Fernwahrnehmung

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Dave Hunt

 

Fernwahrnehmung

Das Zeitalter der Wissenschaft hat es nicht geschafft, den Glauben an das Okkulte auszulöschen und inspirierte so viele der hellsten Den­ker mit Versuchen, das Okkulte entweder zu widerlegen oder zu bewei­sen. Die »Britische Gesellschaft für Parapsychologie« (Nachfolgerin des »Ghost Clubs« der Universität von Cambridge), die sich Ende des 19. Jahrhunderts formell organisierte, war eine der ersten Gruppen, die sich diesem Ziel verschrieben. Die Amerikanische Gesellschaft für Parapsy­chologie wurde wenige Jahre später ins Leben gerufen. Heute betreiben zahlreiche größere Universitäten sowie Militär- und Geheimdienste in der ganzen Welt (einschließlich Russland) Forschungen auf dem Gebiet der Parapsychologie. Selbst das kommunistische China, das ansonsten noch hartnäckig am wissenschaftlichen Materialismus festhält, engagiert sich eifrig in der Parapsychologie – im Wettstreit mit dem Westen.

Ernest Jones zufolge, dem Biografen Sigmund Freuds, konnte selbst Freud nicht dem entgehen, was er als universale Neurose bezeichnete. Gerade deren Allgemeingültigkeit und Beständigkeit widersetzt sich für Atheisten der »Erklärbarkeit«. Freuds eigene okkulte Auffassungen blie­ben bestehen, trotz seiner versuchten psychischen Erklärungen und sei­nes schonungslosen Hohns über die religiösen Fantasien anderer. C. G. Jung zufolge wurde Freud in seinen späteren Jahren »die Ernsthaftigkeit der Parapsychologie klar und er erkannte die Tatsächlichkeit ›okkulter‹ Phänomene an«. Vor seinem Tod erklärte Freud, wenn er noch einmal von vorn beginnen könnte, würde er sein Leben der Parapsychologie widmen.

Die neue Salonfähigkeit

In Europa und Amerika haben Schamanen in primitiven Kulturkreisen seit langem die offensichtliche Fähigkeit gezeigt, über weite räumliche wie zeitliche Entfernungen außerhalb von sich selbst Ereignisse zu »se­hen« und Wissen zu erlangen. Aktuelle Laborexperimente mit medial Begabten auf dem Gebiet der Fernwahrnehmung haben einen wesentli­chen Beitrag zur heutigen Anerkennung dieser Kräfte geleistet.

Im Jahr 1993 veröffentlichte die Zeitschrift der Amerikanischen Ge­sellschaft für Psychologie einen Bericht der Sozialpsychologin Daryl Bem und des verstorbenen Parapsychologen Charles Honorton. In einem Rück­blick auf 20 Jahre Forschung kam der Artikel zu der Schlussfolgerung, dass Personen imstande sind, mit einer Quote weit über der statistischen Wahrscheinlichkeit mittels mentaler Telepathie ein Bild zu »empfangen«, das mental von einem entfernten Ort aus übertragen wird. Dessen unge­achtet suchen viele Wissenschaftler immer noch nach einer natürlichen Erklärung. Einige meinen, die Antwort sei zu finden in einer Kombinati­on aus dem Theorem von Bell (das Korrelationen zwischen scheinbar nicht verbundenen entfernten Orten und Ereignissen ermöglicht) und der Quantentheorie. Wie wir jedoch sehen werden, kann eine solche Theorie die Phänomene nicht erklären.

Während viele Wissenschaftler immer noch auf der Suche sind nach einem Weg, wie sie ihre Leugnung der Realität des Okkulten aufrechter­halten können, wagt sich eine Anzahl kühner Wissenschaftler voran in ein Gebiet, das womöglich zur aufregendsten Errungenschaft in der gan­zen Geschichte der Parapsychologie wird. In vorderster Front dieser Be­strebungen steht SRI International, das in Menlo Park, südlich von San Francisco, ansässig ist und ehemals als Stanford Research Institute be­kannt war. Heute arbeitet SRI unabhängig von der Stanford Universität. Dieses Institut begann seine Forschungen mit der Entwicklung eines neu­artigen Konzepts, dem »Remote Viewing« (»Fernwahrnehmung«), bei dem die ausübende Person imstande ist, erfragte Information zu erlan­gen, ohne dass jemand auf der weit entfernten Zielseite hilft, ein menta­les Bild oder Signal zu senden.

Eine moderne Methode

Die Experimente dazu begannen Anfang der 70er Jahre in den Elektro­nik- und Bioengineering-Labors des Stanford Research Instituts unter der Leitung der Psychologen Russell Targ und Harold Puthoff. Zu den wichtigsten medial Begabten gehörten Ingo Swann, Pat Price und Hella Hammid. Diese ersten Experimente erbrachten einige der spektakulärs­ten Ergebnisse, die bisher auf dem gesamten Gebiet der Parapsychologie erzielt wurden. Sie wurden zuerst veröffentlicht in dem 1977 erschiene­nen Buch von Targ und Puthoff Mind-Reach: Scientists Look at Psychic Ability (»Auf der Suche nach dem Geist: Wissenschaftler untersuchen übersinnliche Fähigkeiten«).

Margaret Mead schrieb die Einleitung für dieses Buch. Ihre Kommen­tare verdeutlichen ihre Zuversicht bezüglich der Fernwahrnehmung:

Diese besonderen Experimente … stammen aus der Physik … der strengsten der Wissenschaften; sie stammen aus einem angesehenen Labor; und sie erwecken nicht den Anschein einer Arbeit von fanati­schen Gläubigen, die die Wissenschaft dazu benutzen wollen, ihre lei­denschaftlich vertretenen Glaubenssätze zu bestätigen. Ein enormer

Aufwand wurde gebraucht, der übliche Prozeduren weit übertrifft, um wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu garantieren … Was sie herausgefunden haben, wird bereits in Labors und privaten Organisationen rund um die Welt wiederholt und ausgedehnt.

Die Fernwahrnehmungs-Experimente von Targ und Puthoff wurden vom Militär und insbesondere den Geheimdiensten aufgegriffen und weiter­entwickelt. Das Remote Viewing hat sich Berichten zufolge wiederholt bei Einsätzen aller Art in Militär und Spionage als funktionstüchtig er­wiesen. Aus Platzgründen können wir hier nicht ins Detail gehen, aber auf dieses wichtige Thema muss zumindest in knapper Form eingegan­gen werden.

