis gegen uns für ihn nicht vorteilhaft sei. Wir sind eben zu stark, mit uns muß man rechnen Heute können die Mächte nicht einmal das kleinste Übereinkommen untereinander abschließen, ohne daß wir im Geheimen unsere Hand dabei im Spiel haben . . .

 

Um unbeschränkt herrschen zu können, muß sich die Geldmacht das ausschließlich Recht für jede Tätigkeit in Handel und Gewerbe erringen. Unsichtbare Hände sind schon am Werk, um diesen Plan in der ganzen Welt zu verwirklichen. Wenn erst dieses Ziel erreicht ist, dann werden die Gewerbetreibenden solches Übergewicht im staatlichen Leben gewinnen, daß sie ungestört das Volk ausbeuten können. Heute ist es wichtiger, die Völker zu entwaffnen, als in den Krieg zu führen; es ist wichtiger, die entflammten Leidenschaften zu unseren Gunsten zu benutzen, als sie einzudämmen; es ist wichtiger, fremde Gedanken aufzugreifen und im eigenen Sinn auszulegen, als sie, wie früher, mit Feuer und Schwert zu vertreiben.

 

Die Hauptaufgabe unserer Geheimbünde besteht darin, die öffentliche Meinung durch eine zersetzende Beurteilung aller Vorgänge in ihrer Widerstandskraft zu lähmen, den Menschen das eigene Denken, das sich gegen uns aufbäumen könnte, abzugewöhnen, und die vorhandenen Geisteskräfte auf bloße Spiegelfechtereien einer hohlen Redekunst abzulenken.

 

Zu allen Zeiten hielten die Völker und die einzelnen Persönlichkeiten das Wort für die Tat; sie begnügen sich mit dem Schein, ohne zu merken, ob im öffentlichen Leben auf die Versprechungen auch die Erfüllung folgt. Darum werden wir öffentliche Redebühnen zur Schau stellen, wo dem Volke mit großer Beredsamkeit klargemacht werden soll, welche Opfer wir für den allgemeinen Fortschritt gebracht haben.

 

Wir werden uns jeden freiheitlichen Gedanken aller Parteien und Richtun­gen aneignen und unsere Redner beauftragen, ihn so lange breitzutreten, bis wir die Menschen mit den schönen Reden ermüdet und in ihnen einen Abscheu vor den Rednern aller Richtungen erzeugt haben.

 

Um die öffentliche Meinung zu beherrschen, müssen wir Zweifel und Zwie­tracht säen, indem wir von den verschiedensten Seiten so lange einander wi­dersprechende Ansichten äußern lassen, bis die Nichtjuden sich in dem Wirrsal derselben nicht mehr zurechtfinden und zu der Überzeugung kom­men, daß es am besten sei, in politischen Fragen überhaupt keine Meinung zu haben, da dem Volk in diesen Dingen der nötige Überblick fehle, und nur derjenige sie wirklich überschauen könne, der das Volk selbst leitet. Das ist unser erstes Geheimnis.

 

Das zweite, für den Erfolg unserer Sache nicht minder wichtige Geheimnis besteht darin, die Fehler und Gebrechen des Volkes möglichst zu vermeh­ren. Alle schlechten Gewohnheiten, Leidenschaften, alle Regeln des geselli­gen Verkehrs müssen derart auf die Spitze getrieben werden, daß sich nie­mand in dem tollen Durcheinander mehr zurechtfinden kann, und die Menschen aufhören, einander zu verstehen. Auf diese Weise wird es uns leicht sein, Zwietracht in allen Parteien zu säen, jede Sammlung von Kräf­ten, die sich uns noch nicht unterwerfen wollen, zu verhindern, und jede persönliche Tatkraft, die unsere Sache irgendwie stören könnte, von vorn­herein zu entmutigen.

 

Es gibt nichts gefährlicheres als die Macht der Persönlichkeit. Ist sie mit schöpferischen Geisteskräften begabt, so vermag sie mehr auszurichten, als Millionen von Menschen, die wir miteinander entzweit haben. Darum müs­sen wir die Erziehung der nichtjüdischen Gesellschaft dahin lenken, daß sie vor jeder Sache, die Tatkraft und Entschlußfähigkeit erfordert, in hoff­nungsloser Schwäche die Hände sinken läßt. Wenn allen die Freiheit des Handelns zusteht, ist die öffentliche Tatkraft gelähmt, dagegen sind schwe­re sittliche Zusammenstöße, Enttäuschungen und Mißerfolge unvermeid­lich.

 

Durch alle diese Mittel werden wir die Nichtjuden derart ermüden, daß sie gezwungen sein werden, uns die Weltherrschaft anzubieten. Wir sind nach unserer ganzen Veranlagung sehr wohl imstande, ohne schroffen Übergang alle staatlichen Kräfte der Welt in uns einzusaugen und eine Oberherrschaft zu bilden. An die Stelle der jetzigen Herrscher werden wir ein Schreckge­spenst setzen, das sich überstaatliche Verwaltung nennen wird. Wie Zangen werden seine Arme nach allen Richtungen ausgestreckt sein und eine so ge­waltige Macht darstellen, daß sich alle Völker unserer Herrschaft beugen werden.

 

 

 

‑ 6 ‑

 

Wir müssen es dazu bringen, daß die Industrie der Landwirtschaft sowohl die Arbeitskräfte als auch das Geld nimmt und durch Spekulation alle Schätze der Welt in unsere Hände ausliefert. Dann sind alle Nichtjuden arme Teufel, dann werden sie sich vor uns beugen, um nur ihr Leben fri­sten zu können

 

Wir werden die Arbeiter veranlassen, erhöhte Lohnforderungen zu stellen. Die Bewilligung derselben wird ihnen aber keinerlei Vorteile bringen, da wir gleichzeitig die Preise der wichtigsten Lebensmittel und sonstigen Ge­genstände des täglichen Bedarfes verteuern werden. Als Vorwand werden wir dabei den Notstand der Landwirtschaft und der Viehzucht benutzen. Wir werden die Grundlagen der Erzeugung in Landwirtschaft und Gewerbe künstlich tief unterwühlen, indem wir die Arbeiter an Gesetzlosigkeit und Trunksucht gewöhnen und alle geistig hochstehenden Kräfte der Nicht­juden vom Lande entfernen.

 

Damit die Nichtjuden den wahren Stand der Dinge nicht vor der Zeit er­kennen, werden wir ihn sorgfältig verschleiern. Als Mittel dazu dient uns die eifrige Werbetätigkeit unserer volkswirtschaftlichen Lehren, aus denen scheinbar ein ernstes Streben spricht, für die Arbeiterklasse und die weltbe­wegenden wirtschaftlichen Grundsätze mit aller Kraft einzutreten.

 

 

 

‑ 7 ‑

 

Die starken Rüstungen, die Ausgestaltung des Polizeiwesens, das alles dient nur zur Verwirklichung unserer bereits entwickelten Pläne. Wir müs­sen dafür sorgen, daß es neben uns in allen Staaten nur noch Besitzlose und einige von uns abhängige Millionäre gibt, außerdem Polizei und Soldaten. Sobald ein nichtjüdischer Staat es wagt, uns Widerstand zu leisten, müssen wir in der Lage sein, seine Nachbarn zum Krieg gegen ihn zu veranlassen. Wollen aber auch die Nachbarn gemeinsame Sache mit ihm machen und gegen uns vorgehen, so müssen wir den Weltkrieg entfesseln.

 

Der oberste Grundsatz jeder erfolgreichen Staatskunst ist die strengste Ge­heimhaltung aller Unternehmungen. Was der Staatsmann sagt, braucht keineswegs mit dem übereinzustimmen, was er tut.

 

Wir müssen die nichtjüdischen Staatsleitungen zwingen, unseren breit an­gelegten Plan, der sich schon der erwünschten Vollendung nähert, tatkräf­tig zu unterstützen. Als Mittel dazu werden wir die öffentliche Meinung vorschützen, die wir insgeheim durch die sogenannte letzte Großmacht ‑die Presse ‑ in unserem Sinn bearbeitet haben. Mit ganz wenigen Ausnah­men, die außer Acht gelassen werden können, liegt die ganze Presse in unseren Händen.

 

Wir wollen unseren Plan zur Niederzwingung der nichtjüdischen Staaten in Europa in wenige Worte zusammenfassen: Einem von ihnen werden wir unsere Macht durch Mordanschläge, also durch die Schreckensmänner, den Terror, beweisen. Sollte es zu einer gemeinsamen Erhebung aller europäischen Staaten wider uns kommen, so werden ihnen amerikanische, chinesische oder japanische Geschütze in unserem Namen antworten.

 

‑ 8 –

 

Mit allen Kampfmitteln, deren sich unsere Gegner gegen uns bedienen könnten, müssen auch wir uns ausrüsten. Wir müssen uns deshalb mit allen Feinheiten und mit allen Kniffen der Gesetzbücher vertraut machen. Es darf uns niemals an einer Begründung fehlen, selbst wenn es sich um ungerechte Entscheidungen und Urteile handelt, welche die bisherige Rechtsauffassung auf den Kopf stellen. Alles hängt eben davon ab, daß diese grundlegenden rechtlichen Entscheidungen in einer Form verkündet werden, als seien sie der Ausfluß der höchsten sittlichen Rechtsordnung.

