Die sterbende Spassgesellschaft

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Die sterbende Spaßgesellschaft

 
Zur demographischen Situation in Deutschland und der Werteorientierung ihrer Deutungseliten  –  von Jörn Brauns

Der Tod einer Spaßgesellschaft

Seit 1964 setzte in der Bundesrepublik ein drastischer Geburtenrückgang ein. 1964 lag die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau bei 2,54; bis 1975 sank diese Zahl auf durchschnittlich 1,4 Kinder. Seither hat sie sich auf diesem niedrigen Niveau stabilisiert. Seit 1972 ist in Deutschland die Zahl der Geburten niedriger als die Zahl der Sterbefälle. Bis zum Jahr 2050 wird Deutschland zu den ältesten Gesellschaften der Welt zählen.

Mitte 2003 hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter dem Titel „Die Bevölkerung Deutschlands bis 2050 – 10. Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung“ das demographische Schicksal der 82,4 Millionen Menschen in Deutschland präsentiert. Das zentrale Fazit: die demographische Bombe tickt und schlimmer, den Zünder zu entschärfen, ist kaum noch möglich. Seit 1973 fehlen jährlich ungefähr 100.000 Geburten, was sich in einer konstant niedrigen durchschnittlichen Geburtenzahl von 1,4 Kindern pro Frau ausdrückt. Ein Ersatz der Elterngeneration und Ausgleich der Sterbefälle würde aber 2,1 Geburten erfordern, also ein Drittel mehr.

Die Lebenserwartung heute für neugeborene Mädchen liegt bei knapp 81 Jahren, für Jungen bei knapp 75 Jahren. Bis 2050 kann diese bei Männern auf 81,8 Jahre, bei Frauen auf 86,6 Jahre steigen.

Jährliche Geburtendefizite bedeuten fehlende Mädchengeburten, die sich 25 Jahre später als fehlende potentielle Mütter erweisen. Das beschleunigt die Negativspirale der Schrumpfung und Alterung.
Nun ist die Bevölkerungsdichte nicht entscheidend, dafür aber umso mehr die Altersstruktur. Bis 2050 wird der Anteil der Jugendlichen bis 20 Lebensjahren von 17 auf 12 Millionen zurückgehen , die erwerbsfähigen Jahrgänge zwischen 20 und 65 schrumpfen von 51 Millionen auf nahezu 40 Millionen. Die wichtigsten Jahrgänge der 35   50 Jährigen werden um ein Drittel ihres derzeitigen Ausgangswertes einbrechen. Die Menschen im Alter von 65 und mehr werden von 14,1 Millionen auf 22 Millionen anwachsen.
Um dieses Thema, „den Niedergang unseres Volkes“, machen die Deutungseliten insgesamt einen großen Bogen. Nun kann man durchaus die Hierarchie der Werte erkennen aus dem, was der Staat stützt und fördert. Trotz aller anders lautenden Bekundungen gelten Kinder primär als „Privatvergnügen“, und es gilt als inopportun, die Gründung von Familien und das „Ja“ zum Kind offensiv und mit ähnlich propagandistischem Druck zu forcieren, wie man das beispielsweise für die Werbung zur Mülltrennung macht.
Das auch von der Werbung transportierte Leitbild, von der überwiegend kinderlosen Gesellschaft und ihren Deutungseliten getragen, ist das des Spaß habenden, konsumfreudigen, Karriere machenden Singles. War die kinderlose Frau oder der kinderlose Mann früher einst Gegenstand des Bedauerns, des Mitleides oder leider manchmal auch des Spottes, so werden sie heute als Single, ob weiblichen oder männlichen Geschlechts, beneidet oder gar bewundert.
Sollte sich die Gefahr der Konsum  und Spaßeinschränkung durch ein Kind erkennen lassen, weil ein Kind unterwegs ist, gibt es ja die nach Auskunft von Lebensrechtlern pro Jahr mindestens 300 000 Mal vollzogene Kindestötung, verharmlosend „Abtreibung“ genannt, und von vielen inzwischen, auch im Raum der Kirchen, als“Menschenrecht“ betrachtet.
So bestehen die Haushalte in den großen Städten bereits zur Hälfte aus Singles. In Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, München bestimmen Singles, Dinks (Double income no kids) und Oldies die Wohnstruktur und den Markt. Wir haben es also nicht mit einer demographischen Katastrophe, sondern mit dem Suizid einer Gesellschaft zu tun.
Die Deutschtürken Yavuz und Gürhan Özoguz schrieben am 20.08.2004 in einer Zeitung, dass die Spaßgesellschaft Opfer fordere und sie erwähnten als erstes Opfer die getöteten Kinder der Massenabtreibung, für einen Gläubigen aus dem islamischen Bereich unfassbar; gefolgt von dem Abschieben der alten Generation in Altersheime und den Debatten um die Sterbehilfe. Diese wurde von den genannten Deutschtürken als ein Zeichen des fortschreitenden Verfalls ebenso eingestuft wie der Kult um die Homosexualität.