Die ersten Fernwahrnehmungs-Experimente

Die ersten sensationellen Ergebnisse wurden von einem selbsternannten »natürlichen Medium« namens Ingo Swann bekannt, der behauptete, er könne entfernte Ereignisse und Objekte »sehen«. Bevor er ans SRI kam, hatte er gerade einige erfolgreiche parapsychologische Experimente mit Dr. Gertrude Schmeidler vom City College New York beendet  Hier eine zusammengefasste Beschreibung eines der ersten Testversuche, die Targ und Puthoff mit Swann in ihrem Labor am SRI durchführten:

»Ein skeptischer Kollege von uns von der Ostküste … hat uns eine Reihe von Koordinaten geliefert, Länge und Breite in Graden, Minu­ten und Sekunden und fordert uns heraus zu beschreiben, was sich dort befindet. Wir selbst wissen es nicht … Meinst du, Ingo, dass du es herausbekommen kannst …?«

»Ich werd’s versuchen«, sagt Ingo, anscheinend unbeeindruckt von dieser Anfrage, von der wir als Physiker kaum glauben können, dass wir sie stellen … Die Koordinaten geben einen Ort an, der etwa 5.000 Kilometer entfernt ist, und man hat uns gebeten, Details zu liefern … wie z. B. kleinere, von Menschen hergestellte Strukturen, Gebäude, Straßen usw.

Ingo schließt seine Augen und fängt an zu beschreiben, was er vi­sualisiert … Er scheint sich auf einen näheren Blickwinkel zu konzen­trieren und entwirft in hastigen Zügen eine detaillierte Karte mit Orts­angabe mehrerer Gebäude sowie einiger Straßen und Bäume. Er fährt fort: »Klippen im Osten, ein Zaun im Norden. Dort befindet sich ein rundes Gebäude, vielleicht ein Turm, Gebäude im Süden. Ist es eine ehemalige Raketenbasis oder etwas dergleichen …? Ich bekomme den Eindruck von etwas Unterirdischem, aber ich bin mir nicht sicher …«

Wie wir durch einen Telefonanruf von unserem Herausforderer er­fuhren … war Swanns Beschreibung in jedem einzelnen Detail rich­tig … sogar die Relationen der Entfernungen auf seiner Karte ent­sprachen einem einheitlichen Maßstab.

Targ und Puthoff führten zahlreiche Experimente dieser Art mit anderen Personen durch, einschließlich mindestens einem in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion. Diese Forschungsarbeit schien zu übereinstimmenden Ergebnissen zu führen, die zeigten, dass Fernwahrnehmung ein reales Phänomen ist. Der allererste Versuch mit einer anderen Person, Hella Hammid, die keine übersinnlichen Fähigkeiten vorgegeben hatte, war beeindruckend (wie auch die weiteren Versuche mit ihr).

Das Band mit der Aufzeichnung von Hellas erstem Pseudoexperiment fängt an wie folgt [da sich die Ziele innerhalb eines Umkreises von acht Kilometern von der Versuchsperson aus befanden, wurden Funkgeräte mit großer Reichweite benutzt]:

Außenexperimentator: Ich bin an meinem ersten Zielort; was siehst du?

Hella: Ich sehe ein kleines Haus mit roten, überlappenden Bret­tern. Es hat eine weiße Kante und ein sehr großes, spitzes Dach. Doch das Ganze kommt mir nicht echt vor, wie in einem Film.

Ihre Beschreibung erwies sich als zutreffend. Das tatsächliche Zielobjekt war ein drei Meter hohes Modell eines kleinen roten Schulhauses auf einem Minigolfplatz. Ein halbes Dutzend solcher Experimente mit über­raschend guten Ergebnissen vervollständigten die Orientierungsserie.

Bei einem Experiment wurden einem anderen »natürlichen Medium«, Pat Price (ein ehemaliger Polizeipräsident), Koordinaten gestellt, die von einem Computer nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Es ergab sich, dass sie gerade genau die Stelle angaben, an der sich eine geheime Regierungseinrichtung im Osten befand, die Satelliten von feindlichen Regierungen beobachtete. Während Price im Labor in Kalifornien saß, »spazierte« er anscheinend durch diese 5.000 km entfernte unterirdische Regierungsanlage und beschrieb sie und begann sogar Inhalte aus streng geheimen Akten zu lesen. Aus Angst, sie könnten in Regierungsgeheim­nisse eingedrungen sein, stoppten Targ und Puthoff das Experiment und leiteten die erlangten Daten an die zuständige Behörde weiter.

Was geht vor sich?

Fernwahrnehmer sind überzeugt, dass sie an Information jeder Art ge­langen können, wo immer diese sich räumlich oder zeitlich befindet – selbst in der Zukunft, weil im nichtphysischen Universum, wo das Okkul­te operiert, Zeit nicht existiert.

Fernwahrnehmer bestreiten, dass sie ihre Körper verlassen, obwohl sie entfernt befindliche Örtlichkeiten »sehen«. Alles findet auf mentaler Ebene statt. Die erzielten Ergebnisse bestätigen die Tatsache, dass der Geist nichts Physisches ist, er ist nicht ans Gehirn gebunden und befindet sich deshalb außerhalb von Raum, Zeit und Materie.

Da sich die Wissenschaft nur mit dem physikalischen Universum be­schäftigen kann, ist zu erwarten, dass sie keine Erklärung für Fernwahr­nehmung zu bieten hat. Wenn auch die Wissenschaft zu keiner Erklärung imstande ist, was dabei vor sich geht, können wir uns jedoch nicht damit zufrieden geben. Wir müssen eine Erklärung haben. Die potenzielle Ge­fahr für Seele und Geist ist zu groß, als dass diese Notwendigkeit ver­nachlässigt werden dürfte.

Ernstliche Konflikte mit der Bibel

Wenn Fernwahrnehmung lediglich die trainierte Nutzung einer norma­len Fähigkeit des Menschen darstellt (wie die meisten Fernwahrnehmer heute behaupten), stehen wir damit vor einer Reihe ernstlicher Konflikte mit Gottes Wort. Die Bibel spricht zwar von bestimmten Menschen, die sie als Propheten bezeichnet und die die heiligen Schriften aufgeschrie­ben haben. Die Bibel sagt, dass sie »heilige Männer Gottes« waren, die »redeten, getrieben [inspiriert] vom Heiligen Geist« (2.Petr 1,21.