 

Unsere Leitung muß sich mit allen Hilfskräften umgeben, die ihr der gesittete Staat zur Verfügung stellt. Dazu gehören vor allem Tagesschriftsteller, Rechtsgelehrte, Verwaltungsbeamte, Staatsmänner und schließlich solche Persönlichkeiten, die in unseren Fachschulen, Gordonstown, Schottland, etc. eine besondere Vorbildung genossen haben.

 

Die sorgfältig ausgesuchten Leute werden von uns in alle Geheimnisse des gesellschaftlichen Lebens eingeweiht. Sie erwerben ausgedehnte Sprachkenntnisse und werden mit allen Geheimzeichen und Gebräuchen der Staatskunst vertraut gemacht. Sie werden darüber belehrt, wie die menschliche Seele erobert werden muß, wie man die Saiten der innersten Stimmungen der menschlichen Natur anschlagen und behandeln muß, auf denen wir zu spielen berufen sind. Hierzu gehören die besondere Geistesrichtung der Nichtjuden, ihre Bestrebungen, Fehler, Leidenschaften und die besonderen Eigenschaften der einzelnen Klassen und Stände. Tonangebende Mitarbeiter bei unseren Angelegenheiten dürfen natürlich nicht aus den Reihen der Nichtjuden entnommen werden, die durchaus nicht gewöhnt sind, ihre amtlichen Pflichten dem Geist nach auszuüben. Wissen sie doch in der Regel nicht, um was es sich handelt, und ebensowenig, was notwendig ist. Nichtjüdische Beamte unterzeichnen häufig Schriftstücke, ohne sie überhaupt zu lesen. Sie dienen dem Staat teils aus Ehrgeiz, teils aus Eigennutz, aber ohne eigentliches Ziel . . .

 

So lange wir die verantwortlichen Staatsstellen noch unbedenklich unseren illuministischen (7) Brüdern anvertrauen können, werden wir sie nur solchen Persönlichkeiten geben, deren Vergangenheit und Charakter für sie bürgt. Hierzu gehört, daß zwischen ihnen und dem Volk ein Abgrund klafft! Wir dürfen diese Stellen nur solchen Persönlichkeiten anvertrauen, die das Todesurteil oder die Verbannung gewärtigen müssen, falls sie unseren Weisungen nicht gehorchen. Sie müssen bereit und gewillt sein, unsere Interessen bis zum letzten Atemzug zu vertreten.

 

 

 

– 9 –

 

Tatsächlich gibt es für uns keine Hindernisse. Unsere Oberherrschaft steht außerhalb aller gesetzlichen Schranken; ihre Grundlagen sind so fest, daß sie nur mit dem Kraftwort „Gewaltherrschaft“ bezeichnet werden kann. Ich kann es mit voller Überzeugung sagen, daß wir zur Zeit die Gesetzgeber sind; wir sprechen Recht und üben die vollziehende Gewalt aus, wir strafen und begnadigen, wir sitzen als Führer aller unserer Heere hoch zu Roß. Uns leitet ein fester Wille, da wir die Erbschaft einer einst mächtigen Partei angetreten haben, die jetzt ganz von uns abhängt. Wir verfügen über einen unbändigen Ehrgeiz, brennende Habgier, schonungslose Rachsucht und unerbittlichen Haß.

 

Von uns geht das Schreckgespenst, der allumfassende Terror aus.

 

In unserem Dienst stehen Leute aller Anschauungen und Richtungen: Monarchisten, Liberale, Demokraten, Sozialisten, Kommunisten und allerhand Utopisten. Wir haben sie alle für uns in das Joch gespannt. Jeder von ihnen untergräbt an seiner Stelle die letzten Stützen der Staatsgewalt und sucht die bestehende Rechtsordnung umzustoßen. Dadurch geraten alle Staaten in Verwirrung; jeder sehnt sich nach Ruhe und ist bereit, um des lieben Friedens willen alles zu opfern. Wir aber lassen sie nicht zur Ruhe kommen, bis sie unsere Welt‑Oberherrschaft offen und bedingungslos anerkannt haben. Das Volk stöhnt und verlangt nach einer Lösung der sozialen Frage im Wege einer allgemeinen zwischenstaatlichen Verständigung. Da aber alle Völker in Parteien zerspalten sind und der Parteikampf große Mittel erfordert, so hängen alle Parteien und Völker von uns ab; denn das Geld haben wir Juden allein . . .

 

Auf diese Weise bleibt die blinde Masse des Volkes unsere Stütze. Wir und nur wir allein werden ihr als Führer dienen und sie schließlich ganz unseren Zielen zuführen . . .

 

Um die staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen der Nichtjuden nicht vorzeitig zu zerstören, sind wir mit größter Umsicht zu Werke gegangen und haben zunächst nur die Enden der Triebfedern ergriffen, durch die alles im Gange gehalten wird. Diese Triebkräfte waren streng, aber gerecht verteilt. Wir aber ersetzten sie durch die liberalistische Willkür, die jeder Ordnung spottet. Auf diese Weise untergruben wir die Rechtsprechung, die Wahlordnung, die Presse, die Freiheit der Person und vor allem die Erziehung und Bildung des Volkes als Eckpfeiler jeder wirklichen Freiheit.

 

Wir haben die nichtjüdische Jugend verdummt, verführt und verdorben. Dieses Ziel wurde von uns dadurch erreicht, daß wir ihre Erziehung auf falschen Grundsätzen und Lehren aufbauten, deren Lügenhaftigkeit uns sehr wohl bekannt war, die wir aber trotzdem oder gerade deswegen anwenden ließen.

 

Da wir die bestehenden Gesetze nicht plötzlich ändern konnten, so haben wir ihren Sinn durch widerspruchsvolle Deutungen vollkommen entstellt. Auf diesem Weg erzielten wir über Erwarten große Erfolge. Zunächst wurden die Gesetze durch die vielen Deutungen verdunkelt und dann allmählich in ihr Gegenteil verwandelt. Die Regierung verlor jede Übersicht und konnte sich schließlich selbst in der äußerst verworrenen und widerspruchs­vollen Gesetzgebung nicht mehr zurechtfinden. Seitdem sieht man es als et­was weit Höheres und Wertvolleres an, wenn der Mensch sich vor seinem eigenen Gewissen rechtfertigen kann, während die Rechtfertigung vor dem Gesetze jede moralische Bedeutung verloren hat.

 

Sie könnten einwenden, daß die Nichtjuden voller Erbitterung mit der Waffe in der Hand über uns herfallen werden, sobald sie vor der Zeit ent­decken, wie alles zusammenhängt. Für diesen Fall haben wir ein letztes, furchtbares Mittel in der Hand, vor dem selbst die tapfersten Herzen erzit­tern sollen. Bald werden alle Hauptstädte der Welt von Stollen der Unter­grundbahnen durchzogen sein. Von diesen Stollen aus werden wir im Falle der Gefahr für uns die ganzen Städte mit den Regierungen, Ämtern, Ur­kundensammlungen und den Nichtjuden mit ihrem Hab und Gut in die Luft sprengen.

 

‑ 10 ‑

 

Wenn wir die von uns geplante Staatsumwälzung vollzogen haben, werden wir den Völkern sagen: »Es ist alles schrecklich schlecht gegangen, ihr alle seid vor Leid und Gram erschöpft, Seht, wir beseitigen die Ursachen eurer Leiden: die Nationalitäten, die Landesgrenzen, die Verschiedenartigkeit der Währungen. Natürlich könnt ihr über uns richten, euer Urteil wäre aber notgedrungen ungerecht, falls ihr es fällen wolltet, ohne vorher die­jenigen Einrichtungen ernstlich zu prüfen, die wir euch bieten.« Dann wer­den sie uns zujubeln und uns in heller Begeisterung auf den Händen tragen. Die von uns schon lange planmäßig vorbereitete allgemeine Volksabstim­mung, mit deren Hilfe wir unsere Herrschaft rechtmäßig sichern wollen, wird ihren letzten großen Dienst tun. Die Völker werden sich mit einmüti­ger Entschlossenheit für uns erklären, um uns zu erproben, bevor sie ein Urteil über uns fällen.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir vorher das allgemeine Wahlrecht ohne Unterschied von Stand und Vermögen einführen. Dann hat die Masse alles zu sagen, und da sie tatsächlich von uns geleitet wird, so erlangen wir durch sie die absolute Mehrheit, die wir niemals bekommen würden, wenn nur die gebildeten und besitzenden Klassen zu wählen hätten.

 

Nachdem wir so den Massen den Begriff der Selbstbestimmung eingetrich­tert haben, werden wir die Bedeutung der nichtjüdischen Familie und ihre erzieherischen Werte vernichten. Wir werden es zu verhindern wissen, daß aus den Reihen der Nichtjuden hochbegabte Persönlichkeiten erstehen, und sollten sie dennoch vorhanden sein, so wird die von uns geleitete Masse sie nicht hochkommen lassen, sie bei der ersten besten Gelegenheit nieder­schreien. Ist sie doch gewöhnt, nur uns zu folgen, da wir ihren Gehorsam und ihre Aufmerksamkeit gut bezahlen. Auf diese Weise werden wir uns eine blindgefügige Macht schaffen, die gar nicht imstande sein wird, etwas gegen den Willen unserer Vertreter zu unternehmen, denen wir die Leitung der Masse anvertraut haben. Das Volk wird sich ihrer Herrschaft willig unterwerfen, denn es wird wissen, daß es von ihnen jederzeit Arbeit, Geld und sonstige Vorteile erhalten kann . . .