Feindbild Familie

Das Feindbild Familie wird zum ersten Mal deutlich in dem noch in der Regierungszeit von Helmut Schmidt veröffentlichten II. Familienbericht, der seinerzeit unter Einfluss der Theorien und den revolutionären Zielen der 68er ausformuliert wurde. Darin wurde festgehalten, dass die bürgerliche Familie eine durch patriarchalische Gewalt zusammengehaltene Zwangsgemeinschaft darstelle, in der vor allen Dingen die Frau und die Kinder ausgebeutet und unterdrückt würden. „Die Familie tradiert und stabilisiert das bestehende System sozialer Ungleichheit. Dies lässt sich nur in dem Maße durchbrechen, in dem der Sozialisationseinfluss der Familie zurückgedrängt wird.“ Die Eltern-Kind Beziehung braucht nicht aufgegeben zu werden, lässt sich aber aufbrechen. Doch „nur die vollständige Preisgabe der Familie und damit einhergehend eine totale Kollektivierung der Erziehung würde die Chance schaffen, im Sozialisationsprozess den Kindern gleiche Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten.“
Wenn man die bürgerliche Familie so sieht, kann es nur noch den Wunsch zur Befreiung von einem so „verordneten Zwangsverhältnis“ geben. Hinzu kam noch die durch die studentische Revolte angefeuerte feministische Emanzipationsbewegung, die das über mehr als 2000 Jahre formierende Verständnis der Geschlechter und ihr Verhältnis zueinander so erfolgreich angriff. So sahen selbst sich christlich nennende Parteien keine Chance mehr, von falsch beschrittenen Pfaden umzukehren, wenn sie denn Wahlen gewinnen wollen.
Es ging also um die Zerstörung der bürgerlichen Familie, letztlich der einzige Ort, in dem der Einzelne um seiner selbst willen geliebt und angenommen wird. Es ging also darum, Emanzipation nur noch über Lohn  und Erwerbstätigkeit zu definieren und nicht über mehr Erziehungsarbeit. Die Mütter werden angehalten, bzw. durch eine von allen Parteien getragene Politik gezwungen, ihre Kinder in Krippen und Horte abzuliefern, obwohl die Spätfolgen aus den Ländern des kommunistischen Machtbereichs mehr als bekannt sind. Der Psychotherapeut Hans Joachim Maaß aus Halle hatte bereits 1980 in seinem Buch „Der Gefühlsstau“ darüber berichtet.
Heute tut man so, als ob es eine Gnade des Staates wäre, den Eltern die Kindererziehung abzunehmen und ob es gleichgültig wäre, wer die Kinder erzieht.
Im 6. Familienbericht (Berlin 2000, „Familien ausländischer Herkunft, Leistungen, Belastungen, Herausforderungen“) geht es um die Abschaffung des eigenen Volkes: „Auch hier sind Parallelen zum Out sourcing globalisierten Wirtschaftens überdeutlich: Was sich gegenwärtig als sozialer Ausdifferenzierungsprozess von Reproduktionsaufgaben aus dem Zentrum in die Peripherie der Moderne vollzieht, ist aus Sicht dieser Moderne als “lean(re )production“ zu bezeichnen. Das Humankapital der westlichen Industriegesellschaften entledigt sich seiner Reproduktionsaufgaben mittels Bevölkerungsimport und wählt den Weg deer „lean(re )production.“
Nun also propagiert die Spaßgesellschaft den Verzicht auf seine Reproduktionsaufgaben und wählt stattdessen den Weg des Bevölkerungsimports.
Dem historisch Interessierten ist durchaus bekannt, dass die feindselige Haltung zur Familie sich wie ein roter Faden durch die Familienpolitik der marxistischen und kommunistischen Eliten zieht. Und es ist ja wohl nicht zu bezweifeln, dass der Stellenwert der Eltern Kind Familie bei der deutschen Stammbevölkerung abnimmt.
Angestrebt wird ein völlig neuer Mensch, wobei selbst die bekannten Naturgesetze ignoriert werden. Nur beim Anblick der Mutter empfindet   so schreiben amerikanische Neurologen   das neu geborene Kind Glücksgefühle, die sich als Strömungen im Hirn messen lassen. Weder Krippe noch Hort, noch die Schule kann die Erziehung im Elternhaus ersetzen. Erziehung ist eben mehr als Betreuung und Wissensvermittlung. Die Frühgeburt Mensch ist auf intensive, personale Betreuung besonders in den ersten Lebensjahren angewiesen, wenn er sich zu stabiler seelischer, intellektuell leistungsfähiger Gesundheit entfalten soll. Gerade die Hirnforschung in den USA hat diese Erkenntnisse der Kinderpsychologie nachhaltig untermauert.
Eheleute mit Kindern sind im imaginären Paradies der spaßigen Wohlstandsgesellschaft wenig geschätzt. Ihre durch die Verfassung geschützte Vorrangsstellung wird entwertet durch die Einführung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften (das war der erste Großangriff) und irgendwann sicherlich durch den Angriff auf das Ehegattensplitting. Nach dem Willen der Grünen soll es modifiziert werden und aus dem Erlös   man rechnet mit 6 Mrd. EURO(?)   will man die Kosten für neue Einrichtungen der Ganztagsbetreuung finanzieren.
Eine Frau, die sich auf einer Party bei der Frage nach dem Beruf als Hausfrau und Mutter vorstellt, steht verloren da. Ganz anders, wenn sie, was ja tatsächlich ist, sich als mittelständische Unternehmerin vorstellt. Sie muss auf jeden Mitarbeiter eingehen und bei ihr wird Mitbestimmung groß geschrieben. Sie muss Entscheidungen fällen und Entscheidungen übernehmen. Ohne ihre wirksame Erziehung in der Familie gibt es keine Persönlichkeiten und ohne Persönlichkeiten gibt es keine Freiheit. Der frühere Verfassungsrechtler Paul Kirchhof stellte einmal fest, dass ein Kind zu erziehen eine zentrale Kulturleistung ist, von der der Staat lebe. In Krippen, Kindergärten, Schulen wird ein Job verrichtet, Eltern aber lieben.