Wenn Fernwahrnehmung jedoch eine normale Funktion des mensch­lichen Geistes ist – und somit jegliches Wissen über jede Sache, ob ver­gangen, gegenwärtig oder zukünftig, jedem zugänglich ist –, dann bietet die Bibel ein falsches Bild. Biblische Propheten waren dann nichts Be­sonderes, sie mussten nicht unbedingt »heilige Männer Gottes« sein, son­dern sammelten Information aus dem »kollektiven Unbewussten«, die ohnehin jedem zur Verfügung steht, mit oder ohne Glauben an Gott. Major Ed Dames behauptet, dass diese Propheten einfach primitive Fern­wahrnehmer waren. Wenn das stimmt, hat die Bibel uns getäuscht.

Dann wäre Jesus selbst nichts weiter als ein Fernwahrnehmer. Als bei­spielsweise Philippus seinen Freund Nathanael zu Jesus brachte, sagte Jesus zu Nathanael: »Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigen­baum warst [außer Sichtweite], sah ich dich.« Wenn das nichts weiter war als eine normale Fernwahrnehmungs-Fähigkeit, die wir im Grunde alle besitzen, dann liefert die Bibel auch hier ein falsches Bild. Nathanael fasste dies eindeutig als Beweis auf, dass Jesus der Messias ist (»Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels«). Jesus hat ihn darauf­hin nicht etwa korrigiert und gesagt: »Nein, das ist nichts anderes als ge­wöhnliches Hellsehen, die Kraft der Fernwahrnehmung, die alle Men­schen haben, wenn sie sie nur anzuwenden wissen«. Er ließ Nathanaels Erkenntnis als richtig stehen. Wenn die Fernwahrnehmer Recht haben, dann beanspruchte Jesus unberechtigterweise Göttlichkeit, da er nur Fähigkeiten benutzte, die allen Menschen zu Eigen sind (Joh 1,45-51).

Diese Ansicht vertritt Professor John J. Heaney, ein katholischer Theo­loge, der seinen Doktortitel in Theologie am Katholischen Institut in Pa­ris erwarb. Er führt die Begebenheit von Jesus und Nathanael als Bei­spiel gewöhnlicher menschlicher Fähigkeiten an. Heaney ist sogar der Ansicht, dass es sich bei Jesu Vollmacht zur Stillung des Sturms mit ei­nem Wort und seiner Fähigkeit, auf Wasser zu gehen, um Eigenschaften handelt, die auch von anderen gezeigt wurden. Er schreibt:

Mir scheint es, dass Jesus als Mensch mit unglaublichen paranorma­len und psychokinetischen Kräften gesegnet und begabt war. Diese Kräfte benutzte er durch seinen Willen. Auch andere hatten gelegent­lich und in beschränktem Umfang derartige Kräfte. Jesus scheint der Meister über diese Kräfte zu sein …

Konfrontation mit einem schwerwiegenden Dilemma

Glauben wir der Bibel oder den heutigen liberalen Theologen und den als Fernwahrnehmer bekannten New-Age-Propheten? Die Ergebnisse, die die Letzteren erzielen, sind – sofern die Berichte der Wahrheit ent­sprechen – beeindruckend. Aufgrund des ungewöhnlichen Dienstes, den sie bieten, machen internationale Konzerne und Regierungen sich diese Ergebnisse zunutze. Somit stehen wir vor einem Dilemma.

Es ist jedoch ein Dilemma, auf das die Bibel bereits die Antwort gege­ben hat. Gottes Wort erklärt, dass falsche Propheten tatsächlich Zugang zu einer Art paranormaler Fähigkeit haben. Einige sind vielleicht zu Leis­tungen imstande, die wie Wunder aussehen, einschließlich sogar – in be­grenztem Umfang – des Voraussagens der Zukunft. Man denke nur an den heidnischen Propheten Bileam (4.Mo 22 – 24) oder an die Zauberer des Pharao (2.Mo 7,11 u.a.), die im Wettstreit mit Mose Wunder voll­brachten.

Wie können wir wissen, dass sie falsche Propheten sind? Das Kriteri­um für diese Beurteilung ist nicht ihre Fähigkeit, so beeindruckend sie auch sein mag, sondern ob sie dem Gott der Bibel gehorchen oder falschen Göttern anhängen. Dieses Kriterium müssen wir auf die Propheten von heute anwenden, ob sie sich nun Medien, Channeler, Fernwahrnehmer, Hellseher oder sonst wie nennen.

Tatsache ist, dass sich Fernwahrnehmer manchmal gegenseitig wider­sprechen, und das hinsichtlich einiger sehr grundsätzlicher Fakten. Zwei der genannten Männer, Professor Courtney Brown und Major Ed Da­mes, widersprechen sich nicht nur bezüglich der Theorie der Fernwahr­nehmung, sondern sogar in Bezug auf bestimmte »Zielobjekte«. Und das trotz der Tatsache, dass beide Organisationen leiten, die sich der Fern­wahrnehmung widmen.

Ed Dames behauptet, eine Reihe äußerst zuverlässiger Fernwahrneh­mer auf das Flugzeug TWA 800 angesetzt zu haben, das Mitte 1996 kurz nach dem Start in New York in Flammen abstürzte. Sie entschieden, Absturzursache sei weder eine Rakete noch ein Sprengkörper oder Sa­botageakt, sondern ein mechanischer Defekt, und sie lokalisierten sogar das defekte Maschinenteil und erklärten detailliert die darauf zurückge­hende Kettenreaktion, die schließlich zur Explosion führte. Auf der an­deren Seite behauptet Professor Brown ebenfalls, zuverlässige Fernwahr­nehmer unter strengen Laborbedingungen und mit vom Militär erprob­ten Techniken auf dasselbe Objekt angesetzt zu haben. Seine Mitarbeiter kamen zur Schlussfolgerung, dass es sich um einen Sabotageakt handel­te. In einer Radiosendung sagte Dames:

Mit dem TWA Flug 800 sind wir unter sehr guten Bedingungen vorge­gangen und die Ergebnisse stehen Ihnen jetzt kostenlos auf unserer Internetseite zur Begutachtung zur Verfügung …

Absolut jeder unserer Profis bekommt exakt dasselbe Material … Sie erfahren erst nach Beendigung der Session, was das Zielobjekt ist … Es war ein Terrorakt, ein Sprengstoffanschlag; wir haben den Gedan­ken der Terroristen gründliche Proben entnommen, ob Sie es glauben oder nicht, wir haben eine sehr gute Vorstellung, Informationen dar­über … uns liegen keinerlei Ergebnisse vor, die auf ein technisches Versagen hindeuten …

Wo ist Gott?