 

Nachdem wir dem Staatskörper das Gift des Liberalismus eingeflößt haben, hat sich sein ganzer politischer Bau verändert. Heute sind alle Staaten von einer tödlichen Krankheit, der Zersetzung des Blutes, befallen. Wir brauchen nur noch auf den letzten Todeskampf zu warten.

 

Um dieses von uns gewünschte Ergebnis zu erreichen, werden wir für die Wahl solcher Präsidenten sorgen, deren Vergangenheit irgendeinen dunklen Punkt, irgendein »Panama« aufweist. Dann haben wir sie ganz in unserer Hand, dann sind sie blinde Werkzeuge unseres Willens. Einerseits müssen sie sich stets davor fürchten, daß wir mit Enthüllungen kommen werden, die sie unmöglich machen; andererseits werden sie, wie jeder Mensch, das begreifliche Streben haben, sich in der einmal erlangten Machtstellung zu behaupten und die einem Präsidenten zustehenden Vorrechte und Ehren möglichst lange zu genießen. Das Abgeordnetenhaus, in dem viele Vertrauensleute und Parteigänger des Präsidenten sitzen werden, wird ihm als Rückendeckung dienen: es wird ihn wählen und verteidigen. Damit es aber nicht die Macht über den Präsidenten gewinnt, werden wir ihm persönlich, der Strohpuppe in unserer Hand, das Recht erteilen, neue Gesetze vorzuschlagen oder alte zu verändern. Dann wird die Macht des Präsidenten natürlich zur Zielscheibe unzähliger Angriffe werden. Wir aber wollen ihm ein Mittel der Selbstverteidigung in die Hand geben, indem wir ihm das Recht verleihen, das Abgeordnetenhaus aufzulösen und in der Form von Neuwahlen eine abermalige Entscheidung des Volkes anzurufen, desselben Volkes, dessen Mehrheit blindlings unseren Weisungen folgt! Unabhängig davon werden wir dem Präsidenten das Recht verleihen, im Namen des Staates Krieg zu erklären. Wir werden dieses Recht damit begründen, daß der Präsident als Haupt der gesamten Wehrmacht des Landes jederzeit in der Lage sein muß, über dieselbe zu verfügen, da er als verantwortlicher Vertreter des Staates die Pflicht habe, die neue Verfassung vor Angriffen zu schützen und die junge Freiheit des Staates zu verteidigen. Es ist ohne weiteres klar, daß der Schlüssel zum Heiligtum unter solchen Umständen ganz in unseren Händen sein wird und niemand, außer uns, die Gesetzgebung leiten wird . . .

 

Wir müssen ohne Unterlaß in allen Ländern die Beziehungen der Völker und Staaten zueinander vergiften; wir müssen alle Völker durch Neid und Haß, durch Streit und Krieg, ja selbst durch Entbehrungen, Hunger und Verbreitung von Seuchen derart zermürben, daß die Nichtjuden keinen anderen Ausweg finden, als sich unserer Herrschaft vollkommen zu beugen. Geben wir den Völkern eine Atempause, so dürfte der ersehnte Augenblick kaum jemals eintreten.

 

‑ 11 –

 

 

 

Die Grundsätze der neuen Verfassung bestehen also darin, daß wir die Gesetze schaffen und Recht sprechen werden. Das wird geschehen: 1. durch Beschlüsse der gesetzgebenden Körperschaften, denen wir in der Form von »Vorschlägen« die nötigen Weisungen erteilen werden. 2. Durch allgemeine Erlasse des Präsidenten, Verfügungen des Senats und des Staatsrats, letztere in Gestalt von Ministererlassen. 3. Durch Ausnutzung des geeigneten Zeitpunktes für einen Staatsstreich . . .

 

Die neue Verfassung muß ihnen wie eine eherne Notwendigkeit erscheinen, gegen die jeder Widerstand zwecklos wäre. Sie müssen von vornherein ihre Hoffnung auf eine Berücksichtigung ihrer Wünsche und Meinungen aufgeben und zu der Überzeugung kommen, daß unsere Stellung stark und unerschütterlich ist. Sie sollen merken, daß wir fest entschlossen sind, von der Fülle der uns zur Verfügung stehenden Machtmittel schonungslos Gebrauch zu machen und den geringsten Widerstand mit größter Strenge im Keime zu ersticken. Sind die Nichtjuden endlich zur Erkenntnis gelangt, daß wir die ganze Macht an uns gerissen haben und es rundweg ablehnen, sie mit ihnen zu teilen, so werden sie vor Schrecken die Augen schließen und untätig der Dinge harren, die da kommen sollen.

 

Die Nichtjuden sind eine Hammelherde, wir aber sind die Wölfe. Wissen Sie meine Herren, was aus den Schafen wird, wenn die Wölfe in ihre Herden einbrechen? . . . Sie werden die Augen schließen und schon deshalb stillhalten, weil wir ihnen die Rückgabe aller geraubten Freiheiten versprechen werden, wenn erst alle Friedensfeinde niedergerungen und alle Parteien überwältigt sind. Brauche ich Ihnen zu sagen, wie lange die Nichtjuden auf die Wiedereinsetzung in ihre Rechte warten werden?

 

‑12 –

 

 

 

Schon vieles ist über das Wort »Freiheit« gesprochen und geschrieben worden. Wir verstehen es so: Freiheit ist das Recht, das zu tun, was das Gesetz erlaubt. Eine solche Auslegung des Begriffes gibt die Freiheit vollständig in unsere Hand, da wir die ganze Gesetzgebung beherrschen und nach unserem Belieben Gesetze einführen oder aufheben werden.

 

Welche Aufgabe erfüllt jetzt die Presse? Sie dient dazu, die Leidenschaften in dem von uns gewünschten Sinne zu entflammen oder selbstsüchtige Parteizwecke zu fördern. Sie ist hohl, ungerecht und verlogen. Die meisten Menschen wissen gar nicht, wem die Presse eigentlich dient. Wir werden sie, wenn wir erst zur Herrschaft gelangt sind, vollständig in Fesseln schlagen und jeden Angriff auf uns unnachsichtlich bestrafen.

 

Keine Zeitung, keine Zeitschrift und kein Buch wird ohne unsere Vorprüfung erscheinen dürfen. Dieses Ziel wird von uns teilweise schon jetzt dadurch erreicht, daß die Neuigkeiten aus aller Welt in einigen wenigen Nachrichtenämtern zusammenströmen, dort bearbeitet und erst dann den einzelnen Schriftleitungen, Behörden usw. übermittelt werden. Diese Nachrichtenämter werden allmählich ganz in unsere Hände übergehen und nur das veröffentlichen dürfen, was wir ihnen vorschreiben werden. Es ist uns schon jetzt gelungen, die Gedankenwelt der nichtjüdischen Gesellschaft in einer Weise zu beherrschen, daß fast alle Nichtjuden die Weltereignisse durch die bunten Gläser der Brillen ansehen, die wir ihnen aufgesetzt haben. Schon jetzt ist kein Staat auf der ganzen Welt imstande, sich davor zu schützen, daß uns alles bekannt wird, was die Nichtjuden in ihrer Dummheit ein Staatsgeheimnis nennen. Kein Schloß, kein Riegel ist stark genug, um uns den Zutritt zu verwehren, kein Geheimfach ist vor unseren Nachforschungen sicher. Was wird erst werden, wenn unsere Herrschaft über die ganze Welt in der Person unseres Weltherrschers eine allgemeine Anerkennung gefunden hat? . . .

 

Alle sogenannten Fortschrittler sind Umstürzler, wenn auch nicht immer in ihren Taten, so doch mindestens ihren Anschauungen nach. Jeder von ihnen jagt irgendwelchen Trugbildern der Freiheit nach und verfällt schließlich nur in Willkür, d. h. in grundsätzliche Verneinung der bestehenden Einrichtungen nur um der lieben Verneinung willen . . .

 

An die dritte Stelle werden wir unsere scheinbare Gegnerschaft setzen, die mindestens ein Blatt unterhalten muß, das äußerlich in schärfstem Gegensatz zu uns treten wird. Unsere wirklichen Gegner werden diesen Scheinbaren Widerspruch für echt halten; sie werden in den Leuten, von denen er ausgeht, ihre Gesinnungsgenossen sehen und sich ihnen ‑ also uns offenbaren.

 

Unsere Zeitungen werden den verschiedensten Richtungen angehören. Wir werden adelige, bürgerliche, liberale, sozialistische und selbst umstürzlerische Blätter unterhalten. Sie werden, wie der indische Götze Wischnu, hundert Hände haben, von denen jede den Pulsschlag irgendeiner Geistesrichtung fühlen wird. Sobald ein Pulsschlag schneller geht, werden die unsichtbaren Hände die Anhänger dieser Richtung unseren Zielen zu lenken; denn nichts ist leichter zu beeinflussen, als eine erregte Menge, die ohne Überlegung handelt. Jene Dummköpfe, die die Meinung ihres Parteiblattes zu vertreten glauben, werden in Wirklichkeit nur unsere Meinung nachsprechen oder doch wenigstens diejenige Meinung, die uns gerade paßt. Sie bilden sich ein, die Richtlinien ihrer Partei zu verfolgen, und merken nicht, daß sie hinter der Flagge marschieren, die wir ihnen vorantragen.

