Frauen im Islam

image_pdfimage_print

M. Rafiqul Haqq

 

Frauen im Islam

Dieses Kapitel will die Stellung der Frau in der reinen Lehre des Islam aufzeigen. Dabei ist freilich zu berücksichtigen, daß nicht alle Muslime, auch nicht alle muslimischen Völker diese Lehren befolgen. – Auszug aus dem Buch IST ALLAH GOTT?, von P.Newton und M.Rafiqul Haqq.

Die überlegene Stellung des Mannes

In den folgenden Versen bestätigt der Koran deutlich den einen einzigen Ursprung beider Geschlechter und die Gleichwertigkeit der Arbeit ebenfalls beider Geschlechter: „Da erhörte sie ihr Herr: Ich lasse keine Tat verlorengehen, die einer von euch getan hat, ob Mann oder Weib. Die einen stammen ja von den anderen“ (Koran 3:195).  –  O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen erschuf, aus ihm seine Gattin erschuf…“ (Koran 4:11 ).

Während also der Koran die Taten von Männern und Frauen gleichermaßen ansieht und auch bestätigt, daß sie bis auf ihren Ursprung zurück vollständig voneinander abhängig sind. so stuft er sie doch in Bezug auf ihr Menschsein nicht als gleichwertig ein. Der Mann steht eine Stufe über der Frau, er ist höher als diese, wie die beiden folgenden Verse klar bezeugen:
„Die Männer stehen eine Stufe über ihnen.“ (Koran 2:228)
„Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat“ (Koran 4:34).

Der berühmte Kommentator Ibn Kathir sagte zu diesen Worten des Koran: „Männer sind den Frauen überlegen und ein Mann ist besser als eine Frau.“ Andere Kommentatoren vertreten dieselbe Meinung, beispielsweise Rasi, Baidawi, Samachschari 1075 1145) und Tabari.

Rasi kommentiert die Sure 4:11 des Koran wie folgt: „(Einem männlichen Kind steht soviel wie der Anteil von zwei weiblichen zu). Der Mann ist in jeder Hinsicht vollkommener als die Frau: in seiner Gestalt, seiner Intelligenz und auch auf religiösem Gebiet, nämlich der Befähigung zum Richteramt und zum Priester, der die Gläubigen zum Gebet anleitet. Entsprechend gilt die Zeugenaussage eines Mannes doppelt so viel wie die einer Frau. Wem nun solch große Verantwortung auferlegt ist, dem gebührt auch entsprechendes Vorrecht. Da die Frau arm ist an Intelligenz, dafür aber reich an Begierden, so wird   sollte sie viel Geld zur Verfügung haben   daraus großes Verderben entstehen.“ (Rasi, Kommentar zu Koran 4:11)

Er fügte noch hinzu: ,.Hier im Koran 4: 11 wurde das Männliche deshalb zuerst genannt, weil das Männliche besser ist als das Weibliche.“

Diese Überlegenheit ist nach den Worten eines Rasis begründet in der naturbedingten Überlegenheit „hinsichtlich seines Wissens und seiner Macht, und auch, weil der Mann seiner Frau eine Morgengabe zahlt und sie versorgt.“

Ein Zeitgenosse schreibt zu obigem Koranzitat: „Mit diesem Vers (Koran 4:34) hat Gott die Überlegenheit des Mannes über die Frau festgesetzt. Er hat somit die Gleichstellung von Mann und Frau verhindert. Denn hier steht der Mann aufgrund seiner intellektuellen Überlegenheit und seiner Befähigung für Verwaltungsaufgaben und für die Versorgung der Frau über derselben.“

Der Frauen Mängel

1) Frauen sind unzureichend begabt hinsichtlich der Intelligenz und der religiösen Fähigkeiten

Den intellektuellen und religiösen Makel der Frauen stellt der folgende Hadith fest. Wir finden ihn in Sahih al Buchari, welches muslimische Gelehrte für das „nach dem Buch Allahs (der Koran) am meisten authentische Buch“ halten: (Sahih Buchari, englisch-arabische Übersetzung, Bd.1, S.XIV)  „Allahs Apostel sprach einst zu einer Gruppe von Frauen: Noch nie habe ich Geschöpfe mit weniger Intelligenz und weniger Gottesfurcht als euch gesehen. Etlichen von euch ist es sogar zuzutrauen, daß ihr einen vorsichtigen, sensiblen Mann zu Abwegen verleitet.’ Die Frauen fragten: ‚O du Apostel Allahs, was ist denn an unserer Intelligenz und an unserer Religiosität so mangelhaft?’ Er sprach: ‚Ist es nicht also: erst die Aussage von zwei Frauen kommt dem Zeugnis eines Mannes gleich?’ Sie bejahten es. Da sprach er: ‚Hier haben wir euren Mangel an Intelligenz… Ist es nicht eine Tatsache, daß eine Frau während ihrer unreinen Tage weder beten noch fasten kann?’ Wieder stimmten sie zu. Und er sprach: ‚Darin sieht man, wie unzureichend eure Fähigkeit zur Religionsausübung ist’.“ (Bd. 3, Hadith Nr.826)

Niemand bezweifelt die Echtheit oder die Glaubwürdigkeit soeben zitierten Hadith. Wir finden ihn in den beiden verlässlichsten Hadith Sammlungen bei Buchari (810 870) und bei Muslim (um 817 875). Die Übereinstimmung dieser zwei Berichte gibt der Authentizität das Zeugnis mutafakun `alaihi, d.h. „einig sein“, und dies ist in Bezug auf die Authentizität die höchste Auszeichnung.

Viele berühmte Gelehrte, unter ihnen Ghasali, Ibn al ’Arabi, Rasi, Sujuti, Kortobi, Nawawi und Ibn Kathir, haben diesen oben zitierten Hadith in ihren Schriften angeführt und somit bestätigt.
Dieser Hadith bezieht sich nicht nur auf die Frauen des frühen Islam, nein, er gilt für alle Zeiten, so lange „Frauen während ihrer Tage weder beten noch fasten können“, und so lange wie „die Aussage von zwei Frauen gleich viel wert ist wie die Aussage eines Mannes.“ Diese Argumentation ist nicht auf einen bestimmten Zeitabschnitt begrenzt, sie wurzelt im Koran und erwächst auch aus diesem und beansprucht fortwährend Gültigkeit bis zum Tag der   Auferstehung.

Als Kommentar zu dem Koranvers (30:21), der feststellt: „Und es gehört zu seinen Zeichen, daß er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen wohnet“, schreibt Rasi:
„Sein Ausspruch ‚für euch erschaffen’ bestätigt uns, daß die Frauen genau so wie Tiere und Pflanzen und andere nützliche Dinge geschaffen worden sind   gerade so wie der Allerhöchste sprach: ‚Er hat für euch das geschaffen, was auf Erden ist’. Und das beinhaltet in zwingender Weise, daß die Frau nicht die Aufgabe oder Befähigung zu gottesdienstlichen Handlungen oder zur Verwaltung der göttlichen Gebote erhalten hat. Wir sagen, die Erschaffung der Frau ist eine der uns verliehenen Gnadenerweise, und um die Gnadenerweise an uns zu ergänzen, sollten wir ihnen göttliche Gebote auferlegen, aber sie werden nicht so beauftragt wie wir Männer. Ja, Frauen werden nicht mit so vielen Geboten betraut, denn die Frau ist schwach, töricht, in gewisser Hinsicht ist sie wie ein Kind, und Kindern erlegt man keine Gebote auf. Aber Allah gewährte uns die Gnade, vollkommen zu werden, deshalb hat er den Frauen auferlegt, die Pein der Strafe zu fürchten und so ihrem Gatten zu gehorchen, auch sich des Verbotenen zu enthalten, da sonst die Verderbtheit überhand nehmen würde.“ (At-Tafsir al-Kabir, Rasi, Kommentar zu Koran 30:21)

Obige Worte des Gelehrten Rasi decken sich mit dem authentischen Hadith, der die Unzulänglichkeit der Frauen in Bezug auf ihre Intelligenz und ihre Befähigung zu religiösen Handlungen bezeugt. Während der vergangenen 13 Jahrhunderte haben muslimische Gelehrte und Schriftsteller diese Meinung vertreten.

Ein zeitgenössischer Schriftsteller sagt: „Der weibliche Verstand erreicht nicht die Höhe des männlichen Intellekts.“ (Al-Islam wa-l-Mar’ah al-Mu’aserah, Dar al-Qalam, Kuwait,1984. S.241)
Er fährt dann fort und erwähnt al ’Akad, einen der bedeutendsten arabischen Schriftsteller, der in seinem Buch al Mar’ah wal Kur’an „ein wertvolles Kapitel schreibt, worin er die intellektuelle Gleichstellung von Frau und Mann gleichsam vernichtet.“  –  Es ist nebenbei bemerkt eine Tatsache, daß der Ausdruck „nakisatan áklan wa dinan“ ( = mangelhaft an Intelligenz und Religionsfähigkeit) eines der Schlagworte ist, welche in den arabischen Ländern Unzählige als Parole, als Redewendung täglich im Munde führen.

2) Frauen mangelt es an Dankbarkeit

Frauen sind nicht nur geringer ausgestattet hinsichtlich ihrer Intelligenz, ihnen fehlt auch Dankbarkeit. Dieser Mangel wird in einem anderen Hadith von Buchari bezeugt:
„Frauen sind undankbar gegenüber ihren Gatten und undankbar für Gunsterweisungen, überhaupt für alle ihnen erwiesenen Wohltaten. Du kannst immer wohlwollend und gütig zu einer von ihnen gewesen sein   kaum aber entdeckt sie an dir etwas, das ihr nicht gefällt, so wird sie behaupten: ‚Ich habe niemals etwas Gutes von dir bekommen’.“
Nach den Worten dieses Hadith fehlt es der Frau also nicht nur an Verstandes  und Geisteskräften, sondern auch an Dankbarkeit.

3) Frauen sind auch als Zeugen nicht vollwertig
Die Zeugenaussage einer Frau ist nicht gleichwertig der Aussage eines Mannes. In finanziellen Belangen gilt das Zeugnis einer Frau nur halb so viel wie das eines Mannes. Der Koran sagt:
„Und berufe als Zeugen zwei Männer; und wenn nicht zwei Männer verfügbar sind, so sollten es ein Mann und zwei Frauen sein, solche Zeugen, die du für verlässlich hältst, damit, falls eine Frau irren sollte, die andere sie ermahnen und erinnern kann.“ (Koran 2:282)

Eine gebildete muslimische Frau bemühte sich zu begründen, weshalb das Zeugnis einer Frau nur halb so viel wert ist wie das eines Mannes. Sie schrieb:
„Die Frau ist geschaffen, um Kinder zu tragen und zu ernähren. Deshalb ist sie sehr stark vom Gefühlsleben geprägt. Und außerdem ist sie vergesslich, denn wenn sie beispielsweise nicht das Geburtserleben vergessen würde, so würde sie kein weiteres Kind mehr haben wollen. Aus diesem Grund ist sie als Zeugin nicht so zuverlässig wie ein Mann.“ (The Age, Leben hinter dem Schleier des Islam, 3/1992 S.11. Die Autorin hat einen akademischen Titel in Kunst und Erziehung.)

Im Islam sieht man also die Frau für ungenügend begabt an in drei wichtigen Bereichen: anderen gegenüber durch ihr Nichtanerkennen der männlichen Freundlichkeiten, sich selbst gegenüber durch ihre unzureichende Intelligenz, und auch noch in Bezug auf ihre Beziehung zu Gott durch ihre Unzulänglichkeit in religiösen Dingen.