Derartige Widersprüche zeigen, dass Fernwahrnehmung nicht von Gott stammen kann. Die biblischen Propheten hingegen stimmen in allem, was sie sagen, vollkommen überein, obwohl sie in verschiedenen Kulturkrei­sen und über einem Zeitraum von 1500 Jahren verteilt lebten. Zwei sich widersprechende Ansichten können nicht beide zugleich wahr sein. Somit liegt mindestens einer dieser beiden, Brown oder Dames, in einer höchst wichtigen Frage zutiefst falsch, obwohl beide beeindruckende Ergebnisse vorzuweisen behaupten. Sie können sogar beide Unrecht haben.

Die meisten Fernwahrnehmer erwecken nicht gerade den Anschein, auf Gott zu vertrauen. Warum sollten sie auch, wenn es eine natürliche Begabung gibt, die jeder für sich nutzbar machen kann? Angeblich ist es gerade die natürliche Beschaffenheit des Universums, die Fernwahrneh­mung für jeden möglich macht. Wenn das stimmt, dann hat die Bibel ein weiteres Mal die Menschheit seit über 3000 Jahren in die Irre geführt. Das ist eine schwere Anklage. Wenn die Bibel uns getäuscht hat, was das Wesen von Propheten und Prophetie betrifft, wie könnten wir uns dann in allen anderen Dingen, die sie uns zu sagen hat, auf sie verlassen?

Wenn Fernwahrnehmung nicht von Gott stammt und auch keine nor­male menschliche Fähigkeit ist, die der ganzen Menschheit zur Verfü­gung steht (was wir in den nächsten beiden Kapiteln zeigen werden), dann kann sie logischerweise nur von Satan stammen, dem Feind Gottes und der Menschen.

Schutz vor der feindlichen Seite

In einer in den USA beliebten Radiosendung erwähnte Professor Court­ney Brown, dass der international bekannte Bestsellerautor Malachi Martin (Jesuit und ehemaliger Professor am Päpstlichen Bibelinstitut des Vatikan) Fernwahrnehmung als »empfindlichen Sprengstoff für die See­le« bezeichnet hat. Als Entgegnung darauf versuchte Brown, zwischen der Art von Fernwahrnehmung, die vom Militär angewendet wird, und der Wissenschaftlichen Fernwahrnehmung (SRV) zu unterscheiden, die an Browns Farsight Institute gelehrt wird und die angeblich nur zum Nut­zen anderer eingesetzt wird. Brown wies darauf hin, dass seine Mitarbei­ter unter spirituellem Schutz stünden, weil alle Schüler und Dozenten jeden Abend Transzendentale Meditation (TM) praktizieren.

Doch TM gehört selbst zweifellos in den Bereich des Okkulten. Der Autor hat ehemalige TMler interviewt, die im Zusammenhang von TM von Dämonen befallen wurden oder sich plötzlich außerhalb ihres Kör­pers wiederfanden und anscheinend von der Zimmerdecke »auf ihre Körper« herabblickten. Der ehemalige TM-Lehrer R. D. Scott berichtet von zahlreichen erschreckend okkulten Vorfällen unter den Meditieren­den, die sich während der Trainingskurse unter dem TM-Gründer Maha­rishi Mahesh Yogi ereigneten. Diese Erlebnisse können keine Fantasie­produkte sein, weil oftmals mehr als nur eine Person gleichzeitig dieselbe Manifestation bezeugte:

[Die Meditierenden] wurden durch den Raum geworfen … Visionen von schwebenden grünäugigen … Lichtwesen, die [während des Ini­tiationsrituals] über dem Puja-Tisch gleiteten sowie Dämonen, die durch die Kehlen der Meditierenden schlüpften und von ihnen Besitz ergrif­fen, schaurige Wesen, die sich von Zeit zu Zeit materialisierten und mit schrecklichen Blicken auf die Meditierenden starrten oder fürch­terliche Prozessionen von außerirdischen Wesen, die plötzlich erschie­nen und von vielen Zeugen gesehen wurden.

Auf Grundlage der Zeugnisse von zahlreichen ehemaligen TMlern, ein­schließlich solcher, die in der Organisation hohe Grade erlangt hatten, steht fest, dass Transzendentale Meditation keine Praktik zum spirituel­len Schutz ist. Wenn Professor Brown glaubt, TM würde ihm einen sol­chen Schutz bieten, zeigt dies, dass er sich aufs Schlimmste täuschen lässt und sein »Schutz« nicht von Gott stammt, sondern vom Feind seiner See­le. Dass er einem solchen Irrtum erliegen konnte und dass seine gesamte Organisation in gleicher Weise hinters Licht geführt wurde, ist keine Empfehlung für Fernwahrnehmung.

Bei der gleichen Radiosendung wurden später Malachi Martin und Major Ed Dames zusammen interviewt. Martin war Berater von Päpsten und ist Exorzist, der zur Konfrontation des Dämonischen das traditionel­le römisch-katholische Ritual heranzieht. Er behauptet, überwältigende Beweise für die Existenz Satans gesehen zu haben, glaubt an dämonische Besessenheit (die er in seinem Bestseller Hostage to the Devil – »Gastge­ber des Teufels« – beschreibt) und hat angeblich erlebt, wie viele besesse­ne Personen durch das katholische Exorzismusritual befreit wurden.

Ein faszinierender Dialog

Die Diskussion drehte sich um Martins Aussage, Fernwahrnehmung sei »empfindlicher Sprengstoff für die Seele«. Überraschenderweise sah Ma­lachi Martin Fernwahrnehmung weder als okkult an noch hatte er etwas dagegen, solange sie »wissenschaftlich« praktiziert würde. Er erklärte:

Wenn sie nicht mit der richtigen Motivation und … auf wissenschaftli­che Weise ausgeübt wird, mit der entsprechenden Methode, Kontrolle und Ausgewogenheit, kann sie die Seele stören … Wir Exorzisten ha­ben Folgendes festgestellt: Wer Fernwahrnehmung oder Channeling ohne eine dieser Sicherheitsvorkehrungen ausübt, die Sie [Major Da­mes] gerade beschrieben haben, zieht sich äußerst schwere Störungen und Unterbrechungen der normalen Persönlichkeit zu und zeigt au­ßerdem Manifestationen, die nur im Licht teuflischen Eingreifens in menschliche Dinge erklärt werden können.