 

Die scheinbaren Angriffe auf uns verfolgen noch den Nebenzweck, dem Volke glaubhaft zu machen, daß es die volle Rede‑ und Pressefreiheit besitzt. Werden wir dann in der uns feindlichen Presse wegen der Unterdrückung des freien Wortes wirklich angegriffen, so haben unsere Vertrauensleute leichtes Spiel. Sie werden sagen, daß diese Blätter unsinnige Behauptungen aufstellen und sich in persönlichen Angriffen ergehen, weil es ihnen an sachlichen Gründen gegen uns und unsere Maßnahmen fehlt.

 

Da die wirklichen Vorgänge nicht in die Öffentlichkeit dringen, so werden wir durch ein solches Verhalten das Vertrauen des Volkes gewinnen. Gestützt auf dieses Vertrauen werden wir die öffentliche Meinung in allen politischen Fragen je nach Bedarf erregen oder beruhigen, überzeugen oder verwirren. Wir wollen bald die Wahrheit, bald die Lüge, bald Tatsachen bald Berichtigungen abdrucken, je nachdem, wie die Nachricht aufgenom­men wird. Es gehört zu unseren Grundsätzen, den Boden stets vorsichtig abzutasten, bevor wir unseren Fuß auf ihn setzen. Infolge dieser Maßnah­men gegen die Presse werden wir unsere Feinde sicher besiegen; im Ernst­fall werden ihnen keine Blätter zur Verfügung stehen, in denen sie ihre Mei­nung voll zum Ausdruck bringen können. Wir werden sogar der Mühe überhoben sein, sie endgültig zu widerlegen.

 

Unsere tastenden Vorstöße in den an dritter Stelle stehenden Zeitungen (scheinbare Gegnerschaft) werden wir in den Amtsblättern nötigenfalls kräftig zurückweisen . . .

 

In dem Zeitabschnitt der neuen Herrschaft, der unserer Krönung voran­geht, werden wir verhindern müssen, daß die Presse die Ehrlosigkeit im öf­fentlichen Dienst brandmarkt. Es soll vielmehr der Glaube erweckt wer­den, die neue Herrschaft hätte alle derart befriedigt, daß keine Veranlas­sung zu neuen Verbrechen vorläge. Wo Verbrechen hervortreten, da sollen sie nur den Opfern und zufälligen Zeugen bekanntwerden, sonst aber nie­manden.

 

 

 

‑ 13 ‑

 

 

 

Die Sorge um das tägliche Brot zwingt die Nichtjuden, zu schweigen und unsere gehorsamen Diener zu sein. Aus ihrer Zahl suchen wir uns für unse­re Presse die geeigneten Leute aus. Ihre Aufgabe besteht darin, alles das nach unseren Weisungen zu erörtern, was wir in den amtlichen Blättern nicht unmittelbar bringen können. Ist die Streitfrage erst aufgerollt, so können wir die von uns gewünschten Maßnahmen ruhig durchführen und dem ahnungslosen Volk als Erfüllung seiner angeblichen Wünsche darbrin­gen. Niemand wird es wagen, eine Aufhebung oder Abänderung dieser Maßnahmen zu verlangen, da wir dafür sorgen werden, daß sie als Entge­genkommen gegenüber der öffentlichen Meinung und als eine Verbesse­rung des bisherigen Zustandes erscheinen. Die Presse wird die öffentliche Meinung schnell auf neue Fragen ablenken. Hahn wir die Menschen doch gelehrt, sich in der ewigen Sucht nach etwas Neuem zu erschöpfen!

 

Aus allem Gesagten werden Sie ersehen, daß wir nach dem Vertrauen des Volkes nur haschen, um unsere Staatsmaschine leichter in Gang zu brin­gen. Es kann Ihnen nicht entgangen sein, daß wir nur dann die Zustim­mung der öffentlichen Meinung suchen, wenn es sich um bloße Worte han­delt, um Fragen die wir selbst in die Welt gesetzt haben. Tatsächlich tun wir aber, was wir wollen. Selbstverständlich verkünden wir stets, daß wir uns bei allen unseren Maßnahmen von der Überzeugung leiten ließen, dem All­gemeinwohle nach Kräften zu dienen.

 

Nachdem wir die Massen im staatsrechtlichen Sinne aufgehetzt haben, um mit ihrer Hilfe die nichtjüdischen Regierungen zu bekämpfen, ist es nicht leicht, ihren Tatendrang so lange zu bezähmen, bis der Augenblick zur Ver­wirklichung unserer Pläne gekommen ist. Wir müssen sie daher von der all­zu eifrigen Beschäftigung mit den Fragen der Politik ablenken, ihnen ein neues Tätigkeitsfeld geben. Deshalb haben wir die wirtschaftlichen Fragen in den Vordergrund gerückt und den Massen vorgetäuscht, daß es sich hier im Grunde genommen um denselben Kampf gegen die Unterdrücker und Ausbeuter handele. Mögen sie sich auf diesem schwierigen Gebiete aus­toben.

 

Um dem Volk die wahren Zusammenhänge endgültig zu verbergen und uns vor Entdeckung zu schützen, lenken wir es außerdem durch allerhand Vergnügungen, Spiele, Leidenschaften und öffentliche Häuser ab. Bald werden in unserer Presse Preisausschreiben auf den verschiedensten Gebie­ten der Kunst und der Kraftspiele, des Sports, erscheinen. Eine solche Fülle von Zerstreuungen und Möglichkeiten der Beschäftigung wird die Gedan­ken der Masse endgültig von den Fragen ablenken, für deren Verwirkli­chung wir sonst hart kämpfen müßten. Haben die Menschen allmählich immer mehr die Fähigkeit zum selbständigen Denken verloren, so werden sie uns alles nachsprechen. Wir werden dann allein neue Gedankenrichtun­gen hervorbringen, natürlich nur durch solche Persönlichkeiten, die nicht im Verdacht stehen, unseren Vorteil zu vertreten.

 

Sobald unsere Herrschaft anerkannt ist, wird die Rolle der liberalen Schwärmer endgültig vorbei sein. Bis dahin werden sie uns die besten Dien­ste leisten. Deshalb wollen wir auch fernerhin die Gedanken der Masse auf allerhand Ergebnisse abenteuerlicher Lehren lenken, die neu und scheinbar auch fortschrittlich sind. Haben wir doch durch den Fortschritt mit vollem Erfolg die hirnlosen Köpfe der Nichtjuden verdreht. Es gibt unter ihnen keinen Verstand, der es zu erfassen vermöchte, daß dieses Wort in allen Fällen die Wahrheit verdunkelt, wo es sich nicht um wirtschaftliche Erfin­dungen handelt; denn es gibt nur eine ewige Wahrheit, die keinen Raum für einen Fortschritt laßt. Wie jeder falsche Gedanke, so dient auch der Fort­schritt nur zur Verdunkelung der Wahrheit, damit sie von niemandem außer uns, dem auserwählten Volke Gottes, den Hütern der Wahrheit, er­kannt werde.

 

Sobald wir zur Herrschaft gelangt sind, werden unsere Redner von den gro­ßen Fragen der Menschheit sprechen, welche die Welt in Aufruhr gebracht haben, bis sie schließlich unter unsere wohltätige Leitung kam.

 

Wer wird dann auf den Verdacht kommen, daß alle diese Fragen von uns nach bestimmten politischen Gesichtspunkten in die Welt gesetzt wurden? Wer wird es für möglich halten, daß niemand im Laufe vieler Jahrhunderte unser Vorhaben entdeckt hat?

 

 

 

‑ 14 ‑

 

 

 

. . . Die vielen Kriege, ununterbrochenen Aufstände und zwecklosen Staatsumwälzungen, zu denen wir die Nichtjuden veranlaßt haben, um die Grundlagen ihres staatlichen Lebens zu unterwühlen, werden bis dahin allen Völkern derart zuwider sein, daß sie von uns jede Knechtschaft erdulden werden, um nur nicht von neuem in die Greuel des Krieges und des Aufruhrs zu verfallen. Dann werden wir besonders die geschichtlichen Fehler der nichtjüdischen Regierungen unterstreichen; wir werden darauf hinweisen, daß sie die Völker jahrhundertelang gequält haben, weil ihnen jedes Verständnis dafür abging, was den Menschen frommt und ihrem wahren Wohl dient: sie haben allerhand abenteuerlichen Plänen einer ausgleichenden sozialen Gerechtigkeit nachgejagt und dabei vollkommen übersehen, daß die Beziehungen der einzelnen Gesellschaftsschichten zueinander dadurch nicht besser, sondern schlechter wurden. Wir werden uns in bewußten Gegensatz zu der zerfallenen alten Gesellschaftsordnung stellen und daraus die werbende Kraft für unsere Grundsätze und Maßnahmen schöpfen.

 

Unsere Denker werden alle Fehler und Unzulänglichkeiten der nichtjüdischen Glaubensbekenntnisse aufdecken. Niemals wird aber ein Nichtjude imstande sein, in die tiefen Geheimnisse unserer Lehre einzudringen, denn sie ist für jeden Nichteingeweihten ein Buch mit sieben Siegeln. Wer aber eingeweiht ist, der wird es niemals wagen, die Geheimnisse unseres Glaubens einem Unberufenen preiszugeben.

 

In den sogenannten führenden Staaten haben wir ein geistloses, schmutziges, widerwärtiges Schrifttum geschaffen. Wir werden diese Richtung noch einige Zeit nach der Erlangung der Weltherrschaft begünstigen. Umso schärfer wird dann der Gegensatz unserer erhabenen staatsrechtlichen Pläne und Reden hervortreten. Unsere führenden Männer, die wir zur Leitung der Nichtjuden herangebildet haben, werden plötzlich mit einer Fülle wohlbedachter Pläne Reden, Aufsätze, Flugschriften usw. die öffentliche Meinung im Flug für uns und unsere Pläne erobern. Dann ist die Welt uns endgültig verfallen.