Was ist eine Frau?

Die Frau als Spielzeug

Die im vorstehenden Text erwähnten Schwächen zeigen, wie mangelhaft und unangemessen die Frau dem Mann als Gefährtin ist. Der ihr zugesprochene Mangel an Intelligenz und an Religionsfähigkeit hindert sie daran, an irgendeinen Gedankenaustausch über weltliche oder religiöse Themen teilzunehmen. Auf welchen Stand wird die Frau dadurch herabgesetzt? „’Omar (einer der Kalifen) war einst in ein Gespräch vertieft, als seine Frau dazwischenrief und ihn unterbrach. Da sprach er zu ihr: Du bist ein Spielzeug. Wenn wir dich benötigen, werden wir rufen‘.“(Al Mussanaf von Abu Bakr Ahmad Ibn ’Mousa Al-Kanadi, der 1179 n.Chr. lebte, Bd.1,S.263.)  –  Und ‚Amru Bin al ‚Aas, ebenfalls ein Kalif, sagte: „Frauen sind Spielzeuge, also hast du die Wahl.“ (Kanz-el-’Ummal, Bd. 21, Hadith Nr. 919.)

Das war aber nicht nur die Ansicht eines ‚Amru Bin al ‚Aas und eines ‚Omar. Auch Mohammed selbst sprach: „Die Frau ist ein Spielzeug, und wer sie nimmt, der möge für sie sorgen (oder: der möge acht geben, daß er sie nicht verliere).“ (Tuffaha, Ahmad Saki, Al-Mar’ah wal-Islam, Dar al-Kitab al-Lubnani, Beirut, erste Auflage, 1985, S. 180.)

Dieser Glaube (daß die Frau ein Spielzeug sei) ist von entscheidender Bedeutung für das geistige Wohlergehen eines Mannes. Denn so schreibt der berühmte Philosoph Ghasali:
„In der Gesellschaft von Frauen, bei ihrem Anblick und beim Spiel mit ihnen wird die Seele erquickt, das Herz erfrischt und ausgeruht, und der Mann wird gestärkt für die Anbetung Gottes…, deshalb hat Gott gesagt: ’Daß er in ihr ruhe‘ (Koran 7:189).“

Die Frau ist ’Awrah

Abgesehen von all ihren Schwächen hat eine Frau auch noch zehn ’awrat. Die Enzyklopädie des Islam definiert ’awrat als pudendum (lateinisch: etwas, dessen man sich schämt), d.h. „die äußeren Geschlechtsorgane, insbesondere die weiblichen.“

Ali berichtet, der Prophet habe gesagt: Eine Frau hat zehn ’awrat. Wenn sie geheiratet wird, deckt ihr Gatte eines zu, und wenn sie stirbt, dann bedeckt das Grab alle zehn‘.“ (Kanzl-el-’Ummal, Hadith 858).

Und nach den Worten des folgenden Hadith hat die Frau nicht nur zehn ‚awrat, nein, sie wird vielmehr selbst als ‚awrah empfunden: „Die Frau ist ‚awrah. Wenn sie das Haus verläßt, heißt sie der Teufel willkommen.“ (Ihy’a ’Uloum ed-Din von Ghasali, Dar al-Kotob al-’Elmeyah, Beirut, Bd. II, S.65.) – (Dieser Hadith wird als zuverlässig, korrekt und einwandfrei eingestuft.)
Aus dem Haus hinauszugehen ist also gleichsam eine Art von Entblößung, des ’awrah, und das bereitet dem Teufel Entzücken.

Auf diese Weise werden Frauen entmutigt; sie sollen nicht ihr Haus verlassen, ja nicht einmal zum Gebet in der Moschee sollen sie sich ins Freie begeben, das lernen wir aus dem folgenden Hadith:
„Eine Frau ist dem Angesicht Gottes dann am nächsten, wenn sie sich im Innersten ihres Hauses befindet. Und das Gebet einer Frau im Haus ist besser als dasjenige in der Moschee.“
Der zeitgenössische Gelehrte Dr. Buti sagt: „Muslimische Lehrer waren sich in jeder Generation einig, daß die Frau ihren ganzen Körper bedecken muß vor Fremden, alles außer ihren Händen und dem Gesicht, das selbstverständlich frei ist von Make up.“ – „Wer jedoch die Lehre eines Hanbal oder Shafi’i befolgt, der erklärt sogar die Hände und das Gesicht zu ‚awrah, weshalb auch diese bedeckt sein müssen.“ (Dr. Mohammad Sa’id Ramadan al-Buti, Beirut, 1987, S. 41 u. S.43)

„Und jene, die der Frau geestatten, Hände und Gesicht zu zeigen   die Malikiten und Hanafiten, die tun dies in Verbindung mit der Vorschrift, daß kein Make up angewendet wird. Wenn aber das Gesicht einer Frau von Natur aus schön ist, so muß sie sich verhüllen, damit sie für die Männer nicht zu einer Versuchung wird.“ (Dr. Mohammad Sa’id Ramadan al-Buti, Beirut, 1987, S.48)

Dr. Buti gibt uns die Begründung für das Tragen des Hidschab (Schleier):
„Allah, der Allerhöchste, verfügte, daß die Frauen sich verhüllen. Dies tat er, um die Reinheit der Männer zu bewahren, die eventuell eine Frau ansehen könnten   nicht aber, um die Keuschheit der Frau zu wahren vor den Augen jener, die sie ansehen.“ (ebd. S.98).

Die Frau ist wie eine Rippe
Der Charakter einer Frau läßt sich mit einer Rippe vergleichen: er ist verbogen, krumm, unehrlich. Buchari überliefert den folgenden Hadith:
„Die Frau ist wie eine Rippe; wenn du versuchst, sie gerade zu biegen, dann wird sie brechen. Wenn du einen Nutzen von ihr haben willst, so nimm sie trotz ihres gebeugten Charakters an.“
Dieser Hadith gilt als gesicherte Überlieferung. Ein anderer Hadith schreibt diesen negativen Wesenszug dem Akt der Erschaffung zu   denn die Frau wurde aus der Rippe des Mannes geschaffen. Demnach ist er von Natur aus eine Eigenschaft der Frau und ist unheilbar, unveränderlich. Der Mann muß sich damit abfinden und das Beste daraus zu machen suchen. Diese Ansicht ist nicht nur in weiten Kreisen der einfachen Bevölkerung verbreitet, auch gefeierte Gelehrte wie Imam Shafi’i glauben das. Er schrieb: „Dreie sind es, die Schande über dich bringen, wenn du sie achtungsvoll behandelst, und dich verachten, wenn du sie schimpflich behandelst: die Frau, der Diener und der Nabatäer.“

Auch Ghasali schrieb: „Wenn du bei der Frau die Zügel ein klein wenig lockerst, wird sie sich deiner bemächti¬gen und wild ausschlagen. Und wenn du ihr das Geschirr um Handbreite nachlässt, dann wird sie dich gleich um Armeslänge mit sich reißen… Schrecklich ist ihr betrügerisches Wesen und ihre gottlose Bosheit ist ansteckend; schlechter Charakter und schwachsinnige Veranlagung sind die wichtigsten, hervortretenden Merkmale ihres Wesens… Mohammed sprach: Eine rechtschaffene, tugendhafte Frau sticht unter den anderen Frauen ebenso hervor wie unter hundert Krähen eine Krähe mit rotem Schnabel‘.“ (Ihy’a ’Uloum ed-Din von Ghasali, S. 51)  –  Man glaubt allgemein, daß rechtschaffene Frauen selten zu finden sind, und daß ihre Verderbtheit so natürlich ist wie der gebogene Zustand einer Rippe.

Die Rechte des Ehemannes

1) Die Wünsche des Ehemannes müssen augenblicklich erfüllt werden
Die sexuellen Bedürfnisse eines Mannes werden als so dringend eingeschätzt, daß es besser ist, wenn die Mahlzeit im Herd anbrennt, als wenn der Mann mit brennender Begierde auf seine Frau warten muß. Und wenn sie sich ihm verweigert, so werden sich die Engel des Himmels gegen sie wenden.

„Der Prophet Allahs sagte: Wenn ein Mann seine Frau zu sich ruft, damit er seine Begierde befriedigen kann, so soll sie zu ihm kommen, auch wenn sie gerade am Herd beschäftigt ist.“ (Mischkat al-Masabih, Hadith Nr. 61 – Dieser Hadith ist anerkannt, d.h. kein Gelehrter bezweifelt seine Authentizität.)

„Der Bote Allahs sagte: Wenn ein Mann seine Frau zu sich ins Bett ruft und sie sich weigert, und wenn er dann diese Nacht in schlechter Laune verbringt, so steht sie unter dem Fluch der Engel, bis sie am Morgen wieder aufsteht.“ (ebd. Hadith Nr. 54).

Die Ansicht, daß die sexuellen Bedürfnisse eines Mannes wichtiger sind als diejenigen einer Frau, war nicht nur in der Frühzeit des Islam verbreitet, nein, auch heute noch vertreten moderne Muslime diese Meinung. Ein Gelehrter unserer Tage schreibt:
1. Allah, der Allerhöchste, hat die psychologischen und physiologischen Eigenarten der Frau solcherart gestaltet, daß der Mann in seiner Lust mehr Zufriedenheit an ihr finden kann als sie an ihm. Und nicht nur das, sie empfindet sogar Befriedigung darin, dies wahrzunehmen.“ (Dr. Mohammad Sa’id Ramadan al-Buti, Ela kul Fataten tu min be-Allah, S.55)

Ein anderer Zeitgenosse schreibt: „Geschlechtsverkehr ist eine aktive Handlung, und die Frau handelt nicht aktiv.“ (’Abd ar-Rahman al-Gasiri, S.7)

Der berühmte Kommentator Kortobi sagte: „Die Frau wurde dazu geschaffen, daß der Mann in ihr ruhen kann…, denn bei ihr wird er von seinem stürmischen Drang befreit. Das weibliche Geschlechtsorgan wurde um des Mannes willen geschaffen. Denn Allah, der Allerhöchste, sagte: Ihr laßt das, was euer Herr an euren Frauen für euch erschaffen hat. (Koran, 26:166)

Dadurch ließ er uns wissen, daß dieser Teil der Frau aus dem Mann erschaffen worden ist um des Mannes willen. Deshalb muß die Frau einwilligen, wann auch immer der Ehemann nach ihr ruft. Wenn sie sich weigert, ist sie ein Tyrann und in einer ernsten Lage. Bestätigt wird diese Lehre noch durch einen Hadith, in welchem Sahih Muslim berichtet: ‚Wenn ein Mann seine Frau zu sich ins Bett ruft und sie sich ihm verweigert, so wird der Eine, der im Himmel thront, solange Ärger über sie empfinden, bis ihr Ehegatte wieder mit ihr zufrieden ist‘. (Kortobi, Kommentar zu Koran 30:21).

2) Gehorsam gegenüber dem Ehemann ist der Schlüssel zum Paradies
Alle Frömmigkeit einer Frau ist nutzlos, wenn sie ihrem Ehegatten nicht gehorsam ist. Dieser Ungehorsam stellt eine unerlaubte und unsinnige Handlung dar. Dagegen ist der Gehorsam geradezu der Schlüssel zum Paradies, wie es der folgende Hadith klarstellt:
„Drei (Personen) sind es, deren Gebete nicht angenommen werden, deren fromme Tugendhaftigkeit nicht zählt: der entlaufene Sklave, solange er nicht zu seinem Herrn zurückkehrt; die Frau, mit welcher ihr Gatte unzufrieden ist; der Trinker, bis er nüchtern wird.“
„Wenn ein Mann mit seiner Frau zufrieden ist, und sie in diesem Zustand stirbt, so wird sie in das Paradies eingehen.“
„Der Prophet sprach einst zu einer Frau: Gib acht, wie du deinen Gatten behandelst, denn er ist dein Paradies und deine Hölle.“ (Mischkat al-Masabih, Hadith Nr. 60).