Selten sei der Zusammenhang zwischen Honor und Honorar so deutlich in seiner Negativform zu sehen wie bei der Arbeit der Mütter. Ihre Arbeit wird der Schattenwirtschaft zugerechnet, Mütter sozusagen nur noch als Schatten wahrgenommen. Der Nationalökonom Friedrich List hat vor 150 Jahren einmal gesagt: „Wer Schweine großzieht, ist ein produktives, wer Menschen großzieht, ein unproduktives Mitglied der Familie.“ Heute ist es noch brutaler. Statt den Beruf der Familienmanagerin anzuerkennen und aufzuwerten, wird erst mal die Prostitution anerkannt und in den Salon der postmodernen Gesellschaft eingeführt nach dem Motto: Lieber in den Puff als an den Herd.

In der Deutschland AG sind Frauen zur stillen Reserve der Produktion geworden. Die Funktionäre der großen Wirtschaftsverbände klagen Betreuungsmöglichkeiten rund um die Uhr ein. Die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit geht auf Kosten der seelischen Gesundheit der Heranwachsenden und der Überlastung der Mütter in der zweifachen Aufgabenstellung, besonders wenn die unzureichend betreuten Kinder durch diesen Umstand schwer erziehbar werden. Die Erkenntnisse von Pestalozzi, Montessori oder Meves werden ignoriert.