 

 

 

‑15 –

 

 

 

Es wird noch viel Zeit, vielleicht sogar ein ganzes Jahrhundert, vergehen, bis der von uns in allen Staaten für ein und denselben Tag vorbereitete Umsturz zum Ziele führt und die völlige Unfähigkeit aller bestehenden Regierungen allgemein anerkannt ist. Haben wir endlich die volle Herrschaft erlangt, so werden wir dafür zu sorgen wissen, daß gegen uns keinerlei Verschwörungen stattfinden können.

 

Wir werden jeden unbarmherzig hinrichten lassen, der sich mit der Waffe in der Hand gegen uns und unsere Herrschaft auflehnt. Jede Gründung irgendeines neuen Geheimbundes wird ebenfalls mit dem Tode bestraft werden. Die jetzt bestehenden Geheimbünde, die uns alle wohlbekannt sind und uns gute Dienste geleistet haben und noch leisten, werden wir sämtlich auflösen. Ihre Mitglieder sollen in weit von Europa entfernte Erdteile verbannt werden.

 

So werden wir vor allem mit denjenigen nichtjüdischen Freimaurern ver­fahren, die zu tief in die Geheimnisse unserer Logen eingedrungen sind. Wer aber aus irgendeinem Grund von uns begnadigt wird, muß in ständiger Angst vor der Ausweisung leben. Er wird sich daher hüten, etwas zu verra­ten. Wir werden ein Gesetz erlassen, nach dem alle früheren Mitglieder ge­heimer Gesellschaften aus Europa ‑ dem Hauptsitze unserer Regierung ‑ausgewiesen werden. Alle Entscheidungen unserer Regierung werden end­gültig sein. Eine Berufung werden wir nicht zulassen.

 

Die nichtjüdische Gesellschaft, in der wir die Mächte der Zwietracht und des Widerspruches großgezogen haben, kann nur durch schonungslose Maßnahmen wieder zur Ruhe und Ordnung gebracht werden. Es darf kein Zweifel darüber bestehen, daß die Regierung jederzeit imstande ist, ihren Willen mit eiserner Hand durchzuführen. Dann kommt es auf die Opfer, die das künftige Wohl erfordert, überhaupt nicht an. Es ist vielmehr Pflicht und Schuldigkeit jeder Regierung, das allgemeine Wohl nötigenfalls auch durch Opfer zu sichern. Denn nicht in den Vorrechten, sondern in den Pflichten beruht die Daseinsberechtigung jeder Regierung. Je mehr eine Regierung es versteht, sich mit dem Strahlenkranz einer vollkommen gefe­stigten Machtstellung zu umgeben, umso unerschütterlicher steht sie da. Das höchste Maß eines hehren und unerschütterlichen Machtbewußtseins kann aber nur erreicht werden, wenn sein Ursprung auf das Walten ge­heimnisvoller Kräfte, wie der Auserwählten durch Gott zurückgeführt wird. Solche Macht stellte bis in die letzte Zeit die Selbstherrschaft der rus­sischen Zaren dar, abgesehen vom Papsttum; unser einziger ernsthafter Feind in der Welt . . .

 

In die Geheimbünde treten mit besonderer Vorliebe Abenteurer, Schwind­ler, Streber und überhaupt Leute ein, die ein weites Gewissen haben und von Natur leichtsinnig veranlagt sind. Es kann uns nicht schwer fallen, die­se Kreise für uns zu gewinnen und unseren Zwecken dienstbar zu machen. Wenn die Welt von Unruhen geplagt wird, so heißt das, daß wir diese Un­ruhen hervorrufen mußten, um das allzu feste Gefüge der nichtjüdischen Staaten zu zerstören. Kommt es irgendwo zu einer Verschwörung, so steht an der Spitze derselben sicher kein anderer als einer unserer treuesten Die­ner. Es versteht sich von selbst, daß wir allein und sonst niemand die Tätig­keit der Freimaurerlogen leiten. Wir allein wissen, welchem Ziel sie zusteu­ern, wir allein kennen den Endzweck jeder Handlung. Die Nichtjuden da­gegen haben keine Ahnung von diesen Dingen, sie sehen nur das Nächstlie­gende, Unmittelbare, und sind gewöhnlich mit der augenblicklichen Befrie­digung ihrer Eigenliebe bei der Ausführung eines Vorhabens zufrieden. Um die Wirkungen kümmern sie sich meist nicht. Ebensowenig merken sie, daß der Gedanke zur Tat nicht von ihnen selbst stammt, sondern auf unse­re Einflüsterungen zurückzuführen ist . . .

 

Sobald die Zeit gekommen sein wird, in der wir offen die Weltherrschaft ergreifen, werden wir die wohltätige Wirkung unserer Regierung durch eine völlige Umgestaltung der Gesetze erweisen: unsere Gesetze werden kurz, klar und unabänderlich sein; wir werden keinerlei Deutungen der Gesetze zulassen, so daß jeder imstande sein wird, sie seinem Gedächtnis fest einzu­prägen.

 

Der hervorstechendste Zug unserer Gesetze wird das Verlangen eines unbe­dingten Gehorsams gegenüber der Obrigkeit sein. Wir werden dieses Ver­langen mit einer überwältigenden Strenge durchzuführen wissen, vor allem in dem Verhältnis der Beamten zueinander. Dann wird der Mißbrauch der Amtsgewalt allmählich ganz aufhören.

 

Alle höheren Beamten werden dem Vertreter der höchsten Regierungsge­walt verantwortlich sein. Der Mißbrauch der Amtsgewalt seitens der mittle­ren und niederen Beamten wird mit einer so unnachsichtigen Strenge be­straft werden, daß jedem die Lust vergehen wird, seine Machtbefugnisse zu überschreiten. Wir werden die Tätigkeit der Verwaltungsbeamten, die den geregelten Gang der Staatsmaschine aufrechtzuerhalten haben, mit der größten Aufmerksamkeit verfolgen; wenn hier Bestechlichkeit und Zucht­losigkeit um sich gegriffen haben, so müssen sie bald zu einer allgemeinen Erscheinung werden; daher wird jeder Fall von Gesetzwidrigkeit oder Miß­brauch der Amtsgewalt von uns mit vorbildlicher Strenge bestraft werden. Jede Vertuschung, jede gegenseitige Duldung von Amtsvergehen wird so­fort aufhören, sobald die ersten Beispiele einer harten Bestrafung der Schuldigen vorliegen. Das Ansehen unserer Macht verlangt zweckmäßige, d. h. also härteste Strafen für das geringste Amtsvergehen, dessen Triebfe­der persönliche Vorteile waren. Wenn auch der Einzelne vielleicht härter bestraft werden wird, als er es verdient, so ist er doch dem Soldaten zu ver­gleichen, der auf dem Felde der inneren Verwaltung für das Ansehen von Gesetz und Macht gefallen ist. Denn beide können von den Lenkern des Staatswagens, den Beamten, nicht die geringste Abweichung vom geraden Weg des öffentlichen Wohls in die krummen Seitengassen der persönlichen Vorteile dulden. Ein Beispiel: Unsere Richter werden wissen, daß sie den obersten Grundsatz der Gerechtigkeit verletzen, wenn sie in ihren Urteilen eine allzu große Milde walten lassen; die Rechtsprechung soll die Menschen lehren, auf dem rechten Wege zu bleiben, indem sie für jedes Vergehen als abschreckendes Beispiel die nötige Strafe findet; sie ist nicht dazu da, das weiche Gemüt des Richters zu offenbaren . . .

 

Unsere Regierung wird den Liberalismus grundsätzlich aus allen wichtigen Stellungen vertreiben, deren Inhaber mit dem Volk in Berührung kommen und die Massen im Gehorsam gegen uns und unsere Gesellschaftsordnung erziehen sollen. Auf solche Stellen werden wir nur noch unsere zuverlässig­sten Anhänger berufen, die wir selbst für den höheren Verwaltungsdienst herangebildet haben.

 

Auf den immerhin möglichen Einwand, daß die Versetzung der alten Be­amten in den Ruhestand dem Staat allzu große Kosten verursachen wird, erwidere ich zweierlei. Erstens liegt die Möglichkeit vor, den alten Beamten als Ersatz für das verlorene Amt vorläufig eine nichtöffentliche Tätigkeit zu erschließen. Zweitens werden wir über alles Geld der Welt verfügen.

 

Unsere Regierung wird in der Person unseres künftigen Weltherrschers den Schein altväterlicher Sorge um das Wohl und Wehe unserer Untertanen an­nehmen. Unser Volk und unsere Untertanen werden in ihm einen Vater sehen, der sich um alles kümmert, über alles unterrichtet ist, jede Notlage zu verbessern sucht und die Beziehungen der Untertanen zueinander und zu ihm selbst, dem höchsten Herrscher, mit liebevoller Sorge überwacht.