3) Die Rechte des Ehemannes sind göttlicher Art
Der Gehorsam einer Frau gegenüber ihrem Gatten ist eine wichtige Vorbedingung ihrer Frömmigkeit und sichert ihr ihre ewige Bestimmung. Der Mann ist ihr Paradies oder ihre Hölle. Dadurch ist der Mann im Vergleich mit der Frau so hoch erhaben, daß er sozusagen auf göttlicher Ebene steht. Ihre Rede ihm gegenüber kommt fast einer Verehrung gleich. Obwohl das ja eigentlich nicht möglich ist, denn Anbetung gebührt nur Gott allein.

Mohammed sagte: „Wenn ich irgend jemand geboten hätte, sich vor jemand anderem zu demütigen, so hätte ich den Frauen geboten, sich vor ihren Ehegatten zu demütigen, denn Allah hat dem Mann Rechte über die Frau verliehen.“ (Mischkat al-Masabih, Hadith Nr. 70).

Die Rechte der Frau

Der Hadith zählt all die Rechte des Ehegatten auf. aber im Hinblick auf die Frau ist es ganz einfach, wie folgender Hadith zeigt:
„O Botschafter Allahs! Welches Recht hat die Ehefrau von einem unter uns ihm gegenüber?“ Er sprach: „Folgendes: Ihr sollt ihr zu essen geben, nachdem ihr euch bedient habt, ihr sollt sie kleiden, nachdem ihr euch selbst gekleidet habt, und ihr sollt sie nicht ins Gesicht schlagen noch sie schmähen noch verlassen, es sei denn, dies geschehe innerhalb des Hauses (Sunan Ibn Madschah, Kitab al-Nikah, Hadith Nr. 1850).

Die Privilegien des Mannes
1) Der Mann darf seine Frau schlagen, er darf sie in geschlechtlicher Hinsicht verlassen.
Die natürliche Beziehung zwischen einem Mann und seiner Frau ist von Liebe und Güte geprägt, so lehrt der Koran:
„Er hat Liebe (mawaddah) und Barmherzigkeit zwischen euch gemacht“ (Koran 30:21).
Ein Gelehrter unserer Tage, Sajied Kotb, sieht in der hier erwähnten Liebe und Barmherzigkeit die natürlichen Empfindungen, die der Mann dem anderen Geschlecht gegenüber hegt, und die der Schöpfer gepflanzt hat. Frühere Gelehrte erblickten in der „Liebe“ zwischen den Ehegatten in obigem Vers die geschlechtliche Vereinigung, während „Barmherzigkeit“ sich auf den Ursprung von Mann und Frau beziehen sollte.

Wichtig ist aber, daß diese Liebe und Güte sich nicht im Mann allein findet, abgetrennt von der Frau, sondern daß es sich um eine wechselseitige Beziehung handelt und diese Eigenschaft bei beiden zu finden sein soll.  –  Und der Koran gebietet den Männern: „Geht mit ihnen (den Frauen) in rechtlicher Weise (ma’ruf) um“ (Koran 4:19).  –  Das Lexikon für Begriffe des Korans sagt, ma’ruf bedeutet herkömmliches Gesetz, es schreibt das Gute vor und verbietet das Böse.“

An anderer Stelle wird dieses Wort viele Male mit „recht und billig“ übersetzt, so in der englischen Koran Übersetzung von Usif Ali. Das heißt mit anderen Worten: wenn die Frau sich richtig verhält, muß man sie freundlich behandeln, diese Behandlung muß gerecht sein entsprechend den herkömmlichen Regeln.

Es gibt auch einen Hadith, der uns den guten Ehegatten vor Augen stellt: „Die besten unter euch sind jene, die sich ihren Frauen gegenüber am besten verhalten.“ (Mischkat al-Masabih, Hadith Nr. 68).  (Diesen Hadith finden wir nur bei Tirmidi). Wie weit geht aber diese Güte in schwierigen Zeiten, wenn die Frau sich nicht richtig benimmt?

Aufgrund der Lehre des Korans hat der Mann die verantwortliche Pflicht, seine Frau zu ermahnen; er hat auch das Recht, sie in sexueller Hinsicht zu verlassen und sie zu schlagen, um damit jede Art von Aufsässigkeit in ihrem Verhalten zu bessern.‘

Der Koran sagt: „Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben… Ermahnt diejenigen, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern und schlagt sie.“ (Der Koran 4:34).

Etliche Übersetzer fügen noch das Wort „leicht“ hinzu bei „schlagt sie“. Andere, wie Mohammed Pickthall und Rodwel übersetzen das Wort „edrebouhon“ (sonst: schlagt sie) mit „peitscht sie aus“.

Wenn wir erfahren, bei welchem Anlaß dieser Vers in Koran 4:34 offenbart worden ist, so fällt mehr Licht auf dessen Bedeutung. Die meisten Kommentatoren berichten: „Obiger Vers wurde offenbart, als eine Frau zu Mohammed kam und sich beklagte, daß ihr Gatte sie ins Gesicht geschlagen habe (was noch deutlich im Gesicht zu sehen war). Zuerst sprach der Prophet zu ihr: ’Einige dich mit ihm’, aber dann fügte er hinzu: ’Warte, bis ich darüber nachgedacht habe’. Später wurde ihm dann der obige Vers geoffenbart, und daraufhin sprach der Prophet: ’Wir wollten das eine, aber Allah wollte etwas anderes, und was Allah will, ist das beste’.“ (Rasi, At-Tafsir al-Kabir, zu Koran 4:34).

Das Schlagen bei der eben erwähnten Begebenheit kann wohl kaum als leicht beschrieben werden. Dieses Schlagen gilt ja als allerletzte Korrekturmaßnahme, wenn die Bestrafung durch Entzug der geschlechtlichen Begegnung nichts gefruchtet hat. Leichtes Schlagen wäre ja nutzlos. Aber heftiges Schlagen ist die logische Steigerung in der Stufenleiter der Strafmaßnahmen: Ermahnung, sexuelles Meiden und zuletzt Schläge. Um irgend eine Wirkung zu erzielen, muß dieses Schlagen entsprechend heftig sein, tiefer greifend als sexuelles Meiden. Dieses Schlagen ist jedoch nicht gleich dem Auspeitschen bei Sklaven. – „Das Schlagen darf keine Verletzung verursachen.“ (Mischkat al-Masabih, Hadith Nr. 50).
Der Mann hat also das Recht, seine rebellierende Frau zu schlagen, solange dieses nicht so aussieht wie das Auspeitschen von Sklaven, und solange es die Frau nicht verletzt.

Der Übersetzer des Mischkat al Masabih schrieb in einer Fußnote zu Fatwa von Kasi Khan, daß das leichte Schlagen „erlaubt ist in vier Fällen:
1) Wenn sie sich nicht so herausputzt und schmückt, wie ihr Gatte dies wünscht.
2) Wenn er sie zum Geschlechtsverkehr zu sich ruft und sie sich ohne eine gesetzlich anerkannte Entschuldigung weigert.
3) Wenn sie den Befehl erhält, ein Bad zu nehmen, um sich von Verunreinigung zu waschen, und rein zu sein zum Gebet, und sie das verweigert.
4) Wenn sie weiter weg geht ohne Erlaubnis ihres Gatten.“ (ebd., Hadith 75)

Eine andere Fußnote desselben Textes lautet: „Keine Frau soll ihrem Gatten verweigern, was er von ihr wünscht, es sei denn, sie hätte eine religiöse Begründung, d.h. zu den Zeiten ihrer monatlichen Reinigung oder während eines Fastens. Etliche Theologen sehen jedoch in solcher Verweigerung eine unrechtmäßige Handlung, da ihr Gatte ja durch seine Frau in anderer Weise Befriedigung empfangen kann, beispielsweise durch Umarmen und Küssen. Ihrem Gatten in seinem Bett zu Willen zu sein, wann immer er dies wünscht, das ist die Pflicht einer Ehefrau“. (Hadith Nr. 75).

Das Schlagen ist unangefochtenes Recht des Ehemannes. Das Recht des Mannes, „seine Frau zu schlagen“, gehört nicht einer fernen Vergangenheit an. Der Guardian Weekly berichtet:
„1987 bestätigte ein ägyptisches Gericht   und damit folgte es einer Koraninterpretation der ,Vereinigung arabischer Juristen‘, daß es die Pflicht eines Ehemannes sei, seine Frau zu erziehen, und deshalb habe er auch das Recht, sie zu bestrafen, wenn er dies wünsche. (Guardian Weekly, australische Zeitung, vom 23.12. 1990, Violence against Women Highlighted, S.13).

Der zeitgenössische Gelehrte und Kommentator Sajied Kotb versucht, die im oben zitierten Vers des Korans zu findende Vorschrift   daß ein Mann seine Frau schlagen soll   auf diese Weise zu rechtfertigen:
„Die Tatsachen des Lebens und die psychologischen Beobachtungen von gewissen Formen der Abweichung zeigen, daß sich in bestimmten Fällen das Schlagen als das am ehesten geeignete Mittel erweist, daß sich dadurch das Verhalten der betreffenden Person bessert…. und sie auch befriedigt…, beides zugleich!

Aber selbst ohne die Existenz dieser Form einer psychologischen Abweichung ist es möglich, daß manche Frauen die Vormachtstellung des Mannes, den sie als ihren Hüter und Ehegatten gerne haben möchten, erst dann anerkennen können, wenn er sie physisch überwältigt hat. Das ist nicht bei jeder Frau so, aber es gibt doch solche Charaktere. Und diese Art von Frauen braucht eine derart handgreifliche Behandlung, um auf den richtigen Weg zu kommen und innerhalb der ernsten Einrichtung (Ehe) in Frieden und Ruhe zu bleiben.“ (Sajid Kotb, Fi Zilal al-Qur’an, Kommentar zu Koran 4:34).

Bezugnehmend auf obiges Zitat sagten einige Intellektuelle: „Die Widerspenstigkeit der Frau (nuschus) ist aus medizinischer Sicht ein krankhafter Zustand. Und es gibt da zwei Arten: die erste ist, wenn die Frau es genießt, der unterwürfige Partner zu sein, und Lust empfindet, wenn sie geschlagen und gequält wird. Man nennt dies Masochismus. Die zweite Art ist es, wenn die Frau Freude daran hat, den Partner zu verletzen, zu beherrschen und zu lenken. Das heißt dann Sadismus. Für solch eine Frau gibt es keine Abhilfe, man muß ihre Stacheln entfernen und die Waffe zerbrechen, mit welcher sie dominiert. Und ihre Waffe ist ihre Weiblichkeit. Aber die andere Frau, die Gefallen findet an Unterwürfigkeit und am Geschlagenwerden, wird durch Schlagen geheilt. Deshalb gebietet der Koran: ’Entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern und schlagt sie’ – und darin stimmt er mit den neuesten psychologischen Forschungsergebnissen über das rebellische Verhalten von Frauen überein. Hier sehen wir eines der Wunder des Korans, denn wir finden hier wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich psychologischer Forschungen.“ (The Australien Minaret, herausgegeben von der Australian Federation of the Islamic council, November 1980, S. 10).