Die grundsätzliche Einstellung unserer Deutungseliten wird sehr deutlich aus der Bemerkung einer Wirtschaftsredakteurin einer großen deutschen Tageszeitung im Oktober 2004: „Das DIW schätzt, dass rund 1,6 Millionen Mütter, die heute nicht arbeiten, gern einen Job hätten.“ 1,6 Millionen Mütter, die nicht arbeiten? Was machen die denn anstatt zu arbeiten? Spielen? Oder leisten sie Arbeit ganz anderer Art, die von den Deutungseliten diskriminiert wird? 16 Stunden am Tag mit nächtlicher Rufbereitschaft, ohne Urlaubsanspruch und Krankenstand. Die Aufgaben reichen von der Bildung über die Erziehung und Verpflegung bis zur Krankenpflege. Also nach Auffassung unserer Deutungseliten wird das Potential der Mütter (und Väter) nicht zureichend genutzt, wenn sie ihre eigenen Kinder bilden, betreuen und erziehen. Es wäre zwar ihr Recht und ihre Pflicht nach Artikel 6 des Grundgesetzes, aber es schadet angeblich der Wirtschaft und den Kindern. Letztlich gefährdet es die Kinder durch eine ausgedehnte elterliche Erziehung. Weil die Partei „mehr und früher fördern“ will, fordern die Grünen einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr. Von der Union bis zu den Linksparteien herrscht Konsens: Zur besseren Förderung müssten Kinder mehr denn je außerfamiliär gebildet, betreut und erzogen werden. Zusätzliche Gelder für kindliche Bildung und Erziehung gehen deshalb an Krippen, Horte und Heime aber nicht an die Eltern.
Das gesamte politische Establishment diskriminiert die Leistung der Familie und gibt den Frauen nicht eine echte Wahlmöglichkeit zwischen der vergötzten Erwerbstätigkeit und der Erziehungsarbeit.

Die Diskriminierung der Familie und die Verächtlichmachung der enormen Leistung der Mütter durch Primitivschlagworte wie Kinder, Küche, Kirche drückt die Bereitschaft zur Elternschaft. Darüber so stellt das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut ifo fest, wird die Familie auch kräftig ausgeplündert, allein zwischen 1990 und 2002 wurden den Familien mit Kindern 33 Milliarden Euro verfassungswidrig als „Kinderstrafsteuer“ zuviel einbehalten.

Der ethische Dammbruch: die Kindstötung
Es war eine CDU Regierung, die die verhängnisvolle Beratungsscheinregelung eingeführt hat. Vorher schon hatten starke Elemente des protestantischen Bereichs den Weg dazu geebnet. Heue würde so mancher das gerne wieder rückgängig machen, denn es gibt eine immer geringer werdende Zahl von Kirchensteuerzahlern. Selbst die katholischen Bischöfe, ausgenommen Erzbischof Dyba, sind erst nach klaren Weisungen des slawischen Papstes aus dem staatlichen Tötungssystem ausgestiegen. Auch sie haben sich durch duldsames Schweigen schuldig gemacht am orientierungslosen und trendverfallenen Menschen. Die Straffreiheit rechtswidriger Handlungen zerstört nun einmal das Rechtsempfinden im Volk. Einer unserer klügsten Juristen, der frühere Oberlandesgerichtspräsident Wassermann, SPD Mitglied, ist der Meinung, dass, wenn es zulässig wäre, dass ein Mensch einem anderen physische Gewalt antue, dann sei das seiner Meinung nach bei der Tötung im Mutterleib der Fall. Damit werde der Rechtsstaat aufgehoben.

Wer wagt heute noch die Folgen dieser 1972 in der Bundesrepublik legalisierten Abtreibung zu thematisieren? Helle Empörung herrschte über eine Mutter in Frankfurt/Oder, die neun ihrer Kinder nach der Geburt umgebracht haben soll. Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm musste beinahe zurücktreten, nachdem er für einen bestimmten Werteverfall, der solchen Taten den Boden bereite, die „erzwungene Proletarisierung“ zu Zeiten der DDR verantwortlich gemacht hat. Wo bleibt aber das Entsetzen über die   einschließlich einer minimal angesetzten   Dunkelziffer von rund 300.000 Kindern, die jährlich, also in einer Zahl von zwei Großstädten, getötet werden? Das zur Werteorientierung der Bundesrepublik Deutschland, deren Eliten so häufig über die demographische Katastrophe plaudern und den von ihnen initiierten Suizid nicht zur Kenntnis nehmen. Die einzige Möglichkeit sehen sie nur noch in einer angeblich kontrollierten Zuwanderung.