Martin stellte seine Überzeugung vor, dass es drei Bereiche der Wirk­lichkeit gäbe: Die übernatürliche Ordnung (Gott und alles, was zu ihm gehört); die natürliche Ordnung (das gesamte physische Universum) und das dazwischen befindliche »Mittelplateau«. Wer dieses Plateau betritt, kann diese paranormalen »Kräfte der Seele ausüben, die offensichtlich geschärft und entwickelt werden können«, aber Martin zufolge gibt es auch eine Gefahr: Wenn jemand versucht, das Mittelplateau zu betreten, um diese Fähigkeiten auszuüben und zu entwickeln, ohne die »richtige Motivation oder entsprechende Kontrolle und Ausgewogenheit«, wird er einen Exorzisten aufsuchen müssen. Martin sagt:

Wir haben einige Offiziere kennen gelernt, die als Privatpersonen Hil­fe suchten, weil sie sich eingehend mit dem Mittelplateau beschäftigt hatten und ziemlich verstört dabei wegkamen.

Dann gibt es die üblichen Leute, die Ouijaboard, Channeling oder Fernwahrnehmung betreiben und dabei ein Gebiet betreten haben, auf dem sie schrecklichen Attacken des Engels des Lichts [Satans] aus­geliefert waren.

Der einzige Beistand, den wir ihnen bieten können, war dieses [römisch-katholische] Ritual, keine Therapie, sondern der Exorzismus, eine Konfrontation [mit dem Dämonischen] …

Dames antwortete, er sei »durch praktische Erfahrung mit dem Konzept des Mittelplateaus vertraut«. Seiner Ansicht nach sei Channeling extrem gefährlich. Weiter erklärte er:

Der Channeler gibt seine eigene Identität auf und händigt sie an ir­gendetwas Unbekanntes aus, das ihn überzeugt hat, dass es in den meisten Fällen gutartig ist.

[Martin wirft ein: »Das ist sehr, sehr wichtig. Das ist der Punkt, an dem der Sprengstoff-Aspekt ansetzt.«]

Das ist das eigentliche Wesen von Channeling, aber technische Fern­wahrnehmung ist im Wesentlichen ein geistiges Werkzeug, bei dem wir bei vollem Bewusstsein und absolut wach sind. In der Anfangszeit gerieten natürliche Medien, die vom Militär herangezogen wurden, in einen höheren Bewusstseinszustand und dabei kam es zu einigen ge­fährlichen Situationen …

Als wir einen Offizier an einen entfernt gelegenen Ort »schickten« – diesen Begriff gebrauche ich in einem weiteren Sinne –, gab es Fälle, als diese Leute beim Eintreten in das Mittelplateau … unterwegs auf diese Wesen stießen und das verursachte ein enormes Maß an Schmerz. Zwei Personen erlitten bei uns tatsächlich Herzattacken …  Im Fall eines meiner früheren Schüler und Offiziers … fingen diese Leute an dazu zu neigen, sich mit den Wesen einzulassen, die sie im Mittelplateau entdeckt hatten …  Wenn etwas dich erst einmal am Köderhaken hat, hat es dich ge­packt und das ist der Grund, weshalb man dann Veränderungen im Verhalten beobachten kann … Wir haben es untersucht … der Köder­haken sitzt im Ego … die Psyche wird an Land gezogen.

[Martin wirft ein: »Das ist eine sehr gute Beschreibung des Prozes­ses.«]

Wir mussten uns lange und intensiv damit beschäftigen, um unter­scheiden zu können, ob wir uns auf gefährlichem Boden befanden … je mehr wir unsere eigene Entscheidungsfähigkeit aufgeben, weil das alles ist, was unseren Geist wirklich ausmacht [Martin: »Ja, genau!«], und unser Geist ist die Grundlage dafür, ob unsere Seele überlebt.

[Martin: »Ja, wenn wir ihn aufgeben, haben wir unser eigentliches Wesen aufgegeben.«]

Dem stimme ich zu. Wenn diese Personen anfangen, ihre Entschei­dungsfähigkeit aufzugeben und ihren Geist an etwas anderes auslie­fern oder ihr Geist vom Ego völlig durchdrungen wird, verlieren wir sie.

[Martin: »Nun, das ist der Anfang dessen, was ich meinerseits als ›Besessenheit‹ bezeichne.«]

Mit Besessenheit kenne ich mich nicht so gut aus. So etwas ist mir in meiner Laufbahn nur ein oder zwei Mal begegnet … die Mehrzahl der Leute, die zu mir kommen, um technische Fernwahrnehmung zu lernen, sind … ausgeglichen … interessiert und begeistert und Einzel­fälle [die ein Risiko darstellen] können wir herausnehmen. Das müs­sen wir, weil wir schon Katastrophen erlebt haben …

Als in der Vergangenheit diese Katastrophen passierten – im mili­tärischen Team wie im Fall von ein oder zwei Zivilisten, ehemaligen Schülern –, waren das wirkliche Katastrophen …

Schamanismus unter modernem Namen

Der Moderator unterbricht und fragt Malachi Martin, ob es einen relativ sicheren Weg gäbe, um das zu praktizieren, was Ed Dames tut. Martin antwortet: »Absolut.« Er sagt, dass Dames »ein System für Kontrolle und Ausgewogenheit vorgestellt hat« und über eine »vertraute Kenntnis der Wesen verfügt, die diesen Bereich bewohnen, den er betritt und in dem er arbeitet …«

Wir haben bereits gezeigt, dass dadurch die Bibel als völlig unglaub­würdig hingestellt wird, wenn man Fernwahrnehmung als eine natürliche Begabung ansieht (wie Martin und Dames). Die Bibel beansprucht, Got­tes Wort zu sein, eine einzigartige Offenbarung, die einzig und allein durch heilige, von Gott besonders auserwählte und von seinem Heiligen Geist inspirierte Menschen gegeben werden konnte. Doch wenn Martin und Dames Recht haben, dann ist die Bibel bestenfalls nichts weiter als eine Präsentation von Information, die durch Fernwahrnehmung ohnehin für jeden zugänglich ist. Dann hätte die Bibel falsche Aussagen über ihre eigentliche Grundlage getroffen und von daher könnte man ihr auch in anderen Dingen nicht vertrauen.

Martin und Dames stimmen darin überein, dass man das »Mittelpla­teau« betreten muss, wenn man Information mittels Fernwahrnehmung erhalten will. Dieser geheimnisvolle Bereich ist, wie sie zugeben, von üb­len Wesen bewohnt, die Dames zufolge bösartig sind und einigen seiner Fernwahrnehmer schweren Schaden zugefügt haben. Martin sagt, sie würden dämonische Besessenheit verursachen. Somit geht aus ihrem ei­genen Zeugnis hervor, dass die durch Fernwahrnehmung erhaltene In­formation aus dem Reich des Dämonischen stammt!