Die beiden obigen Zitate stellen die Behauptung auf, daß das vom Koran angeordnete Schlagen eine perverse, masochistische Frau von ihrer Verhaltensstörung heilen würde. Wird es aber nicht vielmehr ihre Perversion noch vergrößern, indem es ihr die erwünschte Befriedigung verschafft? Ist es für einen Alkoholiker das geeignete Heilmittel, ihm Alkohol zu geben? Und warum soll dann die sadistische Frau ebenfalls geschlagen werden? Warum soll sie nicht nach ihrem eigenen Wunsch leben dürfen, wie ja auch die masochistische? Warum soll sie nicht andere schlagen und foltern dürfen?

Und selbst wenn diese Behandlung für eine Minderheit von Frauen, die wirklich pervers sind, erfolgreich sein sollte, rechtfertigt dies denn das Gebot, jede Frau, die aus irgendeinem anderen Grund widerspenstig ist, zu schlagen?

Ob nun aber das Schlagen einer Frau gerechtfertigt ist oder nicht   es ist in jedem Fall alleiniges Recht des Ehemannes.
Der Mann, der Widerspenstigkeit bei seiner Frau befürchtet, muß sie zuerst ermahnen. Wenn das nichts nützt, dann hat er das Recht, sie in geschlechtlicher Hinsicht zu meiden. Und wenn das auch nicht fruchtet, ist es sein Recht, sie zu schlagen.

Sajied Kotb führt aus, wie es sich auf die Frau auswirkt, wenn der Mann sie in geschlechtlicher Hinsicht meidet, nachdem die Ermahnung nichts erreicht hat: „Nun kommt die zweite Phase…, nun muß der Mann eine stärkere psychologische Maßnahme ergreifen, die sich gegen ihre ganze Anziehungskraft und ihre Schönheit richtet, indem er sich ihr entzieht, ihr Bett meidet, denn dieses ist der Ort der Verführung und Verlockung, wo die widerspenstige Frau ihre Macht ganz entfalten kann. Wenn der Mann seine Schwäche ihrer Verführung gegenüber besiegen kann, so hat er sie damit ihrer stärksten und wirkungsvollsten Waffe beraubt.“

Ein anderer Gelehrter schreibt dazu: „Dieses sexuelle Meiden ist ein Mittel, das die Widerspenstigkeit der Frau zähmt und ihren Stolz demütigt, denn es richtet sich gegen ihren höchsten Schatz, gegen ihre Weiblichkeit…. und somit bringt es die größte Demütigung und Niederlage für die Frau.“

Ich wiederhole noch einmal: der Mann hat das Recht, seine Frau sexuell zu meiden und sie zu schlagen, wenn er bei ihr Widerspenstigkeit befürchtet.

Die Frau jedoch kann nicht zu solchen Maßnahmen greifen, wenn sie ihrerseits bei ihrem Gatten Roheit erblickt. Das sagt folgender Vers ganz deutlich: „Wenn eine Frau von ihrem Gemahl Roheit befürchtet oder auch Abwendung, so ist es für sie beide kein Vergehen, untereinander Aussöhnung zu schaffen, und die Aussöhnung ist besser.“  –  Koran 4:128 und Koran 4:34 gebieten diplomatisches Vorgehen als einzig mögliche Maßnahme für eine Frau, die bei ihrem Mann negative Gefühle ihr gegenüber befürchtet.

Im umgekehrten Fall aber gibt der Koran den Befehl, Macht und sexuelles Meiden anzuwenden. Buchari zeigt uns an dem Beispiel des folgenden Hadith, welche Möglichkeit eine Frau hat, wenn sie sich vor Misshandlung oder vor Verlassenwerden durch ihren Mann fürchtet: „Die Frau, deren Gatte sie nicht länger mehr bei sich behalten möchte, sondern sich von ihr scheiden lassen und eine andere Frau heiraten will, die soll zu ihrem Gatten sagen: ’Behalte mich und scheide mich nicht von dir; heirate eine andere Frau, du musst dich weder mit mir abgeben, noch mit mir schlafen.’ Das ist aus dem Wort Allahs zu entnehmen: ’Es ist kein Vergehen, wenn sie eine freundschaftliche Einigung untereinander aushandeln, und solch eine Aussöhnung ist besser’.“ (Sahih Buchari).

Entsprechend Bucharis korrektem und zuverlässigem Hadith besteht die empfohlene freundschaftliche Einigung für die Frau darin, dem Wunsch ihres Gatten nach einer weiteren Heirat nachzugeben und ihre finanziellen und sexuellen Rechte aufzugeben.

Das Schlagen ist das letzte Mittel, ehe man sich von einer widerspenstigen Frau scheidet. Zuerst muß sie ermahnt werden. Bringt das nicht den gewünschten Erfolg, so kann der Ehegatte sie verla¬ssen, sie meiden. Das Koran Gebot, sich mit einer Frau freundschaftlich zu einigen, widerspricht nicht dem Gebot, die rebellische Frau zu schlagen und zu meiden, denn die freundschaftliche Behandlung kann sehr unterschiedlich aussehen, und das Schlagen ist dabei durchaus mit eingeschlossen. Der Prophet selbst, der gegenüber seinen Frauen der freundlichste aller Muslime war, hat sie alle in sexueller Hinsicht einen ganzen Monat lang gemieden (Hadith 130).

Iman Ghasali formuliert es wie folgt: „In den Frauen lebt Bosheit und Schwäche. Diplomatie und Härte sind die angezeigten Mittel für die Bosheit, Freundlichkeit und Sanftheit sind angebracht bei Schwäche.“

2) Der Mann darf bis zu vier Frauen heiraten und darf darüber hinaus intime Beziehungen unterhalten zu einer unbegrenzten Anzahl von Sklavinnen

Männer dürfen mehr als nur eine Frau heiraten, das geht aus folgendem Vers hervor: „Wenn ihr fürchtet, gegenüber den Waisen (Mädchen) nicht gerecht zu sein, dann heiratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber fürchtet, sie nicht gleich zu behandeln, dann nur eine, oder was eure rechte Hand an Sklavinnen besitzt. Das bewirkt eher, daß ihr euch vor Ungerechtigkeit bewahrt.“ (Der Koran 4:3).

Manche sind jedoch zu dem Schluß gekommen, daß es nicht erlaubt sei, mehr als eine Frau zu heiraten, weil es ja nicht möglich ist, sich diesen gegenüber immer gerecht zu verhalten. Sie führen dabei den folgenden Vers an: „Ihr werdet es nicht schaffen, die Frauen gleich zu behandeln, ihr mögt euch noch so sehr bemühen. Aber wendet euch nicht (von der einen) gänzlich ab…“ (Koran 4:129).

Die Mehrheit der Kommentatoren stimmen nun darin überein, daß die „gleiche Behandlung“ in Koran 4:3 sich auf die Aufteilung von Zeit und Geld bezieht, während die in Koran 4:129 erwähnte sich mit der Zuwendung und Liebe des Mannes zu seinen Frauen befaßt. – Sie argumentieren auch, daß ja selbst Mohammed persönlich nicht unparteiisch gewesen ist in seiner Zuneigung zu seinen Frauen, denn er liebte Aischa mehr als jede andere von ihnen (Rasi).

Sofern also der Ehegatte in der Lage ist, seine Zeit und sein Vermögen gerecht zu verteilen, darf er bis zu vier Frauen heiraten. Andere wiederum glauben, die erlaubte Anzahl betrage neun Frauen, da zwei plus drei plus vier zusammen neun ergibt und da auch Mohammed bei seinem Tod neun Frauen hatte   und seinem Vorbild nachzuleben ist ja immer lobens  und empfehlenswert.

Und noch andere sehen in jenem oben zitierten Vers die Erlaubnis, Frauen in unbegrenzter Anzahl zu haben, denn es heißt ja an dieser Stelle nicht „zwei oder drei oder vier“, nein, der Wortlaut ist in der Tat: „zwei und drei und vier“, was angeblich bedeutet: zwei und drei und vier und… Die Mehrheit hält jedoch an der Obergrenze von vier Frauen fest. Man begründet dies durch den Hadith, der von einem Mann mit zehn Frauen berichtet. Als dieser ein Muslim wurde, sprach Mohammed zu ihm: „Behalte vier und entlasse die übrigen.“

Der große muslimische Gelehrte Ghasali gibt uns als Begründung für die Vielehe folgenden Gedanken: „Manche Männer haben einen solch starken sexuellen Trieb, daß eine Frau nicht genügen würde, um sie (vor Ehebruch) zu schützen. Deshalb ist es besser, wenn solche Männer mehr als nur eine Frau ehelichen, sie mögen bis zu vier Frauen nehmen.“

Neben dieser bis jetzt dargestellten Einrichtung hat aber der Mann auch noch das Recht auf intimen Verkehr mit seinen Sklavenmädchen. ,,Denn beim Kauf eines Sklavenmädchens schließt der Kaufvertrag das Recht mit ein, sie körperlich zu besitzen.“ „Dieser Vertrag beinhaltet erstens den Besitz der Sklavin und zweitens das Recht, sie in geschlechtlicher Hinsicht zu genießen.“ (Abd ar-Rahman al-Gasiri, 1990, Bd.4, S. 89).

Wieder gibt uns Ghasali die Begründung, weshalb Verkehr mit den Sklavinnen noch neben den eigenen Frauen gut ist: „Bei den Arabern ist die Leidenschaft ein übermäßig starkes Element ihrer Natur, deshalb ist auch das Verlangen nach geschlechtlichem Verkehr bei den frommen Männern unter ihnen offensichtlich stärker. Um nun ihr Herz frei machen zu können für die Verehrung Gottes, ist ihnen gestattet worden, Sklavinnen zu ehelichen, wenn sie zu irgendeinem Zeitpunkt die Befürchtung hegen sollten, ihre Leidenschaft könne sie zu einem Ehebruch verführen. Obwohl es wahr ist, daß solch eine Heirat zur Geburt eines Kindes führen könnte, das dann ein Sklave ist, was eine gewisse Form der Zerstörung darstellt…, so ist dennoch das Versklaven eines Kindes ein leichteres Vergehen als die Zerstörung eines frommen Glaubens. Denn das Versklaven des Neugeborenen ist nur zeitlich, aber durch Ehebruch geht die Ewigkeit verloren.“

Ghasali gab uns ein Beispiel dieses übermäßigen sexuellen Verlangens in der Gestalt „des Sohnes von Omar, der als Asket und als Gelehrter bekannt war. Er brach sein Fasten gewöhnlich mit Sex, noch ehe er Nahrung zu sich nahm. Und vor der letzten Mahlzeit konnte er ohne weiteres mit dreien seiner Sklavenmädchen Verkehr gehabt haben.“

Und Buchari berichtet: „Der Prophet nahm gewöhnlich alle seine Frauen in einer Nacht nacheinander (er hatte mit allen Verkehr), und zu jener Zeit hatte er neun Frauen“ (Sahih Buchari).
Denn: „Er, der Prophet, sagte einmal von sich selbst, ihm sei in Bezug auf das Geschlechtliche die Kraft von vierzig Männern verliehen worden.“ (Mohammad Ibn Saad, Kairo 1970, S. 139).
Und: „Ali, der von allen Gefährten der am meisten asketisch lebende war, hatte vier Frauen und siebzehn Sklavenmädchen als Nebenfrauen“ (Ghasali).