Und das in einer Zeit, in der durch moderne Genetik, insbesondere durch den berühmten Embryologen Erich Blechschmidt, nachgewiesen ist, dass das Ungeborene von Anfang an ein in seinen Anlagen vollständiges, unverwechselbares, unwiederholbares, einzigartiges, unersetzbares Individuum ist. Bereits in der 3. Woche arbeitet das Herz des kleinen Menschen, etwas später lassen sich Gehirnströme messen (das Kind verarbeitet erste Informationen seiner Umwelt), in der 8. Woche erhält das Kind seinen unverwechselbaren Fingerabdruck, es bewegt bereits Arme und Beine, alle Organe sind vorhanden und in der 9 10. Woche fängt der kleine Mensch an zu greifen. Für einen Atheisten ist der Mensch eben nur Verbrauchsgut, Wegwerfartikel. Die Abtreibung ist Gewalt als Lösung, sie ist der Einstieg zu weiteren Gewalttaten als Mittel der Konfliktbewältigung, wie Sterbehilfe, Euthanasie etc.

Der Bevölkerungsimport
Geradezu satanisch ist es, in einem der reichsten Länder der Welt den Kindern zuhauf die Möglichkeit zum Leben zu verwehren und zugleich – wenn auch vergeblich   zu versuchen, die Rentenzahlungen, den Wohlstandspegel, die Pflege einer kinderarmen, überalterten Bevölkerung durch die Einwanderung auch aus fundamentalistisch orientierten Kulturkreisen sicherzustellen.
Der Betrag, den die Eltern für das Aufziehen eines Kindes aufbringen müssen, beträgt etwa 100.000 Euro. Soviel muss   das hat der Bielefelder Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel nachgewiesen   an Gesamtkosten für die Integration eines Ausländers aufgewendet werden. Miegel stellt fest, dass die Zuwanderer den Staat mehr kosten als einbringen, sie eine erheblich höhere Arbeitslosen  und Sozialhilfequote aufweisen. Beckstein stellt fest, dass Ausländer gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil ca. drei Mal häufiger Sozialhilfe empfangen als Deutsche. Über 22 v.H. der Sozialhilfeempfänger sind Ausländer (mind. 7,4 Millionen gegenüber 3,5 Millionen 1979, 1,3 Millionen Eingebürgerte, 3,2 Millionen Aussiedler). Und das alles vor dem Hintergrund von mehr als 1,4 Billionen Euro Schulden. Ein Schuldenberg, der bedeutet, dass auf jedem Bürger der Bundesrepublik Deutschland ein Schuldenanteil von 16.900 Euro lastet. Nur Zugewanderte, Arbeitslose oder Rentner werden kaum etwas zum Schuldenabbau beitragen können. Gelänge es, jährlich 3 v.H. der Staatseinnahmen zur Schuldentilgung abzuzweigen, wären über 100 Jahre zur vollständigen Beseitigung notwendig. Verbunden mit der steigenden Belastung immer weniger junger Erwerbstätiger, für immer mehr Rentner und Sozialhilfeempfänger, den Lebensunterhalt zu erwirtschaften, dürfte schnell ein revolutionäres Widerstandsniveau erreicht sein. Ab 2010 steigt die Versorgungslast der Erwerbstätigen enorm an. Dann wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die staatliche Schuldenblase platzt.

Durch den Selbstmord unseres Volkes wird bei den unter 40 jährigen in vielen Großstädten die neue Mehrheit aus den Zugewanderten bestehen, deren Menschenbild millionenfach nicht dem unserigen entspricht und aufgrund der religiösen Orientierung nicht kompatibel ist mit dem Grundgesetz. Bürgerkriegähnliche Unruhen sind vorprogrammiert genauso wie die Umwandlung des Staates in ein islamisches Gebilde. Dass die Botschaft des Islam den Regeln irdischer Selbstbehauptung entspricht, während das Gebot CHRISTI von seinen Jüngern Selbstverleugnung fordert, sei hier nur angeführt. Der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg hat errechnet, dass in den Städten des Ruhrgebiets schon in den nächsten 5 Jahren die vorgenannte Änderung in den Mehrheitsverhältnissen eintreten wird.