 

Dann werden sie von dem Gedanken durchdrungen sein, daß sie ohne diese väterliche Obhut und Sorge nicht auskommen können, wenn sie in Ruhe und Frieden leben wollen; sie werden die unumschränkte Gewalt unseres Selbstherrschers anerkennen und mit einer Verehrung zu ihm aufblicken, die an Vergötterung grenzt; besonders, wenn sie merken, daß unsere Beamten ihre Gewalt nicht mißbrauchen können, sondern blindlings seinen Befehlen gehorchen müssen. Sie werden froh sein, daß wir ihr Leben so geregelt haben, wie es kluge Eltern tun, die ihre Kinder zu Pflicht und Gehorsam erziehen. Bleiben doch die Völker und ihre Regierungen gegenüber den Geheimnissen unserer Staatskunst ewig in der Rolle unmündiger Kinder.

 

Wir sind verpflichtet, einzelne Persönlichkeiten, welche die festgesetzte Weltordnung stören, unbedenklich zu opfern. In der vorbildlichen Bestrafung des Bösen liegt eine große erzieherische Aufgabe, die wir unbedingt erfüllen müssen.

 

‑16 –

 

 

 

Da wir jeden Zusammenschluß der Kräfte, außer den unserigen, zerstören wollen, so müssen wir vor allem die Verfassung der Hochschulen von Grund auf verändern. Bilden doch gerade diese geistigen Hochburgen mit ihrer Lehrfreiheit eine ernste Gefahr für unsere Bestrebungen. Wir werden daher die Lehrfreiheit aufheben und sowohl den Verwaltungsbehörden als auch den Lehrkörpern der Hochschulen ausführliche geheime Vorschriften darüber erteilen, wie sie sich in den einzelnen Fragen zu verhalten haben. Die geringste Verletzung dieser Vorschriften wird streng bestraft werden. Bei der Ernennung der Hochschullehrer werden wir die größte Vorsicht walten lassen und sie in völliger Abhängigkeit von der Regierung, d. h. von uns, halten . . .

 

Wir werden aus dem Gedächtnis der Menschheit alle Tatsachen der Geschichte streichen, die uns unbequem sind, und nur diejenigen übriglassen, bei denen die Fehler der nichtjüdischen Regierungen besonders hervortreten. In unserem Lehrplan werden die Fragen des praktischen Lebens eine besondere Rolle spielen. Wir werden von der notwendigen gesellschaftlichen Ordnung, von den Beziehungen der Menschen zueinander, von der Bekämpfung der Selbstsucht, eines der Hauptübel der Menschheit, und ähnlichen erzieherischen Fragen reden. Ein besonderes Merkmal unseres Unterrichts wird die Standesschule sein: wir werden für jeden Stand einen besonderen Lehrplan entwerfen und die Bildung unter keinen Umständen verallgemeinern. Diese Regelung des Unterrichtswesens ist für uns von besonderer Bedeutung.

 

Jeder Stand muß entsprechend seiner Bedeutung und Berufsarbeit eine streng abgeschlossene Erziehung und Bildung erhalten. Hervorragend be­gabte Menschen haben es immer verstanden und werden es auch in Zu­kunft verstehen, sich aus ärmlichen Verhältnissen in einen höheren Stand oder Beruf emporzuschwingen. Es ist aber eine völlige Torheit, wegen die­ser vereinzelten Ausnahmen die höheren Berufe mit einer Menge minder begabter Personen überschwemmen zu lassen, die den ganzen Stand herab­drücken und denjenigen das Leben erschweren, die nach Geburt und Bil­dung Anspruch auf eine besondere Berücksichtigung haben. Sie wissen selbst, meine Herren, welche schlimmen Folgen diese himmelschreiende Ungerechtigkeit für die Nichtjuden gehabt hat.

 

Eine jahrhundertelange Erfahrung hat uns gelehrt, daß die Menschen sich in ihren Handlungen von gewissen Grundsätzen und Gedanken leiten las­sen, die ihnen durch die Erziehung vermittelt werden. Wir haben ferner er­kannt, daß diese Erziehung sich auf alle Altersstufen ausdehnen laßt, wenn man es nur versteht, bei jedem Alter das entsprechende Verfahren anzu­wenden. Aus dieser reichen Lebenserfahrung heraus wird es uns sicher ge­lingen, auch das letzte Aufflackern einer selbständigen Meinung für unsere Zwecke zu ersticken, nachdem wir schon lange die öffentliche Meinung in der für uns nötigen Richtung erzogen haben.

 

Die Knechtung des Denkvermögens kommt bei dem sogenannten Anschau­ungsunterricht schon zur Anwendung. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Nichtjuden in eine Herde denkfauler, gehorsamer Tiere zu verwandeln, die eine Sache erst verstehen können, wenn man sie ihnen im Bild vorführt, dann aber auch blindlings daran glauben.

 

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Der Beruf der Rechtsanwälte schafft kaltherzige, grausame, hartnäckige Menschen, die keine Grundsätze haben. Sie stellen sich in allen Fragen auf einen unpersönlichen, rein geschäftsmäßigen Standpunkt, weisen gewöhn­lich niemanden ab, der zu ihnen kommt, auch wenn seine Sache noch so anrüchig ist, und suchen ihren Auftraggeber dann um jeden Preis durch al­lerhand Winkelzüge und Spitzfindigkeiten vor der gerechten Strafe zu schützen oder ihm Vermögensvorteile zu verschaffen. Man müßte sie nicht Rechtsanwälte, sondern Rechtsverdreher heißen, denn sie schädigen das Ansehen der Rechtsprechung in hohem Maße. Einen solchen Stand können wir, wenn wir einmal zur Herrschaft gelangt sind, nicht dulden. Wir wer­den der Tätigkeit der Rechtsanwälte die engsten Schranken ziehen: sie sol­len nicht mehr ein freier Berufsstand sein, sondern nur noch ausführende Beamte des Staates, mit einem festen Gehalt, dessen Höhe ganz unabhän­gig davon ist, ob sie ihre Sache gut oder schlecht machen. Sie werden öf­fentlich bestellte Verteidiger sein, die im Gegensatz zum Vertreter der An­klage, dem Staatsanwalt, alles das vorzubringen haben, was zur Entlastung des Angeklagten dient. Sowohl den Rechtsanwälten wie auch den Richtern werden wir nicht gestatten, persönlich mit den Parteien Fühlung zu nehmen. Sie sollen von den Strafsachen oder bürgerlichen Streitfällen nur aus den Akten Kenntnis erhalten und die Verteidigung ausschließlich auf Grund des Untersuchungsergebnisses und der öffentlich in der Gerichtsverhandlung gemachten Aussagen der Parteien und der Zeugen führen dürfen. Auf diese Weise wird eine ehrliche selbstlose Verteidigung entstehen, die auf der Überzeugung und nicht auf der Jagd nach Gelderwerb beruht. Damit wird u. a. such das Bestechungswesen beim Gericht beseitigt werden. Heute sind die Fälle gar nicht so selten, in dellen eine zahlungskräftige Partei den Rechtsanwalt der Gegenpartei besticht oder die Verteidiger beider Parteien ausmachen, nur diejenige Partei gewinnen zu lassen, die am meisten zahlt.

 

Auf unser Betreiben hin wurde die Geistlichkeit der Nichtjuden in den Augen des Volkes herabgesetzt und jeden Einflusses auf die Massen beraubt. Wenn sie die Massen noch hinter sich hätte, so läge darin für die Verwirklichung unserer Pläne natürlich ein ernstes Hindernis. Aber ihr Einfloß auf das Volk geht ersichtlich mit jedem Tag mehr zurück.

 

Die Gewissensfreiheit ist jetzt überall öffentlich anerkannt. Wir folgern daraus, daß uns nur noch Jahre von dem Zeitpunkt trennen, wo die christliche Weltanschauung vollständig zusammenstürzen wird; mit den anderen Glaubenslehren werden wir noch schneller fertig werden, doch ist es verfrüht, davon jetzt zu sprechen . . .

 

In unserem Zukunftsstaat wird ein Drittel unserer Untertanen aus Pflichtgefühl und freiwillig übernommenen Obliegenheiten auf die übrigen zwei Drittel aufpassen. Es wird dann nicht mehr schimpflich und ehrenrührig, sondern im Gegenteil höchst lobenswert sein, dem Staat Späher‑ und Angeberdienste zu leisten. Falsche Beschuldigungen werden jedoch streng bestraft werden. damit kein Mißbrauch mit der Einrichtung getrieben wird. Unsere Helfershelfer werden den verschiedensten Gesellschaftsschichten angehören: höhere Verwaltungsbeamte, Verleger, Druckereibesitzer, Buchhändler, Kaufleute, Arbeiter, Kutscher, Dienstboten und viele andere Personen werden unter ihnen zu finden sein. Diese recht‑ und machtlose Polizei wird keinerlei Amtshandlungen vornehmen dürfen, die sich auf die Vollstreckung irgendwelcher Befehle beziehen; sie soll ausschließlich zu Späher‑ und Angeberdiensten benutzt werden; ihre Angaben werden von besonderen Polizei‑Aufsichtsbeamten geprüft werden, welche die volle Verantwortung zu tragen haben, wenn sie daraufhin irgendwelche Verhaftungen anordnen. Die eigentliche Vollzugsgewalt wird der Land‑ und Stadtpolizei obliegen. Wer nachweislich eine wichtige Aussage auf politischem Gebiet unterlassen hat, wird wegen geistiger Hehlerei zur Verantwortung gezogen werden.

 

Wie unsere Glaubensbrüder schon jetzt verpflichtet sind, ihrer Gemeinde, dem Kahal, jeden Verstoß gegen unsere Glaubens‑ und Sittenvorschriften und jeden Abfall von der gemeinsamen Sache unseres Volkes anzuzeigen, so wird es in unserem künftigen Weltreich als Ehrenpflicht aller treuen Untertanen gelten, die Regierung durch Späher‑ und Angeberdienste zu unterstützen.