Während: „etliche von den anderen Gefährten drei oder vier Frauen hatten und die Schar derer, die zwei Frauen hatten, unzählbar war.“

Als Kommentar zu der Vorschrift bei der Heirat mit Sklavenmädchen, wie wir dies im letzten Abschnitt der oben zitierten Koranverse finden, schrieb Rasi: „Gott gab für das Ehelichen von mehreren Sklavenmädchen ebenso leichte Vorschriften wie für das Ehelichen einer einzigen freien Frau. Darüber hinaus sind die Pflichten und Bedingungen bei Sklavenmädchen leichter als die vorgeschriebene Mitgift (bei einer freien Frau, d. Übersetzer), unabhängig davon, ob man wenige von ihnen hat oder viele, unabhängig davon, ob man die geschlechtliche Zuwendung und Beziehung gerecht unter ihnen aufteilt oder nicht, unabhängig davon, ob man vollständigen Sexualverkehr mit ihnen pflegt oder nicht“ (Rasi).
Der Kommentator Kortobi entnimmt aus diesem Vers (Koran 4:3), daß Sklavinnen, welche ein freier Muslim auf solche Weise gebraucht, „keinerlei sexuellen Rechte, auch keine finanziellen Rechte, haben. Denn Gott hat ’die eine freie Frau und die Sklavenmädchen, die du in Besitz nehmen magst’, in derselben Art geschaffen. Der Mann schuldet den Sklavinnen nur die angemessenen Pflichten des Eigentumsverhältnisses und die Freundlichkeit, die den Sklaven zum Wohl dient! (Kortobi).

3) Das Recht des Mannes, sich von seiner Frau zu scheiden
In den meisten Kulturen gilt die Scheidung als eine Einrichtung mit negativen Folgen. Dies sieht man im Islam auch nicht anders an, aber trotzdem gilt sie als gesetzlich berechtigtes Vorgehen.

Der Hadith lehrt:
„Die abscheulichste aller gesetzlich erlaubten Handlungen vor den Augen Allahs ist die Scheidung“ (Mischkat).

Die Vollmacht zur Scheidung liegt gewöhnlich in der Hand des Mannes. Buchari hat uns einen Hadith überliefert, der zeigt, wie problemlos dieser abscheuliche und doch gesetzliche Akt sich durchführen läßt:
„Ein Mann kann zu seinem Bruder sprechen: ,Suche dir doch irgendeine von meinen Frauen aus, und   wenn du dies wünschest, so werde ich mich von ihr scheiden.“

Es ist sogar möglich, daß dies gegen den Willen oder die Liebe beider, des Mannes und seiner Ehefrau, geschieht.

„Der Sohn von ‚Omar berichtet: Ich hatte in meinem Besitz eine Frau, die ich liebte, aber ‚Omar liebte sie nicht. Er befahl mir: Scheide dich von ihr. Aber ich weigerte mich. Da ging Omar zu dem Botschafter Allahs und klagte es diesem. Und der Botschafter Allahs gebot mir: Scheide dich von ihr‘.“ (Mischkat).

4) Die Vorrechte, des Mannes bezüglich des Sorgerechts für Kinder
Bezüglich des Sorgerechts für Kinder ist der Mann der privilegierte Teil. Gasiri ist ein Experte auf dem Gebiet des islamischen Rechts.
Er schreibt:
„Die Hanafiten bilden die größte Gruppe unter den Muslimen, sie sagten: Das Sorgerecht für die Kinder ist folgendermaßen geregelt: Als erstes sollte die Frau den islamischen Glauben nicht verleugnen, so sie dies tut, hat sie kein Recht, die Kinder zu erziehen. Als zweites muß sie einen guten Charakter haben, denn wenn es sich erweisen sollte, daß dieser verderbt ist durch käuflichen oder geheimen Sex oder durch Diebstahl, oder daß sie ein niederes Gewerbe pflegt wie beispielsweise als bezahltes Klageweib oder als Tänzerin, so verliert sie ihr Erziehungsrecht. Als drittes ist es ihr nicht gestattet, irgendeinen anderen Mann zu heiraten als den Vater des Kindes. Sollte sie eine zweite Ehe eingehen, so hat sie kein Erziehungsrecht, es sei denn, ihr neuer Ehegatte wäre mit dem Kind verwandt als Onkel väterlicherseits. Falls aber ihr zweiter Mann ein Fremder ist, so hat sie kein Erziehungsrecht. Als viertes darf sie das Kind nicht ohne Aufsicht lassen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Kind weiblichen Geschlechts ist, denn diese bedürfen des Schutzes. Wenn also die Mutter für eine lange Zeit nach draußen gehen mußte und somit das Kind vernachlässigt hat, so hat sie kein Recht mehr in Bezug auf die Erziehung des Kindes.

Als fünfter Punkt sei noch erwähnt: Gesetzt den Fall, daß der Vater arm ist und die Mutter das Kind nur gegen Bezahlung versorgen will, und eine Tante sich anerbietet, dies umsonst zu tun, so wird die Tante das Recht zur Erziehung zugesprochen bekommen.

Die Zugehörigkeit zur islamischen Religion ist jedoch nicht unbedingt Vorraussetzung für die Erziehungsrechte eines Kindes. Wenn ein Mann mit einer Frau verheiratet ist, die dem „Glauben des Buches“ (so nennen die Muslime den christlichen Glauben) angehört, so hat sie das Recht zur Erziehung, solange letztere frei ist von Verderbnis und Abfall vom islamischen Glauben. Sollte es sich aber anders verhalten, wenn man sie etwa mit dem Kind zu einer Kirche gehen sah oder sie diesem Schweinefleisch zu essen oder Wein zu trinken gegeben hat, so hat der Vater das Recht, ihr das Kind wegzunehmen, denn die geistige Gesundheit ist anerkanntermaßen die wichtigste Voraussetzung.“ (’Abd ar-Rahman al-Gasiri, Bd. 4, S.522).

Über die Dauer der Erziehung fügte Gasiri hinzu:
„Die Hanafiten sagten, die Mutter habe bei einem Knaben das Recht zur Erziehung, bis er sieben Jahre alt ist. Andere sagten, dies gelte bis zum Alter von neun Jahren. Es wird jedoch allgemein die erstere Meinung als rechtsgültig angesehen. Auch beim Mädchen gibt es unterschiedliche Ansichten. Entweder bis zur ersten Menstruation oder aber, bis sie das Alter der Pubertät erreicht hat, welches man mit neun Jahren für gekommen hält. Und letzteres ist nun rechtlich anerkannt.“

Die Mutter darf also das Kind während der ersten schwierigen Jahre haben, wo sie nachts aufstehen muß, um das Kind zu füttern und die Windeln zu wechseln etc., und dann kann der Vater es übernehmen, wenn es bereits eher eine Hilfe sein kann und selbst kaum mehr Hilfe benötigt!

5) Männer werden sich im Paradies mit beständig jungfräulich bleibenden, auserlesenen Mädchen vergnügen
Muslimische Männer sind bereits in diesem Leben berechtigt, mehrere Frauen zu haben. Im Paradies werden sie zusätzlich mit weiteren Frauen belohnt, mit Frauen von vollkommener Schönheit.
Mua’s berichtet über den Botschafter Allahs und dessen Aussage:
„Eine Frau macht ihrem Ehegatten keine Not in dieser Welt, aber seine Frau von den klaräugigen Jungfrauen (Huri) sagt nicht zu ihr: ’Mach ihm kein Beschwer. Allah möge dich vernichten, er ist bei dir nur ein vorüberziehender Gast, und die Zeit steht nahe bevor, wo er dich verlassen und zu uns kommen wird’.“ (Mischkat al-Masabih, Hadith Nr. 62).

Der Herausgeber des Mischkat schrieb zu dieser Überlieferung in einer Fußnote:
„Keine Frau sollte ihrem Gatten Beschwer oder Not bereiten. Sie sollte es ihm bequem machen und ihn im Haushalt bedienen. Wenn sie sich anders verhält, wird sie im Paradies nicht seine Gemahlin sein können. Dort werden die klaräugigen jungfräulichen Mädchen seine Gemahlinnen sein.“

Denn der Koran verheißt rechtgläubigen Männern im Paradies wunderschöne Frauen. Diese werden wie folgt beschrieben:
„Die Gottesfürchtigen befinden sich an einer sicheren Stätte in Gärten und an Quellen. Sie tragen Gewänder aus Seide und Brokat und sie liegen einander gegenüber. So ist es. Und wir geben ihnen als Gattinnen Huri mit schönen, großen Augen.“ (Der Koran 44:51-54).

„Darin sind (Frauen), die ihre Blicke zurückhalten, die vor ihnen weder Mensch noch Dschinn beschlafen hat… als wären sie Hyazinthen und Korallen.“ (Der Koran 44:51-54).

„Ganz gewiß erwartet die Gottesfürchtigen ein Ort der Sicherheit, Gärten und Weinberge, und Mädchen mit schwellenden Brüsten (Kawa’eb) und gleichaltrige Frauen… und ein randvoller Becher.“ (Der Koran 78:33).

Wir ersehen hieraus, daß die Gottesfürchtigen im Paradies „verheiratet“ werden mit Frauen. Diese Frauen werden keinen anderen Mann anblicken als ihren Gemahl, sie werden in ihren Zelten zurückgezogen leben. Sie werden blond sein, nicht wie die dunkelhäutigen Frauen Arabiens. Ihre Schönheit wird eine vollkommene sein. Ihre Augen sind groß und weit und ihre Brüste sind „Kawa’eb = schwellend und fest, nicht herabhängend“ (Ibn Kathir, Kommentar zu Koran 78:33).

In einem Hadith lesen wir zudem noch: „Im Paradies… wird jeder zwei so wunderschöne Frauen haben, von so zarter Haut, daß sie wie durchscheinend sein wird, und kein Mann wird im Paradies ohne eine Frau sein.“ (Sahih Muslim, Hadith Nr. 6793)

Ein anderer Hadith erhöht die Zahl der Frauen auf zweiundsiebzig. Siebzig Mädchen sind eigens erschaffen, und zwei sind menschliche Mädchen.
Diese Beschreibungen gelten als wörtlich zu nehmen, und die Beziehungen zwischen Männern und ihren „Huri“ sind physischer Art, nicht nur geistiger, wie in dem folgenden Hadith, welchen der Verfasser des Mischkat al Masabih zeigt:
„Der heilige Prophet sagte: ’Der Gläubige wird im Paradies solch eine Kraft empfangen für die geschlechtliche Vereinigung’. Man fragte: ’Oh Prophet Allahs! Kann er das tun?’ Er antwortete: ’Er wird die Kraft von hundert Männern empfangen’.“ (Hadith Nr. 24).

Dieser Hadith wird von Tirmidi zitiert und eingestuft als Sahih = „zuverlässig und fehlerfrei.“
Ibn Kathir betont in seinem Kommentar die buchstäbliche, physische Natur des Geschlechtslebens im Paradies, dargestellt in einem anderen Hadith:
„Man fragte den Propheten: ’Werden wir im Paradies geschlechtliche Freuden erleben?‘ Er antwortete: ’Ja, bei dem, der meine Seele in seiner Hand hält, und es wird »dahman, dahman« gehen (d.h. heftiger und aufregender Verkehr). Und hinterher wird sie wieder rein und jungfräulich werden wie zuvor’.“ (Ibn Kathir, in seinem Kommentar zu Koran 56:35-37 erklärt er in einer Fussnote die Bedeutung von „dahman“).