Spätestens ab 2030 wird die Zahl der Zugewanderten in Deutschland mit 15,2 Millionen die Zahl der Deutschen in den neuen Ländern mit dann nur noch 12,4 Millionen übertreffen. Ab 2035 ist mit einer starken islamischen Bevölkerung, mit islamischen Regierungen und mit der Einführung von islamischen Gesetzen zu rechnen. Über diese Thematik darf das Volk bisher bei keiner Wahl debattieren. Die Deutungseliten meinen das durch Schweigen aussitzen zu können und suchen sich ein neues Wahlvolk.
Die Risiken für Staat und Gesellschaft sind von enorm hoher Tragweite und höher als die mit Schrumpfung der Bevölkerung verbundenen Konsequenzen. Nicht kalkulierbar sind die Auswirkungen auf den sozialen Frieden. Die französischen Vorstädte und die britischen Industriezentren lassen grüßen. Eine Integration ist für die Mehrheit eh nicht mehr möglich, es handelt sich bei Fortführung der jetzigen Bevölkerungspolitik um eine Stabübergabe an andere Bevölkerungs-gruppen, die wir dann aber auch verantwortlich ausbilden sollten, wenn wir uns freiwillig aus dem Konzert der Völker verabschieden.
„Wer als verantwortungsbewusster Bürger auf diese Dinge aufmerksam macht, wird von den Deutungseliten samt seiner Familie mit der Faschismuskeule in den bürgerlichen Tod getrieben, z.T. in den finanziellen und nervlichen Abgrund,“ schreibt der weltbekannte Physiker Bernhard Philbert.

Vaterland und Patriotismus
Das geistige Erbe, das uns von unserem Vaterland übergeben wurde, erreicht uns über unsere Eltern und fordert von uns die entsprechende Pflicht zur Pietas. Mit diesem Begriff hat die lateinische Sprache eine Gesinnung aufgezeigt, die den Eltern geschuldete Achtung und Verehrung zum Ausdruck bringt. Da die Identitätsfindung des deutschen Volkes von den Deutungseliten durch eine auf die dunkelsten Seiten der Vergangenheit eingeschränkte Geschichtsbetrachtung verhindert wird, kann es nicht zum Patriotismus und zur Vaterlandsliebe kommen. Sehen wir uns nur einmal unsere Einstellung zu den Soldaten der Wehrmacht an, die uns ja zu Beginn noch ausgebildet hatten. Für den israelischen Generalstab gelten, nach einer entsprechenden Umfrage bei über 1000 führenden Militärspezialisten, die deutschen Soldaten nicht nur als die Tapfersten, sondern auch als die Diszipliniertesten. Dies gilt für den Ersten Weltkrieg mit weitem und für den Zweiten Weltkrieg mit merklichem Abstand zu allen anderen am Krieg beteiligten Soldaten. Die heutigen Deutungseliten, auch in den Streitkräften, werten das anders. Sehen wir uns nur das erbärmliche Spektakel um die Schmähung des Obersten Werner Mölders an, einem der untadeligsten und ritterlichsten Soldaten des II. Weltkrieges.