So braucht es uns nicht zu verwundern, dass die Bibel jegliche okkulte Aktivität strengstens untersagt. Doch Martin, der römisch-katholische Theologe und Exorzist, und Dames sehen nichts Falsches an der Fern­wahrnehmung. Wie soll man sich dabei schützen? Warum einfach nur durch eine wissenschaftliche Methode mit angemessener Kontrolle und Ausgewogenheit und durch Vermeidung von zu großer Einbringung des Egos? Es ist sowohl eine unbiblische wie auch lächerliche Vorstellung, dass Satan und seine Untertanen sich von wissenschaftlicher Kontrolle und Ausgewogenheit beeindrucken oder abschrecken lassen sollen.

Fernwahrnehmung ist einfach Schamanismus unter einem modernen Namen. Seit Tausenden von Jahren praktizieren Schamanen »Reisen au­ßerhalb des Körpers«, mit denen sie sich zu entlegenen Orten begeben und Information beschaffen oder jemanden heilen oder einen Feind ver­fluchen. Fernwahrnehmer geben nicht so unverblümt wie Schamanen die entscheidende Rolle von Geistwesen zu (wie Michael Harner in dem Zi­tat zu Beginn dieses Kapitels). Die »Engel«, von denen Dames sich »Schutz« erhofft, könnten sehr wohl dieselben Wesen sein, deren Hilfe für die Schamanen unerlässlich ist. Handelt es sich wirklich um Engel oder vielmehr um Dämonen?

Gefährliche Täuschung

In der Diskussion erklärte Dames, er habe eine gesunde Angst vor diesen bösartigen Wesen – nicht Angst vor eigenem Schaden, fügt er hastig hin­zu, weil er ja »mit Gott und Engeln in Verbindung steht«. Er sagt: »Das ist der einzige Grund, weshalb ich auf diesem Gebiet arbeiten kann.« Welch ein Irrtum! Er meint nicht nur, er sei durch die Beachtung eines wissenschaftlichen Protokolls vor dem Bösen geschützt, sondern Gott und seine Engel seien mit ihm, wenn er sich auf ein Gebiet wagt, das Gott strengstens verboten hat zu betreten.

Und was ist es nun, das Dames die Überzeugung verleiht, alles sei in bester Ordnung? Natürlich sind es die erstaunlichen Ergebnisse, die er so behutsam ausschließlich zum Wohl der Menschheit einsetzt. Andere ließen ihr Ego dazwischen geraten oder lieferten um einen Preis ihre Frei­heit an diese Wesen aus; Dames und seinen Fernwahrnehmern hingegen, die bestimmte Regeln beachten, ist nichts Schlimmes widerfahren.

Martin macht Dames Komplimente für seinen gesunden Respekt vor diesen Wesen und für sein Vertrauen auf »Schutz durch Engel und Gott«. Er lobt Dames dafür, dass er einen klassischen religiösen Glauben hat und das ist der Grund, weshalb er »sich ohne Furcht auf dieses Gebiet wagen kann … Aus Respekt vor dem Feind treffen Sie bestimmte Vor­sichtsmaßnahmen«.

Dames erklärt weiter: »Ich kann erkennen, worum es sich bei diesen Dingen handelt … Als junger Mann, bevor ich diese professionellen Me­thoden lernte … brauchte ich Glauben an eine höhere Macht … meinen Gott, der mich vor der Finsternis beschützte. Aber jetzt kann ich im Dun­keln sehen, ich verbreite selbst dieses Licht da drinnen und sage: ›Aha, hier haben wir dieses und dort drüben jenes.‹«

Martin lobt Dames: »Es scheint mir, Major Ed – und ich sage das als Priester –, dass Sie von einer Frömmigkeit überschattet sind, die ich nur meinem Heiland zuschreiben kann …«

»Auch ich bin nur ein einfacher Christ«, antwortet Dames.  Doch sowohl Dames, der Fernwahrnehmer, als auch Martin, dem Ka­tholik, fehlt es anscheinend an jeglichem Verständnis von biblischem Christsein. Dieser Irrglaube ist geradezu himmelschreiend!

Eine überraschende Schlussfolgerung

Kurze Zeit später bemerkt Martin in diesem Dialog: »Ich habe unbe­grenztes Vertrauen auf die Methoden und Techniken, die Major Ed Da­mes anwendet. Ich habe keinerlei Bedenken, wirklich nicht.«

»Das finde ich bemerkenswert«, sagt der Moderator mit offenkundi­ger Begeisterung. »Viele Christen, Leute, die hier in der Sendung anru­fen oder Faxe schicken, würden sagen, dass Eds Praktiken vom Teufel sind.«

Ed wirft hastig ein: »Darf ich Sie kurz unterbrechen? Als der Leiter des US-Auslands-Geheimdienstes über unser Programm informiert und daraufhin leichenblass wurde, sagte er, dass man von solchen Dingen erst nach dem Tod erfahren sollte!«

»Das ist eine lustige Umkehrung dessen, was im Garten Eden gesche­hen ist«, lacht Malachi Martin. »Ich meine wirklich, dass sich in Ed Da­mes und seinen Mitarbeitern ein Charisma [nach 1Kor 12 eine Gabe des Heiligen Geistes] entfaltet, und es ist ein Wirken Gottes … Ich erinnere mich, wie Mitte der 80er Jahre einige Mitarbeiter der US-Armee auf mich zukamen und sich beschwerten: ›Sehen Sie, wir haben Offiziere in be­stimmten Techniken ausgebildet und … jetzt haben sie Symptome ent­wickelt, die Sie in Ihrem neuen Buch über [dämonische] Besessenheit beschreiben.‹«

Nach ein paar weiteren Sätzen kommt der Moderator zur Schlussfol­gerung: »Ich bin überrascht über das Ergebnis, das wir zwischen Ihnen beiden erzielt haben und freue mich darüber und könnte mir vorstellen, dass auch Sie erfreut sind.«

»Ich bin sehr überrascht«, antwortet Malachi Martin, »und ich bin höchst erfreut und habe sehr viel gelernt. Es war für mich wirklich eine Bereicherung. Ich möchte Ihnen herzlich danken, Ed Dames.«

»Es war mir eine Ehre, Pater Martin.«

»Möge Gott mit Ihnen sein und Ihnen Gnade geben«, sind die letzten Segensworte des jesuitischen Priesters an den »christlichen« Major.