Im Islam wird das beständige Nehmen der Jungfräulichkeit traditionell mit dem Paradies assoziiert. Der berühmte Kommentator Al Galalajin hält dafür, daß in dem Frohlocken, das in einem Vers des Korans erwähnt wird   „Die Bewohner des Paradieses frohlocken heute fleißig und freuen sich (fakehoun)“ (Koran 36:55)  – „das Nehmen der Jungfräulichkeit von Frauen im Paradies eingeschlossen ist.“
Der Gelehrte Ghasali zitiert al ’Quasa’i, einen der frühen Gelehrten, der zu obigem Vers den Kommentar gab: „Fleißig frohlocken bedeutet, fleißig den Jungfrauen ihre Jungfräulichkeit nehmen“.

Und der große Kommentator Ibn ’Abbas sagte zu diesem Vers: „(fakehoun) bedeutet, mit Genuß die Jungfräulichkeit dieser Jungfrauen zu nehmen.“ (Kommentar zu Koran 36:55).
Nicht nur auf der Erde hat der Mann beträchtliche sexuelle Vergnügen, im Paradies warten seiner noch mehr.

Er darf hier auf Erden schon mehrere Frauen heiraten, und wenn sein irdisches Leben sich zu Ende neigt, kann er sich auf wunderschöne Frauen im Paradies freuen. Er wird bis zu zweiundsiebzig „Huri“ haben können, er wird im Geschlechtlichen die Energie von hundert Männern erhalten, er wird in der Lage sein, mit Kraft und Lust zu genießen – was ist aber der Frau verheißen? Nichts!

Nicht einmal die Zusicherung, auch nur einen einzigen Mann zu bekommen.
Wieder einmal hat der Mann alle Vorteile und alles Vergnügen, während die Frau sich fortwährend für seine Zwecke gebrauchen lassen muß. Sein Teil ist das Vergnügen   ihres ein Leben voller Unruhe und Störung sowohl in dieser Welt wie in der nächsten.

Die Ursache dieser Privilegien

Wie ist es möglich, daß die Männer im Islam solche Vorrechte haben? Der folgende Text stammt zum größten Teil aus einem zeitgenössischen Werk des Gelehrten Gasiri über islamisches Recht und soll die Hintergründe dieses Phänomens erhellen.

Die Bedeutung des Hochzeitsvertrags
„Der Ehevertrag ist vom Gesetzgeber in dem Sinn abgefaßt, daß der Ehemann Nutzen ziehen kann aus den Geschlechtsorganen der Frau und aus ihrem übrigen Körper zum Zweck seines Genusses. Der Ehegatte besitzt also durch den Ehevertrag dieses ausschließliche Nutzungsrecht.“ (Gasiri, Bd. 4, S.12).

„Allgemein wird trotz unterschiedlicher Rechtsauffassung anerkannt, daß der Ehevertrag zu Gunsten und zum Nutzen des Mannes auf Kosten der Frau aufgesetzt wird, und nicht umgekehrt.

Die Anhänger des Imam Malik (um 708 795) erklärten den Ehevertrag zu einem Vertrag, in welchem das Eigentumsrecht der Nutzung des Geschlechtsorgans der Frau und ihres übrigen Körpers festgelegt wird.

Die Anhänger des Imam Shafi’i sagten: ’Die am weitesten verbreitete Ansicht besagt, daß die Frau der Gegenstand des Vertrags ist, genauer gesagt, der aus ihrem Geschlechtsorgan zu ziehende Nutzen.’ Andere wiederum formulierten es anders: ’Der Vertrag umfaßt sowohl den Mann als auch die Frau’. Aufgrund der ersteren Auffassung kann die Frau den intimen Verkehr mit ihrem Gatten nicht von ihm fordern, denn dies ist sein Recht, nicht das ihre, aufgrund letzterer jedoch ist auch sie zu solch einer Forderung berechtigt.

Die Anhänger des Imam Abu Hanifa sagten: ’Das Recht auf sexuelles Vergnügen gehört dem Mann, nicht der Frau. Daraus wird deutlich, daß der Mann das Recht hat, die Frau dazu zu zwingen, daß sie ihn sexuell befriedigt. Sie hat jedoch nicht das Recht, ihn zum Verkehr mit ihr zu zwingen außer einem einzigen Mal (im ganzen Leben). Aus religiösen Gründen hat er aber die Pflicht, mit ihr zu verkehren, damit sie dadurch bewahrt bleibt vor moralischem Verderben’.“

Die Bedeutung der Morgengabe
„Morgengabe (Mahr) ist der Fachausdruck für den Geldbetrag, welcher bei der Hochzeit laut Ehevertrag an die Frau ge eben werden muß zum Ausgleich dafür, daß sie zum Genuß gebraucht werden wird.“ (al-Gasiri, S. 7)
„Der allerwürdigste Vertrag ist jener, womit du dir das Recht erwirbst, dich der intimen Körperteile einer Frau zu erfreuen.“ (Buchari, Hadith 53).

Die Enzyklopädie des Islam gibt zu dem obigen Hadith folgenden Kommentar:
„Nach einer Überlieferung bei Buchari ist das ,Mahr‘ eine wesentliche Vorbedingung für die gesetzliche Anerkennung einer Ehe: Jede Hochzeit ohne Mahr ist null und nichtig‘.“
Die Bezahlung der Morgengabe sichert erst grundlegend die intimen Rechte des Mannes. Es heißt: „Wer seiner Frau als Morgengabe zwei Handvoll Mehl oder Datteln gibt, der hat damit (für ihre intimen Körperteile) Ausgleich geleistet.“ (al-Masabih, Hadith Nr. 57)

Der Zusammenhang zwischen Morgengabe und geschlechtlichem Vergnügen zeigt sich sogar außerhalb der Ehe:
„Wenn ein Mann intimen Verkehr mit einer verheirateten Frau hat, weil er sie versehentlich für seine eigene Frau hält, so muß er ihr eine Morgengabe zahlen, die im Wert der Morgengabe entspricht, welche einer Frau ihrer sozialen Stellung zukommt. Diese Morgengabe wird dann Eigentum der Frau und nicht ihres Ehegatten.“

Die Bedeutung der Morgengabe als Garantie für das sexuelle Vergnügen des Mannes ist im Koran verankert, wie uns die folgenden Stellungnahmen hervorragender Gelehrter zeigen:
„(Denen unter ihnen, die ihr genossen habt, sollt ihr   das ist eine Rechtspflicht   ihren Lohn geben. Koran 4:24) Das hier erwähnte Genießen ist das sexuelle Vergnügen. Und der Lohn dafür ist die Morgengabe. Die Morgengabe wurde als Lohn bezeichnet, weil sie ja in der Tat die Entlohnung für das Vergnügen darstellt… Daraus sehen wir, daß diese Entlohnung als Ausgleich gilt für den intimen Verkehr, denn was man im Austausch für ein Vergnügen bezahlt, das wird Lohn genannt. (Kortubi).

Auch der folgende Hadith bezeugt die wichtige Bedeutung der Morgengabe:
„Ein Mann nahm eine Frau zur Ehe und hielt sie für unberührt. Aber er mußte erkennen, daß sie schwanger war infolge eines Ehebruchs, also ging er hin und berichtete alles dem Propheten. Dieser urteilte, daß die Frau Anspruch habe auf die Morgengabe. Dann trennte er die beiden, gab den Befehl, die Frau zu verprügeln, und sprach zu dem Mann: ’Das Kind wird dein Sklave sein’. (Im Islam ist weder Anerkennung noch Adoption unehelicher Kinder möglich.) Demnach wird die Morgengabe im Austausch zu ehelichem Verkehr gegeben“ (Ibn Kathir).
„Als entsprechenden Ausgleich muß man für den Gebrauch der Geschlechtsorgane der Frau die Morgengabe bezahlen“ (Rasi).

(Denen unter ihnen, die ihr genossen habt, sollt ihr   das ist eine Rechtspflicht   ihren Lohn geben. Koran 4:24) Es bestehen zu diesem Vers zwei Auslegungsmöglichkeiten.
Entweder legt man das Hauptgewicht auf das Wort Allahs (Das ist die Vorschrift Gottes für euch…. daß ihr euch mit eurem Vermögen Frauen sucht… zur Ehe). Das bedeutet, man soll mit seinem Vermögen eine Frau zur Ehe gewinnen. Diese Meinung vertreten die mei¬sten der Gelehrten. Die zweite Auslegung erkennt in diesem Vers einen Hinweis auf die zeitlich begrenzte Ehe“ (Rasi).

„Abu Bakr ar Rasi sagte: ’Dieser Vers (Koran 4:24) ist der Beleg dafür, daß die Morgengabe an eine Sklavin nicht zugleich ihre Freilassung bedeuten kann’. Denn aus diesem Vers geht hervor, daß das Geschlechtsorgan der Frau ein Gegenstand von finanziellem Wert ist.“
„Malik sagte: Die Morgengabe sollte nicht weniger als ein Vierteldinar oder drei Dirhem betragen. Einige unserer Anhänger rechtfertigten dies folgendermaßen:
Für den Diebstahl eines Minimalbetrages wird vom Gesetz das Abhacken der Hand verlangt, und dieser Minimalbetrag ist ein Vierteldinar oder drei Dirhem. Da nun die Mindestsumme für die Morgengabe ebenfalls ein Vierteldinar oder drei Dirhem ist, entspricht also das Geschlechtsorgan der Frau in seinem Wert einer Hand, denn beide sind ja Teile des Körpers. Das war die Ansicht Maliks.

Abu ‚Omar sagte: ’Abu Hanifah war bereits vor ihm zu demselben Schluß gekommen. Auch er verglich die Morgengabe mit dem Abhacken der Hand. Aber nach seiner Auffassung darf die Hand nicht abgehackt werden für weniger als einen Dinar oder 12 Dirhem, und auch die Morgengabe darf nicht geringer sein als diese Summe“ (Kortubi).

„Allahs Wort (Erlaubt ist, daß ihr euch mit eurem Vermögen Frauen sucht… zur Ehe) bedeutet: durch Eheschließung oder durch Kauf. Auf diese Weise gab Allah der Weise dem Geschlechtsorgan der Frau durch den zu zahlenden Preis einen rechtlichen Status. Die¬ser verlangt das Entrichten der Morgengabe bei der Eheschließung.

Der Allerhöchste erklärte dadurch den Gebrauch der Geschlechtsorgane der Frau für ungesetzlich, eine Ausnahme ist nur bei ausgleichender Bezahlung möglich“ (Ibn al-‚Arabi, Ahkam al-Qur’an, Teil 1, S. 387).
’…. gebt ihnen ihren angemessenen Lohn’ (Koran 4:24). Dieser Vers nennt die Morgengabe einen Lohn. Dies beweist auch der Brauch, daß man die Morgengabe im Austausch gibt für den Nutzen des sexuellen Vergnügens. Denn der Nutzen ist das entsprechende Gegenstück zu diesem sogenannten Lohn’.“ (Ibn al-‚Arabi)

„Unsere Gelehrten sagten: ’Allah, der Allerhöchste, erklärte die Morgengabe zu einem Tauschmittel. Er reihte sie unter andere Tauschmittel ein, indem er sprach: »Denen, die ihr genossen habt, sollt ihr ihren angemessenen Lohn geben« (Koran 4:24). Er nannte dies Morgengabe, er nahm sie aus dem Gesetz der Geschenke in das Gesetz des Austauschs.’
Das Argument, es würden bei der Heirat beide Partner sich gegenseitig genießen und die Morgengabe sei eine zusätzliche Zahlung an die Frau   dieses Argument ist nicht richtig. Vielmehr ist der Ehegatte zur Entrichtung der Morgengabe verpflichtet, und er ersteht sich dadurch das Recht einer ’Herrschaft’ über die Frau, es ist dann zwischen den beiden ein Verhältnis wie zwischen Herr und Sklave aufgrund des von ihm entrichteten Ausgleichs. In Bezug auf die Frau erhält der Ehegatte dadurch eine Art von Nutzungsrecht und Verfügungsrecht. Die Frau darf nur mit seiner Erlaubnis fasten, sie darf auch eine Pilgerfahrt nur mit seiner Erlaubnis antreten, sie kann selbst das Haus nur mit seiner Erlaubnis verlassen. Und er wird auch über ihren Besitz bestimmen bis auf ein Drittel, das ihr wirklich alleine noch gehört. Es ist im übrigen selbstverständlich, daß er auch über ihren Körper das Verfügungsrecht hat“. (Ibn al-‚Arabi, Ahkam al-Qur’an, Teil 1, S. 317).