Eliten ohne Werteorientierung

Joachim Fest, Jahrgang 1926, vermisst bei den hiesigen Eliten, dass sie keine Werte haben. Für Fest ist Europa letztlich mit der Aufnahme der Türkei total überfordert. Frederick Forsythe, 65, international bekannter Bestseller Autor (Der Schakal, Die Akte Odessa, Der Rächer), der nördlich von London lebt, sieht gar in den nächsten 10 Jahren die vollständige Verwandlung, möglicherweise Abschaffung der von den Deutschen regierten deutschen Nation.
Karl Steinbruch, der bekannte Karlsruher Kybernetiker, schrieb einmal: „Ich wünsche diesem Kartell der Unverantwortlichen etwas Höllisches. Sie sollten einmal in einem Staat leben müssen, der ganz und gar nach ihren Ideen organisiert ist und dem kein Experte und Establishment einen Rest von Vernunft erhält.“ Viele sind der Meinung, dass dieser Staat – durchdrungen in all seinen Institutionen – durch die marxistisch kollektivistisch inspirierten 68er zu einem solchen Staat der „Political Correctness“ verkommen ist. Ratzinger schrieb in seinen Erinnerungen über die 68er Revolte:
„. . . Ich habe das grausame Antlitz dieser atheistischen Frömmigkeit unverhüllt gesehen, den Psychoterror, die Hemmungslosigkeit, mit der man fast jede moralische Überlegung als bürgerlichen Rest preisgeben konnte, wo es um das ideologische Ziel ging … Die blasphemische Art, in der nun das Kreuz als Sadomasochismus verhöhnt wurde, die Heuchelei, mit der man sich   wenn nützlich   weiterhin als gläubig ausgab, um die Instrumente für die eigenen Ziele nicht zu gefährden . . . „
Sie haben die Mehrheit der Wahlbevölkerung hinter sich, diese Mehrheit besteht aus Kinderlosen. Es sind ja auch die Kinderlosen, die von diesem System profitieren. Sie sammeln ja die Entgeltpunkte in der Rentenversicherung, sie haben mehr Einkommen zur freien Verfügung.
Dagobert Lindau schreibt, dass die Politikerkaste schon längst die Logik des Mobs übernommen hat, nämlich die Verwerfung der traditionell abendländischen Orientierung von Gut und Böse zugunsten der sozialdarwinistischen von winner und looser. Und zu den loosern gehören die Familien mit Kindern, die Frauen, die ihren Erziehungsauftrag ernst nehmen. Das sei ja die Basis für das Entstehen des Urvertrauens. Wo das nicht geschehe, wachse dramatisch das Gewalt  und Aggressionspotential sowie alarmierend die psychisch bedingten Erkrankungen.

Fazit
Christa Meves schrieb: „Ich denke, dass die Zeit nicht mehr dazu taugt, sich behaglich ins Private zurückzuziehen. Es geht uns in der Tat in der Weise an den Kragen, wie ich es für den jetzigen Zeitabschnitt seit 35 Jahren vorausgesagt habe.“ Sie sieht den sich ankündigenden Niedergang im Zusammenhang mit dem Verwehen des christlichen Geistes. Und sie ist der Meinung, dass alle unsere Probleme, ob in der Rentenversicherung, der Krankenversicherung oder beim Rückgang der Binnennachfrage im Kausalzusammenhang stehen mit der Vernichtung der Familie.
Und Günther Rohrmoser fordert eine christliche Kulturrevolution. Das mag manchen erstaunen. Er sieht den Islam, der uns in unerhörter Direktheit herausfordert, in islamischer Geburtenfreudigkeit, Glaubensstärke und Kampfbereitschaft und sieht uns in eine furchtbare Gewaltphase eintreten. Eine Überlebenschance sieht Rohrmoser nur noch in der Umkehr zu einem geistig starken Christentum, ansonsten sieht er uns wie Jochim Fest am Abdanken. Er sieht bei uns   wie 1917 in Russland   den immer rasanter werdenden Absturz in die Barbarei durch die Vernichtung der christlich jüdischen Orientierung von Gut und Böse.

Antoine de Saint Exupery sagte es einmal wie folgt: „Wenn die Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos, die Lügen grenzenlos, die Schulden zahllos, die Besprechungen ergebnislos, die Aufklärung hirnlos, die Politiker charakterlos, die Christen gebetlos, die Kirche kraftlos, die Völker friedlos, die Verbrechen maßlos.“

Umkehr ist angesagt, Eliten, die Verzicht und Askese vorleben, sind gefragt, die Liebe zum eigenen Volk und Vaterland ist gefordert. Es ist eine Viertel Sekunde vor Zwölf, packen wir es an. Wer wider den Stachel des Zeitgeistes löckt, der muss aber darauf gefasst sein, dass ihm der Sturm ins Gesicht bläst, muss wissen, dass er der unheiligen Allianz von Medien und Politikern ausgeliefert ist. Der Gläubige jedoch weiß, dass er eine Verantwortung vor dem ALLERHÖCHSTEN hat.
Entnommen der Zeitschrift Erneuerung und Abwehr, 5/2006.

Hervorhebungen von mir. Horst Koch, Herborn, im September 2006
www.horst-koch.de
info@horst-koch.de

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