 

Mit Hilfe dieser Späher‑ und Angeberdienste werden wir den Mißbrauch der Amtsgewalt, die Bestechlichkeit, kurz alle diejenigen Mißstände beseitigen, die wir selbst absichtlich unter den Nichtjuden großgezogen haben. Das waren und sind unsere wirksamsten Mittel, um Unzufriedenheit und Aufruhr unter den nichtjüdischen Völkern zu erzeugen. Eines der wichtigsten aber, das aufreizender wirkt, als alles andere, ist das Vorgehen der heutigen Polizeispitzel. Im Gefühl ihrer Machtvollkommenheit und Straflosigkeit können diese angeblichen Hüter der Ordnung in ihrer wahrhaft zerstörenden Tätigkeit alle schlechten Eigenschaften, wie Eigenmächtigkeit, Mißbrauch der Amtsgewalt, vor allem aber Bestechlichkeit entwickeln.

 

‑18 –

 

 

 

Wir werden die nichtjüdischen Regierungen noch zwingen, ihre eigene Ohnmacht dadurch einzugestehen, daß sie offene Schutzmaßnahmen für sich treffen müssen. Dann ist ihr Ansehen endgültig verloren.

 

Unser Herrscher wird in einer ganz unauffälligen Weise geschützt werden. Wir dürfen nicht einmal den Gedanken aufkommen lassen, daß er nicht imstande sei, irgendwelche Umtriebe schnell zu beseitigen, und sich vor ihnen verbergen müsse. Wollten wir diesen Gedanken nach dem Beispiel der Nichtjuden zulassen, so hätten wir, wenn nicht für den Herrscher selbst, so doch sicher für seine Nachkommen das Todesurteil unterschrieben.

 

Unter unserer Herrschaft wird jeder sofort verhaftet werden, der sich politisch mehr oder weniger verdächtig gemacht hat. Es ist völlig falsch, aus Furcht vor einem Fehlgriff die Flucht derer zu erleichtern, die im Verdacht eines poetischen Vergehens oder Verbrechens stehen. wir werden auf diesem Gebiet mit äußerster Strenge vorgehen. Schon bei gewöhnlichen Vergehen gehört ein gewisses Maß von Voreingenommenheit für den Angeklagten dazu, um überhaupt ein Eingehen auf die Beweggründe zur Tat für zulässig zu erklären. Für die politischen Verbrecher, die sich mit Fragen befassen, die sie nichts angehen und in denen niemand Bescheid weiß, wie ausschließlich die Regierung, gibt es überhaupt keine Entschuldigung. Selbst Regierungen verstehen durchaus nicht immer die wahre Staatskunst.

 

‑19 –

 

 

 

Für eine Regierung, die sich nicht nur auf die Polizei verläßt, sondern die Wurzeln ihrer Kraft im Volke selbst verankert hat, sind Unruhen und Aufstände nichts anderes als das Bellen des Mopses vor dem Elefanten. Der Mops bellt den Elefanten an, weil er seine Größe und Kraft verkennt. Es genügt, die verschiedenartige Bedeutung beider an einem lehrreichen Beispiel zu erweisen, und die Möpse werden das Bellen lassen und mit dem Schweife wedeln, sobald sie den Elefanten erblicken.

 

Um die Nichtjuden zu schädigen, haben wir umfangreiche Krisen im Wirtschaftsleben hervorgerufen. Wir bedienten uns dabei des einfachen Mittels, alles erreichbare Geld aus dem Verkehr zu ziehen. Riesige Summen wurden in unseren Händen aufgespeichert, während die nichtjüdischen Staaten mittellos dasaßen und schließlich gezwungen waren, uns um Gewährung von Anleihen zu bitten. Mit diesen Anleihen übernahmen die nichtjüdi­schen Staaten bedeutende Zinsverpflichtungen, die ihren Staatshaushalt wesentlich belasteten und sie schließlich in völlige Abhängigkeit von den großen Geldgebern brachten. ‑ Der Übergang der handwerksmäßigen und mittleren Betriebe zur Großindustrie, die ganz von den reichen Geldgebern abhängt, sog alle gesunden Volkskräfte auf und machte schließlich jeden Widerstand der nichtjüdischen Staaten unmöglich.

 

Der Staat setzt heute viel zu wenig Geld in Umlauf, so daß er seine Aufgaben längst nicht in vollem Umfang erfüllen kann. Die Ausgabe neuen Gel­des muß mit dem Wachstum der Bevölkerung Schritt halten, wobei auch die Kinder mitzuzählen sind, da sie vom Tag ihrer Geburt ab einen erhebli­chen Geldverkehr verursachen. Die Neuregelung des Geldumlaufs ist eine wichtige Frage für die ganze Welt.

 

Sie wissen, meine Herren, daß die Goldwährung ein Verderb für alle Staaten war, die sie angenommen haben. Sie konnte den großen Geldbedarf der Völker umso weniger befriedigen, als wir das Gold nach Möglichkeit aus dem Verkehr gezogen und die Banknoten‑Ausgabe in Abhängigkeit vom Goldvorrat gesetzt haben.

 

In unserem Staat muß eine Währung eingeführt werden, die sich auf den Kosten der Lebenshaltung aufbaut. Es bleibt sich dann völlig gleich, wel­cher Art Umlaufmittel wir in den Verkehr bringen. Sie können aus Papier, aus Holz oder Metall sein. Die Hauptsache ist, daß wir den Geldumlauf mit der Bevölkerungszahl in Einklang bringen. Wir werden den durchschnitt­lichen Geldbedarf eines Staatsangehörigen nach den mittleren Kosten der Lebenshaltung berechnen und dann soviel Geld in Umlauf setzen, wie dem Gesamtbedarf der Bevölkerung, d. h. also dem Durchschnittsbedarf mal der Zahl der Bevölkerung, entspricht. Für jedes neugeborene Kind wird eine entsprechende Erhöhung, für jeden Verstorbenen eine entsprechende Ermäßigung der Umlaufmittel stattfinden. Die Berechnungen muß jede Provinz und jeder Kreis vornehmen.

 

Wir müssen die Geldwirtschaft der nichtjüdischen Staaten überhaupt von Grund aus umgestalten und dabei in einer Weise vorgehen, daß niemand Ursache zu irgendwelchen Besorgnissen haben kann. Die Begründung der Neuerungen wird uns angesichts der völlig zerfahrenen Zustände, in welche der Haushalt der nichtjüdischen Staaten geraten ist, sicher nicht schwerfal­len. Wir werden vor allem auf das Hauptübel der staatlichen Geldwirtschaft der Nichtjuden verweisen: Jedes Rechnungsjahr beginnen sie mit der Aufstellung eines ordentlichen Voranschlags, der niemals eingehalten wird, obgleich er von Jahr zu Jahr in erschreckendem Maß zunimmt. Das hat natürlich seine besondere Ursache: der für das ganze Jahr geltende Voranschlag reicht gewöhnlich nur bis zur Mitte des Rechnungsjahrs; dann wird der erste Nachtrag verlangt, der meist in einem Vierteljahr verausgabt ist; darauf folgt ein zweiter und dritter Nachtrag, so daß die Übersicht der reinen Ist‑Ausgaben und Ist‑Einnahmen des Rechnungsjahrs schließlich die völlige Haltlosigkeit des ordentlichen Voranschlags erweist. Statt nun daraus eine Lehre zu ziehen, wiederholen die nichtjüdischen Regierungen dieses klägliche Schauspiel von Jahr zu Jahr. Da der Voranschlag für das neue Rechnungsjahr immer nach der Gesamtabrechnung für das verflossene Rechnungsjahr aufgestellt wird, sich also ängstlich an das Alte anklammert, statt mutig in die Zukunft zu sehen, so kann man als Regel annehmen, daß er mindestens um 50 v. H. überschritten wird. Das ist eine Schraube ohne Ende. Man kann sich wirklich nicht wundern, daß die nichtjüdischen Staaten bei einem so leichtfertigen Verfahren in dauernde Geldnot gerieten. Die dann folgende Zeit der Anleihe‑Wirtschaft gab ihnen völlig den Rest. Heute sind alle nichtjüdischen Staaten derart verschuldet, daß man ruhig von einem allgemeinen Zusammenbruch ihrer Geldwirtschaft sprechen kann.

 

Sie werden es vollkommen verstehen, meine Herren, daß wir die Nichtjuden veranlaßt haben, eine derartige Schuldenwirtschaft zu treiben. Selbstverständlich werden wir uns hüten, diese Wirtschaft unter unserer Herrschaft fortzusetzen.

 

Eine Staatsanleihe und noch dazu eine äußere ist in der Tat nichts anderes als ein freiwilliges Anzapfen von Blut aus dem Staatskörper. Die Anleihe besteht aus Schuldverschreibungen des Staates, die ein Zinsversprechen enthalten. Der Zinsfuß schwankt je nach der Höhe der benötigten Geldsumme und der Vertrauenswürdigkeit des Staates. Beträgt er 5 v. H., so muß der Staat im Laufe von 20 Jahren in der Form von Zinsen die ganze entliehene Summe aufbringen; in 40 Jahren hat er allein an Zinsen die doppelte, in 60 Jahren die dreifache Schuldsumme bezahlt, haftet aber trotzdem für die ganze ursprüngliche Schuld, falls wie hier vorausgesetzt wird, keinerlei Tilgungen stattgefunden haben.