Ibn al ‚Arabi (gest. 1240) hielt es also für eine Lehre des Korans, daß der Mann dank der von ihm geleisteten Morgengabe sich diese sexuellen Rechte erworben habe. Er ging sogar so weit, die Beziehung zwischen einem Ehemann und seiner Frau mit dem Verhältnis zwischen Herr und Sklave zu vergleichen.

Der Mann darf seiner Frau untersagen, ein Kind aus ihrer früheren Ehe selbst zu versorgen
Die durch die bezahlte Morgengabe erworbenen Rechte beinhalten nicht nur den geschlechtlichen Aspekt, sie betreffen auch Kinder aus einer vorangegangenen Ehe:
„Der Ehegatte hat das Recht, seiner Frau zu verbieten, ein Kind ihres früheren Mannes zu versorgen und zu stillen (wenn sie nun in seinem Hause lebt), denn das würde sie davon abhalten, sich ihrem Gatten zu widmen, es würde auch ihre Schönheit und Reinlichkeit beeinträchtigen, und auf all dies hat allein ihr Gatte ein Anrecht“ (Die Hanafiten).

Der Mann hat das Recht, seiner Frau den täglichen Unterhalt zu verweigern.
Im Islam „entsteht durch eine Eheschließung keinerlei Gütergemeinschaft zwischen einem Ehegatten und seiner Frau“. Die Frau ist daher auf den täglichen Unterhalt durch ihren Ehegatten angewiesen. Es gibt jedoch zahlreiche Ursachen, derentwegen der Ehegatte seiner Frau das verweigern kann, wie wir aus dem folgenden entnehmen: Die Hanafiten sagten:
Der Unterhalt einer Frau (nafaka) ist für den Mann eine Pflicht im Austausch dafür, daß die Frau im Haus des Mannes eingeschlossen bleibt, und dafür, daß sie ausschließlich ihm gehört“ (al-Gasiri).

Und weiter lehrten die Hanafiten: „Es gibt keine Versorgung für die Frau,
1) wenn die Frau rebellisch ist (Naschis), d.h. wenn sie aus dem Haus hinausgeht ohne Erlaubnis ihres Mannes und ohne eine berechtigte Person, oder wenn sie sich weigert, sich ihm auszuliefern, so daß sie sein Haus nicht betritt.
2) wenn die Frau eine Abtrünnige ist.
3) wenn die Frau dem Sohn ihres Ehegatten gehorcht oder dessen Vater oder einen dieser beiden mit Wollust küßt oder irgend etwas tut, das ihre Beziehung zu ihrem Ehegatten in einen verbotenen Zustand bringt.
4) wenn der Ehevertrag einer Frau fehlerhaft oder unvollständig ist, oder wenn die Frau irrtümlich mit einem Mann intimen Verkehr hatte, weil dieser sie für seine eigene Frau gehalten hatte.
5) wenn die Frau noch zu jung ist zu intimem Beisammensein. (Islamisches Recht kennt kein vorgeschriebenes Mindestalter für eine legale Eheschließung. (Siehe Encyclopaedia of Islam, unter ’Nikah’)
6) wenn die Frau in Haft ist, sei sie auch ohne Schuld,
7) wenn die Frau so ernstlich krank ist, daß sie nach der Eheschließungszeremonie nicht in das Haus ihres Ehegatten ziehen kann,
8) wenn die Frau von einem anderen Mann vergewaltigt worden ist.
9) Wenn die Frau auf eine Pilgerreise geht…, so gibt es für sie keine Versorgung, weil sie nicht im Haus eingeschlossen bleibt“ (al-Gasiri).
Die Schüler des Imam Shafi’i sagten: „Die Bedingungen für die Versorgung einer Frau durch ihren Mann lauten wie folgt:
Erstens muß sie für ihn verfügbar sein, d.h. sie muß sich ihm anerbieten, indem sie etwa sagt: ,Ich übergebe mich dir‘. Es ist entscheidend wichtig, daß sie ihm im voraus mitteilt, sie sei bereit, ihn zu empfangen, er dürfe nach seinem Belieben zu ihr eingehen. Wenn sie ihm ihre Bereitschaft nicht mitteilt, so hat sie keinen Anspruch auf Unterhalt, selbst wenn sie seinen Besuch bei ihr nicht abschlägt.

Ihre Versorgung ist also davon abhängig, daß sie ihrem Gatten ihre Bereitschaft meldet, jederzeit seinem Wunsch nach einem Zusammensein stattzugeben, denn sie muß jederzeit für ihn verfügbar sein. Sollte sie den ganzen Tag arbeiten, so daß er sie nicht für sich haben kann, so kann ihr der Unterhalt verweigert werden.

Zweitens muß sie zu einem intimen Zusammensein fähig sein. Ist sie ein kleines Mädchen und diesem geschlechtlichen Anspruch noch nicht gewachsen, so hat sie kein Anrecht auf eine Versorgung.

Drittens darf sie sich nicht widerspenstig verhalten oder ihrem Gatten ungehorsam sein, auch nicht in der Form, daß sie sich gegen seine Berührung und seine Küsse sträubt, daß sie sich wehrt, wenn er sie besitzen und sich an ihr erfreuen will. Wenn sie ihm irgend etwas in dieser Weise verweigert, so wird sie an diesem Tag nicht versorgt werden…“

Die Anhänger des Imam Malik erklärten: „So lautet die Vorbedingung für die Versorgung der Frau durch den Mann: Sie muß sich immer verfügbar halten für ihren Mann zu ehelichem Beisammensein, und wenn er dies wünscht, darf sie sich nicht ihm verweigern. Im anderen Fall hat sie kein Anrecht auf eine Versorgung.“

Die Anhänger des Imam Ibn Hanbal (780 855) formulierten: „Die tägliche Versorgung der Frau ist Pflicht des Ehemannes, wenn sich die Frau vollkommen ihm ausliefert…. denn dieser tägliche Unterhalt geschieht ja im Austausch zu dem sexuellen Vergnügen des Ehegatten, ist also aufgrund ihrer Unterwerfung seine tägliche Pflicht von da ab, wo sie neun Jahre alt ist… Wenn sie aber körperlich gesund ist und sich ihrem Gatten zu seinem Vergnügen überläßt, jedoch ohne intimen Verkehr, so hat sie keinen Anspruch auf täglichen Unterhalt.

Sollte also die Frau sich einer völligen Unterwerfung verweigern und der Ehemann deshalb nicht mit ihr verkehren können, so wird im Gegenzug auch ihr die tägliche Versorgung verweigert. Wenn dann der Fall eintritt, daß sie aus irgendeinem gesundheitlichen Grund nicht intim mit ihrem Gatten zusammensein kann, sie sich ihm jedoch nach der vorausgegangenen Weigerung jetzt doch unterwirft, so wird sie trotzdem mit dem Entzug der täglichen Versorgung bestraft für die Dauer der Krankheit, und diese Strafe trifft sie deshalb, weil sie sich ihrem Gatten zuvor verweigerte. als sie noch gesund war“ (al-Gasiri).

Diese oben angeführten Regelungen werden in vollem Ernst als Wille Allahs akzeptiert! Gasiri, der die unterschiedlichen Auffassungen der verschiedenen Schulen des islamischen Rechts zusammenfaßte, schrieb in der Einleitung zu seinem Werk „Al Fikh“ (Rechtslehre):
„Es war meine Absicht, für das Volk ein Buch zu schreiben, das jedem seine Verantwortung, seine Rechte und seine Pflichten innerhalb der Familie aufzeigt…, damit die große Schar der Muslime durch die Kenntnis dieser Pflichten in der Lage ist, diese vollkommen zu erfüllen und damit den allmächtigen Gott zu erfreuen.“

Der geistige Stand der Frau

Sehen wir, wie der Hadith eine gute Frau beschreibt:
„Die tugendsame Frau gehorcht ihrem Gatten, wenn er sie bittet; sie erfreut ihn, wenn er sie anschaut; sie erfüllt seine Befehle, und wenn er abwesend ist, hütet sie sich selbst und seinen Besitz“ (Ibn Madschah).

„Die besten Frauen sind jene mit dem hübschesten Gesicht und der billigsten Morgengabe.“
„Die gute Frau ist dieser Welt enthoben, denn sie hilft dir, daß du dich dazu freimachen kannst, dich auf das kommende Leben zu konzentrieren. Sie tut das, indem sie ihre häuslichen Pflichten erfüllt, und indem sie ihren Gatten in sexueller Hinsicht befriedigt und ihn dadurch vor sexueller Versuchung bewahrt.“ (Ghasali).

Obwohl also die Frau ihrem Mann als Schutz dient für seine ewige Bestimmung, indem sie ihn bewahrt vor der Versuchung zum Ehebruch, so gilt sie selbst doch als sehr gefährlich für den Mann. Ghasali überliefert uns den folgenden Hadith:
„Wenn eine Frau kommt, so kommt sie in der Gestalt eines Teufels.“

„Der Prophet sprach: ’Ich habe für die nach mir kommenden Männer kein größeres Unheil (fitnah) hinterlassen als die Frauen’.“ (Buchari, anerkannter Text.)

Dr. M. al Buti wendet sich mit den folgenden Worten an muslimische Mädchen: „Wisset, daß ihr die Verantwortung habt für diese Versuchung, die die Männer anficht.“

Und als Kommentar zu dem Koranvers („Verlockend ist den Menschen gemacht worden die Liebe zu dem, was man begehrt: Frauen, Söhne, ganze Zentner von Gold und Silber, schöne Pferde, Vieh und Ackerland.“ Koran 3:14) sagte Dr. Buti:
„Gott selbst sieht es so, daß die Frau den obersten Platz einnimmt in der Reihe all der begehrenswerten Dinge, die Er den Menschen vorgelegt hat… Die Frau ist demzufolge die absolut schlimmste Plage und Heimsuchung im Leben eines Mannes.“

„Der Prophet Allahs sprach zu Fatima, seiner Tochter: ’Was ist das beste für eine Frau?’ Sie antwortete: ’Daß sie keinen Mann erblickt und auch von keinem Mann erblickt wird.’ Er war mit ihrer Antwort sehr zufrieden, er umarmte sie und sprach: ’Ein Abkömmling, der seinem Ursprung gleich ist’.“

„Die Gefährten verhängten und verstopften gewöhnlich alle Fenster und alle Öffnungen in den Wänden ihrer Häuser, damit ihre Frauen keine Männer sehen konnten…“

„’Omar sprach: ’Kleidet die Frauen nicht hübsch, so werden sie schon in den Häusern bleiben, denn in zerlumpten Kleidern werden sie nicht hinausgehen.’ Weiter sprach er: ’Gewöhnt eure Frauen an das Wort Nein’.“

Der folgende Hadith stammt aus Bucharis Feder: „Oh ihr Frauen! Gebt fleißig Almosen, denn unter den Bewohnern des Höllenfeuers erblickte ich in der Mehrzahl euch“.