Ein geheimes Programm?

Professor Courtney Browns Buch Kosmische Begegnung enthält ungewöhn­liche Informationen, die durch Fernwahrnehmung erlangt wurden. Es geht um die angebliche Anwesenheit und Aktivität von Außerirdischen auf dem Mars und der Erde. Infolgedessen war Brown bei Radio-Talkshows sehr gefragt. Bei einer bekannten Sendung erwähnte ein Anrufer, dass Profes­sor Brown in seinem Buch positiv das Buch Urantia erwähne und bat um nähere Auskunft. Der Moderator der Sendung bat Brown im Interesse der Zuhörer, das Buch Urantia näher zu erläutern. Brown antwortete:

[Es handelt sich um] die Geschichte des Lebens jenseits des physi­schen Bereichs … im Subspace [»Unterraum«] … das Leben, das exis­tiert, nachdem Sie Ihren natürlichen Körper verlassen haben. Und es umfasst ferner die Geschichte vom Leben Jesu … wie die Bibel, nur bietet es neuere Informationen …

Die Leute vom Militär … haben das Buch Urantia bekommen und es gab einige ausführliche Diskussionen über [verschiedene Themen] die in der Bibel nicht so deutlich zur Sprache kommen. Und so zielten sie auf einige dieser Themen ab … und sie waren verblüfft festzustel­len, dass Etliches aus dem Buch Urantia tatsächlich geschehen ist …

Eine Sache aus dem Buch Urantia, die wir feststellten, war, dass an der biblischen Geschichte von Adam und Eva tatsächlich etwas Wah­res dran ist … ein ganz klein wenig Wahrheit. In Wirklichkeit war es so, dass die alten Propheten auf ihre eigene unbeholfene Weise primi­tive Fernwahrnehmer waren und tatsächlich erkannten, dass es vor langer Zeit ein Paar gab, das irgendwie etwas mit der Geburt der Menschheit zu tun hatte … Adam und Eva waren Projektleiter eines kulturellen und genetischen Aufputsch-Projektes von Außerirdischen, das schief ging … Wir sollten an dieser Stelle bedenken, dass sowohl Malachi Martin wie auch Ed Dames darin übereinstimmten, dass man bei der Fernwahrneh­mung einen Bereich betritt, der von Geistwesen bewohnt ist. Kann es sein, dass dieselben Wesen, die das Buch Urantia inspiriert haben, nun für ihre eigenen heimtückischen Zwecke die Fähigkeit zur Fernwahrneh­mung vermitteln? Aufgrund der Bestätigung von Urantia durch Fernwahr­nehmung scheint das zumindest wahrscheinlich zu sein. Könnte diese Tatsache nicht auch ein Hinweis sein auf den Zweck der Fernwahrneh­mung – die Bestätigung ihrer Glaubwürdigkeit und später ihr Einsatz zur Zerstörung des Glaubens an die Bibel und zur Gründung einer Gegenre­ligion?

Das Buch Urantia untergräbt in hohem Maße Gottes Wort, angefan­gen von der Darstellung von Adam und Eva als »Projektleiter eines … Projekts von Außerirdischen, das schief ging« bis hin zur völligen Verwer­fung des Kreuzes Christi! Es stellt eine neue Kosmologie des Universums vor sowie neue Begriffe von Gott, Christus und der Erlösung. Dieses um­fangreiche, fast 2100 Seiten umfassende Buch widerspricht der Bibel (oder besser: pervertiert sie) auf jeder Seite. »Gott« ist eine Dreiheit von Drei­heiten; die höhere (»Paradies-Trinität«) ist existenziell und die niedrige­ren beiden (»Ultimative Trinität« und »Absolute Trinität«) beruhen auf Erfahrung. Und beide evolvieren in einem 2-Milliarden-Jahre-Zyklus.

Dort gibt es Universen innerhalb von Universen, mit Millionen »loka­ler Universen«, von denen jedes von einem »Schöpfersohn« gebildet und daraufhin von diesem beherrscht wird und von denen jedes zur »Ord­nung Michaels« gehört. Michael von Nebadon (Nebadon ist ein lokales Universum, innerhalb dessen sich unser Planet Urantia bewegt) inkar­nierte auf unserem Planeten als Jesus von Nazareth. Dieser Jesus war die 611.121. »Personifikation des Universalen Vaters und des Ewigen Soh­nes [was immer das heißen mag!]«. Sein Hauptquartier ist »eine Lichtvil­la auf Salvington« und seine Evolution hat ihn durch »alle drei Phasen der Existenz intelligenter Geschöpfe geführt: spirituell, moronziell und materiell«.

Die irregeleiteten Fernwahrnehmer dachten, das Buch Urantia ent­hielte »aktuellere Informationen« über »das Leben Jesu«. Der »Jesus« von Urantia ist aber nicht der Jesus der Bibel. Dieses von Dämonen inspirierte umfangreiche Werk verwirft gerade das Herzstück des Evange­liums, Jesu stellvertretenden Tod für unsere Sünden. Es bezeichnet diese Wahrheit als »eine völlig infantile und primitive Religion, eine Philoso­phie, die einem aufgeklärten Zeitalter der Wissenschaft und Wahrheit nicht würdig ist … den [Millionen von] himmlischen Wesen und göttli­chen Herrschern, die im Universum dienen und herrschen, gänzlich zu­wider … ein Affront gegenüber Gott … dass unschuldiges Blut vergossen werden musste, um seine Gunst zu erlangen oder den fiktiven göttlichen Zorn zu besänftigen.«

Weitere Probleme

Ein Anrufer bei der Radiosendung setzt Professor Brown unter Druck: »Haben Sie auf Ihr Buch bereits Resonanz von religiösen Führungsper­sonen? Denn in Ihrem Buch gibt es noch andere Dinge, die die Leute vielleicht noch schockierender finden würden … Sie sagen, Sie haben über Fernwahrnehmung mit Jesus und Buddha kommuniziert.«