 

Handelt es sich um einen zurückgebliebenen Staat, der noch die alte Kopfsteuer beibehalten hat, so ergibt sich folgendes Bild: der Staat preßt seinen Armen in der Form der Kopfsteuer die letzten Pfennige ab und bezahlt damit die Zinsen an die reichen Geldgeber des Auslands, bei denen er die Schuld aufgenommen hat. Er knechtet seine eigenen Untertanen und kommt doch niemals aus der eigenen Schuldknechtschaft heraus. Wäre es nicht tausendmal besser, er hätte sich niemals in diese Schuldknechtschaft des Auslandes begeben, sondern gleich von seinen Untertanen das genommen, was er braucht, und dann alle weiteren Steuererträgnisse für sich selbst verwandt?

 

Solange die Anleihen sich auf das Inland beschränken, haben die Nichtjuden mit ihrer Anleihen‑Wirtschaft das Geld aus den Taschen der Armen in die Taschen der Reichen fließen lassen. Nachdem wir jedoch die maßgebenden Persönlichkeiten bestochen hatten, um die Aufnahme auswärtiger Anleihen durchzusetzen, flossen alle staatlichen Reichtümer unfehlbar in unsere Taschen. Seitdem sind uns alle Nichtjuden zins‑ und abgabepflichtig geworden.

 

Gibt es einen besseren Beweis für die völlige Unfähigkeit des rein tierischen Verstandes der Nichtjuden auf den Gebieten der Geld‑ und Steuerwirtschaft, als die Tatsache, daß sie bei uns Anleihen gegen hohe Zinsverpflichtungen aufgenommen haben, ohne zu bedenken, daß sie die gleichen Summen nur mit dem hohen Zinsaufschlag schließlich herausholen müssen? Wäre es nicht wesentlich einfacher gewesen, die nötigen Summen gleich von ihren eigenen Untertanen zu nehmen und die Zinsen zu sparen?

 

Darin zeigt sich eben die hervorragende Geistesschärfe unseres auserwählten Volkes: wir haben es verstanden, den Nichtjuden die Frage der Staatsanleihen in einem solchen Licht darzustellen, daß sie in der Aufnahme derselben sogar Vorteile für sich zu ersehen glaubten.

 

Wenn die Zeit gekommen sein wird, in der wir selbst die Voranschläge für den Staatshaushalt machen werden, dann können wir uns auf eine jahrhundertelange Erfahrung stützen, die wir bei den nichtjüdischen Staaten gesammelt haben. Unsere Vorschläge werden klar und bestimmt sein und die Vorteile unserer Neuerungen außer jeden Zweifel stellen. Sie werden die Mißstände beseitigen, mit deren Hilfe wir die Nichtjuden beherrscht haben, die wir jedoch in unserem Königreich nicht dulden können.

 

Sie wissen, meine Herren, wohin diese Sorglosigkeit die Nichtjuden geführt hat: trotz des bewundernswerten Fleißes ihrer Völker stehen die nichtjüdischen Staaten vor dem Zusammenbruch ihrer Geld‑ und Steuerwirtschaft.

 

‑20 –

 

 

 

Wollten alle Einspruch erheben und ihr Geld zurückverlangen, so hätten die Regierungen sich an ihrem eigenen Angelhaken gefangen; sie wären nicht imstande, die geforderten Summen zurückzuzahlen. Da jedoch die meisten Untertanen der nichtjüdischen Staaten in Geldangelegenheiten völlig unbewandert sind, so haben sie stets Kursverluste und Herabsetzungen des Zinses dem Wagnis einer neuen Anlage vorgezogen. Sie gaben dadurch ihren Regierungen die Möglichkeit, den jährlichen Schuldendienst wiederholt um mehrere Millionen zu entlasten, büßten freilich selbst erhebliche Teile ihres Vermögens und ihrer Einnahmen ein.

 

Bei der heutigen Höhe der Staatsschulden, die vorwiegend durch äußere Anleihen entstanden sind, können die nichtjüdischen Regierungen solche Schritte nicht mehr wagen: sie wissen ganz genau, daß wir im Falle einer Herabsetzung des Zinses alles Geld zurückverlangen würden.

 

Es bleibt also tatsächlich nur noch der eine Weg, die Zahlungs-Unfähigkeit der Staaten offen zu erklären. Das würde in allen Ländern den besten Beweis dafür liefern, daß zwischen den Regierungen und ihren Völkern eine tiefe Kluft besteht, die sich durch nichts mehr überbrücken laßt. Ich bitte Sie, meine Herren, diesem Umstand ihre erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen.

 

Um ihre Zahlungsunfähigkeit zu verbergen, haben die nichtjüdischen Staaten einen Ausweg gefunden: sie haben ihre verschiedenen inneren Anleihen zu einer einzigen, einheitlichen Anleihe zusammengelegt (konsolidiert) und die Verpflichtung zur Rückzahlung des Nennwertes der Schuld dadurch aufgehoben, daß sie dem Gläubiger nur ein Recht auf eine fortlaufende gleichbleibende Verzinsung, die Rente, gewährten . . .

 

‑21 –

 

 

 

Wir werden diese Ordnung durchführen, wenn es dabei auch nicht ganz ohne Gewalttätigkeiten abgehen wird. Wir werden zu beweisen wissen, daß wir die Wohltäter der Menschheit sind, die der zerrissenen Erde die wahre Wohlfahrt und die Freiheit der Persönlichkeit wiedergegeben haben. Ein jeder, der unsere Gesetze achtet, wird sich der Segnungen des Friedens und der Ordnung erfreuen können. Gleichzeitig werden wir alle darüber aufklären, daß die Freiheit nicht in der schrankenlosen Willkür des Einzelnen besteht, daß des Menschen Kraft und Würde niemals in der Verkündigung umstürzlerischer Grundsätze, wie z. B. der Gewissensfreiheit, der allgemeinen Gleichheit, gesucht werden kann, daß die Freiheit der Persönlichkeit niemanden dazu berechtigt, sich und andere durch wilde Reden vor zusammengelaufenen Menschen in Aufruhr zu versetzen. Die wahre Freiheit besteht in der Unantastbarkeit der Person, aber nur unter der Voraussetzung, daß sie ehrlich und redlich alle Regeln des menschlichen Gemeinschaftslebens einhält. Die wahre Würde des Menschen ruht nicht so sehr in der Erkenntnis seiner Rechte, als vielmehr in der Erfüllung seiner Pflichten. Die schlimmste Sorte von Menschen sind diejenigen, die bei allem und jedem immer nur ihr liebes Ich in den Vordergrund schieben.

 

Unsere festgefugte Macht wird die Zügel der Regierung straff in der Hand halten und nicht hinter den Parteiführern und Rednern herlaufen, die mit großem Wortschwall unerfüllbaren Träumereien verkünden. Sie wird völlige Ruhe und Ordnung verbürgen, worin überhaupt das ganze Glück der Menschen besteht. Vor dem Strahlenkranz unserer Macht wird das Volk auf die Knie sinken und in scheuer Ehrfurcht zu ihr aufblicken. Eine wahre Macht begibt sich keines einzigen Rechts, nicht einmal des göttlichen; niemand wird es wagen, ihr zu nahe zu treten und ihr auch nur um Haaresbreite die Machtfülle zu kürzen.

 

‑22 –

 

 

 

Damit die Völker sich daran gewöhnen, uns zu gehorchen, müssen wir sie zur Bescheidenheit erziehen. Wir werden daher die gewerbliche Erzeugung von Luxusgütern möglichst einschränken. Damit dürften sich auch die Sitten verbessern, die gegenwärtig unter der Prunksucht und dem Streben, einander durch einen möglichst großen Aufwand zu überbieten, stark gelitten haben.

 

Wir werden die Hausindustrie wieder herstellen und dadurch das Vermögen der Fabrikanten untergraben. Das ist schon deshalb notwendig, weil die Großindustriellen durch die rücksichtslose Vertretung ihrer Vorteile vielfach die Unzufriedenheit der Massen hervorrufen und sie, wenn auch unbewußt, gegen die bestehende Gesellschaftsordnung und die Regierung, die solche Zustände duldet, einnehmen.

 

Der Heimarbeiter kennt keine Arbeitslosigkeit. Er ist darum mit der bestehenden Gesellschaftsordnung verwachsen und wünscht die Regierung nicht zu schwächen. Bei der jetzt vorherrschenden Großindustrie schwebt die Regierung in der ständigen Gefahr einer überhandnehmenden Arbeitslosigkeit und der daraus entstehenden Unruhen. Sobald die Macht in unsere Hände übergegangen sein wird, wird auch die Arbeitslosigkeit verschwinden.

 

Die Trunksucht wird unter unserer Herrschaft gesetzlich verboten sein und streng bestraft werden. Sie ist ein Verbrechen gegen die Würde des Menschen, der sich unter dem Einfluß berauschender Getränke in ein wildes Tier verwandelt.

 

Ich wiederhole: die Masse gehorcht nur einer starken, von ihr völlig unabhängigen Macht, zu der sie mit blindem Vertrauen emporsehen kann, und von der sie Schutz und Schirm gegen die Laster und Schäden des gesellschaftlichen Lebens empfängt. ‑ Was nützt ihr die engelsgute Seele des Herrschers? Sie muß in ihm die Verkörperung eines festen Willens und einer unbeugsamen Macht erblicken.

 

 

 

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