Und Muslim schrieb: „Bei den Bewohnern des Paradieses bilden die Frauen die Minderheit.“
Der zeitgenössische Schriftsteller Dr. Mohammad al Buti sieht die Ursache dafür, daß die Mehrzahl der Frauen in der Hölle enden wird, in ihrem Versagen betreffs ihrer allerwichtigsten Aufgabe, und darum ist es die Schuld der Frauen, wenn die Männer straucheln und Fehltritte tun.

Somit stellt die Frau den größten Stolperstein dar für die Frömmigkeit des Mannes und für sein ewiges Leben. Das bezeugt auch der folgende Hadith:
„Wenn die Frauen nicht gewesen wären, so wäre Gott wahrhaftig und aufrichtig verehrt worden.“
„Ich fürchte für mein Volk kein anderes Unheil so sehr wie Frauen und Wein.“
„Die Männer gingen zugrunde und kamen um an dem Tag, als sie den Frauen gehorchten.“ (Kanz-el-’Ummal, Bd. 21, Hadith Nr. 825-829)

Schlußfolgerung

Es überrascht nicht, daß intelligente Frauen islamischer Herkunft sich gegen solche Lehren auflehnen. Dr. Sadawi ist solch eine Frau, sie schrieb:
„Die Einrichtung der Ehe blieb immer vollkommen anders für Männer gegenüber dem, was sie für die Frauen darstellt. Auch die Rechte der Ehegatten waren verschieden von jenen der Frauen. In Wahrheit ist der Begriff ’Rechte der Frau’ gar nicht zutreffend, da im islamischen Ehesystem eine Frau keinerlei Menschenrechte besitzt, es sei denn, wir wollten behaupten, ein Sklave habe Rechte in einem System der Sklaverei. Der Ehestand ist, was die Frauen betrifft, gerade so wie die Sklaverei für den Sklaven oder wie die Ketten der Leibeigenschaft für den Leibeigenen.“ (Nawal El Sadawi, The Hidden Face of Eve (das verborgene Angesicht Evas), Zed-Press, London, 1980, S. 140)

Wenn Dr. Nawal Sadawi als muslimische Widerstandskämpferin und als liberale Intellektuelle gilt, so wollen wir zum Vergleich die Stellungnahme des großen muslimischen Gelehrten und Philosophen Ghasali hören. Er bestätigte die obige Aussage bereits vor mehr als 700 Jahren folgendermaßen:
„Die letzte und am ehesten zutreffende Beurteilung dieses Problems ist es, die Ehe als eine Form der Sklaverei zu bezeichnen (rik). Die Frau ist des Mannes Sklavin, und deshalb ist absoluter Gehorsam gegenüber ihrem Ehegatten in allem, was er von ihr wünscht, ihre Pflicht. So sprach selbst Mohammed: Wenn eine Frau im Augenblick ihres Todes die völlige Billigung ihres Gatten genießt, so wird sie einen Platz im Paradies finden’.“

Das Buch „Ihy’a’Ulum ed Din“, in welchem Ghasali diese Aussage niederschrieb, ist von vielen Gelehrten hoch gepriesen worden. Der berühmte Imam Nawawi sagte sogar: „Der Ihy’a kommt beinahe dem Koran gleich.“

Auch große Gelehrte wie Rasi und Ibn al ’Arabi teilen ebenfalls diesen Glauben, daß die Frau die Sklavin des Mannes ist, wie wir bereits früher gesehen haben bei der Bezahlung der Morgengabe.
Zeitgenössische Schriftsteller sind nicht ganz so offen und freimütig wie Ghasali, sie geben nicht direkt zu, daß die Frau eine Sklavin des Mannes sei, aber sie bekennen sich doch zu der Unterlegenheit der Frau gegenüber dem Mann.

Einer von ihnen schrieb:
„Es ist unlogisch und ungerecht, Mann und Frau auf irgendeiner Ebene gleichzusetzen. Die Frau kümmert sich um Kleider, Mode, Haartracht etc., und der Mann trägt die Last der Verantwortung für die Frau und die Kinder, er erträgt Mißgeschick und Nöte um ihretwillen und zum Wohl der Kinder.“ (Tuffaha, Ahmed Saki, Al-Mar’ah wal-Islam. Beirut,1985, S.33).

Und später fährt er fort:
„Im Islam ist die Frau vor dem Gesetz dem Mann gleichgestellt…. aber in Bezug auf ihren sozialen Wert und ihre subjektiven Rechte ist die Frau dem Mann keineswegs gleich, denn wie kann der Herrschende und der Beherrschte, der Große und der Kleine, der Kenntnisreiche und der Unwissende, der Kluge und der Verrückte, der Gerechte und der Ungerechte … der Arbeitende und der Faule, der Starke und der Schwache   wie können diese beiden jeweils gleich sein? Wir dürfen eben die Gleichheit vor dem Gesetz und den sozialen Wert eines Menschen nicht in einen Topf werfen“ (ebd., S.37).

Dem obigen Text zufolge hat die Frau in sozialer Hinsicht einen, wenn auch nicht im einzelnen ausgeführten, so doch deutlich als solchen bezeichneten niedrigeren Wert. Ghasali, den man den „Felsen des Islam“ (huggat al Islam) nennt, bestimmte diesen niedrigeren sozialen Wert näher und bezeichnete ihn bei seinem richtigen Namen: Sklave! Mohammed selbst legte den Wert der Frau im Vergleich zum Mann fest in seinem Wort: „Wenn ich irgend jemand geboten hätte, sich vor jemand anderem zu demütigen, so hätte ich den Frauen geboten, sich vor ihren Ehegatten zu demütigen…“

An dieser Stelle muß freilich mit Nachdruck betont werden, daß nicht jeder Muslim mit den oben aufgezeigten Lehren einverstanden ist. Die beiden folgenden Hadith zeigen diesen Sachverhalt sehr deutlich:
„Es erzählte Ibn ‚Omar: Während der Lebenszeit des Propheten vermieden wir gewöhnlich jede gemütliche und offene Unterhaltung mit unseren Frauen, denn es konnte ja jederzeit irgendeine göttliche Inspiration offenbart werden, die uns betraf. Aber als der Prophet gestorben war, begannen wir, ohne Scheu in der oben genannten Weise mit ihnen zu plaudern“ (Sahih Buchari, Hadith 115).

„Es erzählte ’Urwa: ’Der Prophet bat Abu Bakr um ’Aischas Hand zur Ehe’. Abu Bakr sagte: ’Aber ich bin doch dein Bruder’. Der Prophet sprach: ’Du bist mein Bruder in der Religion Allahs und Seines Buches, aber sie (Aischa) kann ich rechtmäßig heiraten’. (Hadith Nr.18). (Mohammed war fünfzig Jahre alt, und ’Aischa war zu der Zeit sechs oder sieben Jahre alt. Als ’Aischa neun Jahre alt wurde, vollzog man die Ehe.)

Nun ist es so, daß die Masse des Volks sich den religiösen Lehren unterwirft und ihnen gehorcht, wenn die religiöse Führung in starken Händen liegt. Es ist die Führung, die voller Leidenschaft diese Lehren glaubt, sie lehrt und ihre Befolgung verlangt. Etliche muslimische Führer, selbst in den westlichen Ländern, rufen nach der Befolgung dieser Lehren. So schlug im Staat Australien ein muslimischer Gelehrter folgendes vor:
„Die Polygamie sollte legalisiert werden und die Vergewaltigung in der Ehe sollte als Straftat abgeschafft werden… Er verlangte, daß eine Frau ihren Mann nicht wegen Vergewaltigung beschuldigen dürfe.“ (The Sun-Herald, 28. April 1991, S.21).
Obwohl nicht alle Muslime diesen Lehren folgen, so sind diese Lehren doch da! Ein nomineller Muslim, der diesen Lehren heute noch nicht gehorcht, kann zum Glauben zurückkommen und ein überzeugter Gläubiger werden, der dann diese Lehren nicht nur alle selbst beachtet, sondern dann auch andere aufruft, all diesen Lehren zu gehorchen.

In dem Film „Nicht ohne meine Tochter“ sagte der iranische Vater voller Überzeugung zu seiner kleinen Tochter, er sei so amerikanisch wie ein „applepie“ (eine typische Art von Apfelkuchen), und doch konnte er sich dann plötzlich völlig wandeln und so streng sein als Muslim wie Diktator Khomenie im Iran!

Alle die vorstehend gesammelten Texte sind nicht in erster Linie die persönliche Meinung einiger Einzelgänger, vielmehr repräsentieren sie den Willen Allahs, wie er aus den Lehren des Korans und des Hadith zu erkennen ist. Was der Koran in schwarzweißen Bildern lehrt, das schmückt der Hadith in bunten Farben aus. All die Hadith Zitate, die hier angeführt werden, stimmen in ihrer Aussage mit dem Geist des Islam und mit den Lehren des Korans überein. Wenn es sich nicht so verhielte, dann wäre der Hadith gleich bei seiner Abfassung verworfen worden, gleich in den ersten Jahrzehnten des Islam und nicht erst 13 Jahrhunderte später.
Das Gegenteil ist jedoch der Fall: die frömmsten Muslime jener Zeit haben ihn zusammengestellt, in der Mutter aller Bücher der islamischen Literatur (dem Koran) wurde er zitiert, und Jahr für Jahr   seit mehr als tausend Jahren   wurde er erneut wieder verlegt. In den Augen des Korans ist obiger Hadith weder zu verdammen noch abzulehnen. Erst wenn er in einem anderen Licht betrachtet wird, dann erscheint er fragwürdig.

Die vielen angeführten Zitate sind auch nicht eine Sammlung herausgefischter, exzentrischer oder außergewöhnlicher Beispiele, nein, sie repräsentieren in der Tat die gängige, allgemein anerkannte und vertretene Ansicht in Bezug auf die Stellung der Frau im Islam.

Wir haben uns mit eigenen Kommentaren bewußt sehr zurückgehalten, denn der Leser sollte sich sein eigenes Urteil bilden, ohne durch unsere Interpretation über Gebühr beeinflußt zu sein.
Wir können also deutlich sehen: Der Koran, der anerkannte Hadith, die Kommentatoren des Korans, muslimische Gelehrte, sowohl die früheren als auch die modernen   sie alle stimmen überein in dieser Lehre von der Überlegenheit des Mannes gegenüber der Frau.
Und doch sind da immer wieder etliche, welche die Behauptung aufstellen, der Islam vertrete die Gleichstellung von Mann und Frau. Manche tun dies aus reiner Unkenntnis des in diesem Buch angeführten Materials. Andere jedoch sind in diesen Schriften und Lehren sehr wohl bewandert und behaupten trotzdem, der Islam vertrete die Gleichstellung   so beispielsweise geschehen in dein Film „Mohammed, ein Botschafter Gottes“. Das Drehbuch zu diesem Film haben muslimische Gelehrte geschrieben, welche durchaus alles, was in diesem Kapitel behandelt ist, und noch vieles andere kannten.

Der komplette dreiteilige Beitrag siehe unter IST ALLAH GOTT? 

Teil 1: Islam und Handabhacken
Teil 2 Frauen im Islam
Teil 3 Toleranz im Islam

 www.horst-koch.de

 

 

image_pdfimage_print