»Sehen Sie, der Grund, weshalb Fernwahrnehmung funktioniert«, sagt Brown gereizt, »besteht darin, dass wir aufgrund von Laborerfahrungen wissen, dass wir mehr sind als stoffliches Blut, Fleisch und Gebein. Wir sind … eine Seele im Körper … Sie brauchen sich tatsächlich nicht phy­sisch zu den Plätzen begeben, die Sie per Fernwahrnehmung betrachten, sondern Sie können sie exakt und bis ins kleinste Detail beschreiben, in­dem Sie diese äußerst strengen militärisch erprobten Methoden anwen­den. Und wenn Sie das zustande bringen, nun, dann werden Sie sagen, dass es einen Teil von Ihnen geben muss, der über den Bereich des Physi­schen hinausgeht. Und diesen Teil, den bezeichnen einige natürlich als die Seele, andere als das Unbewusste … wir bevorzugen die Bezeichnung Subspace Mind … Und das deshalb, weil die Seele … etwas tun kann, was der physische Körper nicht kann, nämlich tatsächlich Fernwahrneh­men mit einer enormen Präzision …«

Die Sendung setzte dann fort mit einer Besprechung von Dr. Browns Buch Kosmische Begegnung und der geheimen Gesellschaft der Marsbe­wohner, die sich auf der Erde versteckt halten und die er durch Fernwahr­nehmung entdeckt hat. Brown sagte außerdem: »Auf dem Mars gibt es einige Hunderttausend … die dort weg müssen und mit einer Flotte hier­her kommen werden. Das ist ein faszinierendes und interessantes Ereig­nis …« Dr. Brown hat seinen Ruf als Akademiker auf die Genauigkeit die­ser unglaublichen Überzeugungen gesetzt, die er durch Fernwahrnehmung entdeckt hat und von denen er behauptet, dass sie sehr bald als wahr geof­fenbart werden. Im Kapitel über Ufos werden wir darauf zurückkommen.

Hinein in die Scientology!

Wenn man zwei Stunden Tonbandaufzeichnungen gehört und versucht hat, auf dem Internet den Anklagen und Gegenanklagen der Fernwahr­nehmer kreuz und quer zu folgen, weiß man nicht mehr, wem man glau­ben soll. Ebenso wenig können wir jene nachprüfen, die behaupten, an streng geheimen Regierungsprojekten mitgewirkt zu haben, die immer noch ein Buch mit sieben Siegeln sind. Zum Bereich des Okkulten gehört auch die Verführung der Welt und der Christenheit, und somit haben wir eine Menge Verwirrung zu erwarten.

Bei unseren Nachforschungen haben wir entdeckt, dass ein großer Teil der Fernwahrnehmer Sektenmitglieder bei Scientology sind. Harold Put­hoff selbst war ein hochgradiger Scientologe, ebenso Ingo Swann. Tat­sächlich trug gerade der Artikel, den Swann auf dem Ersten Internatio­nalen Kongress für Psychotronische Forschung in Prag am 6. September 1974 vorstellte, den Titel: »Scientologische Techniken: Ein modernes Pa­radigma für die Erklärung des Bewusstseins und übersinnlicher Integra­tion.« Ein großer Teil der Finanzierung der Anfänge der Fernwahrneh­mung stammte von George W. Church Jr., einem weiteren hochgradigen Scientologen, über seine Stiftung »Science Unlimited Research Foundation«.

Der hohe Anteil an Scientologen im Programm kann das hohe Inter­esse der Fernwahrnehmer an Marsbewohnern und Ufos erklären. Die durch Fernwahrnehmung erhaltenen Informationen hören sich zum Groß­teil an wie wiederverwertete Science Fiction aus der Feder Ron Hub­bards, dem Gründer von Scientology. Scientology ist Okkultismus in Rein­kultur, einschließlich aller Lügen der Schlange aus dem Garten Eden.

Kurz gesagt, lehrt Scientology, wir seien alle ungeschaffene, allmäch­tige, allwissende Wesen, die als »Thetanen« bezeichnet werden. Wir The­tanen haben dieses ganze MEST (»Materie-, Energie-, Raum-, Zeit-Kontinuum«) erschaffen, in dem wir leben. Wir erschufen auch Geschöpfe und inkarnierten dann in ihren Körpern. Als sie starben und zu höheren Stufen evolvierten, reinkarnierten wir immer wieder. Als wir uns schließ­lich bis auf unseren jetzigen Status als Menschen entwickelt hatten, wa­ren wir so weit von unserem Ursprung als Thetanen entfernt, dass wir vergaßen, wer wir waren. Scientology unterzieht den Menschen einem Prozess, der Psychotherapie mit östlichem Mystizismus kombiniert, bringt ihn über seine vergangenen Leben zurück auf den Weg vom Thetanen zum Menschen und schält das »Engramm« (Traumata) heraus, das er auf dem Weg angenommen hat. Wenn der Prozess vollendet ist, bricht der Mensch in einen Zustand durch, der als »clear« (»klar«) bezeichnet wird und erkennt, wer er wirklich ist: ein funktionierender Thetan [d. h. Gott]!

Wer an dieses Szenario glaubt und sich vorstellt, er sei nun ein all­mächtiger, allwissender Thetan, unterliegt eindeutig einer schweren Illu­sion. Die Parapsychologie bietet die Hoffnung, Wege zu entdecken, wie man die angeblich in uns existierende Kraft nach außen zeigen kann. Man kann wohl daran zweifeln, dass dies die Motivation für die Fernwahrnehmungs-Forschung war und dass der Okkultismus von Scientology zu die­ser Entwicklung beigetragen hat.

Wir können zwar nicht sicher sein, wie viel wir von den vorliegenden Berichten glauben können, doch ist bei der Fernwahrnehmung zweifellos eine okkulte Macht am Werke. Von Fernwahrnehmern wurden einige äußerst beeindruckende Ergebnisse erzielt, die sich einer rationalen Er­klärung entziehen. Die Tatsache, dass die Lügen der Schlange von Eden die Philosophie untermauern, die durch Fernwahrnehmung gefördert wird, ist ein wichtiges Indiz für die Identität der dahinter stehenden Macht. Der beständige Angriff auf den wahren christlichen Glauben und der Versuch, die Bibel als unglaubwürdig hinzustellen, sind weitere Bestäti­gungen dieser Identität.

Welcher religiösen Überzeugung man auch sein mag, so weist das bis hierher dargebotene Beweismaterial jedenfalls stark darauf hin, dass auf diesem Planeten eine okkulte Invasion im Gange ist. Sie gewinnt in alar­mierendem Maße an Einflusskraft. Ob diese gegenwärtige Invasion eine Bedeutung hat in Bezug auf die biblische Prophetie über die Endzeit, ist eine Frage, mit der wir uns auseinandersetzen müssen.

 

Der Artikel wurde dem Buch DIE OKKULTE  INVASION entnommen. Horst Koch, Herborn, im März 2006

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